
Es konnte nämlich nachgewiesen werden, dass
Frauen tendenziell
den Körpergeruch von jenen Männern als besonders anziehend empfinden, deren
genetische Eigenschaften im Bezug auf die Fortpflanzung am optimalsten zu den genetischen Informationen der
betreffenden Frauen passen
Gefühle
werden im Unterbewusstsein gesteuert Düfte und Gerüche wirken direkt im limbischen System (Riechhirn) und sind damit unmittelbar gekoppelt an das
menschliche Verhalten. Sie bestimmen unsere Vorlieben und Abneigungen, sie
können uns Angst machen oder uns in Stimmung bringen.
Wie mit unsichtbaren Fäden
verbinden sie Erinnerung, Inspiration, Gefühl, Liebe und Hass. Kopfnoten >
Düfte mit einer kurzen Evaporationszeit werden zur Gruppe der Kopfnoten gezählt.
Sie entwickeln sich sofort in der Raumluft, bauen sich aber auch schneller
wieder ab - ähnlich den kurz schwingenden Musiktönen, beispielsweise jenen einer
Triangel.
Zu ihnen zählen unter anderen Orange, Zitrone, Bergamotte und
Eisenkraut. Herznoten > Davon unterscheiden sich die Herznoten durch ihren
intensiven, oft blumigen Charakter. Sie bilden das Thema, das Coeur einer
Duftkomposition. Die wichtigsten Vertreter sind hier Jasmin, Kamille, Rose und
Melisse. Basisnoten > Düfte aus der Gruppe der Basisnoten zeichnen sich durch
ihre tiefe, lang nachklingende Wirkung aus und besitzen oft einen recht
eigenwilligen Charakter (modrig, erdig, harzig). Hier lassen sich Wohlgerüche
wie Honig, Vanille oder Weihrauch einordnen.
Der
Individualgeruch, der für jeden Menschen charakteristisch
ist, teilt anderen Menschen mit, welches genetische Material man in seinem
Körper trägt, ob man ihm genetisch ähnlich oder fremd ist. Das ist insofern
wichtig, da die "Idee" der Natur darin besteht, zwei möglichst genetisch
unterschiedliche Individuen zusammenzubringen, damit sie Kinder mit einer neuen
Kombination von Genen produzieren. Somit entsteht eine große Vielfalt - die
Natur möchte immer Vielfalt haben. Es gibt auch viele Arbeiten, die zeigen, dass
Männer riechen können, wenn Frauen ihren Eisprung haben. Und Frauen bewerten zu
diesem Zeitpunkt auch den Körperduft des Mannes positiver als sonst.
Die
Pheromone sind neben dem Individualgeruch die zweite Klasse von Körpergerüchen.
Wir kennen sie im Tierreich sehr gut, beim Menschen ist das komplizierter.
Unter Pheromonen versteht man spezifisch hergestellte Duftstoffe,
die bei allen Menschen in der gleichen Weise produziert werden und die innerhalb
der Menschenrasse gleiche vorhersagbare Reaktionen auslösen und damit zur
chemischen Kommunikation dienen.
Mit dieser chemischen Sprache könnte ich mich mit jedem Menschen
in Deutschland oder irgendwo auf der Welt chemisch "unterhalten": Wenn ein
anderer die Pheromone riecht, reagiert er in bestimmter Weise.
Diese Stoffe sind bei den Tieren absolut überlebensnotwendig.
Legt man das Geruchsorgan still, so ist kein Tier mehr lebensfähig. Alle
wichtigen Lebensprozesse wie Paarung, Revierverhalten, Familienerkennung,
Aggression laufen bei den Tieren über solche Düfte.
Wie viele es davon beim Menschen gibt, ist derzeit Gegenstand
vieler Forschungsarbeiten. Bislang ist noch kein einziges dieser Moleküle beim
Menschen in der gleichen wissenschaftlichen Qualität identifiziert worden, wie
wir es vom Tierreich her kennen