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SAUNAOSCAR 2007

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News

 

 

 

LUX©US ERLEBNIS WESTERWALD SAUNA~ANIMATEUR
WOHLFÜHL-MANAGER
©
TIM BLANKENBURG
WWW.
WEBINTEST.COM

 

"INTERNATIONALEWOHLFÜHLZEREMONIE"
"WESTERWALD"©

 

LUX©US WESTERWALD Alleinstellungsmerkmal von Tim Blankenburg, Marienbad, Bad Marienberg. Copyright seit 22. Sept. 2009. Nominiert für die Vorentscheidung zum Sauna~Animateur 2008

ZEREMONIE - ABLAUF
  • Der Sauna-Animateur sorgt für Ruhe im Schwitzraum.

  • Begrüßung und Erklärung des LUX©US WESTERWALD

  • WESTERWALD-DÜFTE

  • Wedeltechnik mit Handtuch und Wohlfühlbesen

  • Abschlagen mit dem Wohlfühlbesen

  • Es werden Westerwald Gaumenfreuden verkostet

 

COPYRIGHTFREIGABE - AUSGEBILDETE SAUNA-ANIMATEURE - LUX©US
Mystik-Runen LUX©US

 

 
 


 

redaktion@webintest.com www.webintest.com

 

 

 

 

 

LUX©US GESUNDHEIT WOHLFÜHL-MASSAGE SAUNA~ANIMATEUR
WOHLFÜHL-MANAGER
©
HUBERT RAVE
WWW.
WEBINTEST.COM

 

"INTERNATIONALEWOHLFÜHLZEREMONIE"
"WOHLFÜHLMASSAGE"©

Copyrightfreigabe erteilt!

 

LUX©US WOHLFÜHL-MASSAGE Alleinstellungsmerkmal von Hubert Rave, Inselbad Bahia, Bocholt, NRW  Copyright seit 4. Sept. 2008. In der Jury von insauna.com - Zertifikate für Sauna-Animateure.


:  Hubert Rave wurde als Bester NRW-Masseur 2007 von User, Gäste und Profitester gekürt und hat die Auszeichnung im Rahmen des Traumsaunafestes am 5.4.2008 überreicht bekommen.

Außerdem ist er seit 4.4.2008 geschulter Sauna-Animateur
©, wo er neben herkömmlichen Aufgüsse, das Gütesiegel auf seinem Spezialgebiet

  • Wohlfühlaufgüsse
  • Massageaufgüsse

erhalten hat. Herr Hubert Rave hat ein entsprechendes Fachwissen und die Wedeltechniken sind vom obersten Level. Die Massageaufgüsse, wo der Saunagast im Saunaraum dezente Übungen mitmacht, sind das Alleinstellungsmerkmal, (ausgearbeitet von insauna.com) des Sauna-Animateur Hubert Rave.

  KLICK BERICHT

ZEREMONIE - ABLAUF
  • Der Sauna-Animateur sorgt für Ruhe im Schwitzraum.

  • Begrüßung und Erklärung des LUX©US WOHLFÜHL-MASSAGE

  • Wedeltechnik mit Handtuch

  • Angenehme, meditative Massageübungen während des LUX©US

 

COPYRIGHTFREIGABE - AUSGEBILDETE SAUNA-ANIMATEURE - LUX©US
Mystik-Runen LUX©US

 

 
 


 

redaktion@webintest.com www.webintest.com

 

 

 

 

 AUFGUSS  WASSER NAME
ZEREMONIE-RITUAL

 

©
FREI

 

: Einfach Wasser auf die heißen Steine!

SAUNA-ANIMATEUR

  • KEINE ÖLE + KEINE AROMEN

  • ZUBEHÖR Neben jedem Saunaofen steht meist ein hölzerner Eimer mit einem Schöpflöffel - das ist alles, was man braucht um den Effekt eines Saunaganges zu steigern. Ein oder zwei Kellen Wasser werden auf die heißen Steine, die auf dem Ofen liegen, geschüttet und verwandeln sich sofort zu einem Schwall heißen Wasserdampf, der sich an der Decke ausbreitet und dann nach unten absinkt. Die oberste, heißeste Bank wird zuerst (und am heftigsten) eingenebelt, dann folgen die unteren Bänke. Nach dem Aufguss Duschen und Frischluft tanken.
     

  • GÄSTEVORTEIL

    • Die heiße Luft wird von oben wirkungsvoll heruntergeholt Durch den Aufguss scheint die Hitze in der Sauna schlagartig zuzunehmen. Beugt gegen Erkältungen vor, stärkt die Abwehrkräfte und das Immunsystem

 

 

 

 

 AUFGUSS
RITUAL
 WENIK NAME
ZEREMONIE-RITUAL

 

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FREI

 

: Durch die hohe Luftfeuchtigkeit wird dieser Aufguss zu einem einzigartigen Erlebnis. Beim Doppel-Wenik-Aufguss wird der komplette Ablauf einmal wiederholt und in der Pause reichen wird meist eine Erfrischung gereicht. Abgerundet wird der Aufguss durch einen kräftigen Eisabrieb. Hier wird entweder nur mit Wasser aufgegossen oder mit dem Birkenwasser, in dem zuvor die Birkenbüschel (in Finnland Vihta, in Russland Wenik genannt), die zum Abschlagen der Haut ("Quästen") gebraucht werden, eingeweicht wurden.

Es gibt hier auch in öffentlichen Saunen/Banjas selten Saunameister, sondern es ist üblich, dass die Saunabadenden den Aufguss selbst durchführen. Einen Saunabesuch ohne Aufguss gibt es hier kaum und es wird meist auch sehr viel Aufgusswasser verwendet.

»Weniks« sind Büschel aus Birkenreisig. Damit wird Wasser oder Birkensud auf den heißen Steinen verteilt, wobei sich ein typisches Aroma enfaltet. Die Birkenzweige werden auch zum Luftwedeln - anstelle eines Handtuchs - verwendet.

SAUNA-ANIMATEUR

  • KEINE ÖLE + KEINE AROMEN Damit wird Wasser (Birkensud) auf den heißen Steinen verteilt und es entfaltet sich das wunderbare Aroma der Birkenblätter und erfüllt die Banja oder Sauna mit ihrem typischen Wohlgeruch. In der finnischen Sauna und im russischen Banja sind ätherische Ölzusätze kaum üblich. In Zentraleuropa wird dem Aufgusswasser bei Wenik-Aufgüssen zum Teil Birken-Duftöl zugesetzt, um den Birkenduft noch zu verstärken
     

  • ZUBEHÖR Birkenreisig
     

  • GÄSTEVORTEIL

    • Während des Wenik-Aufgusses schlagen sich die Saunabadenden den Körper selbst oder gegenseitig mit den Weniks ab, was angenehm erfrischend wirkt und wodurch die Blutzirkulation angeregt wird. Zusätzlich kann der Körper mit den Weniks auch »abgeschlagen« und massiert werden. Dadurch öffnen sich die Poren, Verschmutzungen werden herausgetrieben und die Durchblutung der Haut wird verbessert.

 

 

 

 

 AUFGUSS  WIENER
WACHLER
NAME
ZEREMONIE-RITUAL

 

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FREI

 

:

SAUNA-ANIMATEUR das Aufgießen und das Wacheln, werden zweimal hintereinander, oder öfters veranstaltet. Zum Abschluss gibt es meist noch eine "Damenspende", wo der letzte Rest vom Eimer mit einem Schwall auf den Ofen kommt und mit einem letzten "Hubschrauber-Wedeln" von der Decke heruntergeholt wird.

  • ÖLE + AROMEN Es können beliebige, gesunde reine Öle verwendet werden.

  • ZUBEHÖR Handtuch
     

  • GÄSTEVORTEIL

    • Beugt gegen Erkältungen vor, stärkt die Abwehrkräfte und das Immunsystem

 

 

 

 

 AUFGUSS  WINDRAD NAME
ZEREMONIE-RITUAL

 

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FREI

 

: Jeder der Aufgüsse beginnt mit einem einfachen Wasseraufguss.

SAUNA-ANIMATEUR Crush-Eis steht für’s Einreiben bereit. Eine Wohltat ist die warme Dusche nach dem Einreiben. Jetzt nehmen die Teilnehmer wieder in der Sauna Platz. Der Sauna-Animateurwart verteilt nun Schälchen mit Honig, den die Gäste auf die Haut auftragen. Danach beginnt der abschließende Aufguss mit Wasser.

  • ÖLE + AROMEN Es können beliebige, gesunde reine Öle verwendet werden.

  • ZUBEHÖR Crush-Eis, Honig
     

  • GÄSTEVORTEIL

    • Durch das spezielle Windrad in einer großen Sauna zirkuliert die Luft besonders effektiv im Raum. Danach verlassen die Teilnehmer die Sauna.

 

 

 

 AUFGUSS  ZITRONEN DUFT
CITRUS
ERFRISCHUNGS

 

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FREI

 

:

SAUNA-ANIMATEUR Es wird mit einem Zitronenduft aufgegossen, dabei werden Zitronenscheiben gereicht.

  • ÖLE + AROMEN Zitronen oder Citrusdüfte

  • ZUBEHÖR Zitronenscheiben, Zitronensaft
     

  • GÄSTEVORTEIL

    • Aufguss mit Zitronenduft – macht gute Laune

    • „Antiseptisch & belebend“ hat antiseptische Eigenschaft und fördert die Konzentration.

    • Beißen Sie am besten kräftig zu, damit Ihr Körper das wertvolle Vitamnin C optimal aufnehmen kann.

 

   NEWS INSIDER-MEINUNGEN      


Wellness-Zeremonie  Erleben Sie diese inspirierende Zeremonie mit Citrus- und Minzöl, einer Gesichts- maske aus Melsuna und Zitronensaft, einem Peeling aus Honig, Aloevera und Jojoba-Perlchen, Pfefferminztee, Ent- spannungsübungen und viel Bewegung auf dem Vita-Parcour


Zeremonie zur Immunstärkung  So kommt der Körper richtig in Fahrt: Aufgüsse mit Eukalyptus- und Minzöl befreien die Atemwege, Crushed Ice, Wassergymnastik, Obst und Grüntee erfrischen und ein leckerer Salat erfreut auch die Sinne.


Wacheln Wachler, der - winkende oder wedelnde Person, Sauna-Animateur oder jene Person, die in der Sauna mit dem Aufgusshandtuch die Luft fächelt

Wedeln
Bis zu dreimal gießt der Saunameister auf. Jedem Guss folgt eine kleine Pause zum bloßen Spüren und Genießen, dann kommt der Showteil des Sauna-Animateurs: das Wedeln.

Mit einem großen Handtuch verwirbelt er den heißen Dampf im Saunaraum und schlägt ihn auf die Schwitzenden herunter. Der Wasserdampf kondensiert auf der kühleren Haut und überträgt dabei seine Hitze auf den Körper. Mit jedem Guss und jedem Wedeln wird es heißer und heftiger.

Wedeltechnik
Mindestens genauso wichtig ist die Wedeltechnik. Und nein, wir reden hier nicht vom Skifahren! In einer Winzigsauna kann man theoretisch ganz aufs Wedeln verzichten.

In einer Großraumsauna dagegen wollen auch die noch was vom Aufguss mitbekommen, die am anderen Ende des Saunaraumes sitzen. Also wedelt der Sauna-Animateur mit seinem Handtuch.

Und da hat jeder so seine eigene Wedeltechnik. Beschränkt sich der eine Saunameister darauf, das Handtuch in Zeitlupe langsam hin- und her zu bewegen, wedelt sein Kollege wie ein Wahnsinniger, dass es nur so brennt.


Aufguss ist! Der Wachler kommt. Das Wort leitet sich vom Zuwacheln mit dem Handtuch ab. Dadurch wird heißer Dampf direkt auf die Saunagäste getrieben. Diese beiden Prozeduren, das Aufgießen und das Wacheln, werden zweimal hintereinander, oder öfters veranstaltet.


Der Wachler ist eine Zentralfigur der Saunaszenerie. Er übernimmt mit seinem Amt gleichzeitig auch eine sozialpsychologische Aufgabe. Der einst in vielen Kulturen bestehende religiöse Inhalt und tieferer Sinn dieses Vorgangs ist in unseren Tagen zur Gänze verloren gegangen. Hingegen kennt die eingeschworene Saunagemeinde unzählige Arten von Wacheltechniken und Wachlertypen.


Der Typus "Künstler" bezeichnet jenen Wachler, der sich vor allem durch Geschicklichkeit und Raffinesse verschiedenartiger und vor allem dosierter Wachlerbewegungen auszeichnet.


Den "Kämpfer" hingegen kennzeichnen verbissene, kräftige und ruckartige Bewegungen. Es scheint, als wolle der Wachler die heiße Luft gewaltsam herunter holen, um sie dann sofort in Richtung der Gäste wieder loszuwerden.


Der Vergleich des Wachlers mit einem "Dirigenten" oder "Torero" kommt nicht von ungefähr, könnte man doch das Handtuch mit einem Taktstock beziehungsweise einem roten Tuch in Beziehung bringen.


Auch bei den verschiedenen Wedeltechniken gibt es kennzeichnende Namen. So spricht man vom Fahnenschwingen, Hubschrauber, Ventilator, Rad oder Schaufel. Richtung und Taktik des Anwachelns bestimmen die Leistung und Bezeichnung des einzelnen Wachlertyps.

 

Durch seinen Witz, den vielen Wachleranstrengungen und nicht zuletzt durch seine spezielle Technik des Aufgießens, steuert er das gesamte Geschehen in der Sauna.
Das Saunieren wird so erst zum Erlebnis, zum belebenden Ereignis. Die zahlreichen Anstrengungen dieses Magiers über die Sauna werden teilweise durch Anfeuerungsrufe und Beifallklatschen begleitet. Aber auch Gegenteiliges kann sich gelegentlich einstellen, wird dieses Schauspiel zu arg betrieben.

 

Selbst geübte Saunabesucher fragen sich dann nach der Sinnhaftigkeit, ob diesem fragwürdigen Vergnügens, in einem halbdunkeln Raum zu sitzen, sich brennend heißen Dampf zu wacheln zu lassen und sich schließlich eingestehen zu müssen, dass solch ein Treiben wohl gerade nicht der Gesundheit dienlich sein kann.


Nichtsdestotrotz ist der Aufguss zentrales Element und Ritual des österreichischen Saunaerlebnisses schlechthin, dominiert vom Wachler, der zentralen Figur im Ring. Barbara Peterson  


 

IHR AUFGUSS BITTE!

Wer sich im Sommer nach Favoriten begibt, macht das mitunter aus Speiseeisgründen. Schließlich gibt’s beim Tichy am Reumannplatz das für viele beste Eis der Stadt. Wer jetzt, angesichts nasskalten Novemberwetters, Wiens Süden besucht, hat einen anderen, heißen Grund. Im Amalienbad vis-à-vis des Eissalons gibt es den besten Schweiß der Stadt, sozusagen. Genau: Wiens Saunabäder haben wieder Hochsaison.


 "Es kommt vor, dass Leute am Eingang warten, dass ein Kästchen oder eine Kabine frei wird", erzählt Ludwig Ehrenhöfer, Saunawart in Wiens schönster öffentlicher Badeanstalt. Frauen und Männer können im vor einigen Jahren renovierten Jugendstilambiente getrennt voneinander schwitzen. Zu bestimmten Zeiten wird aus der Sauna für Männer eine Gemischte, die Frauensauna wird zum Familienbad – Eintritt nur für Paare.


Heute ist aber Männertag im Männerbad. Schon seit halb acht ist Ehrenhöfer, gepeckte Arme, kurze weiße Hosen, Shirt und Badeschlapfen, im Einsatz. Reinlichkeit ist oberstes Gebot. "Die Saunagäste bezahlen dafür, da muss es auch reinlich sein", meint der Saunawart. Nicht nur vor Betriebsbeginn kontrolliert er die Sauberkeit in seinem feucht-warmen Saunareich, sondern auch regelmäßig den ganzen Tag über. Er und seine Kollegen ziehen Wasserproben, Klos, Kästchen und Kabinen werden geputzt, und während alle Gäste schwitzen, spritzt er mit dem Schlauch den Fliesenboden sauber.
Und der Saunawart kontrolliert selbstverständlich auch die "Reinlichkeit" der Gäste. "Vorher muss man duschen", sagt Ehrenhöfer. Rasieren ist in der Sauna verboten, Ruheliegen reservieren ebenfalls, "da gibt es kein Vorrecht der Älteren". Ohne Unterlage darf man weder auf die Holzpritschen noch auf die Bänke in der Dampfkammer, und die Ausrede "Vergessen" lässt Ehrenhöfer auch nicht gelten, schließlich können sich Vergessliche oder Spontanbesucher beim Eingang jederzeit Badetücher gegen Gebühr ausborgen.
Schlapfen hingegen seien Privatangelegenheit, die Anlage werde ohnehin regelmäßig und ständig desinfiziert, und wozu ist sonst die Fußdusche gut? Wie zum Beweis hält er den rechten Fuß unter den Antifußpilzmittel-Strahl: nicht nur sauber, sondern rein.

Wer nach einem Saunagang ungeduscht und verschwitzt ins Kaltwasserbecken springt, bekommt aber einen Anpfiff. Das Kaltwasserbecken wird zwar täglich frisch gefüllt, aber trotzdem. Saunaregel bleibt Saunaregel. Die beiden finnischen Saunakammern und das Dampfbad müssen bereits eine Stunde vor Betriebsbeginn vorgeheizt werden, um neun sperrt die Sauna auf, manchmal bilden sich schon vorher kleine Warteschlangen beim Eingang. Kurz nach neun sind schon die ersten Nackedeis unterwegs: Ihr Aufguss, bitte!

"Servus Wickerl", rufen die Nackten. Vormittags sind eher die älteren Herrschaften unterwegs und die kennen den Saunawart schon seit einer halben Ewigkeit. Seit 36 Jahren nämlich arbeitet Ludwig "Wickerl" Ehrenhöfer im Amalienbad. "Nach so einer langen Zeit kennt man seine Leute", sagt er. "Mittlerweile kommen die Badegäste bereits in der zweiten Generation her."


Bis zu 25 Personen passen in die größere der beiden Schwitzkammern. Und um kurz vor halb zehn, wenn der erste Aufguss stattfindet, ist die heiße, hölzerne Stube schon gut gefüllt. Ein gutes Dutzend nackter Männer wartet gespannt auf die morgendliche Hitzewelle. Auch wenn alle Gäste bereits auf den hölzernen Pritschen sitzen, lässt Ehrenhöfer seinen Brüller "Aufguss" los, auch eine der internen Regeln.


Punkt 9.30 Uhr drückt der Saunawart die Aufgusstaste hinter einem Türl in der gefliesten Wand. Über der Saunatüre leuchtet ein Rotlicht auf, als Zeichen für eventuelle Nachzügler, jetzt besser nicht das Höllentor zu öffnen. Es sei denn, man möchte sich den Unmut einer kompletten Saunabesatzung zuziehen. Aus drei Wasserhähnen über dem heißen Ofen spritzt Wasser, zischt und bildet eine Dampfwolke. Einer der Männer hat sich eine Wachelfahne geschnappt und verteilt den Dampf in der Kammer. Fast wie beim Maiaufmarsch. Ehrenhöfer schaut durch das Fenster auf Schwitzer und Wachler. "Der macht das sehr sanft", lautet sein Urteil.


Manche Gäste misstrauen dem maschinellen Aufguss auf Knopfdruck und möchtenselbst zur Schöpfkelle greifen. Das erkennt der Saunawart daran, dass der hölzerne Kübel nicht auf seinem Platz steht, sondern in der Sauna. In diesem Fall bedient er nur das Rotlicht und überlässt den Rest dem selbst ernannten Aufguss-Zeremonienmeister.
Jeder Wachler hat seine eigene Methode, manche nehmen ein Extrahandtuch und wirbeln die Hitze umher, dass sie schnell auf die schwitzenden Leiber prasselt. Manche denken sich sogar schweißtreibende Dramaturgien aus, für die es viel Applaus gibt, fast wie im Theater. Doch an diesem frühen Vormittag wird noch sanft gewachelt.


Oberstes Gebot ist Stille beim Schwitzen – auch wenn sich nicht jeder ans Sprechverbot beim Aufguss hält. "Ab und zu lässt dann wer einen Brüller los", erzählt Ehrenhöfer. Das sei zwar dann auch nur Schmäh, aber doch recht wirksam.
Natürlich, so der Saunawart, dürfe man die Schwitzkammer jederzeit verlassen, selbst bei Rotlicht: "Wenn man die Hitze nicht mehr aushält, ist es besser, man geht heraus." Besser auch für den Betriebsalltag im Amalienbad. Trotzdem käme es nicht selten vor, dass er oder seine Kollegen die Rettung rufen müssen, kreislaufbedingt sozusagen. Manchmal reichen auch Frischluftzufuhr oder Füßehochlagern aus.


"Manche, vor allem Jüngere, fühlen sich stark, und wenn die dann einen Siebzig- oder Achtzigjährigen sehen, wie der die größte Hitze aushält, dann wollen die natürlich mithalten und überschätzen ihren Körper", weiß Ehrenhöfer. "Die setzen sich gleich auf die oberste Bank statt ganz unten hin und da haut’s sie halt manchmal um." Und das sei im Übrigen jetzt nicht ausschließlich so eine Männlichkeitssache, das käme drüben in der Frauensauna ebenso vor.


Nach fünf Minuten erlischt das Rotlicht wieder. Nach einem anerkennenden Beifall fliegt die Türe auf und ein Dutzend nackter Männer stürmt aus der Kammer. Schnell unter die Duschen. Schnell ins Freie oder gleich ins Kaltwasserbecken. Und dann: Schmäh führen. Schlafen. Oder Sauerkraut essen in der Kantine, dem Verbindungsgang zwischen Frauen- und Männerbad.


Um 14 Uhr hat "Wickerl" Ehrenhöfer, Herr der Sauna, Feierabend. Manchmal, ein-, zweimal die Woche, bleibe er noch für ein, zwei Aufgüsse da, erzählt er. "Wenn die entsprechenden Leute da sind, mit denen man Schmäh führen kann." Und, ja, er habe auch das so genannte Bio-Saunarium ausprobiert, jenes Kammerl, in dem die Hitze nicht ganz so arg ist und in dem man 32 Minuten lang mit anregendem Buntlicht bestrahlt wird: "Da kann man herrlich abschalten und relaxen."
Ganz überzeugt von der sanften Art zu schwitzen scheint der Saunawart aber nicht zu sein.


Die Wiener Mischung in den vielen Wiener Saunen ist ähnlich - Einer ist immer der Schwafler. Und einer ist immer der Wachler. Egal, in welcher Sauna, irgendwer findet sich immer, der zur Aufgusszeit mit dem Handtuch heiße Luft in der Schwitzkammer verbreitet - und seine Mitschwitzern die eine oder andere Verbrühung zufügt. Das Gute am Wacheln: Wenns richtig heiß ist, schwafelt keiner mehr.

 

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