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KOMM ZUM TAG DER SAUNA
20./21.4.
"INSAUNA
URI 07"
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Mit
den Tell-Stätten rund um den Vierwaldstättersee, dem klassischen Denkmal in
Altdorf, dem Tell-Museum in Bürglen und vor allem dem Tellspielhaus Altdorf ist
Wilhelm Tell in der Urschweiz allgegenwärtig. Die bald 500-jährige
Tellspiel-Tradition in Altdorf, die 1512 mit dem legendären Urner Tellenspiel
begann, hat sich mit den
Aufführungen der Tellspielgesellschaft von Schillers
Wilhelm Tell fest etabliert. Johann Wolfgang Goethe, einer der Wegbereiter der
europaweiten Alpenbegeisterung, hat 1797 am Vierwaldstättersee den Tell-Stoff
für die Deutsche Klassik entdeckt. Die Landschaft der Urschweiz hat Schillers
Schauspiel inspiriert, das Schauspiel schliesslich wieder die Landschaft selbst
stark geprägt.
Das Saunaritual kann in drei symbolisch verschiedene Teile aufgegliedert
werden, in einen praktischen, emotionalen und geistigen: Zunächst einmal geht
ein praktischer Vorgang voraus. Man muss sich für die Sauna vorbereiten und in
die Sauna eintreten, das bedeutet natürlich auch das Verlassen des
Alltagslebens, sowohl physisch als auch psychisch. Dies
wiederum
impliziert einen emotionalen Vorgang. Es werden Gefühle freigesetzt, die im
Alltagsleben unterdrückt werden, z.B. Entspannung, Erfrischung oder die Lust am
Leben. Dazu kommt, dass es in der Sauna keine Eile gibt, sondern nur den Genuss
des Gefühls und des Lebens. Sie ist ein Ort der Meditation, eine Lokalität, in
der man über alles nachdenken und sich selbst und sein Verhältnis zum Rest der
Welt begreifen und verstehen kann. Die Sauna gilt deshalb in Finnland als
geistlicher, heiliger und friedlicher Platz. Sie dient als weltlicher Platz für
die Seele, der die Nähe zu Gott spürbar macht. Seit vielen Jahrhunderten schon
besteht eine Verbindung zwischen der Sauna und dem Christenglauben. Es stellt
sich natürlich gerade bei einem so heißen Ort wie diesem die Frage, warum eine
Beziehung zum Himmel und nicht zur Hölle hergestellt wird. Der Sage nach betrat
man die alte Savusauna erst ein bis zwei Stunden nach Erhitzung aus dem Motiv,
dass der Teufel durch die Hitze verbrannt wurde und das Weite suchte. Aus
physikalischer Sicht ist das ausschlaggebende Argument jedoch der relativ große
Karbonmonoxidanteil in der Luft, der sich erst verflüchtigen musste, um dem
menschlichen Körper nicht zu schaden.
Ein finnisches Märchen behandelt diese Himmel/Hölle-Problematik: Ein Farmer,
dessen Leidenschaft das Saunabaden ist, akzeptiert ein Angebot des Teufels, ihn
in der Hölle zu besuchen. Er genießt die Hitze jedoch so sehr, dass der Teufel
ihn voller Wut wieder hinauswirft. Die Hölle des Teufels ist also der Himmel für
einen finnischen Farmer. Heutzutage wird die Sauna nicht mehr überall als etwas
Religiöses betrachtet, sondern lediglich als äußerst wirksames Mittel, den Geist
zu entspannen. In der Zentralschweiz liegt der Kanton Uri und bietet mit seinen
schönen Sporthotels, Landhotels, Golfhotels und Fitnesshotels jedem Besucher der
im Urlaub aktiv sein will die Möglichkeit dies zu tun.

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