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 Der Staat Vatikanstadt (amtliche Langform in Deutschland und der Schweiz) oder Staat der Vatikanstadt (amtliche Langform in Österreich) ist der kleinste von der UNO anerkannte eigenständige Staat der Welt. Er liegt innerhalb des Stadtgebiets von Rom (Enklave), hat eine Fläche von 0,44 km² und 932 Einwohner (davon 552 Staatsbürger). Zur Vatikanstadt gehören unter anderem der Petersdom, der Petersplatz, die Sixtinische Kapelle sowie die Paläste und Gärten innerhalb der vatikanischen Mauern. Der Staat der Vatikanstadt ist eine absolute Monarchie, deren Oberhaupt der Papst ist. Der Heilige Stuhl als nichtstaatliches, eigenständiges, vom Staat der Vatikanstadt zu unterscheidendes Völkerrechtssubjekt vertritt den Staat auf internationaler Ebene. Von den etwa 900 Menschen, die im Vatikan leben, haben ungefähr 550 die vatikanische Staatsbürgerschaft (darunter sind genau 110 Schweizergardisten - Staatsbürger auf Zeit - und etwa 50 weitere Laien). Die vatikanische Staatsbürgerschaft wird immer nur zeitweise und an eine Funktion gebunden verliehen. Sie ersetzt nie die „natürliche” Staatsbürgerschaft. Sie wird den hohen Mitgliedern der Kurie, den Angehörigen der Päpstlichen Schweizergarde sowie allen im Vatikan oder in Rom lebenden Kardinälen zuerkannt, darüber hinaus denjenigen, die mit Sondererlaubnis des Papstes auf Dauer in der Vatikanstadt wohnen. Gut 40 Prozent der Staatsbürger halten sich allerdings nicht im Vatikanstaat oder in der Stadt Rom auf. Bei ihnen handelt es sich um die päpstlichen Gesandten und Nuntien, die für die Dauer ihres Amtes ebenfalls vatikanische Staatsbürger sind.

Im Vatikan lebt der Papst mit seinen Kardinälen, Prälaten und den Schweizergardisten. Von den 3.000 Angestellten lebt praktisch niemand im Vatikan selbst. Die meisten Angestellten sind die Regierungsmitglieder, Zeremonienmeister, Verkäufer, Restauratoren, Köche, Büroarbeiter, Drucker, Angestellte der staatseigenen Bank (Vatikanbank) oder Reinigungspersonal.

Der Vatikanstaat verfügt seit 1933 auch über einen eigenen Bahnhof mit 852 m Schienenstrecke. Dieser wurde zuletzt nur noch zwei mal 1979 (zum nächsten Bahnhof in Rom) und 2002 (nach Assisi) von Johannes Paul II. benutzt. Seit 2003 ist in diesem Bahnhof ein Kaufhaus untergebracht. Ansonsten wird diese Schienenstrecke nur noch zum Gütertransport benutzt. Im Vatikan befindet sich ein Hubschrauberlandeplatz


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Auf dem Petersplatz zelebriert der Papst an Hochfesten die Messe vor hunderttausend Menschen im Freien und vom Balkon in der Mitte der Fassade der Peterskirche erteilt er danach den Segen "Urbi et Orbi". Der Platz ist so etwas wie der Festsaal der Katholischen Kirche.

In der Form, in der wir ihn heute sehen, erscheint er uns als etwas Perfektes und Selbstverständliches. Es ist kaum zu glauben, dass er eigentlich eine Notlösung ist, die freilich der geniale Baumeister Bernini geschaffen hat. Die Fassade der Peterskirche wurde 1614 vollendet; schon 1586 war der Obelisk an seinem Standort aufgestellt und 1613 einer der Brunnen errichtet worden. Als weitere Schwierigkeit kommt der Höhenunterschied des elliptischen Platzes, der an seinem höchsten Punkt 2,46 Meter höher liegt als am tiefsten.Bernini ist es nicht nur gelungen, diese "Makel" zu kaschieren. Mit der Kombination der Ellipse und des trapezförmigen Platzes, der sich zur Peterskirche hin anschließt, schafft er auch genügend Abstand, so dass die Kuppel der Kirche auf dem Platz sichtbar wird.Die Kolonnaden, die den Platz einrahmen, bestehen
aus 248 Säulen und 88 Pfeilern in Viererreichen. Auf ihnen stehen 140 Statuen von Heiligen. Zwischen dem Obelisken und den beiden Brunnen sind im Platz Markierungen eingelassen, von denen aus gesehen die vier Säulenreihen der Kolonnaden wie eine einzige wirken.

Wenn der Papst in Rom ist, betet er sonntags um 12 Uhr das Angelus-Gebet am Fenster seiner Wohnung über dem Petersplatz; der Platz ist dabei ohne weiteres zugänglich. Anschließend spricht er ein paar Worte in verschiedenen Sprachen. Das ist also eine einfache Möglichkeit, wenn man nur kurz und ohne Formalitäten "Papst gucken" möchte.

Mittwoches morgens um 10 Uhr finden normalerweise Generalaudienzen statt, entweder in der Audienzhalle, auf dem Petersplatz oder in der Peterskirche. Dafür benötigt man auf jeden Fall eine Eintrittskarte, die kostenlos abgegeben wird. Nähere Informationen hat das Deutschsprachige Pilgerzentrum (de).

Das Vatican Television Center (de) überträgt im Internet übrigens so ziemlich alle Veranstaltungen mit dem Papst (unter anderem auch die Generalaudienzen und das Angelusgebet) und in der restlichen Zeit meist das Bild einer Web-Cam auf dem Petersplatz.
 

 



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www.vatican.va


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