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Der
Kölner Karneval - die „fünfte Jahreszeit“ - beginnt am 11.11. um 11:11 Uhr auf
dem Alter
Markt. Gefeiert wird an diesem Tag aber nicht nur vor
einer großen Bühne inmitten tausender Jecken auf dem Heumarkt selbst, sondern in
der gesamten Altstadt.
Auch wenn der eigentliche Straßenkarneval erst drei Monate später beginnt, so
wird am Tag der Eröffnung trotzdem auch auf der Straße und in den Kneipen der
Innenstadt kostümiert gefeiert. Und damit ist nicht Baggern und Saufen gemeint,
sondern echter "Spaß an der Freud".
Die offizielle Karnevalssession beginnt schon weit vorher im Januar. Es gibt
hunderte Karnevalssitzungen, darunter auch reine Damen- und Herrensitzungen
sowie Kinder- und Vereinssitzungen.
Nach einem
kurzen, aber heftigen Auftakt legt der Karneval bis Neujahr eine Pause ein. Dann
beginnt die eigentliche „Session“, die bis zum Aschermittwoch mit dem
traditionellen Fischessen dauert. Dieser Abschied vom bunten Karnevalstreiben
wird durch die so genannte Nubbelverbrennung um Mitternacht von
Karnevalsdienstag auf Aschermittwoch eingeläutet.
In den letzten Jahrzehnten etablierte sich eine Gegenbewegung zum überwiegend
vom „Festkomitee Kölner Karneval“ kontrollierten traditionellen
Sitzungskarneval. Ihr Aushängeschild ist die Stunksitzung, mittlerweile die
umsatzstärkste Veranstaltung des Kölner Karnevals mit über 40
Veranstaltungstagen in der Kölner Veranstaltungshalle „E-Werk“. Dazu kommt noch
die schwul-lesbische Rosa Sitzung, ihre verschiedenen Sprösslinge und die
Kneipen-Bewegung „Loss mer singe“, die jedes Jahr schon vor Karneval tausende
von Menschen beim „Einsingen“ auf die neuen Lieder der Session einstimmt.
Die Session gipfelt im Straßen- und Kneipenkarneval, bei dem auch die jüngeren
Karnevalsbegeisterten gerne die Nächte durchfeiern. Dieser beginnt an
Weiberfastnacht, also dem Donnerstag vor Rosenmontag und versetzt die Stadt am
Rhein für die nächsten 6 Tage in eine Art Ausnahmezustand, in dem das
öffentliche Leben (Behörden, Schulen, Geschäfte) zu einem großen Teil zum
Erliegen kommt. Selbst in Saunalandschaft kommt es zum "Kölle Alaaf". In dieser Zeit finden auch die zahlreichen Karnevalszüge in den
einzelnen Stadtvierteln statt, deren größter der Rosenmontagszug in der
Innenstadt ist.
Eine Besonderheit ist der Geisterzug: Im Jahr 1991, als wegen des 2. Golfkriegs
der offizielle Straßenkarneval und mit ihm auch der Rosenmontagszug ausfiel,
lebte die alte Tradition des Geisterzugs wieder auf. So folgen nichtorganisierte
Gruppen dem Ääzebär, der die kalte Jahreszeit vertreiben soll. Seitdem fand
jeden Karnevalssamstag der Kölner Geisterzug statt, der nachts durch
verschiedene Viertel der Stadt zog. Wo es die Sicherheit erlaubte, wurde hierfür
von der Stadt die Straßenbeleuchtung abgeschaltet. Der Geisterzug 2006 wurde
zunächst wegen Geldmangel abgesagt, fand aber, nach diversen Aufrufen zu „wilden
Umzügen“ im Internet, doch statt.
In Köln kann man
an den tollen Tagen wirklich nur Karneval feiern. Das restliche Leben kommt
weitgehend zum Stillstand. Die städtischen Museen sind geschlossen.
Einkaufsbummel gestalten sich als schwierig, da besonders an Weiberfastnacht
(Donnerstag) und Rosenmontag die meisten Geschäfte zu haben. Auch an den anderen
Tagen kann man vor geschlossenen Türen stehen oder gerät unterwegs in Umzüge
oder sonstige Festivitäten.

Seit Anfang der
1990er Jahre ist der Kölner Karneval immer mehr
zur touristischen Attraktion geworden. Analog zum Münchner Oktoberfest werden
jetzt auch vermehrt Reisen zum Karneval in Köln angeboten, und Karnevalshits wie
"Viva Colonia" der Höhner sind fester Bestandteil von kommerziellen Après Ski-
oder Ballermann-Musik-CDs. Hier einige Hits:
Tommy Engel - Du bes Kölle
Paveier - Schön ist das Leben
Bläck Fööss - Am Bickendorfer Büdche
Höhner - Dä kölsche Pass
Rheinländer - Ävver schön wor et doch
Brings - Riesenkamell
Bläck Fööss - Firma Huddel & Brassel
Labbese - Stääne leuchten och am Daach
Brings - Dummer ne Jefalle
Martin Schopps - He kütt dä Pittermaan
DAS "BÜTZCHEN"

Häufig
hört man den Ausdruck bützen oder gebützt
werden. Diese kleinen, mit geschürzten Lippen großzügig verteilten Küßchen kann
jeder abbekommen, der sich ins Getümmel gestürzt hat. Sie sollten nicht als
sexuelle Provokation missverstanden werden, sondern sind Teil der kölschen
Karnevalstradition. Aber es kann durchaus sein, dass aus einer
Rosenmontagsbegegnung eine emotionelle Liebe entsteht...
...RUT, RUT SIN DE ROSE
 
Rut, rut, rut, rut sin de Ruse, Ruse,
die ich an dich verschenke.
Du bis ming Hätz, du bis mie Jlück, du mäst mich immer noch verrück,
och no all denne Johr
2008/09 KÖLLE ALAAF

Der Karneval ist
weltbekannt und das Motto 2007/08 "Schön ist das Leben, scheiß egal wie alt wir
sind, wir sind immer mitten drinn" wird in Köln und in NRW zelebriert und
alle sind Willkommen.
"Denn wenn et Trömmelche jeht, dann stonn mer all parat un mer trecke durch de Stadt un jeder hätt jesaat Kölle Alaaf, Alaaf, Kölle Alaaf."
"Denn wenn das Trömmelchen geht, dann stehen wir alle bereit, und wir ziehen durch die Stadt und jeder hat gesagt Kölle Alaaf, Alaaf, Kölle Alaaf."

Ajuja - Freudenruf, in etwa: Auf ins Karnevalstreiben!
Alaaf - meist: Kölle alaaf! Hochruf, stammt wahrscheinlich
von Coellen all aff (Köln über alles) und wird dreimal
hintereinander gerufen
Ähzezupp - Erbsensuppe, wird traditionell gerne zu Karneval
gegessen
Büggel - Beutel, wichtig bei den Umzügen zum Kamellesammeln
Bütt - von hier spricht der Büttenredner, der Karnevalist auf
der Bühne, der hier im übertragenen Sinn schmutzige Wäsche wäscht
(Bütt = Waschzuber)
Bützje - Küßchen, zur Karnevalszeit wird immer und überall
gebützt, aber man darf sich auch dagegen wehren
Dreigestirn - Prinz, Bauer und
Jungfrau sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals, sei
werden auch Trifolium genannt, der Prinz ist der höchste
Repräsentant, ihre Deftigkeit, der Bauer, ist eine Figur, die weit
in die Kölner Geschichte zurückgeht und der die Wehrhaftigkeit der
Kölner symbolisiert und ihre Lieblichkeit, die Jungfrau, wird immer
von einem Mann dargestellt
Fasteleer/Fastelovend - Karneval (NICHT Fasching!)
Funken - Karnevalisten, deren Vereine (rote, blaue, sonstige
Funken) auf die Kölner Stadtsoldaten zu Napoleons Zeiten zurückgehen
Jeck - Karnevalsfan, den man nicht weiter beschreiben kann,
denn: Jede Jeck is anders!
Kamelle - Bonbons und Süßigkeiten, bei den Zügen werden in
den letzten Jahren jedoch kaum noch einfache Bonbons geworfen, die
im Rinnstein liegenblieben, sondern Schokolade, Waffeln und andere
größere Schleckereien
Kostüm - wichtiges Utensil, zur Karnevalszeit fühlt sich eher
derjenige als Außenseiter, der nicht kostümiert ist
Lappeclown - die wohl beliebteste, ewige Verkleidung, mit
Hunderten von Stoffläppchen handgenähtes Kostüm
Nubbel - lebensgroße Figur, die über zahlreichen Kölner
Kneipen hängt, und die am Veilchendienstag, weil sie alle
karnevalistischen Ausschweifungen schuld war, verbrannt wird
Pittermännchen - Bierfäßchen
Quetschebüggel - Akkordeon
Ruusemondach - Rosenmontag, kommt nicht von "Rosen", sondern
von "rasend"
Schunkeln - der "Volkstanz", einfach bei den Nachbarn
einhaken (auch, wenn man sie nicht kennt), und zur Seite hin und
herwiegen, funktioniert im Sitzen und Stehen
Strüßjer - Blumensträuße, "Schlachtruf" bei Karnevalszügen
Veedel - das Stadtviertel, als Heimat und Familie von den
Bläck Fööss besungen
Zoch - der Karnevalszug
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Liebe
Närrinnen und Narren, ich nehme die anstehende fünfte Jahreszeit zum Anlass,
euch den Mund wässrig zu machen und die Möglichkeit zu geben noch schnell eine
Reise in die Domstadt einzuplanen.
Ich bin nunmehr seit 5 Jahren exzessiver Karnevalsjeck und werde auch in dieser
Session wieder auf den Zug aufspringen, um Bützche und Kamelle walten lassen.
Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass ich mit der Entscheidung, den Donnerstag
als Haupttag zu sehen, immer gut gefahren bin. Denn Weiberfastnacht kommt ja
nunmal von WEIBERn und die gibt es zu Hauf vorzufinden. Auch die Damen der
Schöpfung werden auf ihre Kosten kommen;) Jeder ist kunterbunt verkleidet und
die Stimmung kocht überall schon früh morgens. Ab 11 Uhr geht es eigentlich an
jeder Ecke richtig los. Besonders zu empfehlen ist die Party an der
SportHochschule, die allerdings nur für den auserwählten Kreis derjenigen zu
genießen ist, die sich vorher mit Karten eingedeckt haben. Aber auch die Stadt
(vor allem der Süden) und die Brauhäuser locken mit Partystimmung. Abends zieht
man dann auch genau dort hin und schreitet die Zülpicher Str hoch und runter.
Die Kneipen sind zu diesem Zeitpunkt alle gerammelt voll aber mit etwas List und
Tücke kommt man schon irgendwo rein. Stimmung ist eh überall wahnsinnig und
losgelöst.
Ich kann euch nur empfehlen diese Festivität unbedingt einmal live zu erleben
und schleunigst den Urlaubsantrag für Donnerstag und natürlich Freitag;)
einzureichen!
Fazit: Kölle Alaaf
Was
soll man zum Kölner Karneval eigentlich noch sagen? Er ist nicht nur tradionelle
Brauchtumspflege, nein, er ist eine Institution die es Jahr für Jahr schafft
eine halbe Grossstadt zu mobilisieren, zu aktivieren und in ihren Bann zu
ziehen.
Der Kölner Karneval, oder wie wir Eingeborenen sagen, dä Fastelovend, ist ein
Lebensgefühl, dem in jedem Jahr tausende von Menschen aller
Bevölkerungsschichten entgegen fiebern.
Ich selbst bin seit frühester Kindheit vom "Alaaf-Virus" befallen, denn mein
Vater ist seit knapp 50 Jahren Mitglied in einem der vielen Karnevalsvereine
hier in Köln und von daher kann man sich dem ganzen Treiben einfach nicht
entziehen...und wenn ich ganz ehrlich bin, möchte ich das auch gar nicht. :-)
Es ist vermutlich die einzigartige Stimmung die aufkommt, dieses einmalige
"Wir-Gefühl" wenn man auf den diversen Open Air- Veranstaltungen, an den vielen
Zugwegen oder in den zahlosen Kneipen dichtgedrängt steht, sich bei wildfremden
Menschen einhakt und mit ihnen im Rhythmus der vielen bekannten Liedern
schunkelt und gemeinsam die Texte der unzähligen alten wie neuen Songs singt. In
diesen Momenten merkt man, dass alle Kölner das gleiche Ziel haben, nämlich
Spass zu haben und ausgelassen das Fest zu feiern, auf das sie alle ein langes
Jahr lang gewartet haben.
Auch das alte Argument mit dem die notorischen Karnevalsflüchtlige ihre Flucht
vor den Tollen Tagen immer begründen, nämlich dass das alles nicht von Herzen
komme, sondern dass alle nur plötzlich, quasi auf Knopfdruck, fröhlich und
lustig wären, kann ich so nicht stehen lassen. Ich kenne viele die ein bis zwei
Wochen vor dem Beginn des Strassenkarnevals noch nicht den Hauch von Lust und
Begeisterung zum Feiern verspüren, dann aber, sobald sie die ersten Töne der
"decke Trumm" (dicke Trommel) hören, einfach nicht mehr zu halten sind und sich
gleich ins Getümmel stürzen. Dat is' Karneval!
Der richtige, echte Karneval findet
nicht auf den Sitzungen statt, die nun zahlreich im Fernsehen übertragen werden,
sondern in Kneipen und vor allem auf der Strasse.
Die Highlights dieses Strassenkarnevals sind
Weiberfastnacht (oder Wieverfastelovend), ab 11:11 Uhr auf dem Altermarkt, dem
Herzen der Altstadt, die offizielle Eröffnung des Strassenkarnevals, mit einem
grossen Programm aus Sängern, Bands, Tanzcorps und natürlich dem Dreigestirn AUF
der Bühne und rund 10.000 Jecken DAVOR!
Nach dem Ende der Veranstaltung wimmelt es in der gesamten Innenstadt nur so vor
Menschen die eine Riesenparty feiern und ihren Spass haben.
Am frühen Nachmittag geht dann der erste, zwar recht kleine, aber sehr schöne
Zug durch die Innenstadt, vom Severinstor in der Südstadt bis zum Jan von
Werth-Denkmal am Alter Markt. Die Karnevalsgesellschaft Jan von Werth
veranstaltet in jedem Jahr eine Aufführung der (Liebes-u. Leidens-) Geschichte
von Jan und Griet (Grete) an der Severinstorburg, die sich dort angeblich auch
zugetragen haben soll und krönt das Ganze dann mit eben diesem Zug durch Köln.
Fr. findet gegen 18:00 Uhr ein Sternmarsch von dutzenden von Musikgruppen,
Vereinen und auch von kleinen Clubs aus allen möglichen Stadtteilen Kölns in
Richtung des Alter Marktes statt, der dann dort mit einer grossen Fete und den
angesagtesten Band aus Köln ein tolles Finale hat
Sa. ab 18:00 Uhr geht der "Jeisterzoch" (Geisterzug) durch die Strassen der
Südstadt. Die Idee des Geisterzugs hat eine alte Tradition, die in der Session
1990/91 wieder auflebte und seit dem wieder jedes Jahr, auf einer immer
wechselnden Route durch Köln läuft. Da die Veranstalter, der Ähzebär (Erbsenbär)
nicht den offiziellen Karnevalisten des Festkommitèes angeschlossen sind und
auch die Stadt Köln nicht gerade mit Geld um sich schmeißt, haben sie in jedem
jahr mit grossen finanziellen Problemen zu kämpfen. Dieses Open Air Spektakel
sollte man sich nicht
entgehen lassen, denn das ist Karneval "von unten", ohne die offiziellen Amt-,
Würden-u. Ordenträger, sondern von und mit Leuten wie Du und ich und mit
unglaublich vielen Sambatruppen, die für die fetzige Musik im Zug sorgen! Unter
www.geisterzug.de hat der Ähzebär eine wirklich tolle, informative und
interessante HP, deren Besuch auf jeden Fall lohnt.
So. Karnevalssonntag, ab 11:00 Uhr starten in der Severinstrasse, in der
Südstadt die wunderschönen "Schull-u. Veedelszöch" (die Schul-u. Viertelszüge)
ihren Weg durch die gesamte Innenstadt bis hin zum Kölner Dom. Dieser Zug wird
bestückt von kleinen und mittleren Gruppen aus vielen verschiedenen Schulen und
Gymnasien und in der zweiten Abteilung aus vielen kleinen Clubs, Vereinen und
Stammtischen aus ganz Köln. Was den besonderen Charme dieses Zuges ausmacht, den
ich mir selbst immer wieder gerne ansehe (dies aber nur so am Rande ;-), ist die
Tatsache, dass die Klassen und Vereine die dort mitgehen all Ihre Kostüme und
die Wagen die mitfahren in Handarbeit und mit unglaublich viel Fantasie,
meistens das ganze Jahr über, herstellen und sie somit natürlich vollkommen
individuell und bunt sind. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Gruppen
unterwegs von einer Jury beurteilt werden und die Sieger dann am nächsten Tag,
im Rosenmontagszug noch einmal mit gehen können.
Ein grosser Vorteil dieses Zuges ist, dass zwar sehr viele Zuschauer da sind,
das gedränge aber bei Leibe viel geringer ist, als an Rosenmontag. Dieser Zug
lohnt sich auf jeden Fall!
Mo. Rosenmontag (oder Ruusemondach), ab 11:11 Uhr findet dann die grösste
Outdoor-Veranstaltung statt, die Köln im Fastelovend zu bieten hat, der
Rosenmontagszug. Er nimmt den gleichen Weg wie einen Tag vorher die Schull-u.
Veedelszöch und ist schon auf Grund seiner Grösse, aber auch der Stimmung unter
den Zuschauern DAS Ereignis schlechthin. Das muss man einfach mal live miterlebt
haben um zu verstehen, was die Leute imme
r wieder raus auf die Strasse zieht um Karneval zu feiern.
Di. Veilchendienstag An diesem Tag verlagert sich das ganze Geschehen aus
der Innenstadt in sehr viele Kölner Vororte. Dort gehen dann, wie auch schon an
allen Tagen vorher, noch sehr viele Züge von unterschiedlicher Grösse. Die Züge
die ich kenne sind die in Nippes, Holweide und Ehrenfeld. Sie sind sehr gross
und sehenswert, denn dort gehen neben den grossen Vereinen aus den Stadtteilen
auch wieder viele kleine Gruppen und Schulklassen mit, die da Ganze dann so
schön bunt machen.
Abends dann findet das grosse Finale statt, denn dann wird in vielen Kneipen der
Nubbel oder auch Zacheies verbrannt und somit das Ende des Karnevals
eingeläutet.
Der Nubbel ist einen Strohpuppe, die über die gesamte Karnevalszeit in oder über
der jeweiligen Kneipe hängt. Er ist so eine Art Sündenbock auf dem all die
Jecken ihre Sünden und Untaten der vergangenen Tage abladen und um 0:00 Uhr wird
er dann, meistens mit einer feierlichen "Grabrede" und unter dem lauten Gejammer
von Klageweibern draussen vor der Kneipe verbrannt. Dann ist der Karneval
offiziell zu Ende, was dann IN der Kneipe noch ausgiebig bis in den frühen
Aschermittwoch hinein gefeiert wird! ;-))
Das ich mich hier jetzt nur über die Hauptveranstaltungen auf der Strasse
äussere, liegt ganz einfach daran, dass es bei einem Fest dieser Grösse gar
nicht möglich ist, auf alle, mehrere hundert, Events innerhalb und ausserhalb
von irgend welchen Hallen einzugehen.
Ich möchte natürllich auch nicht die gravierensten Nachteile des Ganzen
vergessen, denn wo viel Licht ist ...
Das Schlimmste sind die Schnapsleichen und die Belästigungen von Frauen, die von
Typen begangen werden, die den Sinn des Feierns in ihrer Alkoholdunstglocke
einfach nicht kapieren. Das man sich vor Taschendieben in acht nehmen und von
Schlägereien fern halten sollte, dürfte wohl jedem klar sein.
Der Kölsche Fastelovend ist auf jeden Fall eine Reise wert. Er ist ein Ereignis,
dass man wenigstens einmal live und nicht am Fernsehen erlebt haben sollte. Denn
wer das einmal mitgemacht hat, der ist auch mit dem "Alaaf-Virus" infiziert und
kommt garantiert wieder!!
In zwei Tagen "jeit et widder loss" (geht es wieder los) ... und ich freue mich
schon tierisch darauf!
Ich habe hier noch einige informative Links zum Thema, für deren Inhalt ich
natürlich in keiner Weise die Verantwortung übernehmen kann und möchte. Dies
bleibt den jeweiligen Betreibern vorbehalten.
http://www.karneval.de
http://city-guide.de/karneval/
http://www.koelnerkarneval.de/
http://www.geisterzug.de/
http://www.karneval.org/

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