
Asia
Therme Linsberg hat eröffnet
In Bad Erlach (Bezirk Wr. Neustadt) ist am Freitag, nach nur 17 Monaten Bauzeit,
die neue "Linsberg Asia Hotel Spa Therme" eröffnet worden. Die Therme mit
angeschlossenem Hotel soll die Region "Bucklige Welt" für Touristen attraktiver
machen.
70 Millionen Euro wurden investiert
In acht Pools, zahlreichen Saunen und einem 4* Hotel mit 240 Betten sollen sich
die Thermengäste in Bad Erlach wohlfühlen.
Etwa 70 Millionen sind bisher in das Thermenprojekt, an dem sich neben Bad
Erlach auch Pitten, Schwarzau und Lanzenkirchen beteiligt haben, geflossen.
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Auslastung des Hotels liegt bei 50 Prozent
Die Therme soll der gesamten Region ein Besucherplus bringen. Für den ersten
Monat liegt die Auslastung des Hotels bereits bei 50 Prozent.
Das liege deutlich über den Erwartungen, sagt der Bürgermeister von Bad Erlach
Hans Redler.
600 Besucher täglich werden erwartet
Insgesamt setzt man aber eher auf die Tagesgäste aus dem Raum Wien, dem
südlichen Niederösterreich und dem Raum St. Pölten.
NÖ Thermen verzeichnen Besucherplus
Nachdem in den vergangenen Jahren schon von einem Überangebot an Thermen
gesprochen wurde - verzeichnen die niederösterreichischen Thermen heuer ein
Besucherplus.
So waren es etwa in Laa an der Thaya bis jetzt um 10 Prozent mehr Besucher als
im Vorjahr.
St.Martin
im Pinzgau. Die Betreiber eines Thermalprojekts in der Pinzgauer Gemeinde
St.Martin kommen bei ihrem zweiten Anlauf angeblich gut voran. Der Abschluss
eines Investorvertrages bis Jahresende werde gelingen, verspricht Ernst Demel,
Chef der von sieben Gemeinden unterhaltenen Thermalbad Entwicklungs-GesmbH Theba.
„Wir verhandeln sehr konkret mit zwanzig Finanzgruppen aus Österreich und
Bayern", sagt Demel dem WirtschaftsBlatt. Wie Ende April berichtet, sollten aus
der noch ungenannten Geldquelle 35 der insgesamt 50 Millionen € an
Projektkapital sprudeln. Den Rest wollen Mitbetreiberin Porr, Region und Land
flüssig machen. Im Frühjahr 2009 sollen die Bagger auffahren.
Pächter stehen bereit
Den Auftakt der heißen Projektphase bildete Dienstag Mittag die
Vertragszeremonie mit den Pächtern RIMC aus Hamburg und Mehmann Wellness
Consulting aus Zürich. Die vom Südtiroler Gert Prantner aufgebaute Resort
International Management & Consulting GesmbH (RIMC) betreibt ein Dutzend Hotels,
darunter das President in Wien-Mariahilf. Mehmann, der designierte Betreiber des
Vorsorge- und Bad- und Kurbereiches des künftigen Saalach Resorts, gilt als
Branchenkaliber. Gründer Toni Mehmann ist Schweizer Fitness-Studio-Pionier.
Top-Referenz ist das Victoria Jungfrau Spa in Interlaken. RIMC und Mehmann sind
u.a. auch Partner bei der geplanten Auland-Therme Stopfenreuth in
Niederösterreich.
Die Therme St.Martin hat bereits eine zehnjährige Geschichte. Die
Erstprojektanten Rogner und Siemens haben sich dabei kalte Füße geholt.
Der
Klassiker führt von Passau bis Wien
Faszination Donau erleben
Der Reiseveranstalter Tui wagt sich im wahrsten Sinne des Wortes in neue
Gewässer. Seit April 2008 heißt es nun auch dort Leinen los für
Flusskreuzfahrten. Das schwimmende Hotel bewegt sich auf der Donau von Passau
bis hin zum Donaudelta.
Je nach Wunsch bestimmt der Gast die Länge seiner Reise. Der Klassiker ist der
"Donauprinz": Während einer viertägigen Flusskreuzfahrt werden hier die
Höhepunkt der Donau zwischen Passau-Wien-Passau mit Zwischenstopps in Krems und
Melk präsentiert.
In Passau/Lindau heißt es "Alle Mann an Bord". Noch ein Blick auf die "Dreiflüssestadt"
Passau – hier fließen Ilz, Donau und Inn zusammen – sowie ein Blick in die
Altstadt, die auf einer schmalen Halbinsel am Zusammenfluss von Inn und Donau
liegt, und schon beginnt die Flusskreuzfahrt auf der Tui Maxima. Einem
hellblauen, knapp drei Jahre alten Schiff mit dem typischen Tui-Symbol.
Besonders beliebt sind die Flusskreuzfahrten bei älteren Touristen. Aber Andreas
Castdorff, Leiter Category Management, denkt bereits darüber nach, die
Flusskreuzfahrt auch für andere Zielgruppen wie z.B. Familien anzubieten.
Allerdings müsste für solche Fahrten das Schiff zunächst "kindergerecht"
umgebaut werden. Auch Variationen bei den Ausflügen wie z.B. eine Teilstrecke
selbst mit dem Fahrrad zurückzulegen, sind nach Angaben von Castdorff für das
neu aufgelegte Produkt denkbar.
Das Schiff verfügt über vier Decks und bietet Platz für 90 eingerichtete Kabinen
mit Panoramafenster, die meisten mit französischem Balkon. Insgesamt haben 180
Passagiere auf dem 126,7 m langen und 11,40 m breiten Schiff Platz. Für
Abwechslung sorgen ein Bordshop, ein Sonnendeck, eine
Fitnessecke mit Sauna und Whirlpool sowie eine Bibliothek.
Von Dörthe Rautmann
Sechs Häuser für den Teamchef Während der
EURO 08 fiebert Hickersberg, ein kleines Dorf im
Mostviertel, mit Österreich und seinem Nationaltrainer mit.
25 Einwohner, Kühe, Schafe und ein kleiner Fußballplatz. DruckenSendenLeserbrief
Die Kühe grasen friedlich. Stress kennt man hier keinen. Die 25 Einwohner des
idyllischen Dorfes in Westen Niederösterreich sind sich ihrer Sonderstellung
bewusst. Schließlich leben sie in Hickersberg. "Ja, so wie der Nationaltrainer",
ist Christian Lengauer gewohnt zu antworten, wenn man ihn nach der Schreibweise
seiner Adresse fragt.
Seit mehr als 15 Jahren bewohnt der Küchenchef mit seiner Familie eines der
sechs Häuser in dem kleinen Ort im Bezirk Amstetten - Hickersberg 243. In den
vergangen Jahren habe sich in dem Dorf sehr viel verändert, berichten Lengauer
und seine Frau Karin. Mittlerweile gibt es nur noch einen einzigen
Vollerwerbsbauern. Die anderen Bauernhöfe wurden renoviert und zu großzügigen
Wohnhäusern umgebaut.
Ruhe
Einst hatte auf dem Hickersberg (Mostviertlerisch: Higischberg) ein großer
Vierkanthof gestanden. In der Zwischenkriegszeit wurde das Gut aufgelöst. Rund
um das Dorf werden heute Mais und Hopfen angebaut. Die Straße auf die kleine
Anhöhe ist bis zu 13 Prozent steil. Autos verkehren aber ohnehin nur vereinzelt
zwischen Zeillern und Leitzing. Einzig der Schulbus stoppt einige Male täglich
in Hickersberg.
"Wir genießen die Ruhe hier", erklärt Herr Lengauer, warum es ihm in Hickersberg
gefällt. "Und trotzdem ist man in zehn Minuten in der Stadt." Nämlich in
Amstetten - dort, wo Österreichs Teamchef Josef Hickersberger aufgewachsen ist.
Für einen gebrauchten VW-Bus war der spätere Nationalspieler 1966 mit 18 Jahren
vom ASK Amstetten zur Wiener Austria gewechselt.
Fußballfieber
Mitten im Dorf befindet sich ein kleiner Fußballplatz. "Mit Originaltoren", wie
Christian Lengauer betont. Das Spielfeld ist leicht abschüssig.
Für das EM-Gruppenspiel gegen Deutschland (16. Juni) hat
sich Lengauer mit seiner Sauna-Runde aber etwas Besonderes einfallen lassen.
"Wir haben uns alle den nächsten Tag freigenommen. Wir werden hier bei
mir im Garten einen Beamer aufstellen." Public Viewing in Hickersberg.
Die Chancen Österreichs bewertet Lengauer allerdings eher skeptisch. Was den
Wahl-Hickersberger zu einer kühnen Wette veranlasst hat. "Wenn wir bei der EURO
ein Tor schießen, dann muss ich das ganze Essen bezahlen. Wenn wir in allen drei
Spielen keines schießen, sind meine Freunde dran." Er habe schon vor Weihnachten
gewettet, verteidigte sich Lengauer. "Jetzt würde ich das nicht mehr tun.
Zuletzt haben wir ja ganz anständig gespielt."
Dennoch könnte sich das Interesse an der kleinen Ortschaft im Mostviertel schon
bald wieder in Grenzen halten, meint Lengauer. "Mal schauen, ob er in drei
Wochen überhaupt noch Teamchef ist." Dann hätten wieder ausschließlich Kühe,
Schafe und der Most das Sagen in Hickersberg.