WOHLKOMMEN IN DER TÜRKEI ~ DAS WOHLFÜHL WHO IS WHO

Albanien  Andorra  Belgien  Bosnien  Bulgarien  Dänemark  DEUTSCHLAND  Estland  Finnland  Frankreich  Griechenland  Großbritannien  Irland  Island  ITALIEN  Kroatien  Lettland  Liechtenstein  Litauen  Luxemburg  Malta  Mazedonien Moldawien 
Monaco    NIEDERLANDE  Norwegen  ÖSTERREICH  Polen  Portugal  Rumänien  San Marino  Schweden  SCHWEIZ  Serbien  Slowakei  SLOWENIEN  Spanien  Tschechien  Türkei  Ukraine  UNGARN  Vatikan  Weissrussland  Zypern



 
PERLEN~SAUNATEST
PROMIS
IN DER SAUNA

LUX©US Aufguss ~Zeremonien
Rituale~Varianten
LUX©US~DÜFTE ~ ÖLE

20 TESTPUNKTE  BIS
ZUM GÜTESIEGEL


GOURMET~LEXIKON
WOHLFÜHL~LEXIKON

KINDER TESTEN IN DER FREIZEIT

SCHWARZE LISTE


 
VIDEO~ PRÄSENTATIONEN
INTERNATIONALE
PRESSEBERICHTE
MEDIEN LISTE


KATEGORIEN:

SAUNA

 WELLNESS & BEAUTY

FREIZEIT

GOURMET

Google Insauna Search
News


 

DIE TÜRKEI
WOHLFÜHL~STARTSEITE

 

ALLGEMEINES ÜBER DIE TÜRKEY
Empfohlene WOHLFÜHL~GASTGEBER ~ TIPPS von User und Insider

INSIDER-MEINUNGEN-NEWS


    TÜRKEI    

Republik Türkei Hauptstadt: Ankara Fläche: ca. 814.578 km² Einwohner: ca. 67,8 Mio. Die Republik Türkei ist die Brücke zwischen Morgen- und Abendland, liegt an der Grenze von Asien (mit etwa 97%) und Europa (mit etwa 3) und grenzt im Norden an das Schwarze Meer, im Nordosten an Georgien und Armenien, im Osten an den Iran, im Süden an den Irak, an Syrien und an das Mittelmeer, im Westen an das Ägäische Meer und Griechenland, im Nordwesten an Bulgarien. 

Ankara (Hauptstadt) ca. 2,8 Mill. Einwohner, Istanbul ca. 6,6 Mill. E., Izmir ca. 1,9 Mill. E., Konya ca. 1,6 Mill. E., Adana ca. 1,4 Mill. E., Bursa und Samsun je ca. 1,1 Mill. E., Gaziantep und Diyarbakir je ca. 800000 E., Erzurum ca. 800000 E., Malatya ca. 600 000 E.  (Obige Zahlen gelten nur für die Städte, nicht die gleichnamige Region).

Die traditionelle türkische Gastfreundschaft ist eine Eigenschaft des Landes. Diese Menschen sind warmherzig, liebenswert und sympathisch. Sie sind bereit, die letzte Scheibe Brot mit dem anderen zu teilen.

Diese Eigenschaften finden Sie ganz besonders stark bei der Landbevölkerung. Bietet man Ihnen ein Glas Ayran (Yoghurt, verdünnt mit Wasser) an und Sie weisen es zurück, so wird das tief verletzen. Sie werden diese innige Hingabe oft als anrührend empfinden. Man hält fest an Traditionen. Es ist eine Ehre für diese Menschen, ihren Gast aufs Beste zu bewirten, denn jeder der an die Tür klopft, ist ein Gast Gottes.

'' Die größte "Spezialität" in der Türkei sind wohl die Menschen und Ihre Gastfreundschaft.

Das türkisch Bad ist eines der erfrischensten und entspannensten Erlebnisse, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Seit Jahrhunderten findet man dieses Bade- und Reinigungsritual in der Türkei. Schon die Kreuzritter waren erstaunt über die Reinlichkeit, die sie in diesem Teil der Erde fanden und nicht wenige sahen das erste Mal in ihrem Leben eine Dusche. In allen historischen Stätten, wie z.B. in Phaselis und Ephesus, findet man Überreste eines Hamams. Fast jedes kleine Dorf besitzt ein Hamam und in größeren Städten findet man sie in grosser Anzahl.

 

 

In neuen touristischen Zentren, wie z.B. Kemer, gibt es meist kein ursprüngliches türkisches Bad. Grössere Hotels haben aber oft ein Hamam, und man kann sich dort, wenn auch nicht mit derselben ursprünglichen Atmosphäre, verwöhnen lassen. In den Bädern herrscht eine rigorose Trennung von Männern und Frauen.

 

Zunächst zieht man sich in einer Kabine aus und hüllt sich in ein Handtuch. Anschliessend begibt man sich zuerst in ein kaltes, dann in ein warmes und schließlich in ein heisses duftendes Dampfbad.

Danach wird man von einem Masseur mit der "Kese" (ein rauher Handschuh) abgerieben. Alte Hautzellen werden so entfernt und man bekommt eine Art Ganzkörperpeeling. Zum Schluss wird zunächst mit warmen und dann mit kaltem Wasser gewaschen.

In ein Handtuch gewickelt kann man nun Tee oder Kaffe trinken und sich noch etwas entspannen. Liebenswürdigkeit, Hilfsbereitschaft und Aufmerksamkeit Fremden gegenüber kümmern sich nicht um sprachliche Barrieren.

Da sich die meisten Türken aus Überzeugung zur westlichen Welt rechnen, begrüßen sie Besucher wie alte Bekannte. Hinter Schnurrbärten und heroischen Posen quillt die osmanische Fremdenfreundlichkeit hervor - eine Eigenschaft, von der wir uns schnell eine dicke Scheibe abschneiden sollten. 

 

Es gibt in der Türkei über 1.000 Thermalquellen. Die größte Thermalschwimmhalle der Türkei liegt zehn Kilometer westlich von Izmir (Balcova). Das Wasser (62°C) ist für Trink- und Badekuren geeignet, wirkt schmerzstillend und krampflösend und hilft bei rheumatischen und gynäkologischen Beschwerden.

 

Die Quelle von Balikli Cermik, 17 km nordöstlich von Sivas, enthält Fische, die bei Hauterkrankungen, besonders Schuppenflechte, die Haut "säubern". Daneben findet das Wasser Anwendung bei Rheuma und gynäkologischen Beschwerden.

 

Die Region um Eskisehir, Bilecik und Afyon ist auch sehr zu empfehlen.

 

 

WOHLFÜHL
GASTGEBER
WOHLFÜHLZIEL KATEGORIE  

 

Cağaloğlu Prof. Kazım İsmail Gürkan
Caddesi 34, Cağaloğlu
++90+212 522 24 24

 

Çemberlitaş Verzirhan Caddesi 8
Çemberlitaş
++90+212 522 79 74 oder (0212) 511 25 35.

 

GALATARASAY Turnacıbaşı Sokak 2
Galatarasay
++90+212 252 42 42

 

THE MARMARA HOTEL Taksim Meydanı
Taksim
++90+212 251 46 96

 

SWISSOTEL THE BOSPHORUS Bayıldım Cadessi 2
Maçka
++90+212 326 11 00

 

POLAT RENAISSANCE HOTEL   ++90+212 663 17 00

 

TÜRKIZ HOTEL YALI CAD No: 3
T-07980 Kemer- Antalya
info@
turkiz.com.tr
 

 


 

 

  NEWS INSIDER-MEINUNGEN    

 


Istanbul Cağaloğlu  vis a vis von dem iranischen Konsulat - Das aus der Mitte des 18. Jhds. stammte Bad ist eines der originalsten Istanbuler Hamams. Es wird als das letzte Beispiel seiner Art und Epoche betrachtet. Das Hamam hat ein Cafe, das genauso berühmt ist wie das Bad selbst.  Baden USD 10 (inklusive Seife und Badetuch), Kese (Peeling) , Massage und Baden USD 17, Peeling und Massage USD 20, osmanische Luxusseance (Peeling, Massage auf dem Göbektaşı mit allem drum und dran) Geöffnet jeden Tag zwischen 8.00-20.00 Uhr für Frauen und 7.00-22.00 Uhr für Männer.


 

 

Das türkische Bad, bekannt mit seinen eigenen Bad Technik. Außer diesem hat das HAMAM mit seine Architektonische Gestaltung und Kultur einen ganz besonderen Platz. Nachdem die Türken Istanbul im 1453 eroberten, bauten Sie viele HAMAM's. Im XVII Jh. gab es in Istanbul 168 Zentrum HAMAM's. jede Wohnung besitzte außerdem einen eigenen HAMAM. Im türkischen Bad benötigt man keine Badekleidung. Nur mit einem Badetuch um die Hüften geht man in den Dampfraum, in dessen Mitte sich eine runde, erhöhte Marmorplatte befindet. Nach dem Schwitzen auf dieser Platte erlebt man eine harte Massage. Danach wird man gewaschen und geschrubbt.


Istanbul Çemberlitaş   Diese 1584 gebaute Anlage war das Lieblingshamam osmanischer Sultane. Es ist eines der schönsten Beispiele osmanischer Architektur des 16. Jhds. Es wurde zeitgemäss renoviert, der den Frauen reservierte Teil wurde vergrößert und Solarium und Fitnesscenter hinzugebaut. Preise ; Baden USD 8 (Seife, Sahmpoo, Badetuch –peştemal- und Holzpantinen –nalın- inbegriffen). Baden und Massage USD 15. Preisermässigung für Studenten und Gruppen.  Geöffnet von 6.00 bis 23.00 Uhr für Männer und zwischen 8.00 - 21.00 Uhr für Frauen.


 

Istanbul GALATARASAY  Dieses unter Beyazıt II gebaute Hamam wurde im Laufe der osmanischen Epoche mehrmals renoviert und schliesslich 1965 modernisiert, indem die originalen architektonischen Merkmale berücksichtigt wurden. Es ist das Lieblingshamam der Geschäftsleute und Prominenten. Das Hamam setzt sich aus dem Massage-Saal mit dem göbektaşı, individuellen Umkleide- und Erholungsräumen und einem Cafe zusammen. Separate Abteilungen für Frauen und Männer wie es in meisten Hamams der Fall ist.  Um das Wasserbecken im Garten herum haben die Gäste, besonders die Touristen, Gelegenheit, die türkische Küche zu probieren und dabei Bauchtanz anzuschauen. Das Galatasaray Hamamı ist die Adresse für besondere Anlässe wie Gelin hamamı, Damat hamam und Kına gecesi (jeweils das Brautbad, das Bräutigambad und die Hennanacht). Geöffnet 8.00 - 22.00 Uhr für Frauen, 6.00 - 22.00 Uhr für Männer. In der Männerabteilung ist Reservierung möglich (für 2 Personen oder Gruppen über 20 Personen).


Istanbul  THE MARMARA HOTEL 5 Sterne Hotel. Das Hamam und die Sauna sind geöffnet jeden Tag zwischen 7.00 -22.00 Uhr. Nur für Frauen: von 7.00 bis 14.00 Uhr. Hamam, Sauna und Jacuzzi: USD 22 pro Tag, USD 33 pro Woche. Für Mitglieder USD 135 monatlich, USD 340 für drei Monate, USD 560 für sechs Monate, USD 920 jaehrlich.

Gemischt: zwischen 15.00 -22.00 Uhr


Istanbul SWISSOTEL THE BOSPHORUS Ein weiteres Istanbuler 5 Sterne Hotel mit Hamam, Sauna und Jacuzzi. Das Hamam ist zwischen 7.00 -23.00 Uhr geöffnet. Nicht zu vergessen ist, dass es erforderlich ist, vorher zu reservieren. Im allgemeinen bevorzugen die Frauen die Morgenstunden, die Geschäftsleute hingegen kommen abends. Hotelgäste sowie Mitglieder können von dem Massage-Service profitieren, der zu ihrer Verfügung gestellt wird. Hamam: USD 30 pro halbe Stunde, USD 50 pro Stunde.


Istanbul POLAT RENAISSANCE HOTEL  Das Hamam dieses 5 Sterne Hotels ist genau richtig für diejenigen, die davon träumen. Für Gruppen von 10-15 Personen vorzeitig reservieren. Geöffnet separate Räumlichkeiten für Frauen und Männer. Der einzige Termin für Frauen; 15.00 Uhr.


Kemer TÜRKIZ HOTEL YALI CAD.  Fitness-Center - Sauna (für Damen und Herren getrennt)- Türkisches Bad (für Damen und Herren getrennt)- Dampfbad (für Damen und Herren getrennt)- Schönheitssalon (Pflegekur mit Produkten von intern. "Decleor")- Körperpflege- Friseur


 

HAMAM IN BURSA ~ Brutalo-Wellness in Plastikschlappen


Schwitzen im Schwefelbad: Für manchen unerfahrenen Besucher ist der Besuch in einem echten türkischen Hamam nur teilweise ein Vergnügen. Lutz Jäkel ließ sich einweichen, sieden, kneten und peelen - und überlebte, um davon zu berichten.

Wenn das den osmanischen Sultanen zu Ohren gekommen wäre! Geschüttelt hätte es sie! Nur ein einziges Mal soll sich Ludwig der XIV. in seinem 65-jährigen Leben gewaschen haben. Pfui Deibel! Doch ganz gleich, ob sie es wussten oder nicht, dass ausgerechnet der Sonnenkönig so wasserscheu war: Die hygienischen Zustände an europäischen Höfen des Mittelalters waren den Orientalen, die ihre Paläste mit prächtigen Hamams ausstatteten, ohnehin ein Graus.

Der Prophet Muhammad hat es seinen Getreuen vorgeschrieben: Intensive Körperpflege gehört zu den Reinlichkeitsgeboten des Islam. Und zwar nicht in einer stehenden Brühe, wie es der Europäer seit jeher in seinem Bad zu genießen pflegt, sondern bei fließendem Wasser.

Die Stadt Bursa war bereits in der Antike wegen des frischen Klimas, Wasserreichtums und der satten Vegetation berühmt. Schwefel- und eisenhaltige Thermalquellen des Stadtviertels Cekirge ließen schon damals die Hautausschläge und Pickel der römischen Kaiser verschwinden. Bis heute schwört man auf die heilende Kraft dieser Bäder. Deshalb gilt Bursa als türkische Hauptstadt der Hamams (gesprochen mit einer Längung auf dem "a", also Hamaam) und zieht Hautgeplagte aus dem ganzen Land an.

Das "Yeni Kaplica", die "Neue heiße Quelle", ist eines der ältesten Hamams der Stadt. Großwesir Rüstem Pascha ließ dieses Bad Mitte des 16. Jahrhunderts für seinen Schwiegervater bauen, den berühmten Süleyman den Prächtigen, jenen Sultan, der als erster osmanischer Feldherr an die Tore Wiens klopfte. Bekanntlich öffnete ihm niemand.

Zusammen mit seinem Baumeister Sinan gab Süleyman so manches Prachtgebäude in Auftrag. Betritt man heute allerdings die Anlage, so empfangen den Besucher Neonlicht und Plastikstühle, sultanische Atmosphäre stellt man sich anders vor. Nun gut, herrschaftliches Gebaren ist auch lange her.

Plastiklatschen gegen Aquaplaning

Sie sind öfter im Hamam als in der Finnischen Sauna, trinken mehr Mokka als Espresso und haben ein Döner- Abo? Und Sie glauben, damit bestens gewappnet für einen Urlaub in der Türkei zu sein?Testen Sie Ihr Wissen im SPIEGEL- ONLINE- Reisequiz! Apropos Plastik: Nachdem mit den alten Holzlatschen immer wieder Badende ausgerutscht sind, gibt es jetzt gegen das Hamam-Aquaplaning Plastikschlappen, die wohl der Alptraum jedes deutschen Hautarztes wären. Aber sie erfüllen ihren Zweck.

An der Rezeption mit dem obligatorischem Atatürk-Porträt entrichtet man seinen Obulus von umgerechnet vier Euro, inklusive Allround-Massage-Abschrubb-Wellnesseinlage. Dann kommen die Wertsachen in ein Holzschatullchen, das der Empfangs-Meister verschließt, den Schlüssel bindet er dem Gast ums Handgelenk.

Die Kabine, die man zugewiesen bekommt, ist plastikfrei, nämlich holzvertäfelt und weitaus bequemer als eine Hallenbadumkleide. Auch hier werden die Habseligkeiten in einer kleinen Truhe verschlossen, schon schlurft man auf den Plastiklatschen und mit einem elegant um die Hüften gebundenen Leinentuch in die heiligen, kuppelüberwölbten Hallen. Die feuchtheißen Luftschwaden lassen erahnen, was einem im Innern bevorsteht.

"Mein Hautpilz hat kapituliert"

Die Hamams von Bursa haben jedoch wegen ihrer Thermalwirkung eine Besonderheit. Während man sich in klassischen Bädern im Dampfbad auf den Göbek Taschi, den "Nabelstein" in der Mitte setzt und die Unreinheiten ausschwitzt, gleitet man in Bursa direkt in das heiße schwefelhaltige Wasser.

So wie Nizamettin, der mit verschrumpelten Fingern im dampfenden Wasser entspannt, als mache ihm die Hitze von rund 50 Grad nichts aus. Amüsiert beobachtet er, wie der unerfahrene Ausländer mit eingezogenem Bauch und schmerzverzerrtem Gesicht langsam, gaanz langsam ins heiße Nass gleitet. Schnell rötet die Haut, die Luft wird dünn, aber ja, es ist ja alles für die Gesundheit, gegen die Schuppen, Flecken und Mitesser.

Nizamettin ist extra aus Musch in der Osttürkei angereist, da Luft und Wasser seine Lungenbeschwerden lindern sollen. "Ich habe schon alles versucht", sagt der 51-Jährige, "jetzt hat mir unser Dorfarzt diese Kur verordnet." Und? "Doch, doch, schon besser."

Der alte Mann, der neben ihm sitzt, wohnt nur wenige Häuserblocks entfernt von dem Bad. "Ich komme jeden Tag und setze mich zwei bis drei Stunden in das Wasser. Mein Hautpilz hat kapituliert", sagt er.

Abschied von der obersten Hautschicht

So liegen die Badenden entspannt und zum Teil ermattet im Wasser oder auf den Boden, das Klatschen der Latschen und Geplätscher des Wasser hallt in den einzelnen Kuppeln wider und verliert sich als schwaches Echo in den kleinen Nebennischen. Dort wartet der Tellak auf Besucher. Er selbst nennt sich Bademeister, Folterknecht wäre eine treffendere Bezeichnung.

Denn mit seinem rauen Baumwollhandschuh, dem Kese, schrubbt er so martialisch auf der Haut, dass sich jene in Form vieler kleiner brauner Röllchen und Kügelchen verabschiedet und durch die Luft wirbelt. Nun kippt der Meister literweise Duschgel in einen riesigen Baumwollsack, pustet ein paar Mal hinein und lässt den Delinquenten in einer Seifenwolke verschwinden, die nach der Kese-Folter sehr entspannend wirkt. Zuckerbrot und Peitsche.

Abschließend schüttet der Tellak aus Plastikschalen Massen von Wasser über die gerötete Haut – heißes für Hartgesottene (also Türken), kühles für Schwächlinge (also Ausländer). Schließlich wird der Gehäutete in die ersehnte Freiheit entlassen. Als Zwischengang setzt man sich auf den warmen Boden, schwitzt genüsslich vor sich hin und gießt wieder ab und an Wasser über sich.

Massage als Grenzerfahrung

Wer aber das Rundum-sorglos-Programm gewählt hat, ist selbst schuld. Denn als Abschluss der feuchten Folter wartet noch Metin, der Masseur. "Keine Sorge", beruhigt er. "Ich mache das seit 15 Jahren. Bisher hat sich noch niemand die Knochen gebrochen." Beruhigend.

Er zieht an Armen und Beinen, knetet Füße und Hände, schrubbt mit der Faust über den Rücken, es knackt und kracht, man spürt Knochen und Muskeln, von denen man gar nicht wusste, dass man sie hat. Und das tun sich Türken bei jedem Besuch freiwillig an? "Nein", sagt Metin. "Das war jetzt nur die sanfte Tour. Türken mögen es härter."

Aufgeweicht, verschrumpelt, durchgeknetet, erschlagen aber glücklich schlurft man wieder in das Foyer, kleidet sich in neue Leinen- und gelbe Handtücher, setzt sich auf die gelben Plastikstühle, und erfrischt sich an einem Glas Tee oder einem kühlen Ayran, dem klassischen Joghurtgetränkt mit viel Salz, das man nach dem vielen Schwitzen gut gebrauchen kann.

Zufrieden und mit der Genugtuung, überlebt zu haben, zahlt man einen weiteren Obolus als Trinkgeld und wird mit dem traditionellen Abschiedsgruß "Güle güle kirlen" entlassen, "Werde lachend wieder


Der in kleinen Tassen servierte ''türkische Mokka'' ist eine Spezialität, die zu jeder Gelegenheit angeboten wird. Den Abschluß des ausgiebigen Essgenusses bildet natürlich immer ein Türkischer Kaffe.
Frisch geröstet und fein gemahlen, wird es nach alter weise in einer ''Cezve'', einem kleinen stielgefaess, zubereitet.
Vorbereitung: Wasser mit der Mokkatasse in die Cezve einmessen. Pro Tasse 1 Mokkalöffel Kaffe und Zucker nach Geschmack hinzufügen (1 Mokkalöffel-Zucker p.t.= Medium süss). Bei vorsichtigem umrühren Kaffe und Zucker auf kleiner Flamme erhitzen. Wenn der Kaffe aufschäumt, in jede Tasse etwas Schaum abgiessen. Den Kaffe nochmals aufschäumen lassen und in die Mokkatassen geben. Dabei ein Glas Kaltes Wasser servieren nicht vergessen!
Mein Tip: Für einen spezialen viel schaumigen Mokka zu kochen, einfach eine Tasse mehr Wasser und Kaffe hinfügen als die Personen Anzahl. Da hat man mehr Schaum übrig um zu verteilen.
 


Der aromatische schwarze Tee, angebaut am Schwarzen Meer, spielt im türkischen Tagesablauf eine wichtige Rolle. Er wird zum Frühstück, gereicht im Büro, beim Einkauf im Laden, in der öffentlichen Verwaltung, bei Verhandlungen und Besprechungen. Die Zubereitung ist ähnlich die des Kaffes; eine Zeremonie. Man benötigt dazu zwei übereinander passende Teekannen, wobei die obere aus Porzellan sein sollte, 1 Teesieb. Getrunken wird er aus kleinen Gläsern. Man rechnet pro Portion 1 Teel. Tee und zusätzlich einen Löffel für die Kanne. Über den Tee, der in die obere Kanne gegeben wird, giesst man einige Tropfen kaltes Wasser. Die untere Kanne wird mit Wasser gefüllt, und man setzt beide Kannen übereinander auf eine mittelgrosse Flamme. Während das Wasser sich in der unteren Kanne erhitzt, entwickeln die Teeblaetter schon Aroma. Nach dem das Wasser gekocht hat, giesst man von der unteren Kanne heisses Wasser. Die untere Kanne wird mit kaltem Wasser nachgefüllt, und man stellt das ganze noch einmal auf eine mittelgrosse Flamme. Bis zum Durchkochen des Wassers in der unteren Kanne ist der Teesud stark genug. Nun giesst man in jedes Glas etwas von dem Teesud und füllt mit kochenden Wasser auf. Mit zwei Zuckerstückchen wird es serviert.
 


Die Herstellung des Türkischen Honigs begann ungefähr 400 Jahre vor unserer Zeit während der erhöhungsphase des osmanischen Reichtums. Der Türkische Honig welches früher nur ein Produkt des Schlosses war, wurde auch in kurzer Zeit eine Süssigkeit das dem Volk gefiel und industrialiesierte. Ein Englischer Seefahrer war der erste der diese berühmte Türkische Süssigkeit nach Europa gebracht hat. Im 18. Jahrhundert wurde der Türkische Honig bei den Europäern als geschmackvoll aufgenommen, so dass es bei ihnen einen Sinn wie ''schön'' zum Ausdruck brachte. Bei LOKUM handelt es sich um eine zähe, sehr süsse Konfektmasse, die aus Zucker, Stärke hergestellt wird und je nach Art mit Pistazien, Kokosraspeln oder Mandeln und Nüssen angereichert wird. In viereckigen Stückchen, mit gezuckertem Stärkemehl bestreut, damit man es überhaupt anfassen kann, wird es angeboten. LOKUM ist eine Zuckermasse aus Staerkesirup, Eiweissschaum und Gelatine. Er wird in sich drehenden Kesseln warm zubereitet.


 

 

 

nach oben

Inselbad Bahia