
Istanbul
Cağaloğlu
vis a vis von dem iranischen Konsulat - Das aus der Mitte des 18. Jhds. stammte
Bad ist eines der originalsten Istanbuler Hamams. Es wird als das letzte
Beispiel seiner Art und Epoche betrachtet. Das Hamam hat ein Cafe, das genauso
berühmt ist wie das Bad selbst. Baden USD 10 (inklusive Seife und
Badetuch), Kese (Peeling) , Massage und Baden USD 17, Peeling und Massage USD
20, osmanische Luxusseance (Peeling, Massage auf dem Göbektaşı mit allem drum
und dran)
Geöffnet
jeden Tag zwischen 8.00-20.00 Uhr für Frauen und 7.00-22.00 Uhr für Männer.
Istanbul
Çemberlitaş
Diese 1584 gebaute Anlage war das Lieblingshamam osmanischer Sultane. Es ist
eines der schönsten Beispiele osmanischer Architektur des 16. Jhds. Es wurde
zeitgemäss renoviert, der den Frauen reservierte Teil wurde vergrößert und
Solarium und Fitnesscenter hinzugebaut. Preise ; Baden USD 8 (Seife,
Sahmpoo, Badetuch –peştemal- und Holzpantinen –nalın- inbegriffen). Baden
und Massage USD 15. Preisermässigung für Studenten und Gruppen.
Geöffnet von 6.00 bis 23.00 Uhr für Männer und zwischen 8.00 - 21.00 Uhr für
Frauen.
Istanbul
GALATARASAY
Dieses unter Beyazıt II gebaute Hamam wurde im Laufe der osmanischen Epoche
mehrmals renoviert und schliesslich 1965 modernisiert, indem die originalen
architektonischen Merkmale berücksichtigt wurden. Es ist das Lieblingshamam der
Geschäftsleute und Prominenten. Das Hamam setzt sich aus dem Massage-Saal mit
dem göbektaşı, individuellen Umkleide- und Erholungsräumen und einem Cafe
zusammen. Separate Abteilungen für Frauen und Männer wie es in meisten Hamams
der Fall ist. Um das Wasserbecken im Garten herum haben die Gäste,
besonders die Touristen, Gelegenheit, die türkische Küche zu probieren und dabei
Bauchtanz anzuschauen. Das Galatasaray Hamamı ist die Adresse für besondere
Anlässe wie Gelin hamamı, Damat hamam und Kına gecesi (jeweils das Brautbad, das
Bräutigambad und die Hennanacht).
Geöffnet 8.00 - 22.00 Uhr für Frauen, 6.00 - 22.00 Uhr für Männer. In der
Männerabteilung ist Reservierung möglich (für 2 Personen oder Gruppen über
20 Personen).
Istanbul THE MARMARA HOTEL
5 Sterne
Hotel. Das Hamam und die Sauna sind geöffnet jeden Tag zwischen 7.00 -22.00 Uhr.
Nur für Frauen: von 7.00 bis 14.00 Uhr. Hamam, Sauna und Jacuzzi: USD 22 pro
Tag, USD 33 pro Woche. Für Mitglieder USD 135 monatlich, USD 340 für drei
Monate, USD 560 für sechs Monate, USD 920 jaehrlich.
Gemischt: zwischen 15.00 -22.00 Uhr
Istanbul
SWISSOTEL THE
BOSPHORUS Ein weiteres
Istanbuler 5 Sterne Hotel mit Hamam, Sauna und Jacuzzi. Das Hamam ist zwischen
7.00 -23.00 Uhr geöffnet. Nicht zu vergessen ist, dass es erforderlich ist,
vorher zu reservieren. Im allgemeinen bevorzugen die Frauen die Morgenstunden,
die Geschäftsleute hingegen kommen abends. Hotelgäste sowie Mitglieder können
von dem Massage-Service profitieren, der zu ihrer Verfügung gestellt wird.
Hamam: USD 30 pro halbe Stunde, USD 50 pro Stunde.
Istanbul
POLAT RENAISSANCE
HOTEL Das Hamam
dieses 5 Sterne Hotels ist genau richtig für diejenigen, die davon träumen. Für
Gruppen von 10-15 Personen vorzeitig reservieren.
Geöffnet separate Räumlichkeiten für Frauen und Männer. Der einzige Termin
für Frauen; 15.00 Uhr.
Kemer
TÜRKIZ
HOTEL YALI CAD.
Fitness-Center - Sauna (für Damen und Herren getrennt)- Türkisches Bad (für
Damen und Herren getrennt)- Dampfbad (für Damen und Herren getrennt)-
Schönheitssalon (Pflegekur mit Produkten von intern. "Decleor")- Körperpflege-
Friseur
HAMAM
IN BURSA ~ Brutalo-Wellness in Plastikschlappen
Schwitzen im Schwefelbad: Für manchen unerfahrenen Besucher ist der Besuch in
einem echten türkischen Hamam nur teilweise ein Vergnügen. Lutz Jäkel ließ sich
einweichen, sieden, kneten und peelen - und überlebte, um davon zu berichten.
Wenn das den osmanischen Sultanen zu Ohren gekommen wäre! Geschüttelt hätte es
sie! Nur ein einziges Mal soll sich Ludwig der XIV. in seinem 65-jährigen Leben
gewaschen haben. Pfui Deibel! Doch ganz gleich, ob sie es wussten oder nicht,
dass ausgerechnet der Sonnenkönig so wasserscheu war: Die hygienischen Zustände
an europäischen Höfen des Mittelalters waren den Orientalen, die ihre Paläste
mit prächtigen Hamams ausstatteten, ohnehin ein Graus.
Der Prophet Muhammad hat es seinen Getreuen vorgeschrieben: Intensive
Körperpflege gehört zu den Reinlichkeitsgeboten des Islam. Und zwar nicht in
einer stehenden Brühe, wie es der Europäer seit jeher in seinem Bad zu genießen
pflegt, sondern bei fließendem Wasser.
Die Stadt Bursa war bereits in der Antike wegen des frischen Klimas,
Wasserreichtums und der satten Vegetation berühmt. Schwefel- und eisenhaltige
Thermalquellen des Stadtviertels Cekirge ließen schon damals die Hautausschläge
und Pickel der römischen Kaiser verschwinden. Bis heute schwört man auf die
heilende Kraft dieser Bäder. Deshalb gilt Bursa als türkische Hauptstadt der
Hamams (gesprochen mit einer Längung auf dem "a", also Hamaam) und zieht
Hautgeplagte aus dem ganzen Land an.
Das "Yeni Kaplica", die "Neue heiße Quelle", ist eines der ältesten Hamams der
Stadt. Großwesir Rüstem Pascha ließ dieses Bad Mitte des 16. Jahrhunderts für
seinen Schwiegervater bauen, den berühmten Süleyman den Prächtigen, jenen
Sultan, der als erster osmanischer Feldherr an die Tore Wiens klopfte.
Bekanntlich öffnete ihm niemand.
Zusammen mit seinem Baumeister Sinan gab Süleyman so manches Prachtgebäude in
Auftrag. Betritt man heute allerdings die Anlage, so empfangen den Besucher
Neonlicht und Plastikstühle, sultanische Atmosphäre stellt man sich anders vor.
Nun gut, herrschaftliches Gebaren ist auch lange her.
Plastiklatschen gegen Aquaplaning
Sie sind öfter im Hamam als in der Finnischen Sauna, trinken mehr Mokka als
Espresso und haben ein Döner- Abo? Und Sie glauben, damit bestens gewappnet für
einen Urlaub in der Türkei zu sein?Testen Sie Ihr Wissen im SPIEGEL- ONLINE-
Reisequiz! Apropos Plastik: Nachdem mit den alten Holzlatschen immer wieder
Badende ausgerutscht sind, gibt es jetzt gegen das Hamam-Aquaplaning
Plastikschlappen, die wohl der Alptraum jedes deutschen Hautarztes wären. Aber
sie erfüllen ihren Zweck.
An der Rezeption mit dem obligatorischem Atatürk-Porträt entrichtet man seinen
Obulus von umgerechnet vier Euro, inklusive
Allround-Massage-Abschrubb-Wellnesseinlage. Dann kommen die Wertsachen in ein
Holzschatullchen, das der Empfangs-Meister verschließt, den Schlüssel bindet er
dem Gast ums Handgelenk.
Die Kabine, die man zugewiesen bekommt, ist plastikfrei, nämlich holzvertäfelt
und weitaus bequemer als eine Hallenbadumkleide. Auch hier werden die
Habseligkeiten in einer kleinen Truhe verschlossen, schon schlurft man auf den
Plastiklatschen und mit einem elegant um die Hüften gebundenen Leinentuch in die
heiligen, kuppelüberwölbten Hallen. Die feuchtheißen Luftschwaden lassen
erahnen, was einem im Innern bevorsteht.
"Mein Hautpilz hat kapituliert"
Die Hamams von Bursa haben jedoch wegen ihrer Thermalwirkung eine Besonderheit.
Während man sich in klassischen Bädern im Dampfbad auf den Göbek Taschi, den
"Nabelstein" in der Mitte setzt und die Unreinheiten ausschwitzt, gleitet man in
Bursa direkt in das heiße schwefelhaltige Wasser.
So wie Nizamettin, der mit verschrumpelten Fingern im dampfenden Wasser
entspannt, als mache ihm die Hitze von rund 50 Grad nichts aus. Amüsiert
beobachtet er, wie der unerfahrene Ausländer mit eingezogenem Bauch und
schmerzverzerrtem Gesicht langsam, gaanz langsam ins heiße Nass gleitet. Schnell
rötet die Haut, die Luft wird dünn, aber ja, es ist ja alles für die Gesundheit,
gegen die Schuppen, Flecken und Mitesser.
Nizamettin ist extra aus Musch in der Osttürkei angereist, da Luft und Wasser
seine Lungenbeschwerden lindern sollen. "Ich habe schon alles versucht", sagt
der 51-Jährige, "jetzt hat mir unser Dorfarzt diese Kur verordnet." Und? "Doch,
doch, schon besser."
Der alte Mann, der neben ihm sitzt, wohnt nur wenige Häuserblocks entfernt von
dem Bad. "Ich komme jeden Tag und setze mich zwei bis drei Stunden in das
Wasser. Mein Hautpilz hat kapituliert", sagt er.
Abschied von der obersten Hautschicht
So liegen die Badenden entspannt und zum Teil ermattet im Wasser oder auf den
Boden, das Klatschen der Latschen und Geplätscher des Wasser hallt in den
einzelnen Kuppeln wider und verliert sich als schwaches Echo in den kleinen
Nebennischen. Dort wartet der Tellak auf Besucher. Er selbst nennt sich
Bademeister, Folterknecht wäre eine treffendere Bezeichnung.
Denn mit seinem rauen Baumwollhandschuh, dem Kese, schrubbt er so martialisch
auf der Haut, dass sich jene in Form vieler kleiner brauner Röllchen und
Kügelchen verabschiedet und durch die Luft wirbelt. Nun kippt der Meister
literweise Duschgel in einen riesigen Baumwollsack, pustet ein paar Mal hinein
und lässt den Delinquenten in einer Seifenwolke verschwinden, die nach der
Kese-Folter sehr entspannend wirkt. Zuckerbrot und Peitsche.
Abschließend schüttet der Tellak aus Plastikschalen Massen von Wasser über die
gerötete Haut – heißes für Hartgesottene (also Türken), kühles für Schwächlinge
(also Ausländer). Schließlich wird der Gehäutete in die ersehnte Freiheit
entlassen. Als Zwischengang setzt man sich auf den warmen Boden, schwitzt
genüsslich vor sich hin und gießt wieder ab und an Wasser über sich.
Massage als Grenzerfahrung
Wer aber das Rundum-sorglos-Programm gewählt hat, ist selbst schuld. Denn als
Abschluss der feuchten Folter wartet noch Metin, der Masseur. "Keine Sorge",
beruhigt er. "Ich mache das seit 15 Jahren. Bisher hat sich noch niemand die
Knochen gebrochen." Beruhigend.
Er zieht an Armen und Beinen, knetet Füße und Hände, schrubbt mit der Faust über
den Rücken, es knackt und kracht, man spürt Knochen und Muskeln, von denen man
gar nicht wusste, dass man sie hat. Und das tun sich Türken bei jedem Besuch
freiwillig an? "Nein", sagt Metin. "Das war jetzt nur die sanfte Tour. Türken
mögen es härter."
Aufgeweicht, verschrumpelt, durchgeknetet, erschlagen aber glücklich schlurft
man wieder in das Foyer, kleidet sich in neue Leinen- und gelbe Handtücher,
setzt sich auf die gelben Plastikstühle, und erfrischt sich an einem Glas Tee
oder einem kühlen Ayran, dem klassischen Joghurtgetränkt mit viel Salz, das man
nach dem vielen Schwitzen gut gebrauchen kann.
Zufrieden und mit der Genugtuung, überlebt zu haben, zahlt man einen weiteren
Obolus als Trinkgeld und wird mit dem traditionellen Abschiedsgruß "Güle güle
kirlen" entlassen, "Werde lachend wieder
Der
in kleinen Tassen servierte ''türkische Mokka'' ist eine Spezialität, die zu
jeder Gelegenheit angeboten wird. Den Abschluß des ausgiebigen Essgenusses
bildet natürlich immer ein Türkischer Kaffe.
Frisch geröstet und fein gemahlen, wird es nach alter weise in einer ''Cezve'',
einem kleinen stielgefaess, zubereitet.
Vorbereitung: Wasser mit der Mokkatasse in die Cezve einmessen. Pro Tasse 1
Mokkalöffel Kaffe und Zucker nach Geschmack hinzufügen (1 Mokkalöffel-Zucker p.t.=
Medium süss). Bei vorsichtigem umrühren Kaffe und Zucker auf kleiner Flamme
erhitzen. Wenn der Kaffe aufschäumt, in jede Tasse etwas Schaum abgiessen. Den
Kaffe nochmals aufschäumen lassen und in die Mokkatassen geben. Dabei ein Glas
Kaltes Wasser servieren nicht vergessen!
Mein Tip: Für einen spezialen viel schaumigen Mokka zu kochen, einfach eine
Tasse mehr Wasser und Kaffe hinfügen als die Personen Anzahl. Da hat man mehr
Schaum übrig um zu verteilen.
Der
aromatische schwarze Tee, angebaut am Schwarzen Meer, spielt im türkischen
Tagesablauf eine wichtige Rolle. Er wird zum Frühstück, gereicht im Büro, beim
Einkauf im Laden, in der öffentlichen Verwaltung, bei Verhandlungen und
Besprechungen. Die Zubereitung ist ähnlich die des Kaffes; eine Zeremonie. Man
benötigt dazu zwei übereinander passende Teekannen, wobei die obere aus
Porzellan sein sollte, 1 Teesieb. Getrunken wird er aus kleinen Gläsern. Man
rechnet pro Portion 1 Teel. Tee und zusätzlich einen Löffel für die Kanne. Über
den Tee, der in die obere Kanne gegeben wird, giesst man einige Tropfen kaltes
Wasser. Die untere Kanne wird mit Wasser gefüllt, und man setzt beide Kannen
übereinander auf eine mittelgrosse Flamme. Während das Wasser sich in der
unteren Kanne erhitzt, entwickeln die Teeblaetter schon Aroma. Nach dem das
Wasser gekocht hat, giesst man von der unteren Kanne heisses Wasser. Die untere
Kanne wird mit kaltem Wasser nachgefüllt, und man stellt das ganze noch einmal
auf eine mittelgrosse Flamme. Bis zum Durchkochen des Wassers in der unteren
Kanne ist der Teesud stark genug. Nun giesst man in jedes Glas etwas von dem
Teesud und füllt mit kochenden Wasser auf. Mit zwei Zuckerstückchen wird es
serviert.
Die
Herstellung des Türkischen Honigs begann ungefähr 400 Jahre vor unserer Zeit
während der erhöhungsphase des osmanischen Reichtums. Der Türkische Honig
welches früher nur ein Produkt des Schlosses war, wurde auch in kurzer Zeit eine
Süssigkeit das dem Volk gefiel und industrialiesierte. Ein Englischer Seefahrer
war der erste der diese berühmte Türkische Süssigkeit nach Europa gebracht hat.
Im 18. Jahrhundert wurde der Türkische Honig bei den Europäern als geschmackvoll
aufgenommen, so dass es bei ihnen einen Sinn wie ''schön'' zum Ausdruck brachte.
Bei LOKUM handelt es sich um eine zähe, sehr süsse Konfektmasse, die aus Zucker,
Stärke hergestellt wird und je nach Art mit Pistazien, Kokosraspeln oder Mandeln
und Nüssen angereichert wird. In viereckigen Stückchen, mit gezuckertem
Stärkemehl bestreut, damit man es überhaupt anfassen kann, wird es angeboten.
LOKUM ist eine Zuckermasse aus Staerkesirup, Eiweissschaum und Gelatine. Er wird
in sich drehenden Kesseln warm zubereitet.
Das
türkische Bad, bekannt mit seinen eigenen Bad Technik. Außer diesem hat das
HAMAM mit seine Architektonische Gestaltung und Kultur einen ganz besonderen
Platz. Nachdem die Türken Istanbul im 1453 eroberten, bauten Sie viele HAMAM's.
Im XVII Jh. gab es in Istanbul 168 Zentrum HAMAM's. jede Wohnung besitzte
außerdem einen eigenen HAMAM. Im türkischen Bad benötigt man keine Badekleidung.
Nur mit einem Badetuch um die Hüften geht man in den Dampfraum, in dessen Mitte
sich eine runde, erhöhte Marmorplatte befindet. Nach dem Schwitzen auf dieser
Platte erlebt man eine harte Massage. Danach wird man gewaschen und geschrubbt.