ÄTHERISCHE
ÖLE UND ESSENTIEN Ätherische Öle sind flüchtige, aromatische oder
wohlduftende Öle die aus Pflanzen gewonnen werden. Es bedarf eines speziellen
Gewinnungsprozesses, um an die Lebenskraft, das Essentielle, einer Pflanze zu
gelangen. Aus diesem Grund nennt man ätherische Öle auch essentielle Öle. Jede
Pflanze besitzt ihr einmaliges Aroma, ihre eigene Lebenskraft und somit auch ihr
eigene Anwendung. In der medizinischen Heilkunde wird die Anwendung ätherischen
Öle „Aromatherapie“ genannt.
Ätherische
Öle sind Konzentrate und werden in der Anwendung stets mit einem Basisöl
vermischt. Gesichtsöl: 5-10 Tropfen auf 100 ml Basisöl (z.B. Mandel- oder
Jojobaöl) Gesichtsdampfbäder: auf 2 Liter Wasser 1-2 Tropfen ätherisches Öl
Gesichtsmaske: 3 Esslöffel Tonerde, Heilerde oder Hafermehl mit etwas Wasser zu
einem Brei verrühren und 2-4 Tropfen geeignetes ätherisches Öl hinzufügen.
Heiße und kalte Kompressen: auf 2 Liter Wasser 2-4 Tropfen
ätherisches Öl Körper- und Massageöl: 10-25 Tropfen auf 100 ml Basisöl
(Avocado-, Mandel-, Jojoba-, Sesam-, Weizenkeimöl) Aromabäder Ätherische Öle
stets mit Emulgatoren mischen: zwei Esslöffel Ölbad »BASIC Pure«, Sahne oder
Honig, flüssige Seife oder eine Handvoll Meersalz. Dosierung für ein: • Vollbad:
5 - 15 Tropfen Äth. Öl • Sitzbad: 3 - 5 Tropfen Äth.Öl • Fussbad: 3 - 5 Tropfen
Äth.Öl
Leichte Öle wie zum Beispiel Soja- oder Sesamöl ziehen schnell ein und sind
damit absolut morgentauglich: am besten nach dem Duschen in die noch leicht
feuchte Haut reiben, dann bildet sich aus Wasser und Öl eine natürliche
Emulsion. Den Frischekick gibt's, wenn zusätzlich noch ätherische Öle ins Spiel
kommen, zum Beispiel Zitrone oder Mandarine.
Düfte und Gerüche wecken Gefühle, die sich der bewussten
Kontrolle entziehen. Diese Erkenntnisse eröffnen uns neue Perspektiven, deshalb
sind sie zunehmend zum Forschungsobjekt der modernen Wissenschaft geworden. Die
Resultate der verschiedenen Untersuchungen sind verblüffend und faszinierend
zugleich.
Der amerikanische Neurologe und Psychiater
Alan Hirsch beduftet im Kasino des Las Vegas Hilton verschiedene einarmige
Banditen mit einer Essenz, von der er hoffte, dass sie die Spielfreude der
Besucher anregen würde. Der Amerikaner stellte fest, dass die bedufteten
Automaten 45% mehr einspielten. Heute beliefert er mehrere Kasinos in der
Zockerstadt mit seinem umsatzsteigernden Wundermittel.
Positiv
wirkende Botenstoffe liefert uns die Natur meistens nur in der ursprünglichen
Umgebung. Denken wir da zum Beispiel an den Waldspaziergang oder an einen
Rosengarten. In Räumen und Lokalitäten müssen wir solche positiven Botenstoffe
selber einbringen. Mit diesen steigern wir unsere Gesundheit, unser
Wohlbefinden, unsere Kreativität usw. Dank der gezielten Einbringung dieser
positiven Botenstoffe, überlassen wir uns und unsere Umgebung nicht dem Zufall.
Eine Gruppe
von 35 Versuchspersonen begutachtete in zwei identischen Räumen ein vollkommen
gleiches Paar Sportschuhe. Im einen Raum schwebte leichter Blütenduft, der
andere war duftfrei. 84% der Versuchspersonen gaben an, dass Ihnen der
Sportschuh im bedufteten Raum besser gefiel als im anderen.
Durch
die verschiedenen Düfte und Gerüche erhalten wir Unmengen von Informationen über
unsere Umwelt geliefert. Interessant ist hierbei, dass unser Geschmackssinn nur
darüber Aufschluss gibt, ob eine Speise süss, sauer, bitter oder salzig
schmeckt. Den grössten Teil unseres Genusses bei Speis und Trank verdanken wir
jedoch unserem Geruchssinn, ohne den wir beispielsweise nicht in der Lage wären,
einen Apfel von einer Birne zu unterscheiden. Den begrenzten Kapazitäten des
Geschmackssinns steht also die nahezu unendliche Vielzahl von Düften gegenüber,
die wir mit unserem Riechinstrumentarium auswerten können.
Oft erwecken bestimmte Düfte schon lange verloren geglaubte
Erinnerungen zu neuem Leben. Düfte vermitteln uns den Zauber des Augenblicks.
Entwicklungsgeschichtlich ist der Geruchsinn als Warnsystem zu interpretieren,
das im Laufe der Zeit immer mehr an praktischer Bedeutung verlor. Seine
ursprüngliche Aufgabe war es, auf Gefahren hinzuweisen.
Unsere Nase
ist fein genug, und sie kann genug riechen. Wir müssen den Geruchssinn nur
trainieren. Denn damit ist es, wie mit allem im Leben: Ohne ständiges Lernen
geht nichts. Und je früher man damit beginnt, desto effektiver ist es. Was
Hänschen nicht lernt ... Ein Parfümeur riecht nicht deshalb so gut, weil er eine
feinere Nase hat, sondern weil er jeden Tag ein bis zwei Stunden Düfte riechen
trainiert. Ein Weinkenner wird deshalb immer besser bei der Unterscheidung von
Weinen, weil er diese verschiedenen Duftstoffe durch Trinken regelrecht übt und
sich immer wieder einprägt. Nur dadurch kann man weiterkommen.
In der Luft, die uns wie ein unsichtbarer Schleier umgibt,
schweben kleinste Teile, so genannte Duftmoleküle. Diese Moleküle nehmen wir
zusammen mit den lebenswichtigen Sauerstoffatomen und den anderen Bestandteilen
der Luft mit jedem Atemzug auf. In der Nase befinden sich Millionen von
Riechzellen, die die einströmenden Duftmoleküle erkennen. Die Nase ist
allerdings nur ein Fühler. Sie erkennt die Moleküle lediglich und sendet sobald
sie ein Duftmolekül erkannt hat eine entsprechende Information an einen
bestimmten Ort des Gehirns. Dort wird die Information verarbeitet. Auf diese
Weise ist es dem Menschen möglich, eine ungeheure Fülle von verschiedenen Düften
und Gerüchen zu erkennen und klar einzuordnen: Frühlingshafter Wonneduft