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Seit 1907 steht das Kaufhaus des Westens am Berliner Wittenbergplatz für
Extravaganz und Luxus. Auf acht Etagen und 60.000 Quadratmetern werden heute
insgesamt fast 400.000 Verkaufsartikel angeboten. Ob Designerfederhalter,
Edeldüfte, Meißner Porzellan, Zobel, Brüsseler Spitzen, Beluga-Kaviar oder
kolorierte Petits Fours - alles was schön, edel und teuer ist, kann dort
erworben werden. Ein Mekka für Gourmets ist die Feinschmecker-Etage: Austern,
Garnelen, Lobster, exotische Früchte, 1.300 Käsesorten, 400 Brotsorten, 2.400
Weine sowie Prosecco und Champagner von fünf bis 20.000 Euro sind hier zu
bestaunen, zu konsumieren oder zu erwerben. Denn im KaDeWe geht es nicht nur
darum, zu kaufen und zu bummeln, sondern auch darum, zu sehen und gesehen zu
werden.
Der Publikumsmagnet im KaDeWe ist die
Feinschmecker-Etage. Sie ist das Mekka der Gourmets und mit ca. 7.000 m² die
größte Feinkostabteilung Europas. Hier können Connaisseure zwischen rund 33.000
verschiedenen Artikeln wählen. Darunter befinden sich allein ca. 1.300
Käsesorten, ca. 1.200 verschiedene Wurst- und Schinkenspezialitäten und ca. 400
Brot- und Brötchensorten. Weinliebhaber finden rund 2.400 Weine von allen
Kontinenten. 500 Mitarbeiter, davon allein 150 Köche und Konditoren arbeiten in
der Feinschmecker-Etage.
Fress-Etage und Erlebnis
Der ganze sechste Stock ist hier
„Fress-Etage“, und zahlreiche Gourmets und Gourmands geben sich ein
Stelldichein. Papa und Tochter gehen meist zielstrebig zu „Lenotre“, einem der
dreißig Kochstände. Verschiedene
Mousse und Cremespeisen, Halbgefrorenes, Crepes in Variationen von
süß
bis pikant und natürlich diverse Sorten Eis.
Die Feinkostabteilung des KaDeWe ist immer noch
die erste Adresse, wenn es um gutes Essen geht. Hier oben im sechsten Stock und
siebten Himmel des Genusses findet man 34.000 verschiedene Artikel: davon allein
1.300 verschiedene Käsesorten, 400 Sorten Brot, 3.400 verschiedene Weine sowie
Champagner, der für 4.500 Euro die Flasche zu haben ist. Und obwohl die
Kaufkraft in dieser Stadt angeblich niedrig ist, geht es dem KaDeWe gut.
Man trifft die Leute mit Geld an der Austern und
Kaviarbar des Konsumtempels. Den Samstagmittag sollte man hier meiden, denn dann
wird geprotzt was das Zeug hält.
Service und Auswahl werden groß geschrieben obwohl sich
die Freundlichkeit von manchen Mitarbeiter in Grenzen hält.

500 Mitarbeiter, davon 150 Köche und Konditoren, kümmern sich um die
kulinarischen Vorlieben der Gäste. Es gibt hier in der Tat nichts, was es
nicht gibt: lebende Fische, von der heimischen Scholle oder dem Havelzander bis
zu edlem Meeresgetier. Fast 500 lebende Hummer, 300 Lachse, 150 Kilogramm
handgeschälte Grönlandgarnelen und 10.000 Austern gehen in guten Wochen über die
Verkaufstheken. Außerdem gibt es Exoten wie Papageienfische von den Seychellen,
Seeigel, Meeresspinnen und Langusten. Darüber hinaus Obst und Gemüse der besten
Provenienz: Am Stand für exotische Früchte werden Kokosnüsse und Papayas neben
so unbekannten und unaussprechlichen Früchten wie Nashi-Birnen, Kaki, Guaven,
Ugli, Zuckerrohr oder Kochbananen angeboten.
Ganz zu schweigen von der Schokoladenabteilung, die nicht
nur Kinderherzen höher schlagen lässt. Man findet Kochstände mit
Hummerangeboten, aber auch heimische Klassiker wie „der Berliner Kneipenteller“
oder Eisbein. Schweizerische, japanisch-chinesische und italienische
Spezialitätenstände oder der beliebte Stand „Kartoffelacker“ machen einem die
Wahl nicht leicht.

Eine Attraktion ist die Frischfischabteilung. Sie bietet neben heimischen
Fischen auch ausgefallene Spezialitäten wie Papageienfisch von den Seychellen,
frische Seeigel, Meeresspinnen, Taschenkrebse, Langusten- und Hummerschwänze. Je
nach Saison tummeln sich Hechte, Störe, Welse, Barsche, Karpfen, Forellen und
andere Süßwasserfische in den Bassins.
Fleisch von Tieren aus natürlicher Aufzucht bevorzugt, ist eines der
Kompetenzfelder der Fleischabteilung des KaDeWe. Hier findet man bestes Fleisch
von jungen Ochsen aus dem Marschenland genauso wie von argentinischen
Angus-Rindern, Schweinefleisch von ausgesuchten Ammerländer Edelschweinen und
frisches Lammfleisch aus Neuseeland. Ein 20-Tonner beliefert das KaDeWe
wöchentlich aus Rungis bei Paris mit Lebensmitteln aus aller Welt - Pfifferlinge
aus Marokko, Bohnen aus dem Senegal, Austern aus der Bretagne, Käsespezialitäten
aus der Normandie und das berühmte Geflügel aus der Bresse. Wenn Berlins
Meisterköche auf der Suche nach Kochbananen oder Manioka fast verzweifeln, das
KaDeWe hat sie, oder der hauseigene Bestellservice beschafft sie sofort. Bei
Veranstaltungen und Empfängen jeder Art garantiert der KaDeWe Party-Service
höchste Qualität und einen reibungslosen Ablauf. Ein eingespieltes,
hochqualifiziertes Küchen- und Serviceteam arrangiert kalt-warme Caterings für
fünf bis 5.000 Personen und organisiert die Veranstaltung vom Teelöffel bis zum
Zelt.

In der Confiserie-Abteilung gibt es über 200 verschiedene Pralinen von den
besten Chocolatiers der Welt. Godiva, Neuhaus, Fauchon, Hediard, Cluizel,
Valrhona und Sawade sind unter anderem vertreten. An der Valrhona-Bar werden vor
den Augen der Kunden Trüffel frisch in Schokolade getaucht. Heiße oder kalte
Trinkschokolade genießt man hier auch aromatisiert mit Rum, Amaretto, Minze oder
Kokos.
Im Erdgeschoß wird das erste Davidoff-Pilotgeschäft Deutschlands betrieben.
Alles, was den Namen Zino Davidoff trägt, wie Zigarren, Raucherzubehör, Humidore,
Feuerzeuge, Cognac, Wodka, Düfte, Kosmetik bis hin zu Kleinlederwaren und
Krawatten, findet der Kunde hier.
Das Beauty Department im Erdgeschoss gehört zu den größten Europas. Mit klaren
Parfümerie-Welten, Wellness und Servicebereichen bis hin zu eigenen
Beautylounges werden hier neue Akzente gesetzt. Architektonisch ist der Duftpool
das Herzstück der Abteilung, in der über 1.500 Düfte präsentiert werden.
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