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KOMM ZUM TAG DER SAUNA 20./21.4.

 

    WEISSRUSSLAND    

 

Staatsname: Präsidialrepublik, seit 1994  Weißrussland Hauptstadt: Minsk Fläche: ca. 207.600 km² Einwohner: ca. 10 Mio. Bevölkerungsdichte 50 Ew/km² Unabhängigkeit Proklamation am 25.08.1991 Verwaltungsgliederung 6 Regionen und Hauptstadtbezirk.

 

Der weltweite Siegeszug der Sauna begann erstaunlicherweise in einem superheißen Sommer. Bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris fiel bei 40 Grad im Schatten der Startschuss zum 5000-Meter-Lauf, den trotz der ungewohnten Temperaturen ausgerechnet zwei Männer aus dem hohen Norden mit großem Abstand gewannen – die Finnen Nurmi und Ritola.

 

Während einige von der Hitze völlig erschöpfte Läufer medizinisch versorgt wurden, starteten die Finnen wenig später erneut beim 10000-Meter-Lauf. Sieger: Ritola. Fasziniert von einer derartigen Leistung interessierten sich Trainer und Sportmediziner für die Wettkampfvorbereitung der Nordlichter und erfuhren: Zum festen Bestandteil ihres Trainings gehörte Saunabaden.

 

Eine Erklärung für das Phänomen: Schwitzkuren schulen nachweislich unser Wärmeregulationssystem. Das heißt, dass wir uns besser auf Temperaturschwankungen einstellen können. Wer regelmäßig  sauniert, fröstelt deshalb an kalten Wintertagen nicht so schnell.

 

Heiße Sommertage wiederum werden durch aktivere Schweißdrüsen erträglicher.

 

Die Küche Weissrusslands ist, wie das Land selbst, zwischen dem Westen und dem Osten Europas angesiedelt. Fleisch und Geflügel werden gern in grossen Stücken gebacken, Dill, Lorbeer, Majoran, Zwiebeln, Knoblauch und Koriander sind beliebte Gewürze.

 

Über dreihundert Kartoffelgerichte soll es in Weissrussland geben. Tausende von kleinen Seen, Bächen und Flüsschen versorgen die Menschen auf dem Land mit frischem Fisch. So fischreich sind diese Gewässer, dass man den Fisch, vor allem Brachsen bzw. Brassen, oft mit blossen Händen fangen kann.

 

Dichte Wälder, Sümpfe und weite Wiesen vermitteln den Eindruck von Ursprünglichkeit in diesem Land zwischen Memel, Dnjepr und Düna. „Belaja Rus’“ –

 

Weissrussland soll seinen Namen nach den schneeweissen, aus Leinen gewebten Kleidern seiner Bewohner tragen.

 

Die Arbeiterinnen, mit denen Natalja und Nina den Ernteauftakt dieser Kornkammer Russlands festlich begehen, tragen traditionelle weisse Blusen mit schöner Stickerei  www.aquapark-samara.ru  

 

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Hotel Garadzeiski Falvarak 7 Gagarina Street
222611 Gorodeya
 
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  NEWS INSIDER-MEINUNGEN    

 


Achilles' Verse
Körperkult im Holzverschlag
 


Besucher einer mobilen Sauna in Russland: Wie Laufen ohne Beineinsatz


Qualen in der Sauna: Achim Achilles begegnet beim ausgiebigen Schwitzen Exhibitionisten und einem Folterknecht, der es auf ihn abgesehen hat. Auch unangenehmer Kontakt mit haarigen Körpern bleibt nicht aus. Parallelen zum Marathon liegen auf der Hand.

Bitte nicht Marvin, das überlebe ich nicht. Marvin war in einem früheren Leben Folterknecht, jetzt ist er für den Sauna-Aufguss zuständig. Ich japse wie beim Tempolauf. An meine linke Hüfte drückt sich ein behaarter Südosteuropäer, in meinen Steiß bohren sich die nagelverpilzten Zehen eines Schöneberger Ureinwohners, rechts müht sich eine Dame mit Turban, die sich in drei Handtücher gewickelt hat, Abstand zu halten. Völlig unmöglich. Um kurz nach 21 Uhr gibt es alles in der Sauna meines Fitnessstudios, aber keine Distanz.

Demnächst wird der letzte Aufguss des Abends zelebriert; Gedränge wie beim Marathon-Start. Laut Guinness-Buch der Rekorde kann man 40 Menschen in eine Telefonzelle quetschen. In diesem Holzverschlag schwitzen sich weit mehr Leiber an. Öffentliche Sauna, das ist so klebrig wie Swingerclub, zwar ohne Sex, dafür aber mit doppelt so viel Geglotze.

Schwitzen ist gesund, sagt Mona, das hilft dem Läufer bei der Regeneration. Aber nur, wenn der Nachbar seine Schuppenflechte für sich behält. Und wenn die Schwitzerei nicht länger dauert als drei Minuten. Aber wer einen Platz beim Aufguss haben will, muss schon zehn Minuten vorher ins schwitzende Inferno, weil der Pöbel vom Spinning-Kurs sonst alle Plätze besetzt.

Ausgelebter Exhibitionismus auf einem Hektar Badetuch

Spinning-Sportler sind wie "Ballermann"-Touristen: Sie gehen betont breitbeinig, sind sportmodisch maximal verstyled und haben dafür immer einen Spruch parat, den keiner hören will. Die besten Saunaplätze ganz oben belegen sie mit ausgelegten Handtüchern. Und dann quatschen sie, am liebsten über Nervensägen, die in der Sauna die ganze Zeit quatschen.

Es gibt nur zwei Sorten Saunafreunde: den peinlich exhibitionistischen und den peinlich verklemmten. Der eine holt noch mal Luft, reißt dann die Tür auf, brüllt "Moinsen", sortiert mit abgespreiztem kleinen Finger das teilrasierte Gemächt und versucht gleichzeitig, Blickkontakt mit den anwesenden Frauen aufzunehmen, die aber alle synchron zu Boden starren. Währenddessen müht sich ein verklemmtes Männchen, sich hinter dem breitschultrigen Vorzeiger unauffällig in die Kabine zu drücken. Leider stolpert er über den Adiletten-Stapel am Eingang. Alle grienen, als ihm das Handtuch von seinen faltigen Hüften rutscht.

Der Exhibitionist breitet zwischen zwei Frauen einen Hektar Badetuch aus und beginnt mit Situps. Dann stürzt er zum Ofen und macht einen Privataufguss. Zwei Minuten später ist er auch schon wieder draußen. Der Verklemmte dagegen verlässt die Sauna immer erst, wenn keiner guckt. Also nie. Die dunklen Streifen im Saunaholz stammen bestimmt von verkohlten Klemmis.

Plötzlich verdunkelt sich die Sonne. Marvin naht, der Folterknecht. Es gibt keinen Grund, ihn herbeizusehnen, außer, dass es dann schneller vorbei ist. Ich könnte im letzten Moment aus der Tür huschen und "Anschlusstermin" murmeln oder "Kinderinsbettbringen". Aber keiner würde mir glauben. Marvin trägt ein Handtuch um die Hüften, ein anderes über dem Arm, einen Eimer Wasser und ein Tablett mit Orangenscheiben. "Seid ihr alle da?" ruft Marvin. "Nein!", brüllen die Spinner. Fast wie im Rammstein-Konzert hier. Psychedelische Kreise hüpfen vor meinen Augen.

Der Geruch verbrannter Achselhaare liegt in der Luft

Erste Runde. Marvin leert einen Hektoliter Wasser auf die Steine und lässt das Handtuch hubschraubern. Ich kriege keine Luft mehr. Marvin legt das Handtuch zusammen und drischt die heiße Luft mit dem kaukasischen Beidhänder direkt auf meinen Leib. Der Hühnergrill beim "Wienerwald" ist eine Kühlkammer dagegen. Selbst die großmäuligsten Spinner sind verstummt. Pfeift schon einer, weil ihm das Wasser im Hintern kocht? Läuferkühn frage ich: "War das schon alles?" Erschrocken gucken mich alle an. Au weia, jetzt droht Klassenkeile.

Alle außer mir wissen, was jetzt passiert: Marvin wedelt noch zwei Extrarunden, ausgesprochen gemächlich und immer in meine Richtung. Mir wird schwindelig. Ich meine, verbrannte Achselhaare zu riechen. Endlich gibt Marvin die Orangenscheiben in die Runde. Meine Saunafreunde reichen den Teller so geschickt umher, dass er immer weiter als eine Armlänge von mir entfernt ist. Am Ende bleibt mir ein Sortiment abgenagter Schalen. Auch egal.

Marvin und die anderen stehen an den Fußbecken und pumpen. Sieht aus wie im Ziel vom Marathon. Sauna ist wie Laufen ohne Beineinsatz: heiß, anstrengend, sauerstoffarm, und ab der Hälfte kann ich nicht mehr.


Weißrussland: Essen und Trinken

Essen


In der weißrussischen Küche werden überwiegend Kartoffeln verwendet. Pilze und Beeren sind beliebte Zutaten. Zu den landestypischen Spezialitäten zählen Draniki (Kartoffelpfannkuchen), Kalduny (Kartoffeltaschen mit Fleischfüllung) und Draschenij (ein Kartoffelgericht mit Pilzen). Traditionelle Suppen sind, ebenso wie in Russland, der Borschtsch (Eintopf aus roten Beeten und Weißkohl, mit saurer Sahne serviert) und Schtschi (Eintopf aus Kohl oder Sauerkraut mit Fleisch bzw. Brühe und diversen anderen Zutaten wie z.B. Pilzen). Die einfache Weißkohlsuppe heißt Kapusta.

Trinken


Sehr beliebt ist, ebenso wie in Russland, der Tschai (schwarzer Tee). Kwas, ein Erfrischungsgetränk, wird aus vergorenem Brot, Mehl und Malz hergestellt. Der im Frühjahr gezapfte Birkensaft gilt als sehr gesund. Das alkoholische Nationalgetränk ist auch in Weißrussland der Wodka. Eine weitere Spezialität des Landes, der Likör Belovjeschkaja, wird aus über 100 Kräutern gebrannt. Übrigens dürfen laut den geltenden Bestimmungen nur bis zu 100 ml Alkohol pro Person und Mahlzeit verkauft werden.

 


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