
Tirana
IN"HOTEL" ROGNER EUROPAPARK
Das Hotel liegt im Herzen Tiranas am
Hauptboulevard zwischen dem Präsidentenpalast und dem Finanzministerium und
bietet höchsten westlichen Komfort kombiniert mit der beeindruckenden
albanischen Gastfreundschaft. Das Rogner Hotel Europapark ist der Treffpunkt für
Diplomaten, Regierungsmitglieder und Geschäftsleute. Lassen Sie sich bezaubern
vom Charme des "unbekannten" Landes. Der hauseigene Tennisplatz und ein großer
Swimmingpool sorgen für Wellness und Entspannung. Das Fitness-Center ladet ein
Kraft zu tanken. Küche und Keller des Restaurants Apollonia verwöhnen mit
heimischen, internationalen und alt-österreichischen Spezialitäten.
Sehenswürdigkeiten: Ethem Bey Moschee Historisches Museum Kunstgalerie
Archäologisches Museum Ethnographisches Museum Kulturpalast Oper
Nationalbibliothek
Geschäftshotels
in Albanien
Das anhaltende Wachstum der albanischen Wirtschaft ergibt sich aus einer Zunahme
von Geschäftsleuten. Die größeren albanischen Geschäftshotels, bzw. die
Hotelketten, betonen die Notwendigkeit der hohen Standarten von Service, von
Hotelkapazität, von Konferenz- und Versammlungsräumen, als auch von zusätzlichen
Dienstleistungen wie Fitnesszentrum, Sauna, Sportmöglichkeiten etc. Auf der
anderen Seite bieten die eher kleineren eigenständigen albanischen Luxushotels -
neben den üblichen Geschäftseinrichtungen - auch Herzlichkeit, Attraktivität und
ein Charakter, sowie auch eine persönlichere Erfahrung.
Grenzen
zu Land
Kakavia: südlicher Grenzübergang mit Griechenland
Kapshtica: südöstlicher Grenzübergang mit Griechenland
Qafe-Thane; östlicher Grenzübergang mit Mazedonien (FYROM)
Morine (Kukes); nordöstlicher Grenzübergang mit Kosovo
Hani i Hotit: nördlicher Grenzübergang mit Montenegro und
Ulqini im Norden mit Montenegro
Grenzen
zu Wasser
Der Hafen von Durres kann mit der Fähre von verschiedenen italienischen Häfen,
wie Bari, Brindisi, Ancona und Triest erreicht werden.
Der Hafen von Vlora kann per Fähre von Bari und Brindisi erreicht werden.
Saranda bietet einen Fährservice mit der griechischen Insel Korfu.
Flughäfen
Der “Mutter Theresa“ Flughafen (auch genannt Rinas) befindet sich ca. 25 km
außerhalb von Tirana und bietet viele Direktflüge von europäischen Städten.
Hauptverbindungen gibt es von London, Frankfurt, Milan, Rome, Vienna, Zurich,
Athens, Belgrade, Bologna, Budapest, und Istanbul aus.
Reisepass:
Ein gültiger Reisepass ist für die Einreise nach Albanien vorgeschrieben.
Personalausweise werden nicht akzeptiert
Visa: Nach einer Entscheidung des Premierministers Albaniens brauchen
Staatsangehörige folgender Länder kein Visum zur Einreise nach Albanien:
E.U.: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal,
Schweden, Spanien, Polen, Estland, Litauen, Lettland, Tschechische Republik,
Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta, Zypern
EFTA Länder: Norwegen und Schweiz
Andere: U.S.A., Kanada, Türkei, Israel, Japan, Südkorea, San Marino, Singapur,
Australien und Neuseeland, Kroatien, Malaysia, Bulgarien, Rumänien.
Die Staatsbürger dieser Länder können Visa bei der Einreise nach Zahlung einer
Gebühr erhalten: Saudi Arabien, Mazedonien, Bahrain, Sultanat Oman, Qatar,
Kuwait, Ägypten und Vereinigte Arabische Emirate.
Staatsbürger anderer Länder müssen Visa in der Botschaft der Republik Albanien
oder in einem albanischen Konsulat ihres Heimatlandes beantragen.
Während der Touristensaison im Sommer, vom 1. Juni bis 30. September bietet die
albanische Regierung folgenden Anreiz:
Alle ausländischen Staatsangehörige mit albanischer Nationalität können ohne
Visum nach Albanien einreisen. In diesem Falle werden Personalausweise
akzeptiert. Staatsangehörige der Länder Serbien und Montenegro sowie
Bosnien-Herzegowina brauchen kein Visum.
ICH
ÜBERLEBTE DAS LÄCHELN ENVER HOXHAS
Beim Auffinden eines alten Fotos
Ich schätze, die meisten unter Euch Erwachsenen fühlten sich nicht brüskiert,
äußerte ich die Annahme, daß auch Ihr auf eine stattliche Anzahl größerer oder
minderer Dummheiten zurückblicken dürftet: Das Leben erfreut sich zahlreicher
Gelegenheiten, Fallgruben und Fettnäpfchen bereitzuhalten, in die hineinzutappen
und sich lächerlich zu machen zu den unvermeidlichen Stationen auf dem Weg zur
Reife gehört. Manchmal ist das ein langer Weg! Auch ich bin erst durch den
Schaden klug geworden, den ich selber angerichtet habe! Kein Grund, vor Scham im
Erdboden zu versinken! –
Die Frage ist, habt Ihr von den beschämendsten Momenten Eurer größten
Lebensblödheit auch ein … Beweisfoto? (Hochzeitsfotos zählen jetzt mal nicht,
und auch nicht die freizügigen Bilder, zu denen Ihr Euch mal in der Nacht nach
der Weihnachtsfeier habt überreden lassen…)
Ich habe ein solches peinliches Fotodokument von mir gefunden, und weil der
Mann, dem ich auf diesem Bild frenetisch grinsend die Hände schüttle, vor
wenigen Wochen einhundert Jahre geworden wäre, zeige ichs mal vor: Der Mann
rechts, der voller Freude über meine enthusiastische Bereitschaft zu
rückhaltlosem Personenkult wohlwollend und huldvoll zu mir emporstrahlt, ist der
albanische Diktator Enver Hoxha [1908-1985], der mit seinem Clan (und seiner
Geheimpolizei) das wunderschöne Land an der adriatischen Ostküste vierzig Jahre
lang terrorisierte und unter seiner Fuchtel hielt.
Ähnlich wie der nordkoreanische Geistesbruder Kim Il-sung schuf Hoxha eine
verführerische Mixtur aus Befreiungskrieg-Mythen, Nationalismus und militantem
Linkskommunismus, angereichert mit stalinistisch-maoistischem Personenkult um
seine eigene Person. Wer sich nicht verführen ließ, wanderte ins Arbeitslager,
wurde erschossen oder zu Tode gefoltert. Orthodoxe Christen und Balkan-Muslime
wurden gleichermaßen verfolgt; auf die illegale Einführung von Bibel oder Koran
stand die Todesstrafe, und Enver Hoxha war stolz, Herrscher des “ersten
atheistischen Staates der Erde” zu sein. Natürlich war das trotz allen Terrors
Quatsch, Propaganda und Selbstbetrug. Die Partei schaffte es nicht einmal, die
jahrhundertealte Tradition der Blutrache zu beseitigen, von der die stolzen
Shqipetaren, Nachfahren der lllyrer und Besitzer einer einzigartigen Kultur und
Sprache, bis heute nicht lassen wollen.
Daß Enver Hoxha nicht in gleichem quantitativen Umfang zum Massenmörder wurde
wie Stalin, Mao Zedong oder Pol Pot, lag lediglich an der lummerländischen
Winzigkeit Albaniens, seiner Isolation am Rande Europas und der überschaubar
kleinen Bevölkerung. Dabei war Hoxha, meinem bescheidenen Eindruck nach, der
intellektuellste unter den stalinistischen Diktatoren, er war Lehrer gewesen,
kein Bauer, und er verfügte durchaus über einen gewissen leutseligen Charme.
(Hierüber mag ich mich freilich täuschen: Lloyd Jones schreibt in seinem Roman
“Der Mann, der Enver Hoxha war”: “Ich hatte davon gehört, daß Menschen, die ein
Lächeln über Envers Gesicht huschen sahen, später zu ihrer Überraschung oft
erfuhren, daß er ihre Hinrichtung angeordnet hatte.”)
Ich darf also mit einem gewissen demütigen Glücksgefühl sagen: Ich habe Enver
Hoxhas Lächeln überlebt! Ob das auch der Fall gewesen wäre, hätte ich nicht sehr
bald danach die Heimreise angetreten? Den Job als deutscher Sprecher von “Radio
Tirana” bekam ein anderer Genosse, zum Glück. (Meinesgleichen waren damals die
ersten und einzigen Deutschen seit dem Sieg über die Nazi-Besatzung, die unsere
Heimat in Albanien vertraten).
Hoxha starb 1985. Zwei Jahre später nahm die Bundesrepublik zur (damals noch)
Sozialistischen Volksrepublik Albanien diplomatische Beziehungen auf. Der
“Sozialismus” brach bald danach wie ein Kartenhaus zusammen. Als die Deutsche
Botschaft 1990 ihr eigenes Gebäude bezog, stürmten tausende Albaner das Gelände,
in der Hoffnung, nach Deutschland zu entkommen (s. Foto!). Die bronzene Statue
Hoxhas auf dem zentralen Skanderbeg-Platz in der Hauptstadt Tirana wurde
heruntergerissen, der Leichnam des Diktators aus seinem pompösen “Heldengrab”
exhumiert und zivil bestattet. Trotzdem zeichnen immer noch Spuren Hoxhas das
Land: Da sind die zigtausenden von kleinen Betonbunkern, deren Bau Enver befahl
und die das Land wie Pickel überziehen; und an manchen Berghängen prangen da
noch immer die kilometerlangen monumentalen Steininschriften: “Rrofte Partia e
Punës e Shqipërisë me ne shoku Enver Hoxha në krye!”
Ich blieb damals ratlos zurück. Ich hatte gar nichts von Diktatur und Terror
bemerkt! Albanien war ja nicht Nordkorea, sondern ein sonnenverwöhntes
mediterranes Land mit einer (scheinbar) entspannten, lebenslustigen jungen
Bevölkerung, die, so schien es mir, fröhlich und freiwillig hinter ihrer Führung
stand… – Aber was kapiert man schon mit 23? Und woran erkennt man, daß die
trinkfesten Genossen, die einen auf der Reise umsorgen, von der Geheimpolizei
sind? Natürlich ist mir aufgefallen, daß das Privilegiertenviertel, in dem ich
wohnte, von schwerbewaffneten Elitesoldaten mit gezückten Maschinenpistolen
bewacht wurde. Für oder besser: gegen wen diese Waffen gerichtet waren – das war
mit Sicherheit eine der naheliegenden Fragen, die ich mir nicht gestellt habe.
Wie auch die nicht wirklich, warum in einem Land, in dem Eselskarren noch immer
Luxus waren, die Partei-und Staatsführung grundsätzlich in einer Kolonne
schwerer, gepanzerter Mercedes500--Limousinen über die kaum gepflasterten
Straßen bretterten.
Lenin, Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot, Kim Il-sung, Enver Hoxha, Saddam Hussein –
die Geschichte hat die großen Diktatoren und Menschenfresser des 20.
Jahrhunderts verschlungen und auf den berühmten “Müllhaufen der Geschichte”
gespieen. Ihre Namen, ihre Gesichter kennt man noch. Die Hunderte von Millionen
Opfer haben in der Regel weder Namen noch Gesichter. Aber sie sind es, derer wir
gedenken sollten: Um ihretwillen müssen wir wach bleiben – und zusehen, daß wir
den Enthusiasmus unserer Jugend in bessere Bahnen lenken