WOHLKOMMEN IM EISACKTAL

INTERNATIONALE

  
WOHLFÜHL~
AUSZEICHNUNG


Brixen
GÜTESIEGEL LANDESSAUNA
ACUARENA



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INSIDER-MEINUNGEN-NEWS
EUROPÄISCHE AUFGUSSMEISTERSCHAFTEN 24.-26. April 09
KOMM ZUM TAG DER SAUNA 20./21.4.

 

 Bressanone Brixen Eisacktal

 

"INTERNATIONALESAUNAAUSZEICHNUNG"

2 SAUNAPERLEN

"LANDES~SAUNA"© 

ACQUARENA SRL

 

Copyrightfreigabe noch nicht erteilt!

 


 

6 SCHWITZMÖGLICHKEITEN
INSIDER~MEINUNGEN

Empfohlene, gepflegte Anlage. Die Saunaanlage im Obergeschoss kann man als das eigentliche Herzstück des Bades bezeichnen. Die Besucher können in einer der 5 Innensaunen oder der Blocksauna im Freibereich schwitzen, in einem der Ruhe- und Kommunikationsräume unterschiedlicher Ausprägung und Helligkeit entspannen und sich im Tauch- und Kaltwasserbecken sowie an der Bar erfrischen. Spätestens wenn man im Whirlpool unter freiem Himmel "suhlt" oder im Wasserbett einschlummert, sind alle Altagssorgen für den Augenblick vergessen. Ein weiteres Becken mit Massagedüsen und Unterwassermusik bieten Entspannung am laufenden Band

A22 Ausfahrt Brixen-

auf der Brennerstaatsstraße weiter stadteinwärts zu fahren. Durchqueren Sie die Ortschaft Vahrn und erreichen Sie nach einer langen Geraden die Stadt Brixen. An der Stadteinfahrt (90° Rechtskurve) biegen Sie bei der Agip Tankstelle links in den Parkplatz Altenmarktgasse ein. Dort stellen Sie Ihren Wagen ab. Gleich dahinter finden Sie die Aquarena. Von Süden auf der Brennerstaatsstraße kommend müssen Sie die Stadt Brixen durchqueren und finden im Nordteil der Stadt den Parkplatz.

IC- und EC-Zug,  bis Brixen

   
 

Reinhold Salcher
Altenmarktgasse 28/B Via Mercato Vecchio, 28/B

I-39042 Brixen - Südtirol

++390472 823670 info@acquarena.com info@acquarena-well.com

 

 

WOHLFÜHL
GASTGEBER
WOHLFÜHLZIEL KATEGORIE  


HOTEL
PANORAMIK
Familie Schieder
Sandbichl 17
I-39037 Mühlbach
info@
schieder.net
 
info@
eisacktal.info
  info@
valleisarco.info
 


TIPP SAUNA
ALPINPOOL
Hr. Röggl Herbert
Meransen 108a
info@
alpinpool.it
 

   

HOTEL
HAUS AN DER LUCK  
St.Jakob, 153
I-39040 Barbian
info@
hausanderluck.it


HOTEL
 LÜSNERHOF - LÜSNER BADL
 Herr Hinteregger
Runggerstraße 20
I-39040 Lüsen
info@
naturhotel.it


HOTEL
LANGHOF
Fam. Josef Überbacher
Natz 80
I-39040 Natz
info@hotel-langhof.com


HOTEL
TALJÖRGELE  
Familie Heinrich Haller
 Obere Gasse/Ridnaun Nr. 14
I-39040 Ratschings
info@
taljoergele.it


HOTEL
 CLARA
Brennerstr. 64
I-39040 Vahrn
info@
hotelclara.it


HOTEL
 LÖWENHOF
Brennerstrasse 60  Löwenviertel 60
I-39040 Vahrn
info@
loewenhof.it


HOTEL
 DER RIERHOF
Fragburg 7
I-39043 Klausen
info@rierhof.it


HOTEL
SONNKLARHOF
I-39040 Ridnaun - Sterzing info@r-c-d.de  

HOTEL
SCHNEEBERG
Maiern Nr. 17
I-39049 Ridnaun
info@
schneeberg.it


HOTEL
HUBERTUS
St. Stefan 97
I-39040 Villanders
info@hubertus.it 


TIPP SAUNA
ALPENBADL
OBERNFRAUNERHOF
Schnauders 22
I-39040 Feldthurns
info@
alpenbadl.com

ÜBERNACHTUNGS TIPP
 FELDTHURNERHOF
Guln 152
I-39040 Feldthurns
hotel@
feldthurnerhof.com
 


TIPP SAUNA
 GRANDFAMILY 
Färberstraße 1
I-39040 Gossensaß
info@
grandfamily
hotel.com

 

 

  NEWS INSIDER-MEINUNGEN    


 FUTURISTISCH, MODERNE SAUNALANDSCHAFT ITALIENISCHE TOPAUFGÜSSE FÜR BODENSITZENDE SAUNAGÄSTE

ANREISE

Von der Autobahn kommend empfehlen wir Ihnen diese bei der Ausfahrt Brixen zu verlassen und auf der Brennerstaatsstraße weiter stadteinwärts zu fahren. Durchqueren Sie die Ortschaft Vahrn und erreichen Sie nach einer langen Geraden die Stadt Brixen. An der Stadteinfahrt (90° Rechtskurve) biegen Sie bei der Agip Tankstelle links in den Parkplatz Alte Marktgasse ein. Dort stellen Sie Ihren Wagen ab. Gleich dahinter finden Sie die Aquarena. Von Süden auf der Brennerstaatsstraße kommend müssen Sie die Stadt Brixen durchqueren und finden im Nordteil der Stadt den Parkplatz Alte Marktgasse.


EMPFANG

Der Eingangsbereich wirk modern und leicht futuristisch. Übermäßig freundlich ist das Personal beim Empfang nicht. Nachdem man sein Chiparmband erhalten hat und seine Saunamaut bezahlt hat, darf man sich in den vorbildlichen Umkleidekabinen umziehen.


UMKLEIDE

Nacheinander ordnen sich hier Behindertenumkleiden, Einzel- und Familienumkleiden, Gruppenumkleiden für den Sommerbetrieb und Schulklassen, sowie zuletzt die Umkleiden für den Saunabereich mit den dazugehörigen Nassräumen an. Die Saunalandschaft ist für Behinderte und gebrechliche Senioren auf Grund von Stiegen nicht geeignet.

BADEBEREICH

Von hier aus gelangt man über die Duschräume in die große Schwimmhalle mit ihrem 8-bahnigen Sportbecken. Dieses Becken ist mit einem Hubboden ausgestattet und ermöglicht eine vielseitige Nutzung, angefangen bei Schwimmkursen über die Wassergymnastik bis zum Tauchen.
Im östlichen Teil ist der abwechslungsvolle Spaßbereich angesiedelt, der aus einem Erlebnisbecken mit Rutsche, Strömungskanal, Massageliegen und Whirlpool besteht. Das wahre Highlight des Bades aber ist das rund 200 m² große Außenbecken, dessen Wasser mit Salz angereichert ist. Von hier aus hat man, auf einer der Massageliegen ruhend einen wunderschönen Blick auf den Brixner Hausberg, der Plose und auf die Domtürme der Altstadt.

DRINNEN INNENBEREICH INDOOR

Auf der rechten Seite kommt man über einen getrennten Bereich die Saunalandschaft.

Im futuristisch wirkenden Innenbereich erwarten Sie 5 Kabinen mit Dampfbad ca. 15 m² für ca. 20 Personen. Thalassobad ca. 8 m² ca. 6 Personen mit Talassotherapie. Finnische Sauna ca. 21 m2 für ca. 25 Personen 90° C. Sanarium ca. 21 m2 für ca. 25 Personen mit Farblichttherapie und Verdampfer (Biosauna). Kräutersauna: ca 11 m² für ca. 7 Personen mit Kräuterzusätzen und Sicht ins Freie. Das Schwitzfeeling ist Top und die Anlagen vom obersten Level. Auch ein Wärmebecken ca. 46 m² T 32° C erfüllt die Ansprüche.

 
DRAUSSEN AUSSENBEREICH OUTDOOR

Die Finnische Sauna im Außenbereich mit ca. 32 m2 für ca. 30 Personen 100° C . Laut Rückmeldungen unserer italienischen Spione ist das Schwitzerlebnis angenehm. Ein besonderes Highlight im kleinen Freiluftbereich ist das große Whirlpool ca. 16 m² T 36° C. Auch einige Ruheliegen gibt es.

AUFGÜSSE

Die wenigen stündlichen Aufgüsse sind ein besonderes Saunaerlebnis. Die Leute warten vor der Türe und gehen gemeinsam zum Aufguss. Der italienische Aufgießer erklärt einiges, dass die deutschsprachigen Saunatouristen nicht verstanden haben. Egal, der Aufguss geht los. Zu Schneebällen geformtes Crasheis kommt auf die heißen Steine. Der Wedler zelebriert einen Aufguss vom Feinsten. Das Handtuch wird gewedelt, geschlagen gekreist und die heiße Luft vertreibt Kummer und Sorgen. In der mittelgroßen modernen Saunakabine sitzen auch Saunagäste am Saunaboden. Dies ist wohl eine Seltenheit in der Saunawelt. Bei Überfüllung ist so eine Situation eventuell verständlich, nicht bei einer halb gefüllten Sauna. Ein klares Minus ist die Saunaregel nachzulesen auf der Homepage von Aquarena, "Bitte beachten Sie die Aufgusszeiten der Saunakabinen. Beim Aufguss sollten Sie nicht übertreiben. Während eines Aufgusses sollte die Sauna nicht betreten und auch nicht verlassen werden." Vergessen Sie die Saunaregel und verlassen Sie jederzeit die Sauna wenn Sie sich nicht wohl fühlen oder wenn Ihnen der Aufguss nicht passt. Jetzt ist auch die Situation zu verstehen, dass sich Saunisten auf den Boden setzen, die haben wirklich eine kalten Wind wenn die Leute den Aufguss verlassen. Einfacher wäre es sie würden sich auf die unterste Sitzbank setzen, dann kann jederzeit der Saunagast den Raum verlassen ohne, dass wer angeblich weniger schwitzt durch den kalten Luftzug. (Ist übrigens ein Schwachsinn, da ein kurzer Luftzug eher als angenehm einzustufen ist). Insgesamt ist der Aufguss im Acquarena ein tolles Erlebnis.

ABKÜHLMÖGLICHKEITEN

Die Abkühlmöglichkeiten mit Kneipp Tretbecken > 10 – 32° C Temperaturwechsel. Kaltwasserbecken zum Schwimmen nach außen: ca. 35 m². Crasheis , Tauchbecken, Kaltwasserduschen und verschiedene Regenduschen konnten voll punkten.
 
RUHEZONEN

Über Drehkreuz und Stiegen erreicht man die Saunalandschaft! Auf der linken Seite befindet sich Ruhezonen und ein schöner Ruheraum. Insgesamt gibt es 5 verschieden Ruheräume mit ca.180 Liegen und Wasserbetten. Die Ruhemöglichkeiten sind vom obersten Level.

GASTRONOMIE

Hinter Vorhänge befindet sich die Saunabar, die eigentlich nicht gemütlich ist und vom Angebot als durchschnittlich einzuschätzen ist. Das gastronomische Angebot hält sich in Grenzen. Das Getränkeangebot und eine Teebar sind beliebt bei den Saunisten. Direkt vom Freibad ist das Erlebnisrestaurant „Grissino“ zugänglich. Ob kleine Snacks vom Kiosk, oder leichte Gerichte auf der Sonnenterrasse, das Grissino bietet täglich hausgemachte Eisspezialitäten, Pizza und Gerichte aus der mediterranen und thailändischen Küche.
 

ZUSATZANGEBOTE INFOS

Die Sauna ist ganzjährig täglich geöffnet von 14 bis 23 Uhr, Sonntags von 10 bis 22 Uhr. Außerdem Damensauna am Donnerstag von 10 bis 18 Uhr. In der Zeit vom 17. Mai bis 11. September ist die Sauna täglich von 14 bis 22 Uhr geöffnet, Donnerstag (Damensauna von 10 bis 18 Uhr) und Sonntag von 10 bis 22 Uhr. Sollten Sie bereits am vormittag angereist sein, auch kein Problem das Aquarena verkürzt Ihnen die Saunawartezeit mit einem großzügige Freizeitareal mit seinen über 14.000 m² Wasser- und Grünfläche, Spaßbecken mit Wasserrutsche, Sportbecken mit Springturm, Kinderbecken, sowie 2 Volleyball- und Beachsoccerplätzen, Wellnessangebote „Bodywell“ wie Beauty, Massage, Solarium, Fitness und die Pools im Hallenbadbereich, sowie einige Wasseraktivitäten. Von der Sauna aus hat man auch Zugang zum Beauty/Wellnessbereich, in welchem eine große Vielfalt geboten wird. Eingerichtet wurden Räumlichkeiten für Massage, Hot Stone Therapie, Ayurveda, Shiatsu und jeglicher Art von Badeanwendungen wie z.B. Heubad und Fango. Diese Bereiche, wie auch der 750 m² große Fitnessbereich sind auch von der Eingangshalle aus für externe Besucher erreichbar


BRIXEN

Brixen (ital.: Bressanone, ladinisch: Porsenù; früher Brixen am Eisack) ist eine Stadt und Gemeinde im südtiroler Eisacktal, etwa 40 Kilometer nördlich von Bozen und 45 Kilometer südlich des Brennerpasses (Grenze zwischen Nord- und Südtirol sowie seit 1919 zwischen Österreich und Italien) am Zusammenfluss von Eisack und Rienz gelegen.

Die 901 n. Chr. gegründete Stadt (durch Schenkungsurkunde, ausgestellt von Ludwig dem Kind, dem letzten der Karolinger) ist die älteste Gesamttirols, der Hauptort des Eisacktales und heute mit ca. 18.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Südtirols.

Sie ist Sitz der Bezirksgemeinschaft Eisacktal In der historischen Altstadt befindet sich der Brixner Dom und der angrenzende Kreuzgang, die Hofburg (der ehemaligen Fürstbischöfe), das Priesterseminar, die beiden Laubengassen, das Mutterhaus der Brixner Tertiarschwestern, das Klarissenkloster, das Kapuzinerkloster und die Pfarrkirche.

Am Platz vor dem Dom und Rathaus, lockt ab 27. November der Brixner Weihnachtsmarkt mit über 40 Ständen zum Besuch ein. Groß und Klein lassen sich vom Brixner Adventzauber begeistern. Während sich die Kinder am Nostalgie-Karusell vergnügen. Wo man im sonnigen Südtirol, von Norden kommend, auf die ersten Rebhänge trifft, da liegt in einem weiten Talkessel die reizvolle Bischofsstadt Brixen. Hier, wo sich die beiden Flüsse Eisack und Rienz miteinander vereinen, verschmelzen auf ebenso harmonische Weise Kunst, Kultur, Lebensart und Lebensgenuss. Die historische Stadt, umgeben von der berühmten Berglandschaft der Dolomiten, ist trotz aller Entwicklung ein Ort der Erholung geblieben. Die Stadt Brixen mit ihren alten Gassen und Bürgerhäusern, Laubengängen und Brücken, mit ihren Kirchen, dem Dom, dem Kreuzgang, ihren gotischen Fresken, der ehemaligen Fürstbischöflichen Hofburg, (heute Diözesan- und Krippenmuseum) mit ihren Alleen und Parks, mit ihren Weingärten und Obstanlagen lädt zum Verweilen ein. Zum Kennenlernen von Südtiroler Lebensart, ihren Traditionen und Gebräuchen.

FINALE - AUSZEICHNUNG

Fazit: Diese futuristisch wirkende Saunalandschaft kann man zu jeder Jahreszeit besuchen und empfehlen. Südtirol, Brixen, Acquarena sind ein gemeinsames Ziel und Erlebnis. Viele ausgezeichnete Saunalandschaften gibt es in Südtirol noch nicht, aber das Acquarena gehört zweifelsfrei dazu. Ungewollt haben Sie das Symbol für die Auszeichnung bereits in Form von Lampen im Ruhebereich. Sie erhalten die hohe Auszeichnung Landessauna mit 2 richtigen Perlen!

 "INTERNATIONALE SAUNAAUSZEICHNUNG"
2 SAUNAPERLEN "LANDESSAUNA"  ACQUARENA


Es gab eine Zeit, da wäre es mir nicht im Traum eingefallen, nach Südtirol zu fahren.

 

Gerade in Brixen wäre ich niemals aus dem Zug gestiegen, hätte auf der Brenner-Autobahn nur heftig Gas gegeben, um endlich am Ziel meiner Sehnsüchte anzulangen: Florenz, Venedig, Bologna, Siena, Rom, wo ich nicht zu Unrecht die Symbolorte abendländischer Kultur vermutete. Und mit Südtirol, das im Gebirge für mich wie eine Sperre zwischen deutscher und italienischer Lebensart lag, hatte ich so meine Erfahrungen. Bei einem studentischen Sommercamp unweit von Bozen hatte es im Hochgebirge mitten im Sommer kurz geschneit, das Essen war ähnlich wie bei mir daheim in Westfalen, und der Südtiroler Wein war ein saurer Krätzer mit primitivem Schraubverschluss gewesen. Ich sehe die kleinen, geschmacklosen, zu Kopfschmerzen einladenden Fläschchen noch vor mir. Und der Bürgermeister von Völs hatte bei der Begrüßung unserer Studentengruppe im Gebirglerdialekt heftig gegen die "Welschen", also die Italiener, gewettert. Dabei wäre ich damals froh gewesen, ich hätte es so nah nach Italien gehabt wie er.

Also warum nur nach Südtirol fahren? Heute weiß ich es. Heute hat sich meine Fahrtrichtung geändert; heute, fünfundzwanzig Jahre später, mache ich in Südtirol so oft halt wie möglich. Jedes Halbjahr, das ich nicht in die Gegend gekommen bin, erscheint mir als verlorene Lebenszeit. Und als schönster Ort will mir ausgerechnet die Stadt vorkommen, die bis heute die tirolerischste, habsburgischste unter den Städten der nördlichsten Provinz Italiens geblieben ist: Brixen. Der kleine Kontinent Europa wird jetzt im Spätsommer von vielen Millionen Touristen durchfurcht, jeden Tag fahren viele Tausende auf der Suche nach dem Süden, nach den Stränden Italiens, den Steilküsten Dalmatiens und den Inseln Griechenlands an Brixen vorbei. Als ich mich jetzt in Brixen einquartierte, gab es mehr als hundert Kilometer Stau in Richtung Süden. Zum Glück kam ich von dort.


Apfelsaft und Espresso

Was man verpasst, wenn man hier nur durchrauscht? Vielleicht das Schönste, was der Kontinent zu bieten hat: die Symbiose deutscher Zivilisation, italienischer Lebensart und österreichischer Geschichte. Aber das klingt ja alles viel zu abstrakt. Konkreter: Mein idealer Tag in Brixen beginnt mit einem Frühstück in einem der Handvoll Stadthotels, die allesamt angenehmer sind als die Konkurrenz, die von der Salurner Klause bis Tunis im Süden noch so kommt. In Brixen gibt es kein einsames Tütencroissant zum Frühstück, sondern Tiroler Speck, ein genau richtiges Frühstücksei, grünen Tee und den naturtrüben Apfelsaft Tirols - also all das, was die Italiener nicht hinbekommen. Das tut besonders gut, wenn man die Nacht unter einem richtigen Federbett gelegen und geruht hat, auch das ist etwas, was in Italien kaum zu kriegen ist.

Aber dann kommt der Umschlag ins Mediterrane: Nach dem Frühstück, bei dem anders als in Österreich oder Deutschland das rigide italienische Rauchverbot naturgemäß beachtet wird, setze ich mich mit der rosafarbenen italienischen Sportzeitung in ein Straßencafé und trinke einen Espresso. Ein warmer Wind bläst mir vom Süden jeden Herbstgedanken aus dem Gemüt, während es in München und Innsbruck jetzt regnet oder mindestens kühl Richtung September windet. Und in den Straßen von Brixen stoßen sich permanent die zwei Welten, die römische und die germanische, um die Europas Kultur und Gedeihen seit exakt zweitausend Jahren kreist. Italienische Ragazzi vollführen auf der Gasse ein Spektakel mit irren Frisuren, quiekenden Mobiltelefonen, bunten Mützen und einem Dialekt, den sie ihren Eltern abgehört haben, die einst aus Catania oder Bari als Zöllner und Polizisten nach "Alto Adige" versetzt worden sind. Und dazwischen marschieren seelenruhig Südtiroler Opas mit Schnurrbart wie aus einer "Sisi"-Verfilmung, den obligatorischen blauen Schurz vorgebunden und den Filzhut auch bei Hitze auf dem Kopf.

Zivilisatorische Riesenschritte

Der ideale Brixener Tag geht nahtlos so weiter. Ich schlendere über die Eisackpromenade und dann durch ein malerisches Stadttor in die Laubengassen, unter deren altdeutschen Spitzbögen die feinsten italienischen Modeprodukte feilgeboten werden. Diese Lauben, die es ähnlich schön auch in Neumarkt, Bozen, Meran, Bruneck, Glurns und Sterzing gibt, versetzen mich mit ihren schicken Ladenzeilen in einen romantischen Traum vom Mittelalter - Zentralheizung, Bar und Shopping aber inbegriffen. Und immer sehe ich von den Laubenbögen herauf ins bergige Grün, wo einsame Kirchtürme über den Abhang ragen, kleine Weiler, Kuhweiden und Wälder. Tausend, anderthalbtausend Meter über der Stadt. Es gibt keinen Flecken in ganz Südtirol, an dem man diese welligen, hohen Hügel und dahinter die Felsberge nicht sähe; das ergibt den beruhigenden Eindruck einer Welt, die völlig in Ordnung und friedlich und naturbelassen ist. Ob dieser Eindruck en détail oder gar en gros überhaupt stimmt, schert mich in diesem Augenblick nicht die Bohne.

Beim Mittagessen in einem der Handvoll hervorragenden Restaurants von Brixen habe ich wieder die Wahl: Schlutzkrapfen und Kasnocken, die kein Italiener auch nur aussprechen, geschweige denn zubereiten kann. Oder doch lieber exquisite Pasta mit Mittelmeerfisch. Und der Südtiroler Wein dazu gehört inzwischen zu den allerfeinsten Tropfen, ob frisch angesiedelter Pinot grigio und Grüner Veltliner oder alteingesessener Lagrein und Sankt Magdalener. Offenbar habe nicht nur ich mich auf Südtirol zuentwickelt, sondern das Land hat auch zivilisatorische Riesenschritte Richtung Mittelmeer gemacht.

Liebe Gäste statt böse Besatzer

Natürlich dürften nur besonders Naive Brixen zum bikulturellen Idyll auf dem Grat zwischen germanischer und römischer Zivilisation verklären. Das italienische Element kam 1918 mit Gewalt, als ein nationalistisches, dann faschistisches, dann wieder nationalistisches Regime versuchte, die achtundneunzig Prozent Deutschsprachigen sich einzuverleiben, umzuerziehen, zu assimilieren oder ganz zu vertreiben. Mindestens zwei Generationen von Südtirolern haben unter Mussolinis Namens-, Zuwanderungs- und Enteignungspolitik gelitten, haben Himmlers Umsiedlungspläne erduldet, haben Hass und Hetze und Rechtlosigkeit auch des vermeintlich demokratischen Zivilisators Italien bis weit in die siebziger Jahre mitmachen müssen. Heute lässt sich sagen, dass dieser irre und menschenverachtende Plan der Italianisierung bis zum Brenner gescheitert ist. Die Südtiroler haben ihre Sprach- und Steuerhoheit schließlich erkämpft und sind in ihrer zweisprachigen Provinz de facto vom Nationalstaat befreit.

Meine Südtiroler Bekannten sagen allesamt, dass sie sich nie als Italiener fühlen können. Aber Österreicher sind sie natürlich auch nicht mehr. Irritierende Zerwürfnisse wie einen Busfahrer, der sich weigert, mit den Fahrgästen Deutsch zu reden, gehören jetzt ins Kleingedruckte. Und der wackere Bürgermeister, der uns deutsche Studenten einst gegen die Welschen aufhetzen wollte, würde jetzt jeden zahlungskräftigen italienischen Touristen mit Handschlag begrüßen. Denn heute kassiert das herrliche Touristenland Südtirol mit seinen Altstädten und Weinbergen, Skipisten und Golfplätzen, Wanderwegen und Gipfeln von beiden Seiten. Und nicht zu knapp von den Italienern, die nun nicht mehr als Besatzer kommen, sondern als beglückte und wohlhabende Besucher.

Herrlichkeiten der Heimat

Das alles lässt sich atmosphärisch spüren. Unter meinen italienischen Freunden sind viele, die nie und nimmer in die italienischen Alpen, also ins Trentin oder Veltlin, in den Bergurlaub fahren. Sie wollen nurmehr nach Südtirol, wo man zwar Italienisch redet und einen ordentlichen Espresso braut, aber diese herrlich germanischen Fleischplatten auftischt und in der Sauna nicht gschamig mit dem Badeanzug herumhockt. Dass sich dieser tragische Konflikt zwischen Italienern und Tirolern so kulinarisch-touristisch hat lösen lassen, hat auch mit dem Widerstand eines Brixeners zu tun. Es war der große Kanonikus Gamper, der als Domherr hier im Stift gegen die italienischen Zwangsmaßnahmen wetterte und seinen gebeutelten Schäfchen Hoffnung gab. Ich bin sicher, dass auch der Papst den standhaften Kanonikus in sein Gebet einschloss, als er jetzt in Brixen Urlaub machte.

Ja, der Papst. Auch Benedikt XVI. hält offenbar diese kleine Stadt zwischen Italien, wo er von Berufs wegen wohnen muss, und Deutschland, woher er stammt, für einen gesegneten Flecken Weltkultur. Dass schon der Kardinal Ratzinger gerne in Brixen ausspannte, erzählt einem mancher Kellner. Und mag auch das eine oder andere Plakat zur Begrüßung ihres Pontifex den Brixenern etwas nordkoreanisch riesig geraten sein, im Ganzen nehmen die Südtiroler den hohen Besuch lässig, wie es sich für Leute gehört, die von den Herrlichkeiten ihrer Heimat selber zu Recht überzeugt sind.

Die Glocke schlägt zweimal

In Brixen ist man eh so fromm, dass man den Domplatz, so raunt eine lokale Legende, nur dann mit vollem Ablass überquert, wenn einem kein Priester oder Mönch oder keine Nonne begegnet ist. Ich muss zugeben, dass solche geistliche Leere so gut wie nie der Fall ist. Dieser Tage begegnete mir sogar auf dem Brixner Panoramaweg in zweitausend Meter Seehöhe - denn auch das Wandern gehört zum perfekten Brixner Tag - eine sehr alte Nonne in vollem Ornat mitten auf dem einsamen Wanderpfad. Wenn man wie ich mit Stöcken, Windjacke, Wanderkarte und Rucksack voller Proviant unterwegs ist, um die Höhenluft zu bezwingen, ist man von so viel Kraft doch einigermaßen irritiert. Doch was bedeuten Kondition und Orientierung gegen wahres Gottvertrauen in den Fußspuren des Papstes? So schön es ist, Benedikt als Brixenfan auf seiner Seite zu haben - auch Nikolaus Cusanus, Johann Wolfgang Goethe, Heinrich Heine, Robert Gernhardt schwärmten von der Landschaft. Und sogar der geschmäcklerische Michel de Montaigne lobte im sechzehnten Jahrhundert das Hotel, in dem ich diesmal direkt am Eisackufer abgestiegen bin. Es ist der soundsovielte Aufenthalt mit den immer selben Ritualen. So wie ich auch in anderen, entlegeneren Winkeln von Südtirol immer wieder absteige, um festzustellen, dass ich all diese Schlösser und Burgen, Panoramen und Törggelstuben, Weinberge und Kirchenfresken, die in dieser gebenedeiten Landschaft beieinanderliegen, wahrscheinlich niemals komplett kennenlernen kann. Aber man muss es immerhin versuchen.

So kann ich immer wieder abends und nachts durch die Laubengasse von Brixen schlendern und der digestiven Wirkung des Südtiroler Quittenbrands nachspüren, mit dem ich meine italienisch-deutsch-österreichische Vesper beschlossen habe. Dann, wenn die späten Zecher nach Hause schwanken, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, über den Irrsinn des Nationalstaats nachzudenken. Überall dort, wo wie hier die schlaue Mehr- über die dumpfe Eindeutigkeit des vorigen Jahrhunderts mit knapper Not gesiegt hat, ist es auf unserem Kontinent am schönsten: Flandern, Luxemburg, Elsass, Katalonien. Aber am allerschönsten ist es natürlich in Südtirol, hier in Brixen. Auch nachts schlagen direkt hintereinander und unerbittlich die beiden Kirchturmglocken am Dom und gleich daneben am weißen Turm der Pfarrkirche. Eine einzige Turmuhr wäre eigentlich für das kleine Städtchen, in dem es morgens um halb sieben schon wieder zur Messe läutet, genug gewesen. Aber man ist hier ebenso pünktlich und korrekt wie fromm. Nun könnte man meinen: Die eine Glocke schlägt für die Italiener und die andere für die Tiroler. Aber nichts wäre verkehrter. In Brixen schlägt in allen Sprachen und von allen Türmen nur eine Stunde - für jedermann. Also auch für mich.


Das Eisacktal ist eines der Haupttäler Südtirols. Geologisch gesehen reicht es vom Ursprung des Eisacks am Brenner bis zu dessen Mündung in die Etsch bei Bozen. Aus historisch-kulturellen Gründen wird meist nur der Bereich ab Franzensfeste als Eisacktal bezeichnet, das Obere Eisacktal, also der nördliche Talabschnitt, hingegen zum Wipptal gerechnet. Verwaltungsmäßig wiederum wird das Eisacktal unterteilt in die Bezirksgemeinschaften Wipptal, Eisacktal und Salten-Schlern. Das Eisacktal wird vom gleichnamigen Fluss, dem Eisack geprägt. Dieser verlässt bei Franzensfeste das Wipptal. Wichtige Ortschaften am Eisack sind Brixen, Klausen, Waidbruck und Blumau. www.bzgeisacktal.it www.eisacktal.info

 

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