 |
|

Allgemeines
Bergen
Fåberg
Hurtigrute
DIE SCHÖNSTE SAUNA DER WELT
Kardemomme
Orte +
Städte
Südnorwegische Küste
- Die Riviera Norwegens
Königreich Norwegen Hauptstadt:
Oslo Fläche: ca. 324.000 km² Einwohner: ca. 4,5 Mio. Saunafreaks empfehlen
wir dieses wunderschöne Land, mit vielen einfachen aber gemütlichen
Schwitztempeln. Nichts für schmale Brieftaschen. FREIZEITTIPP: Bergen
unbedingt besuchen!! Sauna und Gesundheit Die Wirkung des Saunabades beruht auf
dem Wechsel zwischen warmer und kalter Luft. Die sehr hohe Temperatur von bis zu
100°C wird durch die sehr niedrige Luftfeuchtigkeit leicht vertragen. Während
der Wärmephase in der Saunakabine weiten sich die Blutgefäße, die Herzarbeit
wird erleichtert, die gesamte Muskulatur entspannt. Durch die erhöhte
Körpertemperatur bildet der Körper mehr Abwehrkräfte und schenkt Ihnen
Widerstandskraft zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten. Mit der erhöhten
Schweißabsonderung entschlacken Sie den ganzen Körper, Ihre Haut wird reiner und
schöner. In der ebenso wichtigen Abkühlphase verengen sich die Gefäße wieder,
Herz und Kreislauf werden trainiert, der Blutdruck positiv beeinflusst. In
Norwegen führt Mutter Natur das Zepter, und die Einwohner leben mit ihr in
nahezu vollkommener Harmonie. Norweger sind und bleiben Individualisten - und
schaffen dennoch unverkrampft so großartige Gruppenerlebnisse wie die
Olympischen Winterspiele in Lillehammer anno 1994. Beinahe alle norwegischen
Bahnstrecken haben - im Gegensatz zu den eher nüchternen Zweckbauten
entsprechenden Bahnhöfen - ihren Zauber, am meisten Oslo - Bergen samt Abstecher
nach Flåm. Highlights für zwei Wochen deshalb: die Fjorde zwischen Bergen und
Geiranger, die Lofoten und schließlich zwei Tage Hauptstadtleben in Oslo. Wer
das Wort "Sauna" hört, denkt in
der Regel zunächst an Finnland. Dort gehört das
gesundheitsfördernde Dampfbad von Alters her zum Kulturgut. Ebenso wie die
ursprüngliche Abkühlung in einem der malerischen Seen - in nördlicheren Regionen
- gar im Schneefeld. Was fernab aller Klischees weitaus weniger bekannt ist: Die
Tradition des Wärmebads in heißer Luft reicht sogar bis in die Steinzeit zurück.
Der älteste Vorläufer der Sauna war ein Bad in erhitzter Luft, weil diese sich
in einer Höhle, Erdgrube, kleiner Hütte oder einem Zelt leichter erwärmen ließ
als Wasser, für das geeignete Behälter benötigt worden wären. Dieses Wärmebad
ist also ein mehr als 5000 Jahre altes Kulturgut fast der gesamten Menschheit in
den kalten und gemäßigten Zonen der nördlichen Halbkugel unserer Erde. Das
Bedürfnis, sich in einem Raum wenigstens zeitweilig zu erwärmen, entstand aus
den Klimabedingungen.
Fåberg HUNDERFOSSEN
FAMILIENPARK
 : Norwegen
ist das Land der Trolle. Es gibt sie überall – grosse und kleine, gute und böse,
hässliche und einfältige. Aber um sie zu entdecken, müssen Sie die Augen offen
halten, denn vor Christenblut haben sie alle Angst… Im Familienpark Hunderfossen,
13 Km nördlich von Lillehammer, können Sie den
-
grössten Troll der Welt sehen. Er ist 14 Meter hoch – wenn er sitzt…
Kulturelle Traditionen, spielendes Lernen und spannende Erlebnisse stehen in
diesem Familienpark im Vordergrund –
-
über 50 Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in naturschöner Umgebung für
Gross und Klein. Zu den Aktivitäten zählen Goldwäscherei, Autoskooter,
Boote, Hallenbad mit Rutschbahnen und Plauschbecken, Kinder-Bauernhof und
märchenhafte Bühnevorstellungen. Mehrere Gaststätten.
++47+61 27 55 60
N-2625 Fåberg
troll@hunderfossen.no
www.hunderfossen.no
Kardemomme FREIZEITSTERNE
 
KRISTIANSAND DYREPARKEN



:
Im südlichen Teil Norwegens In Kristiansands, die "Hauptstadt" Sorlandets, 23
km
westlich von Skottevig, Der ZOO in Kristianssand ist wohl die meistbesuchte
Attraktion in Norwegen. Hier gibt es jede Menge Platz für die vielen Tiere, so
dass sich diese ganz ungezwungen in ihren natürlichen Umgebungen bewegen können.
Etwa 11 Kilometer östlich von Kristiansand liegt Dyreparken,
der Zoo von Kristiansand. Wer mit Kindern reist, sollte sich diesen Zoo
unbedingt antun, denn er bietet ganz viele kleine und große Gehege, anschauliche
Kleintieranlagen und allerlei Spieleinrichtungen, die zumindest unseren Sohn
einen halben Tag dort fesselten. Dazu gibt es ein großes Freigehege, dass hoch
eingezäunt und in Segmente unterteilt, insbesondere die nordische Tierwelt
zeigt. Sehenswert für Kinder insbesondere das auf einem künstlich angelegten
Wasserring herumschippernde Seeräuberschiff, das ständig von Kindern belagert
wurde.
Rund 60 qkm groß ist das Areal und man begeht es auf hohen Plankenwegen, die ca.
6-8 Meter über dem Gehegegrund verlaufen und das Betrachten der Tiere in fast
freier Natur erlauben. Luchs, Wolf, Vielfrass und Elch sind zu sehen. Wer also
bis dahin noch keinen Elch gesehen hat, kann dies hier recht mühelos und ganz
nahe nachholen. Und man könnte den Elch auch so fotografieren, dass die
Bekannten zu Hause denken, man wäre diesem Riesentier in freier Wildbahn
begegnet und hätte ihn unter Lebensgefahr eben dort auf Chip oder Celluloid
gebannt. Wer’s denn braucht!!
 |
FREIZEIT
Das
Kanonenmuseum mit der zweitgrößten Kanone der Welt - ein Stück
deutsch-norwegische Vergangenheitsbewältigung
Promenade mit Parkanlage und Yachthafen, Strandcafes, Restaurants und
alter Festung Der Kristiansander Fischmarkt mit
einheimischen Spezialitäten von Hummer bis Lachs.
Volks- und Naturmuseum - Tradition, die verpflichtet
|
N-4609 Kardemomme
++47+380 49700
++47+380 4 33 67
booking@dyreparken.no
www.dyreparken.no

Bergen
FREIZEITSTERN
TOURIST DEPARTMENT

   : Von
der Hauptstadt Oslo ist Bergen über die fast fährfreie Reichsstraße 13 (E 16)
oder mit der Bergenbahn, die als eine der schönsten Eisenbahnstrecken Europas
gilt, zu erreichen. Bergen ist Ausgangspunkt der
Postschiffe der Hurtigruten nach Kirkenes (über Ålesund, Trondheim, Tromsø,
Hammerfest). Außerdem verfügt die Stadt über den internationalen Flughafen
Bergen-Flesland mit zahlreichen nationalen und internationalen Verbindungen.
Im Frühjahr 2006 wird mit dem Bau einer Stadtbahn begonnen, die das
Stadtzentrum mit den weit gestreuten Wohnbereichen im Süden und Westen sowie mit
dem Flughafen verbinden soll
Bergen
ist in Europa ein NON PLUS ULTRA unter den Ferienzielen. Eine eindrucksvolle
Stadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Eine Fahrt durch die Fjörde von
Norwegen ist ein absolutes Muss. Nach Bergen kommen diejenigen, die schon viele
Reiseziele in Europa anvisiert haben. Bergen ist zwar teuer, aber ein bleibender
Eindruck für das ganze Leben.
Marianne Johnsen u. Siri
Giil
Slootsgt. 1
N-5835 Bergen
++47 55 31 38 60
marianne@visitBergen.com
siri@visitBergen.com
www.visitBergen.com

Bergen
VANNKANTEN

  :
Bergen ist mit 243.960 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Norwegens,
eine Kommune im Fylke Hordaland sowie dessen Verwaltungssitz. Die an der
Westküste Norwegens am Inneren Byfjord gelegene Stadt ist Ausgangspunkt der
Bergenbahn und der Hurtigruten.
In Bergen befindet sich ein Seehafen, Werftenindustrie und eine im Bereich der
Meeresbiologie und Geologie bedeutende Universität. Darüber hinaus ist die
renommierte Norwegische Handelshochschule (NHH) in Bergen zuhause. Im
Kulturbereich gibt es das bekannte Theater Den nationale Scene sowie die
Grieghallen und das Musikkonservatorium.
Bergen trägt aufgrund von ca. 2.548 mm Niederschlag an 248 Regentagen im Jahr
(2005) den Titel regenreichste Stadt Europas. Deswegen heißt es auch im
norwegischen Volksmund, dass die Bergenser Babys bereits im Regenmäntelchen zur
Welt kämen.
Die Stadt ist geprägt durch die am Naturhafen
Vågen verlaufende Bryggen oder früher Tyske Bryggen (norwegisch für
Landungsbrücke/Kai/Anlegestelle bzw. Deutscher Kai), wobei es sich um alte
Handelseinrichtungen der Hanse handelt. Ebenfalls aus dieser Zeit stammen die
Marienkirche und weitere Bauten. Nach mehreren verheerenden Stadtbränden (1702,
1855, 1916), die durch die typisch norwegische Holzbauweise begünstigt wurden,
erließ die Stadt Verordnungen, die den Bau von Holzhäusern auf dem Stadtgebiet
nicht mehr gestattete. Das Hafenviertel Bryggen, das bei den erwähnten
Stadtbränden mehrmals nicht verschont blieb, bildet die letzte Holzhauszeile im
unmittelbaren Stadtgebiet. Nach jeder Zerstörung wurde es nach originalen Plänen
wieder aufgebaut. Das Profil ist daher heute noch dasselbe wie im 12.
Jahrhundert. Aus diesem Grund wurde Bryggen als Beispiel hanseatischer Baukunst
in Norwegen durch die UNESCO 1979 zum Weltkulturerbe ernannt.
-
Ein lustiger
Platz für die ganze Familie.. Bergens einziges Badeland, das für alle
Altersgruppen passt, spannende Wasserrutsche, Bowlingbahn, Cafébar. Cosmic
Bowling hat 18 Bowlingbahnen und Jack's Sportsbar.
-
Peppes Pizza ist
ein natürliches Treffpunkt und
-
SATS ein
bekanntes Trainingscenter.
-
Neben Vannkanten
liegt Vestkanten Einkaufscenter mit 70 verschiedenen Geschäften.
Vannkanten ist nur 10 Minuten Fahrt von Bergen Zentrum. Gratis Parkplatz
Loddefjordveien
N-5881 Bergen
++47 55 50 77 77
www.vannkanten.no

Bergen Bergensia Badeland
Bö / Oslo Telemark Sommerland Freizeit-Freibad Wasserpark
Gol / Hemsedal Tropicana Badeland Hallenwellenbad 1988 Hotelbad
Hovden Badeland CR 65m, WR 66m ´90 Hallen-FZB
Kristiansund Wellenfreibad (1988)
Langesund Badepark Skjaergarden Hotell Hotelbad
Raufoss Badeland Hallenwellenbad WR 52 m (1993) Hallen-FZB
Sandnes / Stavanger Havanna Badeland Hallen-FZB
Storefjell Hallenbad RR 47m ´92 Hallen-FZB
Tönsberg Badeland 100 km südlich von Oslo Hallen-FZB
Trondheim Salzwasser-Hallenbad Prinsensgate 61 Hallen-FZB
Hurtigrute
in Nordnorwegen
REISEBERICHT -
DIE SCHÖNSTE SAUNA DER WELT
von Antja Blinda
:
Im winterlichen Norwegen hat sich die Sonne an den Südzipfel der Welt verzogen,
die Sehnsucht nach Licht zieht hinterher. Reisen auf einem passagierlosen Schiff
der Hurtigrute ist eine eher meditative Angelegenheit - besonders am heißesten
Ort an Bord der "MS Trollfjord".
Das Thermometer zeigt 88 Grad Celsius, das Hygrometer 20 Prozent
Luftfeuchtigkeit, der Schweiß rinnt. Ich rausche durch die Dämmerung. Mit 18
Knoten. Am Panoramafenster zieht eine Winterwelt vorbei, zackige Gipfel sind
schwarze Silhouette vor blaurotem Sonnenuntergangshimmel. Das Wasser des Fjords
lässt sich nur noch an den weißen Schaumkronen im Dunkel der Dämmerung erahnen.
Ich sitze in der schönsten Sauna der Welt. Auf Deck neun, vorne rechts. "Nur für
Damen".
Die "Trollfjord" ist eines der größten der zwölf Schiffe der Hurtigruten-Flotte
und dient als Kreuzfahrt- und auch als Postschiff vor der norwegischen Küste.
Der versteckte Schwitzraum ist winzig, Platz gibt es für höchstens vier Frauen.
Eine schlichte Dusche, eine allzu schmale Holzbank, kein Ruheraum, kein
Tauchbad. Und trotz seiner Kargheit ist die Holzkammer für mich der liebste Ort
an Bord. Vielleicht ist der Ausblick dort auch so kostbar, weil ich es kaum
länger als kreislaufstabile 20 Minuten aushalte. Die "Trollfjord" durchschneidet
die Wellen des Nordmeers, vorbei an Myriaden winziger Lichter am Ufer. Tief
unter mir strebt ein Fischerboot gen Heimathafen, kaum noch zu erkennen im
Dunkeln. Dabei ist es gerade mal 15 Uhr.
Winter in Norwegen ist nichts für Feiglinge. Die Sonne hat
sich ans Kap der Guten Hoffnung verzogen. Und ich träume ihr hinterher. Und von
den Pinguinen, die ich im Anfang des Jahres dort ins glitzernde Wasser streben
sah, von der Protea, die ihre unzähligen Blütenblätter zur Sonne ausrichtete,
von dem Straußenvogel, der durch die Kapvegetation flüchtete. Und von einem
Himmel, der nur Tiefe zu haben schien.
Und gestern, gen Ende des Jahres, stand ich am entgegengesetzten Zipfel der
Welt, am Nordkap. Auf einem schroffen Felsen leuchtete allein die angestrahlte
Weltenkugel gegen die Schwärze des ewig dämmernden Tages. Der Himmel scheint nur
eine Armeslänge entfernt. Kein Wunder, dass die Wikinger jederzeit Angst hatten,
er könnte ihnen auf den Kopf fallen. Ein hölzerner Troll im Besucherzentrum
lächelt tapfer den Hurtigruten-Ausflüglern entgegen, die durch die
schneebedeckte Tundra der Finnmark angeschliddert kamen. Anders als die Finnen,
ihre Leidensgenossen in der niemals enden wollenden Winterdunkelheit, pflegen
die Norweger keine Saunakultur.
So kamen auch die Erbauer der Hurtigrutenschiffe erst nach
über 100 Jahren und nur bei ihren jüngsten Kreationen "Trollfjord" und
"Midnatsol" auf die geniale Idee, die kleinen Holzverschläge - eins für Frauen,
eins für Männer - aus dem Verlies des Autodecks in die lichten Höhen zu
befördern, gleich neben den Fitnessraum. Das gigantische Panorama genieße ich
trotzdem alleine.
Bei nur rund 60 Passagieren auf einem Schiff, das im Sommer 800 und noch viel
mehr beherbergt, ist das Reisen eher eine meditative Sache. Am Abendbuffet - im
Juli und August wird in zwei Schichten gegessen - trifft sich die einsame Schar.
Rind- und Walfleisch, Ziegenkäse und Kaviar sehen auch nach einer Stunde noch
wie unberührt aus. Über die langen Gänge geistern einsame Gestalten gen Kabine,
beim Gang auf Deck leuchten vereinzelt die runden Kabinenluken auf. In der
"Trollgalerie" mit den Fenstern, die über zwei Decks reichen, lässt ein Pärchen
das Eis im Gin Tonic klingeln und beobachtet die Einfahrt in den Hafen von
Tromsö. Auch die Gruppe norwegischer Jugendlicher, die dort zusteigt, verliert
sich in der Bar. Sie nutzen die Postlinie als Fähre und lassen sich für zwei
Stunden die Küste runterfahren.
Stoisch hält die Hurtigrute ihre Schiffslinie auch im
Winter aufrecht. In Fahrgast-armen Zeiten subventioniert vom norwegischen Staat,
laufen ihre riesigen Fähren Tag für Tag die Häfen der Route an, ziehen auf Nord-
und Südkurs aneinander vorbei, Ort und Zeit sind immer gleich. Früher waren sie
für viele Orte die einzige Verbindung zum Rest der Welt, der Norweger erkundete
sein Land von jeher vom Wasser aus. Heute machen Flugzeuge und die besser
ausgebauten und tunnelreichen Straßen der traditionsreichen Linie Konkurrenz. Im
Autodeck stapeln sich nur ein paar Kisten Frachtgut. Rote und gelbe
Trockenanzüge hängen noch von der letzten Ernstfallübung an der Wand und wirken
seltsam belebt, die leeren Ärmel abgespreizt.
Die winterliche Hurtigrute ist jedoch mit ihrer sanften Melancholie gut für eine
Auszeit: Hektik vergessen, von dem schweren Schiff in den Schlaf schaukeln
lassen, tausend Seiten von Schätzings "Der Schwarm" lesen. Die kurzen Stopps in
den Häfen Vardø, Hammerfest, Tromsø und Trondheim lassen kaum Zeit, Norwegens
Festland zu erkunden. Hauptakteur und -darsteller der winterlichen Reise in den
äußersten Norden Europas ist die Natur: das weiche, pastellige Licht der wenigen
Tagesstunden, die schneebedeckten, schroffen Berge, die unzähligen Inseln und
Sunde, das unergründlich tiefe Wasser des Atlantiks und der Fjorde. Und dann
fehlt nur noch die Lightshow des Polarlichts: Neongrüne Bänder sollen über einen
dunklen Himmel wabern, rote Schlieren, gelbes und violettes Leuchten. Ob
kosmischer Supersturm oder Seelen verstorbener Jungfrauen, ist mir egal. Leider
warte ich vergeblich darauf, am nächsten Tag, hinter dem Fenster meiner Sauna,
auf Deck neun, vorne rechts. Bei 88 Grad Celsius.
Information: Jeden
Abend startet eines der zwölf Schiffe der Hurtigruten in Bergen Richtung
Kirkenes. Auf der 2500 Seemeilen langen Fahrt werden 30 Häfen angelaufen. Auf
einer zwölftägigen Rundreise werden die nordgehende und die südgehende Route
kombiniert. Es können auch Teilstücke und Ausflüge wie ans Nordkap gebucht
werden. Außerdem bietet der Veranstalter NSA auch elftägige Themenreisen wie
"Wale & Fjorde" (ab 3275 Euro) und "Nordlicht & Sterne" (ab 2415 Euro) an.
Information und Buchung der Hurtigruten
über Reisebüros oder über die
Norwegische Schiffahrts-Agentur (NSA)
Kleine Johannisstraße 10
D-20457 Hamburg
++49+40-376930
info@hurtigruten.de

Die Riviera Norwegens -
Südnorwegische Küste
:
Kaum ein Landstrich in Norwegen wird von den Norwegern selbst so
intensiv als Feriengebiet genutzt, wie die südnorwegische Küste zwischen Arendal
im Osten, Kristiansand
und Flekkefjord im Westen. Hier kommen auch etliche ausländische
Norwegen-Urlauber auf die diversen Campingplätze und in die Ferienhäuser, um zu
urlauben. Und das hat durchaus seinen Grund. Nicht umsonst wird dieser
Küstenabschnitt als die Riviera Norwegens bezeichnet. In dieser Küstenregion
gibt es mehr Sonnentage, als im Landesdurchschnitt und wenn die Sonne scheint,
dann erreicht sie durchaus Temperaturen bis 29/30 Grad (so erlebt im Sommer 2000
in Flekkefjord).
Die Anfahrt dorthin ist recht einfach. Man fährt aus Richtung Süden über die A7
Richtung Flensburg, nach der Grenzüberfahrt führt die weiter nach Norden
führende dänische Autobahn dann die Bezeichnung E45. Diese ist seit Mitte 2004
mit bis zu 130 Kilometern pro Stunde befahrbar, was die reizarme, durchaus auch
als langweilig zu bezeichnende Autobahnfahrt durch die dänische Flachlandschaft
(ähnlich wie in Nordfriesland, wo man Mittwoch schon sehen kann, wer Samstag zu
Besuch kommt) zeitlich ein wenig abkürzt. Ab Aalborg ist dann auf der Straße 13,
auch E 39 genannt, weiter zu fahren, bis zum kleinen Fährhafen Hirtshals, von
dem aus Fähren in mehrere Richtungen Dänemark verlassen (Oslo - Kristiansand -
Egersund - Stavanger - Bergen - Harwich)
Von Hirthals aus schippert man dann mit den Fähren der Color Line nach
Kristiansand, wo die Riviera beginnt. Es gab bislang zwei mögliche Fähren, die
die genannte Überfahrt ermöglichten. Zum einen eine sogenannte Katamaran-Fähre,
die in etwa 2 ½ Stunden Norwegen erreicht und eine konventionell bewegte Fähre,
die etwa 4 ½ Stunden für die selbe Strecke benötigt. Wir haben beide Fähren
kennengelernt und ich kann jedem, der keine Termingeschäfte in Südnorwegen
pflegen muß, empfehlen, die konventionelle Fähre (M/S Christian IV) zu nehmen.
Die Color Line ist im Sommer eher der Mercedes unter den Fähranbietern und man
muß für Hin- und Rücktour meist mehrere hundert Euro (200-300) zugrunde legen,
wenn man mit Wohnmobil oder Wohnwagen fährt.
Die M/S Christian IV. bietet neben einem (üblichen) Shop auch mindestens zwei
Restaurants, in denen man sitzend und die Fahrt genießend speisen kann. Die
Fahrgeräusche sind auf ein Minimum reduziert und auch ein Aufenthalt auf Deck
ist ohne nervige Rüttelgeräusche zu genießen. Auf der Katamaran-Fähre dagegen
(F/F Silvia Ana) ruckt und rüttelt es während der schnellen Fahrt überall auf
dem Schiff, an Bord gibt es nur die Möglichkeit, Speisen und Getränke an
Theken-Lokalen zu erwerben, um diese dann in engen Sitzreihen mit kleinen
abklappbaren Plastiktischchen zu sich zu nehmen. Man wird dabei das Gefühl nicht
los, in einem engen Charter-Flugzeug zu sitzen. Außerdem nimmt die
Katamaran-Fähre nur Autos bis max. 1,96 cm Höhe mit, keine Vans und Wohnwagen.
Außerdem kann man einem mit auf die Reise genommenem Hund im Auto auf dem
ständig rüttelnden Autodeck kaum zumuten, diese Schüttelarie längere Zeit über
sich ergehen zu lassen. Diese schnelle (bis 41 Knoten), aber aus meiner Sicht
unkommode Katamaran-Fähre verkehrt allerdings nur zu den Reise-Spitzenzeiten im
Sommer.
Wer es also bequemer und komfortabler mag, der sollte unbedingt die
konventionelle M/S Christian IV (19 Knoten schnell) nehmen, denn auf ihr hat der
Urlaub schon während der Überfahrt begonnen. Genau genommen beginnt der Urlaub
bereits etwa 120 Kilometer hinter der dänischen Grenze, wenn die vielen
Dänemark-Urlauber in die deutschen Kolonien an der Nordseeküste abgebogen sind
und die Verkehrsteilnehmer wieder überwiegend Dänen sind.
Ein weiterer Fährweg ist der von Fredrikshavn nach Larvik, von wo aus man die
Regionen östlich von Kristiansand und südlich von Oslo gut und schnell erreichen
kann. Dieser Fährweg wird ebenfalls von der Color Line bedient und die Überfahrt
mit der M/S Peter Wessel dauert etwa 6 Stunden am Tage (nachts sind es 8-10
Stunden).
Zur Region
Die Südküsten Norwegens teilen sich in zwei Bereiche. Kristiansand ist dabei der
Scheitelpunkt. Die östlich Kristiansands liegende Küstenregion reicht von eben
diesem Ort bis etwa Sandefjord und umfasst viele kleine Städte wie Lillesand,
Grimstad, Larvik, Risör, Sandesfjord, Lyngör u.a. Westlich Kristiansand reicht
die Region bis etwa Egersund oder davor Flekkefjord, dazwischen liegen Mandal
und Farsund. Hier an diesen Küstenabschnitten liegen unendlich viele
Campingplätze und das Angebot an Ferienhäusern ist deutlich höher, als für
andere Regionen Norwegens.
Die ganze südnorwegische Küste ist übersät von kleinen und großen vorgelagerten
Schären, die die Küste vor den Wellen des Skagerraks schützen. Und es gibt ganz
viele interessante bunte Küstenstädte, die allemal einen Besuch wert sind.
Außerdem beginnen in der Nähe dieser Küste viele interessante Bergtäler, die oft
gerade nach Norden gehen (z.B. Setesdal).
Zu Lillesand
Der Ort wird gelegentlich auch als das Kampen Norwegens bezeichnet und in der
Tat scheint ein bedeutender Teil des norwegischen Geldadels dort das
familieneigene Ferienhaus zu haben. Nirgendwo anders haben wir so viele, so
schöne und so große, meist weiß gestrichene Holzvillen erlebt, wie in Lillesand.
Diese großen Häuser zeigten nicht selten riesige parkähnlich angelegte Gärten um
die „Hütte“ herum und der kleine Ort wirkte insgesamt schmuck, sauber und „wertig“.
Das konnte man vom Campingplatz in Lillesand nicht behaupten. Der wirkte
überladen, weil zu voll, ungeordnet (selten auf norwegischen Plätzen) und auch
nicht ganz sauber (höchst ungewöhnlich für norwegische Verhältnisse). Dieser
Eindruck wurde noch verstärkt durch übermäßig frequentierte
Serviceeinrichtungen, wie Duschen und Waschräume. Wir haben diesen Platz
fluchtartig nach einer Nacht wieder verlassen und fanden einen sehr schön
gelegenen Ersatz etwa 15 Kilometer von Kristiansand entfernt.
In Lillesand aßen wir die teuerste Pizza unseres Lebens. Als wir an einem von
außen eher unscheinbar aussehenden Restaurant bei einem Spaziergang durch
Lillesand vorbeikamen, stieg uns ein unendlich guter Pizzageruch in die Nase,
der uns umgehend veranlasste, das besagte Lokal zu betreten. Es gab dort zwei
Pizzagrößen und ein kurzer Blick an den Nebentisch ließ uns vermuten, dass die
dort liegende Pizza die größere sein müsse. Wir bestellten die kleinere Version
und da wir am Ende des Urlaubs waren, hatten wir längst aufgegeben, ständig
umzurechnen.
Die Pizza kam und es war die kleine, aber eben das Riesenteil vom Nebentisch.
Wir hatten zwei bestellt und auch mit drei Personen schafften wir nur 1 ¼
Pizzaräder. Für den erheblichen Rest brachte uns die sehr freundliche Bedienung
einen Thermobeutel, in die sie geschickt unsere Restpizza verpackte. Das war
offensichtlich öfter der Fall, denn auch die Gäste am Nebentisch nutzten diesen
Service.
Inzwischen hatten wir dann umgerechnet und kamen auf einen Betrag von rund 32 DM
pro Pizza. Mit fünf Getränken, darunter zwei Bier (je 14 DM), kostete das Ganze
dann rund 105 DM. Ein wirklich teures Vergnügen. Allerdings hätte uns auffallen
müssen, in was für einer Umgebung wir spiesen, denn direkt neben der am Wasser
liegenden großen Terrasse, auf der wir in der Sonne saßen, lagen zwei
Luxusyachten, die von eigenen Bodygards bewacht wurden. Schon dieser doch recht
wertigen Pizzi wegen werden wir Lillesand ganz sicher nie vergessen. Ach ja und
sie war es nicht nur, sie schmeckte auch riesig.
Kristiansand
Kristiansand ist die Provinzhauptstadt von Vest-Agder und hat rund 75000
Einwohner. Damit avancierte die Stadt zur fünfgrößten Stadt Norwegens. Sie ist
wirtschaftlicher, kultureller und administrativer Mittelpunkt der norwegischen
Südküste und bietet sehr vielen Menschen der Region Arbeitsplätze.
1641 von König Christian IV ursprünglich als Eckpfeiler der Küstenverteidigung
gegründet, wurde der Ort sehr schnell zum auch wirtschaftlichen Mittelpunkt der
Region. Die Stadt wurde quadratisch (wie zu Renaissance-Zeiten durchaus üblich
in einem Schachbrettmuster) angelegt, was man auch noch heute in den
Straßenzügen gut erkennen kann. Fast alle Straßen der Innenstadt gehen in
rechten Winkeln voreinander weg, bzw., treffen sich.
Kristiansand bietet mit seiner Universität höchsten Standard in der IT-Technik
und ist Knotenpunkt des Warenverkehrs der südlichen Provinzen in allen
Transportsparten (LKW, Bahn, Flugzeug, Schiff). Es wird behauptet, dass um
Kristiansand herum die schönsten Strände Südnorwegens liegen sollen. Da ist
sicher etwas dran, aber davon gibt es an der ganzen Südküste eine ganze Menge.
Kristiansand bietet eine unendlich große Zahl an kleinen und größeren Geschäften
bis hin zu großen Kaufhäusern. Wir hatten bei unserem Besuch Glück und erlebten
einen Straßenmarkt, in der sehr belebten Innenstadt wurde vielfältig musiziert
(von ganz klein bis ganz alt) und es herrschte allerorts ein äußerst
geschäftiges Treiben. Ganz viele Lokale, gute, gar edle Restaurants und etliche
Fastfood-Lokale prägten das Stadtbild und mit diesem heftigen Leben in der Stadt
bietet Kristiansand den Gegenpol zur Beschaulichkeit und Ruhe der ländlichen
Umgebung.
Auf einer Insel vor Kristiansand, mit einer Brücke mit dem Festland verbunden,
liegt die ehemals hart umkämpfte Festung Christiansholm, die zwischen 1662 und
1672 errichtet wurde. Hier sollen heute viele Kunstausstellungen und Konzerte
abgehalten werden. Natürlich gibt es auch in Kristiansand
eine sehenswerte Domkirche, die 1885 nach einem Stadtbrand wieder aufgebaut
wurde so wie sie heute zu besichtigen ist.
Mandal, eine Hafenperle der Küste
Etwa eine dreiviertel Autostunde von Kristiansand westlich entfernt liegt das
nächste Kleinod der Küste : Mandal. Es ist einer der mondänsten, größeren Orte
an der Küste, der ganz viel zu bieten hat.
Wir wohnten nur etwa 25 Kilometer entfernt und konnten so Mandal regelmäßig
genießen. Neben ganz vielen attraktiven Geschäften und kleinen Lokalen
insbesondere an der langen Wasserlinie kann man vor allem traumhafte Boote und
kleine Schiffe sehen, die sich dort regelmäßig ihr Stelldichein geben.
Nicht weit weg von der großen Brücke entfernt, die Hafen und offenes Meer
voneinander trennt, gab es eine kleine Bäckerei, die direkt am Wasser auch
Kaffee und Kuchen anbot. Dort lagen immer wieder absolute Spitzenboote (vom
Teakholz-Segler bis zum 8 Meter langen Rennboot), deren Besitzer bzw. Fahrer das
Boot direkt vor dem Kaffee anleinten und neben dem Kaffeetrinken sehr genau
aufpassten, das keiner ihr Boot berührte. Ansehen, bestaunen und bewundern ja,
aber nicht anfassen.
Hier kann man fast alles kaufen und auch hier gibt es regelmäßig einen kleinen
Straßenmarkt direkt vor dem Rathaus. Mandal bietet viele kleine, zum Teil recht
schmale Gassen mit bunten (weiß, rot gelb bis lila) Holzhäusern, ein kleines,
sehenswertes Museum direkt am Wasser, eine langgezogene Wasserlinie, an der
immer wieder bildschöne Boote liegen, und im „Turistkontoret“ werden jede Menge
Ausflüge in die unmittelbare Umgebung für alle Zielgruppen angeboten.
Insbesondere Familien mit Kindern finden Angebote, die speziell auf Kinder
ausgerichtet sind.
Ein besonderer Leckerbissen im wahrsten Sinne des Wortes ist das einmal im Jahr
Anfang August stattfindende Schalentierfest, bei dem eine ziemlich lange Strecke
der Wasserlinie abgesperrt wird. An einer sehr langen Tischkette, die über 300
Meter lang war, werden auf bereits fertig arrangierten Tellern Krebs und
Muscheln verschiedener Couleur zu einem recht üppigen Preis angeboten. Das ist
schon eine sehr delikate Angelegenheit. Aber eben auch teuer, denn man muß schon
Eintritt bezahlen, um überhaupt in diese Fressmeile eingelassen zu werden (2000
waren es 40 Kronen pro Peron) und der Teller kostete noch einmal etwa 150
Kronen. Also ein teures, aber sehens- und erlebenswertes Vergnügen.
Und dann hat Mandal an seinem Hafen einen langen, breiten Sandstrand zu bieten,
der nicht nur durch flaches Wasser kinderfreundlich ist, sondern, der auch einen
Blick auf die in den Hafen ein- und ausfahrenden Schiffe aller Größen
ermöglicht. Und wie sonst nicht üblich in dieser Region sind immer nur wenige
Badegäste am Strand, so dass man durchaus von Ruhe an diesem schönen Strand
reden kann. Und dieser Strand soll der größte und schönste an Norwegens Südküste
sein.
In Mandal ist vor allem die Mandal Kirke mitten im Ort (in der Fußgänger-Zone)
interessant, denn sie ist mit ihren 1800 Plätzen die größte Holzkirche
Norwegens. Ob man sie als schön bezeichnen kann, muss jeder für sich selbst
entscheiden. Ich fand die groben Rundhölzer der Kirche eher nicht so attraktiv,
obwohl gerade sie das Ungewöhnliche der Kirche ausmachen. Und wenn man Museen
mag, dann ist das Mandal Bymuseum direkt an der Wasserlinie durchaus
interessant, dass hauptsächlich volkstümliches Kunsthandwerk alter Tage zeigt.
Setesdal-Bahn
Die Bahnverbindung wurde 1896 zwischen dem Byklandsfjord im Setesdal und
Kristiansand eröffnet. Als die Bahn Anfang der 60iger Jahre des 20. Jahrhunderts
stillgelegt wurde, gelang es Eisenbahn-Freunden, eine kleine, nur 6 Kilometer
lange Strecke vor dem Abriss zu retten. Auf dieser Strecke nicht weit von
Kristiansand entfernt dampft heute eine uralte Dampflok mit einigen ebenso alten
Wagen dahinter durch die sehr schöne, abwechslungsreiche Landschaft. Es geht
über alte Brücken und an Seen vorbei und die Fahrt ist an einigen steilen
Stellen so langsam, dass man aussteigen könnte, um ein paar Blumen zu pflücken
(was natürlich verboten ist).Die Sitze in diesen Wagen sind allerdings der Zeit,
aus der sie stammen, angepasst und hart.
An der Endstation mitten in der „Pampa“ kann man sich dann vor der Rückfahrt
(die Lok wird dazu umgesetzt) die Beine vertreten und die Natur genießen. Am
Ende läuft man dann wieder in einen sehr schön restaurierten Bahnhof ein, an dem
ein paar Häuschen, darunter ein Kartenhäuschen, stehen und ein paar Gleise zum
Rangieren parallel zur Hauptstrecke vorhanden sind. Für jeden Eisenbahn-Fans ein
Muss, denn man kann alles aus nächster Nähe betrachten und erleben.
Lindesnes, der südlichste Leuchtturm Norwegen
Auf dem Weg von Kristiansand über Mandal fährt man über die E 39 Richtung
Vigeland (Ort mit Bank, Polizei, Supermarkt und Bäcker, der an der Kreuzung E39
und RV460 liegt). Dort biegt man Richtung Spangereid ab. Am Ende der Straße
einige Kilometer hinter Spangereid liegt Lindesnes fyr, der südlichste
Leuchtturm Norwegens.
Man stellt den PKW auf einem Parkplatz am Fuße des Felsens ab, auf dem der
weißrot gestrichene Leuchtturm weithin sichtbar steht. Zu Fuß geht es dann nur
wenige hundert Meter zur Spitze des Felsens, der eine bewegte Geschichte hinter
sich hat.
Der Leuchtturm ist begehbar (nur wenige Stufen hoch, denn der Turm ist selbst
nicht so groß) und man hat bei gutem Wetter (das wir an diesem Tag hatten) einen
unendlich weiten Blick aufs Meer. Die weit ins Meer ragende Landzunge, auf der
der Leuchtturm steht, war den Deutschen im Zweiten Weltkrieg Anlass genug, hier
oben neben dem Turm ich meine drei große kreisrunde, etwa 1 ½ bis 2 Meter tiefe
Geschützgruben in den Felsen zu sprengen, um von dort oben mit 38 cm-Geschützen
einen erheblichen Küstenbereich gegen Anlandungen feindlicher Schiffe zu
sichern. Rings um den Felsen sind, ebenfalls in den Felsen gehauen, durch
Steinmauern geschützte Laufwege der Soldaten (Wachen und Geschützbedienungen)
erhalten und in den Felsen gesprengte Höhlen, in denen die Geschützbedienungen
absolut sicheres Unterstand hatten. Ein Angriff die steilen Felsen hinaus konnte
man von hier oben sehr gut abwehren.
Die Norweger haben diese militärischen Einrichtungen so belassen (natürlich sind
die Geschütze entfernt worden) und gehen mit dieser ihrer nahen Vergangenheit
wie ich fand ziemlich locker um. Es gibt zwar nur wenige Hinweisschilder zu den
militärischen Einrichtungen, aber diese gehören für die Norweger ganz
offensichtlich zu diesem Leuchtturm. Übrigens soll der Leuchtturm die nach dem
Vigeland-Park in Oslo am meisten besuchte Sehenswürdigkeit Norwegens sein. Das
am Parkplatz gelegene Restaurant ist übrigens empfehlenswert und
natürlich.............teuer!
Die Umgebung des Leuchtturms, die wunderbare Weitsicht und die Möglichkeiten,
sich auch in der Nähe des Turmes an einsame Stellen am Meer zurückziehen zu
können, machen den Reiz dieses so geschichtsträchtigen Ortes aus. Und man kann
von Mandal aus sogar mit dem Bus dorthin fahren, der relativ oft verkehrte.
Farsund und Halbinsel Lista
Farsund ist eine weitere hübsche kleine Fischerstadt, in der viele Angelurlauber
Station machen, weil man von hier aus vor der Küste sehr gut angeln kann. Auch
hier stehen viele Holzhäuser eng zusammen und ergeben attraktive Fotomotive. Für
uns besonders interessant war der Naturhafen, in dem es viel Bewegung durch
kleine, bunt beflaggte Fischerboote gab. Allerdings wird die nähere Umgebung
durch ein ziemlich hässliches Industriewerk verschandelt (Aluminium-Hütte?),
dass hier absolut nicht herpasst. Aber wo tut es das schon?
An Farsund vorbei führt die Straße (RV 43) über Vanse nach Vestbygd. Wenn man
hier das Auto abstellt und ins Landesinnere wandert, trifft man auf einen vom
Tourismus ziemlich unberührten Fleck Südnorwegens, in dem es eine hohe
Population von Elchen und auch Rehen geben soll (haben leider keine Tiere
gesehen). Auch die Küste dort ist sehenswert und wie schon gesagt, meist einsam
und ruhig. Hier kann man Natur in purer Form genießen und trifft seltenst auf
Gleichgesinnte. Unbedingt mal hinfahren und genießen. Und wenn man etwas essen
oder trinken möchte, gibt es in den kleinen Orten (z.B. in Vanse) kleine Lokale,
die noch nicht den Preisstandard der anderen Küstenorte haben.
Flekkefjord
Der kleine Ort am Listafjorden ist auch heute noch wohlhabend und war die
letzten 200-300 Jahre zum Teil als reich einzustufen. Der Holzhandel mit den
Niederlanden brachte viel Geld ein und ließ den Ort gedeihen. Nicht weit vom
Hafen nur wenige Schritte von den Lagerschuppen entfernt liegt das Viertel
Hollenderbyen, in dem es auf engem Raum in vielen schmalen Gassen wunderschöne,
meist weiß angestrichene Holzhäuschen zu sehen gibt, die erahnen lassen, dass es
dem Ort lange sehr gut ging.
Sehenswerte Architektur bietet auch das Grand Hotel von Flekkefjord, das
ebenfalls aus Holz erbaut wurde und mit seinem achteckigen Türmchen über dem
Eingang sehr markant wirkt. Ein Spaziergang durch die wahrlich nicht große Stadt
lohnt sich wirklich. Auch die achteckige Kirche (acht Ecken haben hier wohl
Symbolcharakter und sind überall anzutreffen) in der Nähe des Hafens ist
durchaus sehenswert gebaut.
Eine der Hauptattraktionen des Ortes ist aber die vor der Stadt liegende, sehr
kleine, nur mit einer Fähre zu erreichende Schäreninsel Hidra (nicht zu
verwechseln mit Hitra, einer Insel an der Westküste). Man fährt keine 10 Minuten
übers Wasser und die Fähre fährt ziemlich oft. Auf Hidra gibt es nur zwei
größere Häuseransammlungen, in denen die Mehrzahl der knapp 900 Einwohner leben.
Für uns am interessantesten waren nicht die Reste von Wikingersiedlungen oder
alte Grabstätten aus der Eisenzeit, sondern die Lachszuchtanlage am Fjord, die
wir, weil keiner mehr da war, der uns daran hätte hindern können, aus nächster
Nähe betrachten konnten. Dort sprangen in jedem der rund 14-16 Netzbottichen
(Durchmesser etwa 20 Meter) die Lachse in wilden Sprüngen aus dem Wasser, um mit
viel Getöse wieder aufs Wasser zu klatschen. Der Lachs, den wir von einem sehr
netten kroatischen Gastarbeiter geschenkt bekamen, hat dann am Abend supergut
geschmeckt.
Auf Hidra haben wir kleine, versteckt gelegene Bootshäuser und Ferienhütten
gefunden, die Idylle pur darstellten (traumhafte Fotomotive). Viele kleine
Buchten und abgelegene Plätze machen diese Insel sehr attraktiv. Wer also
abgeschieden Urlaub machen möchte, der hat auf Hidra viele passende
Gelegenheiten dazu. Und den Lachs vor der Tür.
Abschließend:
Wir wohnten in einem attraktiven Ferienhaus etwa 20 Kilometer von der Küste
entfernt mitten in den meist 300-400 Meter hohen Bergen nördlich Vigelands. Wir
hatten über den Veranstalter Elchferien gebucht und das Glück gehabt, ein Haus
zu bekommen, dass versteckt hinter großen Felsen an einem kleinen See lag, der
zu Beginn unseres Urlaubs voller Bachforellen war. Das Angelrecht für den See
hatten nur wir, es gab ein Boot am Haus, mit dem man auf den kleinen See fahren
konnte und einen wunderschönen Garten und Grillplatz vor dem Haus oberhalb des
Sees (Haus und See hatten etwa 10 Meter Höhendifferenz). Außerdem gab es hinter
unserem See (man mußte ans andere Ufer rudern und von dort zweihundert Meter zu
Fuß über versteckte Felder gehen) noch einen weiteren kreisrunden See (80 Meter
Durchmesser), in dem es ebenfalls von Bachforellen wimmelte.
Insgesamt holten wir zwei kleine Aale und 52 Bachforellen aus den beiden
Teichen, von denen unsere Vermieter (wohnten 1 Kilometer entfernt) ein paar
bekamen und wir in mehreren Mahlzeiten satt wurden. Bachforelle gebraten oder
gegrillt ist zusammen mit einem kühlen Tuborg Guld und der gegebenen
superschönen Mittelgebirgs-Landschaft drum herum wirklich kaum zu toppen. Das
Haus kostete anno 2000 rund 1200 DM pro Woche und ist leider mittlerweile aus
dem Elch-Ferien-Katalog verschwunden.
Fazit
Die Südküste Norwegens ist eine der sehr attraktiven Regionen des Landes, in der
man viele interessante Dinge miteinander verbinden kann. Es gibt wohl alle 5-10
Kilometer einen Campingplatz meist direkt am Wasser, es bestehen unzählige
Hausangebote in einem Streifen von etwa 20 Kilometern von der Küste bis ins
Landesinnere. Man kann ohne Ende shoppen (Kristiansand, Mandal) und viele
interessante Ziele besuchen (Lindesnes Leuchtturm, Setesdal-Bahn), es gibt
superschöne Naturplätze (Vigeland die RV 460 bergauf, Lista) und und und.....!

Albanien
Andorra
Belgien
Bosnien
Bulgarien
Dänemark
DEUTSCHLAND
Estland
Finnland
Frankreich
Griechenland
Grossbritannien
Irland
Island
Italien
Kroatien
Lettland
Liechtenstein
Litauen
Luxemburg
Malta
Mazedonien
Monaco
Moldawien
Niederlande
Norwegen
ÖSTERREICH
Polen
Portugal
Rumänien
San Marino
Schweden
SCHWEIZ
Serbien
Slowakei
Slowenien
Spanien
Tschechien
Türkei
Ukraine
Ungarn
Vatikan
Weissrussland
Zypern

|
 |
 |