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  NEWS INSIDER-MEINUNGEN    


== Sauna-Magie… ==
„Magische Steine. Mystischer Guß! Lade die Runen, bring sie in Fluß!“ Ein Zischen, wallender Dampf. Der große Flakon mit Zaubertrank entleert sich über heißem Lavagestein, hüllt die Anwesenden in geheimnisvollen Nebel. Es ist schummrig. Nur ein paar Kerzen und eine rote Lichtschlange unter der Sitzbank kämpfen wacker gegen die Finsternis. Die andächtige Stille des Raumes wird von leisen, eleusinischen Klängen untermalt.
 
Zwei Hohepriester führen eine mysteriöse Zeremonie durch. Der Ort: eine sechseckige Hütte aus jahrhundertealter Polarkiefer, irgendwo mitten in Deutschland. Die Zeit: kurz vor Mitternacht. Die Teilnehmer: rund siebzig, zumeist jüngere Männer und Frauen. Allen gemeinsam: sie sind vollkommen nackt - und der Schweiß läuft ihnen über die entblößten Körper. Doch es ist kein Angstschweiß. Sie schwitzen in Freude, bei etwa 80 °C Lufttemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit. Sukzessive auf den Steinofen gegossene Flüssigkeit erhöht die Feuchte beim Verdampfen noch. Doch die kleinen Wasserperlen bilden sich fast unmerklich auf der Haut, auf jeden Fall angenehm. Zauberei? Hokuspokus? Nein, weit gefehlt! Das ist Sauna-Kultur in Perfektion!
 
== Die Sauna-Show in Remscheid ==
Mitte Dezember 2009 trafen sich in Remscheid einige der besten Sauna-Gladiatoren Europas, um ihre neuesten Kreationen vor dem schwitzenden Publikum zu präsentieren. Doch die modernen Gladiatoren kämpfen nicht mit Lanze und Schwert. Ihre Waffen sind Spritzpistole, Gießkanne, Schneebälle oder Birkenbüschel. Und sie sind auch nicht mit Rüstung oder Schild geschützt, sondern fast nackt. In der Regel tragen sie nur einen Lendenschurz. Sie treten an, um die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft zu bändigen. Und die meisten von ihnen tun das sehr virtuos und einfallsreich. Dabei werden sie von einem begeisterten Publikum unterstützt.
 
Eingeladen hatten Georg Danter, der Betreiber der meistbesuchten Internet-Plattform für Saunas (www.insauna.com) sowie Cornelius Nolte, seines Zeichens Betriebsleiter des beliebten Erlebnis- und Saunabades „H2O“. Und viele, viele folgten dem Ruf der Sauna-Gurus. Nicht nur rund ein Dutzend professionelle Saunameister aus dem deutschsprachigen Raum waren der Einladung gerne nachgekommen, sondern auch kritische Fachjournalisten und jede Menge Saunajünger.
 
== Die stille Sauna-Revolution ==
Die altbekannte, „rein-finnische“ Aufguß-Kultur ist Schnee von gestern. Das Sauna-Publikum von heute will mehr. Schon lange genügt es nicht mehr, pures Wasser auf einen Elektro- oder Holzofen zu gießen und den Dampf mit dem „Wacheltuch“ vor einem andächtig stillen Publikum zu verteilen. Heute ist viel mehr Kreativität vom Sauna-Fachpersonal gefordert. Der Gast möchte nicht nur verwöhnt, sondern auch überrascht und sogar verzaubert werden. Am liebsten will er auf eine halbstündige Reise ins eigene Ich gehen.
 
Die stille Revolution begann bereits Mitte der 1990er Jahre mit dem Aufkommen von Früchte-, Salz- und Eisaufgüssen. Schon damals wurde natürlich nicht mehr nur mit klarem Wasser aufgegossen, sondern es wurden ihm allerlei ätherische Öle mit teilweise exotischen Duftnoten beigesetzt. Zu den auch heute noch beliebten Nasenschmeichlern „Eukalyptus“, „Minze“ oder „Fichtennadel“ konnte man zwischenzeitlich auch schon mindestens fünfzig weitere Aromen ordern. Da gab es beispielsweise verschiedene Zitrusdüfte und exotische Duftnoten wie Papaya oder Ananas ebenso wie Rose, Anis, Zimt sowie geheime Mischungen wie Saunagold.
 
== Aufguß-Geschichte ==
Im Dortmunder „Solebad Wischlingen“ wurde ab 1997 vom damaligen Saunateam die innovative Kultur der „Erlebnis-Aufgüsse“ begründet. Nachdem in „Duftwochen“ die Lieblings-Aufgußmittel gekürt worden waren, entwickelten Saunameister und Betriebsleiter über dreißig neue „Zugaben“. Neben virtuosen Wedeltechniken wurden dem Sauna-Publikum auch kleine „Häppchen“ wie gefrorene Erdbeeren, Fruchteis, Cocktailspieße oder gekühlte Pralinen angeboten. Und die Gäste griffen gerne zu. Der Zulauf steigerte sich durch die neuen Aufgüsse ganz enorm, die Umsätze konnten binnen vier Jahren gar verdoppelt werden. Es dauerte nicht lange, bis auch die anderen Revierparks die Ideen aufgriffen und ebenfalls „Erlebnis-Aufgüsse“ zelebrierten. Zwischenzeitlich kann man diese schon als „Standard“ in den besseren Sauna-Anlagen bezeichnen.
 
Die zunächst sehr heftige Kritik verschiedener Meinungsführer in der Saunabranche ist zwischenzeitlich komplett abgeebbt. Die Diskussion hatte sich daran entzündet, daß bei den Aufgüssen schon mal „Ramba-Zamba“ herrschte und nicht etwa züchtiges Stillschweigen. Die „Bitte Ruhe!“-Schilder waren plötzlich unerwünscht geworden. Außerdem hatte man in mancher Chefetage Angst vor verschmutzten Saunaräumen, wie beispielsweise Honigflecken auf dem kostbaren Abachi-Holz. Ganz besonders anstößig war natürlich, daß nach verschiedenen Aufgüssen sogar Becherchen mit alkoholischem Inhalt gereicht wurden, wie kühles Weizenbier oder gar geeister Slibowitz.
 
Schon zum Millennium waren die kreativen Sauna-Zeremonien allerdings salonfähig geworden, ebenso wie die im Dortmunder Solebad entwickelten Veranstaltungen wie „Romantik-Abend“, „Halloween-Party“ oder „Silvester-Schwitzen“. Heutzutage führt sogar der ansonsten recht konservative „Deutsche Saunabund“ gut besuchte Seminare für „Erlebnis-Aufgüsse“ und „Sauna-Events“ durch. Daß sich damit auch viel Geld verdienen läßt, sei nur mal am Rande angemerkt. 
 
== Der Sauna-Quantensprung ==
Fünf superheiße Güsse bei 110 °C mit drei Kübeln Wasser und Handtuchschwingen bis zum Hitzekollaps sind heutzutage nur noch bei „Sauna-Sportlern“ gefragt. Das ist etwas für die harten „Saunaritter“ bei Contests wie der „Aufguß-Weltmeisterschaft“ in Finnland. Bei der breiten Masse der etwa 30 Mio. deutschen Saunagänger aber steht das Wohlfühlen ganz klar im Vordergrund. Gut zehn Jahre nach der letzten Aufguß-Revolution ist nun also der nächste Quantensprung im Gange. Dem Wunsch der Gäste nach mehr Abwechslung entsprechend entwickelten kreative Saunameister eine wiederum völlig neue Schwitzkultur. Wie soll man das nun nennen? Vielleicht „Wellness-Aufgüsse“? Oder doch eher „Sauna-Magie“?
 
Fakt ist jedenfalls, daß die Gäste mit den Füßen abstimmen. Wer sich als Betreiber dem neuen Trend anpasst und seine Gäste nach Strich und Faden verwöhnt, kann sich über rasant steigende Besucherzahlen freuen. Die „In-Saunas“ sind zwar meist nicht ganz billig beim Eintrittspreis, doch die Gäste nehmen das gerne in Kauf und kommen wieder. Konventionell „finnisch“ arbeitende „Alt-Saunas“ hingegen verlieren trotz niedriger Eintrittspreise - selbst beim Stammpublikum im Pensionärsalter. „Sauna-Nachwuchs“ kann so nicht mehr rekrutiert werden.
 
== Die Unterschiede ==
Aber was ist nun die Zauberformel bei der neuen Sauna-Philosophie? Schwer zu erklären, man muß es einfach erlebt haben. Ein „Kochbuch“ für gute Sauna-Aufgüsse gibt es noch nicht. Es ist wie der Unterschied zwischen einer Musik-CD und einem Live-Konzert. Oder vielleicht noch drastischer ausgedrückt: einem Stummfilm in Schwarzweiß auf einem alten Fernseher mit einem quadrophonischen 3-D-Kinoerlebnis. Man ist jetzt nicht mehr nur dabei, sondern mittendrin. Die Aufgießer von heute wollen nicht nur durch kurzzeitiges Erhöhen der Luftfeuchtigkeit die Körper zum Schwitzen bringen, sie wollen auch keine One-Man-Show abliefern. Ziel ist ganz klar, die Gäste zu überraschen und zu verwöhnen.
 
== Die Sauna-Gladiatoren kommen… ==
Ralf Pakulla von der „Saunaquelle Langenberg“ leitete mit seinem „Gregorianischen Aufguß“ die „Sauna-Gladiatorenshow“ am Abend ein. Während die nackte Saunarunde um den heißen Ofen versammelt war, läutete eine Glocke zur Andacht. Von Kirchenmusik begleitet kam der als Mönch gewandete Aufguß-Meister zu seinem grandiosen Auftritt. Mit einem Messing-Behälter wurde Weihrauch-Duft verströmt. Fast fühlte man sich wie in einer mittelalterlichen Klosterkirche. Nur daß es hier viel lustiger zuging. Wer das miterlebt hat, kann gut nachvollziehen, warum Ralf Pakulla mit diesem Aufguß den dritten Platz bei der Sauna-Europameisterschaft errang. „Beißen sich nicht die Themen Kirche und Sauna?“ wird man sich nun fragen. Nach diesem tollen Aufguß muß man sagen: definitiv nein. Ganz im Gegenteil - so könnte man jungen Menschen den Glauben sogar wieder näherbringen. Neue, ungewöhnliche Wege gehen…
 
Ganz anders der nächste Aufguß von Heinrich Allmendinger aus Stuttgart. „Schwabenwickel“ war der Titel und so wurde zunächst auch geschnittenes, kühles Weißkraut ausgeteilt. Dieses war auf Körperteile aufzulegen, die irgendwie schmerzten. Und tatsächlich schien das zumindest bei mehreren Gästen zu wirken. Sehr interessant war auch die „Explosion der Sinne“, die eindrucksvoll vom hessischen Sauna-Crack Jürgen Szczypski aus Erzhausen durchgeführt wurde. Da blieb kein Auge trocken. Zwischendurch gab es auch mal eisgekühlte Tücher zum Abkühlen. Noch flotter war der Aufguß von Profi-Sportler Christian Lohrengel („Hertener Löwen“). Auch hier ein auf den ersten Blick abstrus wirkendes Thema: Basketball! Der Korb baumelte hoch über dem Ofen und die Gäste versuchten ihn mit Eisbällen zu treffen, die dann beim Zerplatzen für den Aufguß sorgten. Mal was total anderes und sehr lustig. Schließlich noch der „Münsterländer Aufguß“ mit Thomas Egging (Gewinner des „Sauna-Oscars 2009“) aus dem „Inselbad Bahia“ und seinem Bocholter Kollegen, Meister-Masseur Hubert Rave, der nicht nur durch die plattdeutsche Ansprache ein echtes Highlight war.
 
Die Intention bei allen Sauna-Animateuren war ganz klar, die Gäste zu betören und entrücken, sie mit Glückshormonen zu überhäufen. Der amtierende „Deutsche Aufguß-Meister“ Udo Mohr vom „Badehaus Rödermark“ zeigte das bei seiner Performance „Mystik-Aufguß“ in wahrlich beeindruckender Weise als krönenden Abschluß der „Remscheider Aufgußtage“. Die immer noch vollgepackte Kelo-Sauna verwandelte er in einen magischen Ort. Germanische Runensteine wurden während des Aufgusses an jeden einzelnen Teilnehmer verteilt und mit einer geheimen Mixtur bestrichen. Beim Pressen des Steines in der geschlossenen Faust begannen mysteriöse Energieströme zu fließen, innere Gedankenblockaden wurden aufgehoben. Das war pure Sauna-Magie.
 
Und natürlich erhielten auch zwei der „einheimischen“ Aufgußkräfte die Gelegenheit, ihr Können vor dem kritischen Fachpublikum zu beweisen. Sandra und Melanie entführten die andächtig lauschenden Gäste zu einem rhetorischen Spaziergang durch den stürmischen Herbstwald. Ziel war das flackernde „Kaminfeuer“ in einer gastlichen Hütte. Das war sanft und trotzdem mitreißend. Natürlich fehlten dabei auch einige Überraschungen nicht, wie beispielsweise ein perfekter Regenschauer. Nicht nur die Kritiker waren davon sichtlich beeindruckt.
 
== Neue Prinzipien beim Saunieren ==
Neu eingeführt wurde bei allen Aufgüssen, daß das eiserne Prinzip der „geschlossenen Tür“ aufgehoben ist. Es meckert niemand, wenn man jemand mitten im Aufguß den Raum verläßt - was im Übrigen recht selten vorkommt. Und hochrote Köpfe sind nicht mehr die oberste Prämisse. Vor und während des Aufgusses wird der Raum bei offener Tür mehrfach gelüftet. Die neue Vielfalt der Wedel-Utensilien von Fächer über Heusack, Paddel oder Tannenzweige bis hin zum virtuos geschwungenen Regenschirm wird nicht mehr nur zum Verteilen der heißen Luft, sondern auch zum Zufächeln von Frischluft verwendet. So kann man es nun viel länger im Aufguß aushalten und hat zudem noch jede Menge Spaß dabei. Ich selbst habe an den beiden Tagen sage und schreibe zwanzig Aufgüsse selbst miterlebt. Normalerweise ziehe ich nur zwei bis drei Aufgüsse pro Saunabesuch durch.
 
== Weltweites Interesse ==
Insgesamt wurden an den beiden Aktionstagen zusätzlich zum „normalen“ Aufgußprogramm des „H2O“ in der karelischen Sechseck-Sauna zwei Dutzend weitere Aufgüsse zelebriert. Stündlich wechselten Thema und Aufgießer. Dabei platzte die Sauna mit einem Fassungsvermögen von rund 50 Gästen teilweise wirklich aus den Nähten. Zeitweise wohnten nämlich über 70 Besucher den Zeremonien bei, wobei einige noch draußen bleiben mußten. Beobachter waren extra für die Show von weither angereist, obgleich nur auf der Website von „www.insauna.com“ dafür geworben worden war. So konnten unter anderem Sauna-Betreiber und -Mitarbeiter aus Kopenhagen, der Slowakei und sogar Australien und Japan im Bergischen begrüßt werden. Das spricht für die Qualität der Saunaseiten von www.insauna.com, die laut Betreiber Georg Danter von zwischenzeitlich 3,4 Mio. Saunafans aus aller Herren Länder jährlich besucht werden.
 
== Die Traumsauna ==
Ganz nebenbei fand auch eine Neubewertung der Saunalandschaft des „H2O“ statt. Diese erfolgt - wie bei den meisten besseren Saunalandschaften in Mitteleuropa - alle zwei Jahre. Bei der letzten Begutachtung war die Saunenwelt mit einem guten Dutzend unterschiedlicher Folter-, äh nein Schwitzkammern bereits im oberen Mittelfeld gelandet. Damals konnten vier „Saunaperlen“ errungen werden, was der Einstufung „Europasauna“ entspricht. Zwischenzeitlich hatten wiederum mehrere Hundert Saunagänger die großzügig angelegte Anlage im Bergischen Land bewertet. Zudem nutzten auch einige Bäder-Fachleute die Gelegenheit, den Fragebogen auszufüllen. Dabei wurde die Expertenmeinung natürlich besonders hoch eingeschätzt. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: ab sofort darf sich das Remscheider Saunaparadies ganz offiziell „Traumsauna“ nennen. Mit durchschnittlich vergebenen 21,8 von 24 erreichbaren Punkten wurde sogar die höchste Sauna-Weihe „Weltsauna“ nur knapp verpaßt. Daß diese Saunalandschaft einen anerkannt hohen Level besitzt, zeigt sich auch an den Besucherzahlen. Während sich die Mehrzahl der „konventionellen“ Saunas mit 10.000 bis 20.000 Jahresgästen zufrieden geben muß, sind es in Remscheid etwa 150.000 per anno. Zusätzlich zu den über 300.000 Gästen im Sport- und Spaßbad, wohlgemerkt.
 
== Resumée ==
Man darf wirklich gespannt sein, wie sich die neue Wellness-Aufgußkultur weiterentwickelt. Daß sie es tun wird, steht außer Frage. Spricht man mit den führenden Sauna-Meistern, so merkt man, wie sie von neuen Ideen nur so sprühen. Und die Gäste sind ausgesprochen dankbar dafür. Wer sich davon persönlich überzeugen möchte, der sollte die nächste Gladiatoren-Show nicht verpassen. Sie findet Mitte Januar 2010 im Erlebnisbad „Bahia“ im niederrheinischen Bocholt statt. Dort steht mit der „Swet-Kamer“ auch der „Geburtsort“ des beliebten „Münsterländer Aufgusses“. Haus- und Hofmeister Thomas Egging wird die Gäste dort sicherlich mit seinem „Kaffeeblatt“ amüsieren und anschließend ein Kräuterschnäpschen mit Pumpernickel und Hartwurst anbieten. Ich freu´ mich drauf…
 
© by wellSPAss, 15. Dezember 2009

 


 

Langenberg:

 

Heiße Tipps

für angehende Sauna-Animateure



Von unserem Redaktionsmitglied
KATHARINA WERNEKE

Langenberg (gl). Wie ein Hexenbesen schaut es aus, und wenn Referent Udo Mohr das Wedel-Utensil durch die Luft sausen lässt, zaubert er wahrlich ein Fest der Sinne in der Langenberger „Sauna-Quelle“. So kommen die Seminarteilnehmer schon vor ihrer Prüfung zum Sauna-Animateur mächtig ins Schwitzen.

Für zwei Tage veranstaltet der europäische Saunaverbund „Insauna“ das Praxis-Seminar und hat sich als Ort den Langenberger Saunabetrieb ausgesucht. Düfte und Aromen, Zeremonien, Lüftung und allerlei anderes Fachwissen stehen auf dem Lehrplan sowie mehr als 30 Wedeltechniken – der nackte Wahnsinn.

„Wir werden den Aufguss Natur pur zelebrieren“, beginnt Sauna-Animateur Udo Mohr aus Hessen seinen Unterricht in der Kelo-Sauna und erteilt anschaulich eine Lektion zum Thema Begrüßung. Es sei ganz wichtig, den Saunagängern genau und kompetent zu erklären, was man vorhabe, betont er. Dann lässt er es zischen: Kräuter-Minze-Tee statt ätherischer Öle sind die Ingredienzen, die er – ganz natürlich – mit der Hand aus dem Eimer auf den Ofen gibt. Nun schwingt er den Besen mit seinen kräftigen Oberarmen rauf und runter – mal kalt, mal heiß strömt die Luft über die Haut. Nochmal das Ganze, aber nun mit einem Jutesack, gefüllt mit Kiefernzweigen. Was für ein Wechselbad der Düfte.

„Es gibt nicht nur das Handtuch“, weiß Ralf Pakulla derweil im Gespräch mit der „Glocke“ eine bunte Palette an Wedeln aufzuzählen: Wedel-Ringe, Farne, Buchenäste, Bretter, chinesische Fächer... Von den Anstrengungen des Wedelns kann der in Fachkreisen als „Der Gregorianer“ bekannte Juniorchef der „Sauna-Quelle“ ein Liedchen singen. Mit beiden Armen arbeitend, ähnlich wie bei rhtythmischer Sportgymnastik, lässt er bei seiner Zeremonie „Power of Love“ das Handtuch kreisen. Bei seinem ausgezeichneten „Gregorianischen Aufguss“ kommt erschwerend die Kutte hinzu. Zur Sauna gehört mittlerweile die Show, deren Elemente auch Licht und Musik sein können: „Das ist wie bei einem Schnitzel, das man mit und ohne Garnitur servieren kann“, bringt Pakulla es auf den Punkt.

Inzwischen lässt Hexenmeister Udo dem „Riechen“ das „Fühlen“ folgen. Er klopft seinen Zauberlehrlingen mit dem Besen auf den Rücken. Die Massageeinheit soll für den Wohlfühleffekt sorgen. „Nicht so fest bitte, ich bin zart besaitet“, scherzt jemand aus der Teilnehmergruppe.

Die lernt noch manch anderen Kniff kennen und darf üben. Auch Ralf Pakullas „Gregorianischer Aufguss“ mit Glockenklängen und Eisschüssel steht auf dem Programm. Mandelblüte gibt der Saunameister dafür in das Wasser. Dass es allerdings auch Aufgüsse mit Knoblauch geben soll, findet selbst der Experte aus Langenberg verwunderlich. Rund ums Schwitzbad ist eben vieles möglich. So lernen die Seminarteilnehmer auch, dass ein Aufgießer durchaus die Tür offen stehen lassen kann, um so etwa Ängste bei Besuchern abzubauen. Ja, und nun kann man den Aufguss sogar schmecken.

Georg Danter, „Insauna“-Geschäftsführer, zeigt sich ganz angetan, als Udo Mohr die WedelInstrumente gegen die Sprühflasche eintauscht. Die enthält Kräuter-Minze-Tee, wie er ihn auch für den Aufguss verwendet hat. Die schwitzenden Schüler schließen die Augen, öffnen leicht den Mund, der Lehrmeister schreitet die Holzbänke ab, und der Zauber beginnt: Feiner Teenebel benetzt das Gesicht – so gut kann Sauna schmecken


Nach der Rangliste der Besten Saunen v. www.insauna.com gibt es interessante Links, wo sogar die Mediengiganten berichten 

 

http://www.bild.de/BILD/lifestyle/reise/2009/03/sauna-paradiese-in-deutschland/so-schoen-kann-schwitzen-sein.html

 

Wo es sich am schönsten schwitzen lässt aktualisiert am 05. März 2009 | S. Ewald  http://reisen.t-online.de/c/17/54/39/82/17543982.html

 

Wenn es draußen nass und kalt ist, sorgen regelmäßige Saunagänge nicht für für wohlige Wärme, sondern schützen auch noch das Immunsystem. Und Aufgüsse aus ätherischen Ölen können zusätzlich Erkältungen vorbeugen. Wichtig dabei ist, dass ein Saunagang nicht länger als 12 bis 15 Minuten dauert. Außerdem sollten nicht mehr als drei Durchgänge hintereinander erfolgen. Wo Sie die besten Saunabesuche erleben können, zeigen wir auch in unserer Foto-Serie der zehn schönsten Saunen in Deutschland.

Größtes Sauna- und Wellnessparadies der Welt


Im Saunaparadies der Therme Erding können sich die Gäste mit über 25 Saunavarianten auf eine Reise um die Welt begeben. Auf über 12.000 der insgesamt 145.000 Quadratmeter großen Anlage, stehen täglich mehr als 80 wohltuende Aufguss- und Wellness-Angebote ganz im Zeichen der Gesundheit, Schönheit und Entspannung zur Verfügung. Wer das nach eigenen Angaben größte Sauna- und Wellness Paradies betritt, gelangt zunächst zu der Römischen Villa, deren Dach geöffnet werden kann. Zentrum dieser Villa ist das Vitalbad mit Unterwassermusik. Darum gruppieren sich die von Künstlern gestalteten Saunen, in denen sich auch die alten Römer wohlfühlen würden. Wie in der Caracalla Therme Roms bieten ein Tepidarium (38 Grad Celsius), ein Laconium mit Lavendel (42 Grad Celsius), ein Caldarium (45 Grad Celsius) oder das Dampfbad sanfte, kreislaufschonende Saunafreuden. Finnische Saunatradition erlebt der Gast im größten Kelohaus Europas. Dort befindet sich die beliebte riesige Kelosauna mit offenem Feuer. Über den Palazzo Veneziano, dem originalgetreuen Nachbau des Privatpalasts des Dogen von Venedig, gelangen die Gäste zum Canal Grande – eine Wasserlagune für sportbegeisterte Saunagänger. Der Mittelpunkt unter dem zu öffnenden Glasdach ist der große, palmenumsäumte Champagnerpool, der wie alle Becken im Saunaparadies Thermalheilwasser enthält. Ein asiatisch anmutender Ruheraum mit Wasserbetten heißt Yin & Yang. Orientalische Träume werden in der Alhambra, einem maurischen Ruhetempel, wahr. Hier wird unter anderem stilecht auf über hundert Kissen relaxed und "Ladies Only" heißt ein Bereich, der ausschließlich für die weiblichen Gäste reserviert ist.

Deutschlands schönste Sauna


In der Nähe von Schloss Bensberg, mit Blick auf die Naturlandschaft des Bergischen Landes, finden Saunaliebhaber nicht nur eine der besten Sauna Deutschlands, ausgezeichnet mit sechs Perlen (insgesamt werden 20 Kriterien bewertet, von der Freundlichkeit des Personals bis zu Aufgüssen, Hygiene und Saunenvielfalt), sondern auch ein Stück Mittelmeer. Wie der Name schon andeutet ist die Saunawelt Mediterana im maurisch-andalusischen Stil erbaut und zeigt sich von seiner schönsten Seite in der großzügigen Saunalandschaft wie aus "1001 Nacht". Auf auf 15.000 Quadratmetern befinden sich elf Saunen, darunter eine Steinsauna, ein Hamam, ein maurisches Dampfbad und ein andalusisches Schwitzbad. Abkühlen kann man sich seit dem 24. Januar im Thermalbad-Innenbecken mit naturidentischen Vitalquellen. Besonders empfehlenswert sind die speziellen Aufgüsse in der "Kerzensauna", wo ein Dutzend flackernde Dochte am Abend für eine märchenhafte Stimmung sorgen. Die milde "Finca-Sauna" ist mit dem Holz der Lubina-Pinie von den Balearen ausgekleidet und wird im Winter von einem echten Holzfeuer im offenen Kamin erhellt. Neueste Attraktion ist die Himalaya-Salzgrotte, die komplett mit echten Salzsteinen - von hinten angeleuchtet - ausgekleidet ist.

Schwaben Quellen im VitaParc


Der VitaParc mit den "Schwaben-Quellen" bietet Entspannungs- und Schwitzräume aller Stilrichtungen: Ob finnisch, römisch, orientalisch oder exotisch, jeder findet hier was er sucht - 17 Schwitzräume sind es insgesamt. Die Finnsauna, die Tibetanische Sauna und die Buddhistische Sauna sind mit Keloholz verkleidet und außen mit schönen karelischen Schnitzereien verziert. Drinnen schwitzt man bei bis zu 90 Grad. Das kanadische Blockhaus im Saunahof ist der größte der Schwitzräume. Auch hier gibt es stündlich Aufgüsse. In der alpenländischen Meditationssauna werden die Saunagänger von Entspannungsmusik begleitet. Das osmanische Dampfbad verfügt über einen eigenen Whirlpool. Im Blütengrotten-Dampfbad riecht es, wie der Name schon andeutet, nach Rosen. Nach dem Schwitzen geht es unter die warme oder kalte Erlebnisdusche, danach kann man im Solebecken entspannen und sogar nach draußen schwimmen, in der Thermalsole dösen oder sich von den Düsen der Sprudelliegen massieren lassen. In einem separaten Wintergartenhaus ist auf drei Ebenen der "Tempel der Maya" installiert. Hier findet man eine Kristall-Sauna mit elektronischem Wasserfall. Auch ein Hamam-Center im orientalischen Stil darf nicht fehlen.

Entspannung und Erlebnis unter einem Dach


Ob Wohlfühlen und Relaxen im Saunaparadies oder Badespaß für die ganze Familie – die Therme Obernsees bei Mistelgau nahe Bayreuth bietet beides. "Einfach mal die Seele baumeln lassen" lautet das Motto in dem als "Traumsauna" ausgezeichneten Saunaparadies der Therme Obernsees in Mistelgau. Acht Saunen und Dampfbäder sowie verschiedene Ruheräume laden ein zum Wohlfühlen und Entspannen. Hier kann man den grauen Alltag vergessen und Körper und Seele wieder in Einklang bringen. Bei schönem Wetter bietet das Saunaparadies mit dem Außenbecken, dem Solesprudelbecken oder dem Terrassen-Saunagarten eine traumhafte Atmosphäre zum Relaxen oder nahtlosen Sonnenbaden. Unter dem Motto "Kinder lernen Saunabaden" startete im November 2008 die "Märchensauna" für 3 bis 6-jährige Saunakinder gemeinsam mit Ihren Eltern. Ebenfalls ganz neu ist die "Babysauna" mit Christina Orlet, speziell ausgebildet vom Deutschen Saunabund: "Zur Babysauna kommen Babys im Alter von 6 bis 18 Monaten zusammen mit ihren Eltern/Großeltern. Doch nicht nur Erholung, sondern auch Erlebnis und Spaß gibt es in der großen Badewelt mit 90-Meter-Reifenrutsche, Strömungskanal oder der Kinderspieloase. Da kommt keine Langeweile auf.

Märchenstunde in der Sauna


Auf über 3500 Quadratmetern Parkanlage befinden sich die verschiedensten Saunen des Satama Saunapark, zum Beispiel die "Märchensauna", die mit märchenhaften Schnitzereien gestaltet wurde und in der Saunagänger Märchengeschichten lauschen können. Die Tuli Sauna und die Maa Sauna sind Außensaunen und befinden sich im Garten. Sie verkörpern in ihrer Form und ihrem Klima die ursprünglichste Art der finnischen Sauna. Zur Erfrischung stehen ein Tauchbecken, eine Eisgrotte, ein Außenpool sowie Naturstein-Duschen zur Verfügung. Wer es auf die ganz natürliche Art mag, kann sich auch direkt im angrenzenden Scharmützelsee abkühlen. Die liebevoll eingerichteten Ruheräume, das Kaminrestaurant oder auch die verschiedenen Terrassen laden zur Entspannung ein. Die Saunaquelle in Langenberg ist ein Familienbetrieb, der auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern acht verschiedene Saunen beherbergt. Die Erdsauna ist mit 110 Grad die heißeste Sauna, gefolgt von der Kelosauna mit 100 Grad. Dagegen ist die Salzkristallsauna mit 60 und die Dampfgrotte mit 45 Grad harmlos und für Saunaanfänger gut geeignet. Für Abkühlung sorgen ein Schwimmbecken, eine Abkühlgrotte und für hartgesottene der Eisbrunnen. Der große Saunagarten lädt besonders im Sommer zum Saunieren und Sonnenbaden ein.

Geheimnisvolle Saunarituale


Vom indischen Steinschwitzbad über das römische Schlammbadritual bis zum orientalischen Seifenschaumbad oder Bierbad: Die von den Badegärten in Eibenstock angebotenen Bade-, Schwitz- und Massagerituale basieren auf uralten Traditionen und überlieferten Bräuchen verschiedener Saunakulturen und sind das Merkmal der Badelandschaft in Eibenstock. Neben einem 25 Meter Schwimmbecken und einem Whirlpool sowie der 106 Meter langen Rutsche "Blackhole" können die Badegäste die Erzgebirgslandschaft durch ein großes Panoramafenster genießen. An kalten Tagen sorgt das beheizte Außenbecken mit Massagedüsen für wohlige Entspannung. Neben diversen Wellness-Behandlungen wie Massagen und Ayurveda, gibt es auch die Möglichkeit Fitness- oder Schwimmkurse zu besuchen. Der Innenbereich der Claudius Therme erinnert an das alte Rom - genau passend, um die römisch-orientalische Badekultur mit allen Sinnen genießen zu können. Klassische Dampf- und Heißluftbäder sowie finnische Saunen und ein Serailbad sind im Innenbereich zu finden. Außen wird das Angebot durch die Erdwall- und Kelosauna abgerundet. Eine Banja (traditionelles Badehaus der Russen) stammt originalgetreu aus Sibirien: Das sibirische Bad unterscheidet sich von der Finnischen Sauna durch das Verdampfen von Birkenwasser, das durch seine reinigenden und heilenden Eigenschaften eine äußerst wohltuende Wirkung auf Haut und Körper hat. Im Badebereich kann man im Heilwasser plantschen oder seine Bahnen ziehen.

Die Welt der Saunen


Das Inselbad Bahia in Bocholt bietet vielfältige Saunaerlebnisse, zum Beispiel liegen in der Rosensauna 85 Kilogramm Rosenquarz-Steine auf dem Saunaofen, die positiv auf Herz und Blutkreislauf wirken. Oder wie wäre es mit einem Kräuterbad unterm Sternenhimmel? Nach den Saunagängen können sich die Gäste im Beduinenzelt entspannen. Entspannung fürs Auge gibt es auch im Biosaunarium: Die Farben Gelb, Rot, Blau und Grün unterstützen die Farblichttherapie. Weitere Saunen im Inselbad Bahia sind: Erdsauna, Fruchtsauna und das Westfälische Saunahaus. Auch das H2O Saunaparadies in Remscheid: In der Löyly-Sauna wird es bis zu 95 Grad heiß und die Takka-Sauna mit richtigem Holzfeuer schafft es auf 85 Grad. In der Kelosauna können Gäste neben dem prickelnd-frischen Eis- und dem sanften Meditations-Aufguss auch den finnischen Birkenaufguss erleben. Dieser Klassiker aus der Polarregion hat eine belebende wie auch heilsame Wirkung. Weitere Saunen sind: Kammi-Sauna mit Holzfeuer, Ruusu-Sauna und die Majava-Sauna.

 

Meinung von wo die Rangliste übernommen wurde.
 


BERLIN-PLANER: UNTERWEGS - Berliner Zeitung Jänner 09


Draußen klirrend kalt, drinnen schön heiß


In Brandenburg gibt es reichlich ausgezeichnete Thermen - geehrt sogar im europaweiten Vergleich. Ein Schwitzgang
Anne Lena Mösken


WENDISCH-RIETZ. Wenn Jessica in die Sauna kommt, ist eines klar: Die Temperatur steigt. Ihre Fußnägel sind leuchtrot lackiert, ein blaues Piercing-Herz ziert ihren Bauchnabel. Schweiß bricht aus, der Atem geht schwer, als Jessica das Wasser mit einer Holzkelle auf den glühenden Ofen gießt. Dann schwingt sie ein Handtuch durch die heiße Luft. Ihre blonden Haare kleben feucht an ihrer Stirn.

Aufguss in der Märchensauna im Satama Saunapark in Wendisch-Rietz (Oder-Spree). Mehr als 80 Grad heiß ist es in dem holzverkleideten Raum. Draußen vor der Tür scheint zwar die Sonne, aber es ist zwei Grad unter Null. Schön, in dieser Hitze zu sein.

Die Satama Sauna - finnisch für Hafen - ist eine von neun Brandenburger Saunalandschaften, die es in das internationale Sauna-Ranking des Internet-Portals Insauna geschafft haben. Mehr als 1 000 Saunen in Europa nahm Insauna unter die Lupe. Anonyme und offene Tester bewerteten Umkleidekabinen, Ruheräume, Hygiene, die Freundlichkeit des Personals, Schwitzvarianten und die Qualität der Aufgüsse sowie die Abkühlmöglichkeiten, die Gastronomie und Gemütlichkeit. Im Internet konnten auch Besucher ihre Wertung abgeben. Insgesamt 192 Saunen schafften es in das Ranking, ausgezeichnet mit maximal fünf Perlen, vergleichbar den Sternen bei Hotels.

Die Satama-Sauna kam in die Spitzengruppe: Platz vier, dazu fünf Perlen. Besonders gelobt wurde die Märchensauna, in der, während Jessica den Aufguss macht, Märchen vom Tonband erklingen.

Früher Reinigung, heute Wellness

Wellness ist in den letzten Jahren zum Trend geworden und der Saunagang ist für viele der Inbegriff des Wohlbefindens. In Saunen ist es zwischen 80 und 100 Grad heiß. Ursprünglich dienten Saunen in Finnland der Körperreinigung und noch heute gibt es in Helsinki überall öffentliche Saunen. Vor allem stärkt ein Saunagang das Immunsystem und härtet ab gegen Erkältung. Durch die Hitze entspannt sich die Muskulatur und die anschließende Abkühlung regt den Kreislauf an.

Susanne Du Chesne, Mitinhaberin des Saunaparks, steht im Garten der Anlage. Der Scharmützelsee vor ihr ist dünn mit Eis bedeckt, der Pool dampft. Links geht es zur Tuli-Sauna, einer klassischen finnischen Sauna. Rechts führt der Weg zur Banja, einer russischen Saunavariante mit Platz für fünfzig Leute. "Zum Aufguss spielen wir dort Kalinka, manchmal gibt es auch Wodka vorweg und hinterher werden die Gäste mit einem Birkenzweig, dem Wenik, abgeschlagen", erzählt Susanne Du Chesne.

Mit ihrem Mann, Torsten Splanemann-Du Chesne, und René Kowatsch, hat sie Satama vor sieben Jahren gegründet. Damals gab es vier Saunen und sechs Mitarbeiter. Susanne Du Chesne machte vieles selbst, kellnerte, stand hinter der Rezeption, testete jedes Peeling, das bei Satama angeboten wird. Die beiden Männer machten Aufgüsse. Heute gibt es neun Saunen, und 40 Leute arbeiten in der Anlage.

"Anfangs kamen manchmal nur zwei Gäste am Tag", sagt sie, "einer nachmittags, einer abends." Doch nach und nach wurden es immer mehr, bis die Kapazität ausgeschöpft war. "Da standen die Besucher dann oft vor der vollen Anlage und wir konnten niemanden mehr reinlassen", sagt sie. Es blieb nur eine Lösung: Anbau.

Wer jetzt hierher kommt, sollte sich den ganzen Tag Zeit nehmen. "Satama kann man nicht in zwei Stunden besuchen", sagt Susanne Du Chesne, dafür ist das Angebot einfach zu groß: Neben Märchen- Banja- und Tuli-Sauna gibt es noch eine Tiroler Stubensauna mit nur 50 Grad, eine Bio-Sauna mit farbigem Licht, dem therapeutische Wirkung nachgesagt wird, Dampfsaunen und für Hartgesottene eine finnische Erdsauna. Die ist 120 Grad heiß. Viele Besucher kommen extra aus Berlin: Die Autofahrt dauert eine Stunde - nahe genug für einen Tagesausflug, aber weit genug, um den Alltag hinter sich zu lassen.

So wie Satama haben auch die anderen mit Perlen ausgezeichneten Brandenburger Saunen ein breites Angebot an Massage- und Schönheitsanwendungen. In der Belziger Steintherme können Besucher außerdem in den Thermalbädern schwimmen, die Sauna in Oranienburg ist Teil der Erlebniscity, wo es neben der Saunalandschaft ein vielfältiges Sportangebot gibt.

Bei Satama steht vor allem die familiäre Atmosphäre im Vordergrund. "Wir gehen einfach selbst unheimlich gerne in die Sauna", sagt Susanne Du Chesne. In ihrem eigenen Saunapark haben sie die Möglichkeit, alles auszuprobieren. Da gibt es auch schon mal ein Kaffee-Peeling. René Kowatsch bekam von Insauna außerdem einen Sauna-Oskar verliehen für die besten Aufgüsse. "Aufgüsse zu machen ist eine Kunst", sagt Du Chesne. "Man muss die Atmosphäre genau richtig einschätzen und erkennen, ob die Gäste jetzt eher etwas Lustiges oder etwas Ruhiges wollen." Und natürlich muss der Aufgießer fachlich kompetent sein und den Besuchern erklären, dass man ein Salzpeeling nicht ins Gesicht reibt.

Jessica gießt zum vierten Mal Wasser, das mit Alpenkräutern versetzt ist, auf den heißen Stein. Die feuchte Hitze wird fast unerträglich. Da hilft nur der Gedanke, dass es draußen vor der heißen Sauna bitterkalt ist.

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Perlen für die Besten

Etwa 1 000 Saunen - vor allem im deutschsprachigen Europa - wurden vom Insauna getestet, einem Internetportal, das Wellness-Anbieter bewertet. Im Ranking gibt es Beschreibungen der Anlagen und Informationen zu den Testkategorien.

Die Bewertung im Internet: www.insauna.com

Zu jeder Therme wird im Folgenden angegeben, mit wie vielen Perlen - den Sternen der Saunabranche - sie ausgezeichnet wurde und welchen Platz sie im Ranking belegt hat.

Satama Sauna Resort & Spa - 5 Perlen, Platz 4 -

15864 Wendisch Rietz, Strandstr. 12, Tel. 033679/ 758 99 00. Geöffnet tägl. 9-23 Uhr, Eintritt nicht stundenweise, nur Tageseintritt: Mo-Fr 19,90 Euro, Sa/So 22,90 Euro. Infos: www.satama-saunapark.de

Kristall Saunatherme - 4 Perlen, Platz 11 -

14974 Ludwigsfelde, Fichtestr., Tel. 03378/51 87 90. Mo-Do u. So 9-22 Uhr, Fr/Sa 9-23 Uhr, Tageseintritt 24 Euro.

Infos: www.kristall-saunatherme-ludwigsfelde.de

Kristall Kur- u. Gradier-Therme - 4 Perlen, Platz 19 -

19336 Bad Wilsnack, Am Kurpark, Tel. 038791/ 808 80. Mo-Do, So 9-22 Uhr, Fr/Sa 9-23 Uhr. Tageseintritt: 18,80 Euro.

Infos: www.kristalltherme-bad-wilsnack.de

Steintherme - 3 Perlen, Platz 39 -

14806 Belzig, Am Kurpark 15, Tel. 033841/388 00. Mo-Do 10-22 Uhr, Fr 10-23 Uhr, Sa 9-23 Uhr, So 9-22 Uhr. Tageseintritt 14 Euro.

Infos: www.steintherme.de

Sauna T.U.R.M. Erlebniscity

- 2 Perlen, Platz 99 -

16515 Oranienburg, André-Pican-Str. 42, Tel. 0180/316 21 62. So-Do 9-22 Uhr, Fr/Sa 9-24 Uhr. Tageseintritt: Mo-Fr 19 Euro, Sa/So 20 Euro.

Infos: www.erlebniscity.de

Spreewald Therme - 2 Perlen, Platz 116 -

03096 Burg im Spreewald, Ringchaussee 152, Tel. 035603/188 50.

Geöffnet tägl. 9-22 Uhr.

Tageseintritt: 23 Euro.

Infos: www.spreewald-therme.de

Sauna Puutarha - 1 Perle, Platz 145 -

15230 Frankfurt (Oder), Eldorado 1, Tel. 0335/680 39 33. Mo-Sa 14-23 Uhr, außer Mi 14-22 Uhr, So 10-23 Uhr.

Tageseintritt: 14,90 Euro.

Infos: www.sauna-garten.de

Sport- und Spa-Resort A-Rosa - 1 Perle, Platz 149 -

15526 Bad Saarow, Parkallee 1, Tel. 033631/ 626 82. Tgl. 6.30-21 Uhr. Tageseintritt: 49 Euro inkl. 15 Euro Gutschein für Spa-Anwendungen.

Infos: www.a-rosa.de/resorts/scharmuetzelsee

Saunadorf van Almsick - 1 Perle, Platz 191 -

03116 Drebkau, Weinbergstr. 1, Tel. 035602/ 224 22. Mo-Fr 14-23 Uhr, Sa/So 11-23 Uhr. Tageseintritt: 21 Euro. Infos: www.finnisches-saunadorf.de

Saunalandschaft Tropical Islands - nicht im Ranking - 15910 Krausnick, Tropical-Islands-Allee, Tel. 035477/60 50 50. Mo-Do 9-1 Uhr, ab Fr 9 Uhr durchgehend bis So 1 Uhr. Tageseintritt: 25 Euro.

Infos: www.tropical- islands.de

Foto: Egal wie kalt die Luft ist, viele Fans von Saunen und Thermalbädern lieben vor allem die heißen Außenbecken wie in der Therme in Bad Saarow.


 25.03.08   WELTSAUNA

PROFITEST

 ABENTEUERSAUNA
VOM OBERSTEN LEVEL  

 

 

:  User, 11 anonyme Tester und die Profitester haben das Gütesiegel entschieden...

WELTSAUNA
BADEGÄRTEN IN EIBENSTOCK

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Badegärten sind Sauna von Welt

Eibenstocker Haus heimst weitere Internet-Perle ein - FREIE PRESSE

Ein Grund für die sechste Perle und den Titel Weltsauna, den die Badegärten Eibenstock jetzt erhalten haben: das indianische Ofenschwitzbad, in das Michele Reinhold (links) Dana Stötzel „hineinhilft“. Foto: Marcel Weidlich

Eibenstock. Köche sammeln Sterne, Hendrik Pötter und das Team der Badegärten Eibenstock GmbH tragen Perlen zusammen. Neueste Errungenschaft: Perle Nummer 6 - und damit der Aufstieg von der Traum- zur Weltsauna als höchster Kategorie. Fünf der runden Kügelchen nannten die Eibenstocker bereits seit 2004 ihr Eigen. "Wir sind stolz, die nächste Stufe erreicht zu haben", sagt Pötter, dem man die Freude über das Erreichte ansieht.

Verliehen wird der Titel über einen Online-Saunaführer mit Sitz im österreichischen Linz. Auf die dazugehörige Internetseite greifen pro Jahr rund 2,6 Millionen Nutzer zu. Basis der Bewertung sind Urteile ganz normaler Schwitz-Fans, die im Netz eine Art Fragebogen ausfüllen. Sind genügend davon eingegangen, nehmen zudem Profitester die Sauna incognito - also unerkannt - unter die Lupe. Erkennt man die Experten? "Nein", sagt Pötter und fügt hinzu: "Das spielt für uns auch keine Rolle. Jeder Gast soll sich wohlfühlen. Würden wir uns auf ausgewählte Besucher einschießen, wäre so ein Erfolg nie möglich."

Und in den Badegärten ruht man sich keineswegs auf seinen Perlen aus. Im Gegenteil: Dieses Jahr sind Investitionen in Höhe von 100.000 bis 150.000 Euro vorgesehen. Zum einen fließt das Geld in die Modernisierung von technischen Anlagen, etwa im Brandschutz. Zum anderen steht der Banja-Kreml mit ofenbefeuertem Schwitzraum samt Panoramablick in 13 Metern Höhe vor der Fertigstellung. "Wir hoffen, diesen Bereich im Sommer eröffnen zu können", so Pötter.

Die in Deutschland bislang einzigartige Konstruktion fügt sich nahtlos ins Angebot der Badegärten mit 13 Schwitz-Möglichkeiten ein. Zu diesen gehören elf Saunen, indianische Schwitzhütte und russisches Ofenschwitzbad. Zu feiern haben die Eibenstocker nicht nur den Titel Weltsauna. So kletterten sie voriges Jahr im Vergleich der perlenprämierten Häuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz von Platz 3 auf Rang 2 nach vorn.

Allein der Mediterana im nordrhein-westfälischen Bergisch-Gladbach mussten die Erzgebirger den Vortritt lassen. "Das ist eine Anlage, die sich Themen wie Sand, Strand, Sonne und Meer widmet", sagt Pötter. Die Badegärten indes setzen auf Urigkeit und Naturnähe. "Unsere Markenzeichen sind Sibirien, die Kälte, die Wälder." Und das möglichst authentisch. Ein Konzept, für das die Gäste einen stattlichen Preis zahlen. "Sicher richtet sich unser Angebot an besser Verdienende, bleibt aber dennoch für Otto-Normal-Verbraucher erschwinglich." Pötter nimmt hierbei einen klaren Standpunkt ein: Wer etwas Besonderes in hoher Qualität anbietet, kann einen entsprechenden Preis verlangen.

Die Zahlen sprechen dafür. Voriges Jahr zählte man in Eibenstock knapp 175.000 Gäste. "Ein super Ergebnis." 70 Prozent von ihnen kommen aus den Regionen Zwickau, Dresden, Plauen, Chemnitz und Leipzig. Der Rest reist aus den alten Bundesländern an. "Den Trend hin zum Kurzurlaub spüren wir deutlich", sagt Pötter, für den jeder Kunde ein Tester ist. Über einen erneuten Besuch entscheidet seiner Meinung nach ein stimmiger Gesamtauftritt der Wellness-Oase mit Sauna-, Ruhe- und Entspannungszonen. Dafür sorgen in Eibenstock mittlerweile 55 Mitarbeiter. Zum Vergleich: Bei der Eröffnung vor gut zehn Jahren waren es 20. Tendenz steigend.

Auch an Ideen mangelt's nicht. Langfristig sollen im Außengelände ein Naturbadesee sowie weitere Übernachtungsmöglichkeiten entstehen.

Stichwort
Getestet wurden vom Online-Saunaführer mehr als 1000 Saunen - nach Kriterien wie Freundlichkeit des Personals, Service, Angebote und Gastronomie. Perlen erhalten Anlagen mit besonders hohem Niveau. Derzeit tragen 167 Häuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz eines der Prädikate, wobei es Abstufungen gibt: Perlensauna (5 bis 7 Punkte = 1 Perle), Landessauna (8 bis 11 Punkte = 2 Perlen), Erlebnissauna (12 bis 15 Punkte = 3 Perlen), Europasauna (16 bis 18 Punkte = 4 Perlen), Traumsauna (19 bis 22 Punkte = 5 Perlen), Weltsauna (23 und 24 Punkte = 6 Perlen). (ane) www.insauna.com  

 

 

Wendisch Rietz

 

 "INTERNATIONALESAUNAAUSZEICHNUNG"

5 SAUNAPERLEN

"TRAUMSAUNA"©

SATAMA SAUNAPARK

 

Copyrightfreigabe erteilt!

 

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 18.02.08  ORF - BARBARA KARLICH SHOW    SAUNA
GEMEIN-SCHAFT
 

SAUNA-SPEZIAL-SENDUNG
IM ORF

         

:  Guten Tag aus Spittal an der Drau! Servus!

Am 25. Feber findet in den Rosenhügelstudios in Wien die Aufzeichnung der Barbara Karlich Show mit dem Thema "Sauna-Saunagemeinschaft" statt. Zu dieser Aufzeichnung wurde ich mit einigen meiner Saunafreunden/innen eingeladen. Gefunden wurde ich von der zuständigen Redakteurin über www.insauna.com und meine dortige Nominierung für den Saunaoscar 2008.
Ich werde bei dieser Aufzeichnung über das Saunieren und über Erlebnisse in der Sauna berichten und wahrscheinlich eine kleine "Aufguss-Show" zum Besten geben - und natürlich auf die tollen Informationen auf eurer Homepage hinweisen.

Ich glaube, es ist eine "klasse" Gelegenheit, um über unser schönstes (?!) Hobby vor einem breiten Seherpublikum zu berichten.

Bernd Gritschacher
aus Spittal an der Drau


Spittaler belebt Sauna-Aufgüsse
27.02.2008 21:15 - KLEINE ZEITUNG


Sauna-Animateur Bernd Gritschacher sorgt für gute Stimmung in der Hallenbad-Sauna Spittal. Karlich-Show berichtet über seine Trends.

Sauna-Animateur Bernd Gritschacher mit den Zutaten für einen Vitamin-Aufguss in der Spittaler Sauna Foto: kk/privat siehe oben.

Sauna-Animateur? Bei uns ein Begriff, der kaum bekannt ist. In Deutschland hingegen schon, gerade in Anbetracht des Wellness-Trends. Ein Sauna-Animateur macht Aufgüsse zum besonderen Erlebnis. Wie Bernd Gritschacher aus Spittal, der sich seit Jahren auf diesem Gebiet weiterbildet und derzeit bei der Wahl zum "Sauna-Oscar" im Internet im Finale steht - als einziger Österreicher.´

Hobby-Zauberer. Bis 17. April kann auf Europas größter Saunaplattform www.insauna.com  unter fünf Kandidaten gewählt werden. Gritschacher (48) liebt das Saunagehen aus gesundheitlichen und gesellschaftlichen Gründen. Erstmals in die Sauna ging er als 30-Jähriger - damals war er Angehöriger des Österreichischen Bundesheeres und suchte einen (gesundheitlichen) Ausgleich zu den sportlichen Aktivitäten. Seit 2001 ist der vierfache Vater Versicherungsvermittler, sein zweites Hobby Zaubern, hat er auch beibehalten.

Saunabesucher. "Entstanden ist meine Arbeit als Sauna-Animateur aus Diskussionen in der Sauna im Hallenbad Spittal. Es lag einiges im Argen, auch der Besucherschwund in der Sauna war groß", erinnert sich Gritschacher an den Beginn seiner Aktivitäten, die er auch heute noch unentgeltlich ausübt. Er suchte sich Informationen aus Büchern und im Internet und "zauberte" diverse Aufgüsse. Da gibt es jene mit Honig, mit Meersalz oder auch mit Vitaminen. Dabei benötigt er pro "Arbeits-Tag" etwa fünf Kilo Salz, drei Kilo Honig oder auch sechs Kilo Obst.

Karlich-Show. "Mich freut es wirklich riesig, dass die Saunabesucher höchst zufrieden sind", so Gritschacher, der mittlerweile zweimal in der Woche mehr als einen halben Tag in der Sauna "arbeitet". Und diese Woche weilte er zu Aufnahmen für die Barbara-Karlich-Show beim ORF in Wien und präsentierte dort seine Aufgüsse.

HELMUT STÖFLIN

 

 

 

 24.02.08  SAUNA-
TRENDS
 

ERLEBNIS-
AUFGUSS ALS ALLEINSTELLUNGS
MERKMAL

 

 

SPA CONCEPT HAT
NACHGEFRAGT

 

 

:  Mit den neuen Erlebnisaufgüssen avanciert die Sauna zum Ganzjahres-Vergnügen. Exotische Aromen, Eisabreibungen, Show-Einlagen und Getränke- oder Kosmetikservice locken immer mehr Besucher auch über die frequenzschwachen Sommermonate in Sauna und Spa. spa concept hat nachgefragt, wie der Erlebnisaufguss zum Alleinstellungsmerkmal wird.

Viele Bäder, Spas und Saunabetriebe stehen jährlich vor dem Problem, die Gäste auch bei sommerlichen Temperaturen,  zu einem Besuch zu bewegen. Während die einen auf den Outdoor-Bereich setzen oder in einen Sandstrand mit Sonnenlagune investieren, zelebrieren andere die Kunst erfrischender Show-Aufgüsse und sichern sich mit einem exotischen und täglich wechselnden Aufgussprogramm ein volles Haus und begeisterte Gäste.

In Zeiten service-orientierter Internetauftritte mit aktuellem Aufguss-Angebot zum Download sind auch die Information der Gäste sowie die Neukundengewinnung kein Problem. Was die Mundpropaganda nicht schafft, erledigen E-Mail-Newsletter, eigens kreierte Flyer, Promotionteams in der Stadt oder Zeitungsanzeigen. Und was im Sommer ein erfolgreiches Zugpferd ist, wird im Winter beibehalten: So werden die Erlebnisaufgüsse mit jahreszeitlich angepasstem Programm vielerorts zum Ganzjahres-USP.

Erlebnisaufguss – der Name ist Programm. Was authentisch-nordischen Sauna- und Badezeremonien ihren Charakter verleiht, ist der Aufguss.

Und wahre Saunakenner wissen: Zwischen Aufguss und Aufguss können Welten liegen.

Erlebnisaufguss-Pioniere legen daher großen Wert auf einerseits ein konstant hohes Aufgussniveau mit speziell ausgebildeten Mitarbeitern und andererseits ein breites Aufgussangebot mit wechselnden Highlights für jeden Geschmack. „Jeder Aufguss ist ein Erlebnisaufguss!“, zeigen sich die Aufguss-Spezialisten des HanseDom-Teams in Stralsund überzeugt. „Das Erlebnis Sauna zu zelebrieren, die Vielfalt der verschiedenen Saunen zu erklären, deren Nutzen darzustellen und dem Gast näher zu bringen - das ist unsere Aufgabe als Gastgeber in der orientalischen Saunenwelt.“ Der HanseDom Stralsund, das Flaggschiff der Starwaters Deyle-Gruppe, informiert seine Gäste unter www.hansedom.de mit einem abwechslungsreichen „Aufguss-Fahrplan“. Spezielle Erlebnisaufgüsse sollen den Gast eine kleine Wellness-Anwendung erleben lassen. „Die Vorteile eines Aufgusses sind, in gemeinsamer Runde den Hitzereiz zu ertragen, Körperreize zu empfinden, die in einem normalen Saunagang nicht zu erfahren sind, und mit dem Aufguss eine kleine Unterhaltungsshow zu erleben“, so das HanseDom-Team.

Und in dieser Show ist fast alles möglich. „Wasser, Eis, Düfte, Wedeltechniken, Hintergrundmusik, Lichteffekte, Show oder Kabaretteinlagen, Getränke, Früchte, Imbisse und Einreibungen sind nur einige Elemente des Erlebnisaufgusses – die Dramaturgie entscheiden die Saunaanimateure“, erläutert Georg Danter, Herausgeber des Online-Saunaführers www.insauna.com, das u.a. die ganze Bandbreite an Erlebnisaufgüssen zum Nachlesen auflistet.

Schwitzen allein hat ausgedient. Dementsprechend bunt und vielfältig ist die Welt der Erlebnisaufgüsse: von der Abreibung mit Salz, Honig oder Crush-Eis über die angesagtesten Duft-Nuancen, das Angebot von Früchten und Tee, Lichteffekte und musikalischer Meditation bis zum Banja-Ritual mit echtem Birkenreisig reicht die Palette. Und die Betriebe entwickeln ihr Angebot ständig weiter.

Was der Gast erwartet. Wie der Aufguss also genau abläuft, bestimmen die Betriebe je nach Art des Aufgusses selbst. Die Grundpflichten des Aufgussmeisters beschreibt Georg Danter so: „Der Aufgusszelebrant begrüßt die Anwesenden und stellt sich vor. Er erklärt den folgenden Aufguss-Ablauf, nennt die Dauer des Aufgusses und den Duft, der im Aufgusswasser vermischt wurde, und weist die Gäste darauf hin, dass sie ohne Angaben von Gründen die Saunakabine jederzeit verlassen können.“ Die Gäste erwarten laut Georg Danter vor allem einen pünktlichen Aufgussbeginn und dass sich der Saunameister an die Dramaturgie des angekündigten Aufgusses hält. Die Kür des Saunameisters besteht in den einzelnen Aufguss- und Wedeltechniken, die von Haus zu Haus unterschiedlich sind. Ein guter Saunaanimateur hat nach Georg Danter das Gefühl für sein Publikum, zeichnet sich durch entsprechende Fachkundigkeit und Freundlichkeit aus und kann die Vorgänge im Schwitzraum genau erläutern. Qualitätssicherung ist darum oberstes Gebot: Im HanseDom beispielsweise ist das Personal maßgeblich an der Entwicklung neuer Aufgüsse beteiligt und wird vom Leiter Saunenwelt im Handling und im Ablauf der Aufgüsse regelmäßig geschult und unterrichtet. Die Aufgüsse werden nach folgenden Kriterien entwickelt:

Nutzen für den Gast
Machbarkeit in Verbindung mit dem Aufguss
Vertretbarkeit mit der Sauberkeit und Hygiene in der Sauna
Stimmung zur entsprechenden Jahreszeit

Die Trends der Saison. Unter Einbezug dieser jahreszeitlichen Stimmung kann jeder Saunabetrieb seine Aufguss-Trends selbst bestimmen. „In der nächsten Herbst-/Wintersaison legen wir besonderen Wert auf die Wiederherstellung der sonnenstrapazierten Haut und auf die Regulierung der Widerstandsfähigkeit der Haut mit speziellen Aufgüssen, die in Verbindung mit einer kleinen Wellness-Anwendung, wie bereits beschrieben, zelebriert werden“, erläutern die Aufguss-Spezialisten des HanseDom-Teams.

Während im Sommer von den Gästen eher fruchtige, erfrischende Aufgüsse gewünscht werden, stehen im Winter vor allem wärmende und anregende Aufgüsse mit Eucalyptus, Minze u. a. Kräutern bzw. mit Zimt im Mittelpunkt der Aufgusszeremonien.

Und hier ist Phantasie gefragt: möglichst außergewöhnlich und an die Zielgruppe angepasst sollte das Aufgussprogramm gestaltet werden. Regelmäßige Wechsel und besondere Highlights schaffen Abwechslung. Publikumswirksame Ansatzpunkte können regionale Besonderheiten sein wie ein Salinen-Aufguss in der Salz-Region Bad Reichenhall, aber auch zielgruppenspezifische Wünsche, z.B. ein Frauen-Wellness-Aufguss, sowie die beliebten Themenaufgüsse wie Karibikaktionen oder Weihnachtsaromen. Weiterhin im Trend liegen zudem Erlebnis-Saunen aus aller Welt mit entsprechenden Zeremonien, wie etwa die asiatische Meditationssauna oder die finnische Erdsauna mit Kaminfeuer – hier stehen allerdings zunächst einmal die Hardware-Investitionen an.
(ah)

 

 

 10.02.08  WELLNESS & BEAUTY
AUSZEICHNUNG
  ROTTAL TERME BAD BIRNBACH  

PASSAUER NEUE PRESSE
 VIER BEGEHRTE VENUSMUSCHELN

         

Vier begehrte Venus-Muscheln


Renommierter Online-Saunaführer zeichnet Rottal Terme aus - Beil: „Werden nicht nachlassen“

Bad Birnbach. Der Reigen von Auszeichnungen für die Rottal Terme reißt nicht ab. Jetzt bekam sie für ihre Wellness- und Beauty-Abteilung vier der begehrten Venus-Muscheln, die von Profi-Testern und Usern des renommieren Online-Saunaführers www.insauna.com vergeben werden.

Nach hochkarätigen Auszeichnungen für das „beste Massageteam Bayerns“, das Vitarium und das Restaurant Albrechts gibt es in der Rottal Terme damit wieder einen Grund zur Freude. Vor allem deswegen, weil das Urteil über die verabreichten Behandlungen in der HAUTcouture und der Aromaabteilung Terme nicht nur auf professionellen Testern beruht, sondern insbesondere auf einer Vielzahl von Usern der Internetplattform, die bei den Beiträgen ihre positiven Erfahrungen schilderten und entsprechend bewerteten.

Neben den sehr guten Behandlungen wurden die Freundlichkeit der Mitarbeiter, die Vielfalt des Angebotes und die Wohlfühlatmosphäre von Gästen wie Testern besonders gut benotet. Mit rund 2,6 Millionen Usern und mehr als 26 Millionen Seitenzugriffen im vergangenen Jahr hat sich www.insauna.com  zu einem echten Gradmesser entwickelt.

Ausruhen will sich Thermenchef Josef Beil auf diesen Lorbeeren nicht. „Wir werden nicht nachlassen und wollen noch besser werden“, betonte er beim Abschlussgespräch und wies auf die hoch gesteckten Ziele hin: „Die Rottal Terme soll unter die Top 3 in Deutschland kommen.“ Dabei sei man auf einem guten Weg, wie auch ein Blick auf die Besucherzahlen verdeutliche. Dank zahlreicher Innovationen und Anstrengungen seien diese bereits um runde 13 Prozent nach oben geklettert.

„Insbesondere auch die Mitarbeiter haben einen wichtigen Beitrag dazu geleistet“, lobte Josef Beil sein Team. Wie eine aktuell vorliegende Gästebefragung zeige, wollen 96 Prozent der Besucher die Rottal Terme weiterempfehlen.
Passauer Neue Presse vg

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