(chinesisches Schattenboxen) ist eine Bewegungskunst,
die sowohl geistiges wie auch körperliches Training mit einschließt. Das
Grundgerüst des Tai-Chi bilden 13 Bewegungsformen, so genannte Bewegungsbilder,
die lückenlos ineinander überfließen.
Bis die Bewegungsbilder "sitzen", braucht
es allerdings recht viel Ausdauer und Hartnäckigkeit, Geduld mit sich selbst und
Zeit.
Beim chinesischen Schattenboxen wird von einem Energiezentrum in den Hüften
(Mitte des Körpers) ausgegangen. Durch wohldosierte Bewegungen wird die aus
diesem Zentrum fließende Energie weitergeleitet (z.B. zu Händen und Füßen) und
in harmonisch wohltuende Bewegungen umgesetzt. Nicht verbrauchte Energie fließt
ins Zentrum zurück. Tai-Chi ist ideal für alle, die geistige und körperliche
Entspannung suchen.
TAI CHI CHUAN
sprich: tai tschi tschuan Altes Kampfkunstsystem Chinas.
Ursprünglich stammt diese Kampfkunstmethode aus den Selbstverteidigungsformen
der Nei jia (innere Schule). Es gibt mehrere Stilrichtungen. Die meisten
explosiven und kraftbetonten Elemente wurden herausgenommen, die lockeren,
sanften und anmutigen Teile wurden stärker betont. Das Tai Chi Chuan wurde somit
zu einer vorzüglichen Übung für die Gesundheit seiner Übenden.
Es wird als
"Meditation in Bewegung" oder auch als "Schattenboxen" bezeichnet und man
verwendet es u.a. zur Stärkung der Vitalfunktion des Körpers und Ganzheitlichen
Heilung chronischer Krankheiten.
TAI MASSAGE
TAUCHBECKEN
Wassertemperatur um die 12 Grad C. Dient zum Abkühlen nach dem
Saunieren. Ein Tauchbecken (mit kaltem Wasser) ist in vielen Saunabädern ein
Teil der möglichen Kaltwasseranwendungen (nach der Sauna und dem ersten
Abduschen). Kaltes Tauchbecken: die Abkühlung für Hartgesottene. Und nach der
Sauna hinein ins kühle Nass. Der Wechsel von Warm und Kalt härtet ab, strafft
die Haut und steigert Ihr Wohlbefinden
Tauchbad
Eintauchen in ein Becken mit kaltem Wasser, damit sich die erweiterten
Blutgefäße wieder verengen sowie zur Anregung des Blutkreislaufes nach der
Sauna. Saunabaden gilt von jeher als Reiztherapie. Der entsprechende Reiz wird
vermittelt durch den Einfluss von Wärme in der Saunakabine und anschließendem
Abkühlen an der Luft oder durch eine kalte Dusche bzw. ein kaltes Tauchbad. Das
bewirkt eine Stimulierung des Immunsystems und hilft besonders, heiße
sommerliche Temperaturen besser zu ertragen. Das Grundprinzip, dass zur
Aufheizung des Körpers auch die Abkühlung als Reiztherapie gehört, ist heute bei
gesundheitsbewussten Generationen ob Jung oder Alt, aktueller denn je.
TATOO`S
Tattoos und Body Piercing sind en vogue, in, hipp, geil,
einfach klasse. Bevor man sich aber zu einem solchen Schritt entschließt, sollte
man sich über ein paar wichtige Fakten Klarheit verschaffen.
Seit Tattoos und Body Piercing in die Kreise der Stars aus Musik, Film und Sport
Einzug gehalten haben, haben sie ihr soziales Schattendasein verlassen und
erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Aber Vorsicht ist angebracht, denn der
direkte Eingriff in den Körper kann nicht nur positive Auswirkungen haben. Bevor
Sie zur Tat schreiten, sollten Sie sich lieber umfassend informieren.
Gehen Sie in keine Sauna, Chlorbäder und Schwimmhallen,
bevor das Tattoo nicht vollkommen abgeheilt ist. - Für mindestens 3 - 4 Wochen
kein Solarium .
Tattoos für eine Nacht. Der Kosmetik-Trend des Jahres sind
Kurzzeit-Tattoos. An Armen und Beinen setzen sie
Akzente, im Deklleté werden sie zum echten Blickfang. Am besten besorgen
Sie sich Tattoo-Stifte und Fixierspray im Kosmetikhandel. Helle Hauttypen
sollten Brauntöne verwenden. Dunkle Hauttypen können alle Farben benutzen.
Für
Ihr erstes Tattoo sollten Sie Vorlagen benutzen. Fertigen Sie sich daraus
Schablonen an, indem sie die schwarzen Formen vorsichtig ausschneiden. Die
Schablone legen Sie auf die vorher mit Gesichtswasser gereinigte Haut. Jetzt
können sie die Formen mit dem Stift nachzeichnen. Trocknen lassen und
dann mit dem Spray fixieren. Diese Tattoos halten je nach Belastung zwischen
einem und drei Tagen.
Wenn Sie etwas geübter sind, können Sie Ihre Tattoos auch
mit lang haltenden Henna-Stiften auftragen. Hier ein paar generelle Tipps:
Fangen Sie mit kleinen Tattoos an. Anregungen finden Sie auch in Büchern. -
Denken Sie dabei: Runde Formen wirken romantischer als geometrische. Sie können
die Muster auch mit einem Kajal leicht vormalen ausmalen.
TCM
Traditionelle Chinesische Medizin - Form
der Heilkunde - Philosophie das harmonische Gleichgewicht aller Kräfte.
Umfasst alle Bereiche der Chinesischen Medizin. Die Ursprünge der TCM lassen
sich bis 10'000 v. Chr. zurückverfolgen. Damals linderte man Schmerzen mit
Steinnadeln, die später durch Eisen-, Gold-, und Silbernadeln ersetzt wurden.
Die Anfänge der Moxibustion (Moxa) liegen noch weiter zurück.
Die Kräuterkunde
gründet auf dem Gott des Ackerbaus im 3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung.
Die Chinesische Manuelle Therapie wird zum ersten Mal im Huangdi Neijing erwähnt
(Innerer Klassiker des Gelben Kaisers). In der TCM steht der Mensch im
Mittelpunkt und wird durch die ganzheitliche Betrachtung individuell behandelt.
Der Therapeut stellt durch verschiedene Diagnosemöglichkeiten (Zunge, Puls,
Aussehen, Ausdünstung, Farbe, Stimme und gezielte Fragen) fest, was dem
Patienten fehlt, und verschreibt ihm eine angepasste Therapie.
TECALDARIUM
Wieder entdeckt wurde das klassische römische Bad - Tecaldarium
- ein Schwitzbad zur Kreislaufstabilisierung.
In das Tecaldarium geht man, im
Gegensatz zur Sauna, bekleidet und hält sich dort ca. 40 bis 60 Minuten auf.
Ein Wärmestrahlungsraum, zu dem die antiken Thermen der römischen Kaiser Pate
standen. Diese hoch entwickelte Badekultur war für uns Vorbild bei der
Ausstattung der Architektur und Einrichtung der gesamten Therme. Durch die
Wärmestrahlung der beheizten Wände, des Fußbodens sowie der Sitz- und
Liegeflächen stellt sich eine Harmonie zwischen Körper und Umgebung ein. Die
Durchblutung wird gefördert und das Immunsystem gestärkt. Spezielle
Beleuchtungseffekte und ein kleiner Brunnen, der den Raum mit ätherischen Ölen
bereichert, bauen Stress und Müdigkeit ab.
Bei unterschiedlichen Temperaturen 37 - 60 C° wird der Körper
entlastet, weil sich eine optimale Durchblutung einstellt. Die Körperfunktionen
werden angeregt, und das Immunsystem wird positiv stimuliert
TEICHSAUNA
Meist werden künstliche Teiche angelegt, wo in der Folge
eine Teichsauna entweder über den Teich gebaut werden oder sich am Ufer
befinden. Im Boden befinden sich auch Fenster, wo man beim Schwitzen auf das
Wasser blicken kann.
TEEBAR TEE-ECKE
Meist gibt es bei Hotelwohlfühllandschaft eine Teebar bzw.
Tee-Ecke, wo man sich auf Selbstbedienungsbasis einen Tee herrichten kann.
TEMAZCAL
Schwitzbad der Azteken. Zeichnung der Bäder von diesen
Indianern, das sie Temazcal nennen. An der Tür dieses Bades ist ein Indianer,
der Fürsprecher der Kranken, und wenn eine kranke Person zu den Bädern geht,
spendet er ein Opfer und streckt seinen Körper auf den Boden in Ehrfurcht des
Gottes welchen sie Tezcatopocatl nennen und welcher einer von ihren Hauptgöttern
ist.
Sie benutzen in diesen Bädern andere verrufene Reliquien und viele nackte
Indianer badeten und übergaben große Hässlichkeit und Sünde in diesem Bad."
TELLAK (HAMAM)
Türkischer Badeknecht macht die Seifenmassage. Im Massageraum
erst nach Aufforderung eintreten. Seine Aufgabe besteht unter anderem darin, den
Badegästen den Schmutz vom Körper zu waschen. Mit dem „Kese“, einem
Massagehandschuh aus Ziegenleder, schrubbt er die Leute ab.
Ursprünglich gehörte
ein Besuch im Hamam zum religiösen Ritual: Hier reinigten sich die Gläubigen vor
dem Gebet. Was früher primär der Erfüllung der strengen
Reinlichkeitsvorschriften des Islams diente, ist heute zuallererst eine
weltliche Angelegenheit – zumindest in Deutschland. Im Lauf der Zeit wurde das
Bad raffiniert verfeinert, und die Gäste erwartet ein vielfältiges Programm:
Unterschiedliche Massagen, Behandlungen und Bäder versprechen ein Optimum an
körperlicher und geistiger Entspannung – umgeben von sinnlichen Düften, heißem
Wasserdampf und stilechtem Ambiente.
Am Anfang steht eine ordentliche Abreibung.
Mit dem „Kese“ rubbelt man seine Gäste gründlich ab – beginnend an Füßen und
Händen immer in Richtung Herz. Dieser Prozedur fallen die oberen, abgestorbenen
Hautschichten zum Opfer. Anschließend folgt der angenehme Teil der Behandlung:
Mit einer duftenden Seife aus Olivenöl und Lavendel werden die Besucher komplett
einschäumt und dann massiert. Der traditionelle Waschgang dauert einige Stunden,
teilweise mit stoischem Daliegen auf den beheizten Marmorplatten, damit sich in
der Hitze die Hautporen öffnen.
Das Ergebnis ist eine samtweiche Haut und ein
tiefes Gefühl der Entspannung. Durch die Waschungen werden auch Schlacken und
Giftstoffe gründlich ausgeschieden. Kalte Güsse am Schluss bringen Stoffwechsel
und Durchblutung in Schwung
TEMPERATUR
Wird meist mittels Thermometer in den Kabinen angezeigt. Meist
ist auf der Außenwand der Kabine eine Info, wo auch die Temperatur angegeben
ist. Temperatur ist ein wesentlicher Klimafaktor beim Saunabaden in der Sauna.
Ein Saunaraum ist je nach Saunatyp unterschiedlich temperiert und hat
verschiedene Temperaturzonen
Der Körper des Menschen versucht mit verschiedenen Methoden
unsere Kerntemperatur möglichst konstant bei 37 Grad Celsius zu halten. Das
Heiz- und Kühlmittel im Körper ist dabei das Blut, vergleichbar dem Wasser in
einer Zentralheizung. Sinkt die Temperatur im Körper, so wird alles auf „Heizen“
eingestellt (Haare aufstellen, vermehrte Verbrennung im Verdauungstrakt,
schliessen der Hautporen, Zittern um Bewegungswärme der Muskeln zu produzieren,
Verengung der Blutbahnen um das wärmende Blut bei den lebenswichtigen Organen zu
konzentrieren, etc.). Hat der Körper zu heiss, geschieht das Gegenteil
(Aktivitäten vermeiden - „Schlappheit“, öffnen der Hautporen, Erweiterung der
Blutgefässe um das Blut an der Hautoberfläche abzukühlen, etc). Steigt die
Temperatur weiter, so beginnen wir zu schwitzen. Dabei tritt über die
Schweissdrüsen Wasser auf die Hautoberfläche aus. Beim Verdampfen
(Aggregatszustandsänderung) entsteht Kälte auf der Haut und das darunter
zirkulierende Blut kann sich abkühlen.
In Europa wird die Temperatur in Grad Celsius angegeben, die
Amerikaner messen mit Fahrenheit. 32 Grad Fahrenheit entsprechen 0 Grad Celsius.
192° Fahrenheit = 95° Celsius
Schwitzen muss aber gelernt sein! Denn wer nicht gewohnt ist zu
schwitzen, hat oft (durch Nichtgebrauch) verstopfte (z.B. mit Nikotin) und
inaktive Schweißdrüsen. Bei regelmäßigem Schwitzen nimmt deren Aktivität wieder
zu. Die Konzentration von Verunreinigungen und Giftstoffen im Schweiß nimmt
damit ab und der Schweiß „riecht“ meist nicht mehr oder weniger stark.
Das Temperaturempfinden des Menschen ist sehr subjektiv. Was dem Einen
vielleicht zu warm ist, empfindet der Andere eher als kühl. Deshalb bevorzugt
beim Saunabaden auch jeder ein anderes Klima
Während eines Saunaganges steigt die Körpertemperatur im Inneren
um etwa 1 bis 2 Grad an. Dies entspricht in etwa dem Vorgang, der während eines
Fiebers stattfindet. Die Haut erwärmt sich um 3 bis 10 Grad. Die Blutgefäße
weiten sich, es wird ungefähr die doppelte Blutmenge hindurch gepumpt.
Die Schweißproduktion läuft ebenfalls auf Hochtouren. Pro Minute werden 20 bis
30 Gramm Schweiß produziert. Nach zwei Saunagängen von jeweils 15 Minuten
schwitzt der Mensch etwa 400 Gramm Wasser aus.
Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, versucht der Körper Wasser im Gewebe
anzureichern. Somit werden Schlackenstoffe, die sich zwischen den Fettzellen
anreichern, und Milchsäure aus den Muskeln ins Blut abgegeben. Wer direkt nach
der Sauna Wasser trinkt, fördert diesen Prozess
TEPIDARIUM
Sanfte Strahlungswärme umgibt Sie von allen
Seiten und lässt die Zeit langsam fließen. Gönnen Sie Ihrem Immunsystem diese
kreislaufschonende Stärkung. Warmluft-Regenerationsbad, Temperatur 39°C,
Raumklima trocken, besonders schonend und reizarm, ideal zur Regeneration,
empfohlene Aufenthaltsdauer bis 30 Minuten.
Das Tepidarium ist eine körperwarme Sauna,
in welcher die Körpertemperatur künstlich auf 39°C erhöht wird. Dadurch wird das
Immunsystem aktiviert und gestärkt und der Körper entschlackt und entgiftet.
Ein Wärmeraum fungiert gewissermaßen als Regenerationsraum.
Durch die sanfte Strahlungswärme von Wänden, Bänken und Sitzflächen wird eine
angenehme Wärme um die. 40 Grad C erzeugt. Der Raum ist über
Strahlungswärme auf die Körpertemperatur des Menschen erwärmt. Die
gesundheitlichen Auswirkungen der Wärmetherapie im Tepidarium: Zunächst erhöht
sich innerhalb von 20 Minuten die Körpertemperatur auf 37 °C, wobei vorher
bestehende Temperaturdifferenzen an der Körperoberfläche nahezu vollkommen
ausgeglichen werden. Dabei wird die Wärmeregulationen der Körperschale
weitgehend ihrer Funktion enthoben. Bei einer Temperatur von 36 - 37 °C
entspannt sich die glatte Muskulatur der Blutgefäße. Einen weiteren
gesundheitsfördernden Aspekt stellt die Verdampfung von im Wasser gelösten
Duftessenzen dar. Damit können in
Kombination mit einem homogenen Wärmestrahlungsklima erfolgreich Bronchitis,
Asthma, Rheuma, Arthritis, Migräne, Wetterfühligkeit und auch allgemeine
Erkältungskrankheiten sowie Erkrankungen der äußeren Haut erfolgreich behandelt
werden.
Im "Tepidarium" können die positiven Wirkungen der Sauna voll ausgenutzt
werden, ohne dass es zu einer Stress- und Atembelastung des Körpers kommt.
Die Anwendungszeit ist unbegrenzt!
TEST
Eine gute Sauna hat nicht nur die notwendigen Einrichtungen, sondern
vor allem das richtige Publikum. Die Menschen in der
Sauna sind der wichtigste Faktor für eine erholsame Zeit. Man kann
natürlich auch hier dazu beitragen, in den man mit den Menschen, die man
mag, dorthin geht oder sich ein bisschen herumsieht und testet.
Es lohnt sich vielleicht Freunde, die bisher saunabstinent waren, zu
einem Testbesuch zu überreden und einzuladen.
Allerdings wird ein einziger Besuch kaum genügen, um die Vorteile
schätzen zu lernen, aber einen Versuch ist es meist wert. Vor allem
nimmt man damit Neulingen doch etwas die Angst vor den vielen für sie
ungewohnten Neuerungen.
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TEXTILSAUNA
Gibt es gelegentlich in den Bäder und wird meist über die
Badelandschaften angeboten. Vom gesundheitlichen Standpunkt sind Textilbäder
bedenklich. Vom moralischen, oder von Glaubensrichtungen her, verständlich.
Dampfbäder wo man mit Badezeug schwitzen darf, gibt es einige in Saunaeuropa.
Vor allem die Engländer fühlen sich wohl beim Schwitzen in Textilsachen. Foto:
Limestherme Aalen
THALASSA VITA
(Thalassa: griechisch = Meer) Meeresalgenentschlackungsbad - Die
in den Algen hoch konzentriert angespeicherten Mineralien, Jod und
Spurenelemente sorgen für eine entschlackende, entwässernde und entgiftende
Wirkung. Besonders wirksam ist die Meereskur bei Rheuma, Durchblutungs- und
Schlafstörungen und bei Cellulitis. Die Anwendung für Gesicht, Hals, Dekolleté
und Problemzonen: Ganze Algenblätter werden in Wasser mit Meersalz aus dem
Atlantik eingeweicht, wodurch sich die Zellstrukturen der Algen aktivieren. Die
Haut steht in regem Austausch mit den Algen, gibt Schlackenstoffe ab und nimmt
wertvolle Mineralien und Sauerstoff aus den Algen auf. Müde Hautzellen werden
aktiviert, die Haut wird straffer und glatter. Auch für IHN: ideal für
empfindliche und raue Haut durch die tägliche Rasur.
THALASSO
Thalasso - Das Heilen mit Schlick und
Schlamm. (Foto: Schwimmbad + Sauna) Der Begriff Thalasso entstammt der
griechischen Sprache, wobei „thalassa“ Meer bedeutet und „therapeia“ für Pflege
steht. Die Therapie setzt vorwiegend Meeresalgen ein und nutzt ihre
entschlackenden Eigenschaften. Die Pflanzen regen den Stoffwechsel an und tragen
zum Abbau von Gift- und Fettstoffen bei. Inzwischen haben viele Hotels die
Vorteile der Algentherapie erkannt und einen neuen Trend erweckt: Schnell
offerieren sie ein reichhaltiges Angebot von Entspannungs- und
Schlankheitskuren, Stressabbaumöglichkeiten bis hin zur Behandlung von Rheuma
und orthopädischen Problemen. Eine Thalasso-Therapie dauert ca. einen Monat und
ist beratungsintensiv. Das Personal muss in den Anwendungen und therapeutischen
Effekten ausgebildet sein. Darüber hinaus sind bauliche Vorkehrungen wie z. B.
eine sog. Meeresklimakabine oder eine Thalasso-Massagewanne sinnvoll
Die Heilkraft des Meeres: Schon vor 2.000 Jahren erkannte kein
geringerer als der griechische Arzt Hippokrates die Heil- und Ursprungskraft des
Meeres. Bereits damals entwickelte er Behandlungsmethoden gegen Rheuma und
Ischiasleiden. Die im Meer enthaltenen Nährstoffe, die nicht nur
krankheitsvorbeugend, sondern auch heilend wirken, sind einzigartig und für den
Menschen unersetzlich. "Thalasso" heißt eine der wundersamen Therapieformen. Der
Name geht auf den französischen Arzt Bonnardière zurück, der 1867 mit den beiden
griechischen Begriffen "Thalassa" für Meer und "Therapia" für Behandlung, den
wohl passendsten Begriff heranzog. So umfasst die Thalasso-Therapie alle
Behandlungsformen, die mit Meerwasser überhaupt möglich sind.
Die Seele baumeln lassen: Den Alltag vergessen, in sich gehen und sich für ein
paar Tage verwöhnen lassen. Hierfür muss man nicht unbedingt wirklich krank sein
- eine Thalasso-Kur sollte sich jeder einmal gönnen. Um die ganzheitliche
Wirkung der Meereskräfte ausschöpfen zu können, sollte man sich eine Woche Zeit
nehmen. Ein Kurzurlaub am Meer ist deshalb sicherlich am effektivsten. Das
Meeresklima ist wohltuend und belebend für Körper und Geist. In der Meeresluft
sind Salz und Jod aufs Feinste verteilt, die Lunge weitet sich, man atmet
automatisch tiefer und zusätzlich wirken die Aerosole (feinste Tröpfchen)
schleimlösend.
Gegen viele Krankheiten ein altbewährtes Rezept: Beruhend auf den Wirkstoffen,
die im Meerwasser, in Meeres-Sedimenten, den Meeresalgen sowie im Meerschlick
und Meersalz enthalten sind, dient die Thalasso-Therapie der Verbesserung des
allgemeinen Wohlbefindens und der Regeneration nach Krankheiten oder
Schwangerschaften. Algenbäder, Bewegungstherapie im fast auf Körpertemperatur
erwärmten Meerwasser-Pool, Unterwassermassagen im Meersalzbad und Algenpackungen
sind bewährte Anwendungen im Rahmen der Thalasso-Therapie.
Während dieser Anwendungen nimmt die Haut die im Meerwasser und in den
Algenzellen enthaltenen Mineralien auf. Das Körpergewebe wird remineralisiert
und die Haut dadurch weicher und straffer. Unterstützend kann die
Thalasso-Therapie bei Rheuma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Sportverletzungen
sowie gynäkologischen Problemen zur Steigerung des Wohlbefindens eingesetzt
werden. Die alten Griechen sprachen den Algen eine entzündungshemmende Wirkung
zu und wussten diese auch zu nutzen.
Rundum versorgt mit Meeresalgen: Algen liefern einen höheren Mineral- und
Vitamingehalt als alle anderen Naturprodukte und sind aufgrund ihrer
Sauerstoffproduktion unersetzlich. Sie bewirken eine positive Stimulierung des
gesamten Organismus. Algen stärken das gesamte Immunsystem: Sie wirken
kreislaufregulierend, verdauungsfördernd und sind zudem cholesterin-, harnsäure-
und blutzuckerspiegelsenkend. Wegen ihrer Fähigkeit zu entschlacken werden sie
häufig bei fettabbauenden Kuren angewendet. Auch für Patienten mit
Rückenschmerzen und Rheuma ist die Algenkur eine Wohltat. Und auch die Schönheit
kommt nicht zu kurz, denn Meeresalgen vitalisieren Haut und Nägel und sind
außerdem ein guter Cellulitis-Killer.
Vorsicht bei Bluthochdruck und Schilddrüsenüberfunktion: Bei einer
Schilddrüsen-Überfunktion oder einer Jodallergie sollten keine Algenpackungen
verwendet werden. Auch von Algentee oder Algenkapseln ist in solchen Fällen
abzuraten. Bei Venen- und Kreislauf-Problemen sollte man heiße Bäder und
Packungen meiden. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist ein Gesundheits-Check bei
Ihrem Arzt vor einer Thalasso-Therapie ratsam.
THALASSOBECKEN
Tanken Sie auf mit Hilfe des Meeres. Die Thalassotherapie macht sich
die heilende Wirkung der im Meerwasser enthaltenen Mineralien zunutze. Optimal
bei bei rheumatischen Erkrankungen.
THALASSOTHERAPIE
Die Bezeichnung "Thalasso" ist griechischen Ursprungs und bedeutet:
Heilbehandlung durch das Meer. In Original Thalasso-Badewannen werden durch den
im Einklang von Wasser und Luftdüsen hervorgerufenen Wasserdruck die Muskeln
sanft, aber wirksam stimuliert.
Gleichzeitig stellt diese im Meerwasser
vorgenommene Behandlung eine gesunde Form der Entschlackung dar. Durch die Wärme
des Wassers scheiden überflüssige Schlacken aus. Die Hautporen öffnen sich, so
dass im Meerwasser enthaltene und wichtige Spurenelemente wie Eisen, Kobalt und
Kalzium in den Körper eindringen können.
Der Jodgehalt der Algen, die in Form
von Bädern und Packungen verabreicht werden, aktiviert die
Schilddrüsenfunktionen und reguliert somit den Stoffwechsel. Die sich
gegenseitig ergänzenden Wirkungen zwischen Meerwasser und Algen ermöglichen es
der Balneotherapie, die schlankmachende Komponente zu verstärken, ohne das
Gleichgewicht des Mineralhaushaltes zu stören.
THERMARIUM
Das Thermarium, auch
Warmluftbad genannt, hat wie die klassische finnische Sauna ein eher trockenes
Klima aber wesentlich niedrigere Temperaturen.
So kann sich Ihr Körper und Geist
besonders schonend und reizarm vom Alltagsstress erholen oder nach körperlicher
Anstrengung oder sportlicher Betätigung entspannen
THERME
Thermen
funktionieren nach dem System der allseitigen Flächenheizung. Dadurch entsteht
eine angenehme, gleichmäßige Wärme. Das Thermenbaden wirkt entspannend,
entschlackend und hautreinigend. Es regt den Kreislauf an und fördert die
Durchblutung. Da Thermen zur Erholung beitragen, soll Lärm vermieden werden. Für
Kleinkinder unter 3 Jahren kann Thermalwasser zu Kreislaufschwächen führen.
Heilende Wirkung der Wärme. Die Therme bietet Wärmetherapie in
verschiedenen Badeformen. Jedes Bad trägt mit seiner speziellen Wärme zur
Gesundheit des Besuchers bei. Harmonische Verbindung der einzelnen Badebereiche.
Formschöne, aufeinander abgestimmte Ausstattung. Milde, individuell temperierte
Strahlungswärme sorgen für einen gesunden, heilenden Relaxtag. Therme: großes,
reichhaltig ausgestattetes Badehaus (griech./röm.) Thermen: In der römischen
Antike öffentliche Badeanstalten, oft mit Sportplätzen, Kunstsammlungen und
Bibliotheken ausgestattet. Die größten Thermen sind die des Caracalla (um 200 n.
C.), des Trajan (um 250 n. C.) und des Diocletian (um 300 n. C.) in Rom. Aber
auch Provinzstädte hatten große Thermen (z. B. Trier, Baden-Baden, Bad Gögging,
Wiesbaden, Köln). Eine der wichtigsten wenn nicht sogar die wichtigste
Institution der Römer waren die Bäder (Thermen). Allein in Rom zählt man 11
öffentliche und 856 private Thermenanlagen. Mit heutigen Schwimmbädern kann man
diese Thermen allerdings nicht vergleichen. Hier fand das gesellschaftliche
Leben statt. Der Römer ging nicht allein wegen der Körperpflege ins Bad, sondern
auch um gesellschaftliche Kontakte zu pflegen und um Gerüchte auszutauschen
Für die Römer bedeutete der Besuch einer Terme den festen
Bestandteil des Tagsablaufs, der nach einem bestimmten Muster verlief: Mit einem
Laken und einem Schabeisen (strigilis) ging man zur Therme, bezahlte einen
geringen Eintritt und zog sich im Apodyterium nackt aus (dabei bezahlten Frauen
häufig mehr und badeten - zumindest laut Gesetz - getrennt von den Männern).
Entweder verschloss man seine Sachen in einem Fach oder ließ sie von seinem
Sklaven bewachen, denn auch im Römischen Reich war Diebstahl an der
Tagesordnung. Dann konnte man sich auf dem Sportplatz (palaestra) betätigen oder
direkt in die eigentliche Therme gehen. Im Sudatorium, dem Schwitzbad, das man
sich wie eine finnische Sauna vorstellen kann, wurde die Luft durch eine
Fußbodenheizung (Hypocaust) erhitzt. Dazu hilt ein Sklave in einem Nebenraum ein
Feuer in Gang, das einen Hohlraum unter der Sauna aufheizte. Die heiße Luft
erwärmte den Fußboden und zog durch Hohlziegel in der Wand wieder nach draußen.
Ein angenehmer Nebeneffekt war, dass die Wände ebenfalls erwärmt wurden. Dass
das System sehr wirksam war, beweisen Funde von Holzpantinen in verschiedenen
Thermen: Der Fußboden war so heiß, dass man nicht barfuß laufen konnte, ohne
sich die Füße zu verbrennen. Abkühlung verschaffte ein Kaltbecken (Frigidarium),
in dem man aber auch nicht schwamm. Häufig war es dazu auch gar nicht tief
genug. Im Tepidarium, das ebenfalls geheizt war, konnte man sich entspannen oder
sich kosmetisch pflegen: Masseure, Haarausrupfer und Ärzte boten hier ihre
Dienste an. Ebenfalls Entspannung boten warme Becken (Caldarium). Das Wasser
hier wurde ständig in einem Nebenraum erwärmt und erneuert.
Von dem Leben in einer Therme zeugt ein Brief Senecas an einen Freund. Seneca,
der über einem Bad wohnt, beschwert sich über den Lärm, den die Dienstleitenden
und Besucher verursachen.
THERMEN-TIPPS
Falls man die Möglichkeit
hat, sollte man einen Tag bzw. Zeitpunkt auswählen an dem das
Thermalbad nicht ganz so voll sein dürfte, damit man sich vor
Ort in Ruhe einen Überblick verschaffen kann. Schulferien,
Wochenenden und der frühe Abend, also nach Feierabend, sind
meist die stärker besuchten Zeiten.
Mitnehmen sollte man eine Tasche in der sich genügend
Handtücher / Badetücher, Duschutensilien (Shampoo, Duschgel
sowie evtl. Kamm, Bürste, Kosmetika) und Badeschuhe, sowie
natürlich Badebekleidung (Badehose, Bikini, Badeanzug)
befinden. Ein Bademantel wird vor allem von Saunabesuchern
gern mitgenommen, aber auch wem es vor allem um den
Wellnesseffekt geht greift häufig auf einen Bademantel zurück.
Speisen und Getränke gibt es in der Regel sowohl im als auch
außerhalb vom Bad, wobei das Mitbringen meist ohnehin nicht
erwünscht ist. Geld braucht man natürlich zum Bezahlen des
Eintritts, aber in der Therme kann auf Bargeld meist
verzichtet werden, denn normalerweise wird dort alles über
einen Chip abgerechnet und beim Verlassen der Therme
abgerechnet. Das Bargeld kann also im Kleidungs-Schließfach
bleiben. Bademantel und Handtücher können meist auch vor Ort
gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden.
THERMEN-EFFEKTE
Es
sprechen vor allem zwei Gründe für einen Thermenbesuch. Da ist
zunächst einmal natürlich der medizinische / gesundheitliche
Aspekt, den das Baden in mineralstoffhaltigem Thermalwasser
hat auf jeden Fall eine positive Wirkung auf den Körper, die
sich allerdings meist erst nach regelmäßigen Thermenbesuchen
bemerkbar macht. wie genau diese Wirkung aussehen kann hängt
von der Zusammensetzung des Thermalwassers in der jeweiligen
Therme ab.
Der
zweite Grund ist das allgemeine Wohlfühlen bzw. der
Wellnesseffekt, der sich durch das Baden im warmen
Thermalwasser schon nach kurzer Zeit einstellt. Dazu kommt das
Verwöhnen des Körpers durch Sprudelliegen, Nackenduschen,
Whirlpools, Massagedüsen u.v.m., je nach Ausstattung der
Therme.
Darüber
hinaus sind Kneippbecken, Saunabereich, Dampfbäder,
Außenbecken, Liegewiesen, Ruheräume, tropisches / karibisches
Flair, Poolbar sowie zahlreiche weitere (von Bad zu Bad
unterschiedliche) Einrichtungen, weitere gute Gründe für einen
Thermenbesuch.
Auch für
Familien, Freunde und Paare gibt es sicherlich noch darüber
hinaus gehende Gründe einen schönen Tag in einer Therme zu
verbringen, wobei man hier jedoch deutlich unterscheiden
dürfte ob es sich um eine familienfreundliche Therme handelt
oder ein Thermalbad für Erwachsene. Familienfreundlich
bedeutet meist auch laut, was den Effekt der Entspannung
teilweise doch sehr einschränken kann.
THERMOMETER
Er misst eine Temperatur bis zu 120 Grad C und befindet sich
innerhalb der Saunakabine.
THERMOSTAT
Er regelt die Temperatur in der Sauna automatisch und wird
außerhalb der Saunakabine angebracht.
TIERSCHUTZ
Welcher Hunde- oder Katzenbesitzer kennt sie nicht, die lästigen Flöhe und
Zecken. Hier können wir Lavendel- und ganz besonders Teebaumöl empfehlen. Am
besten geben Sie ca. 20 Tropfen des Öls auf ein feuchtes Tuch und reiben das
Tier damit ein.
Treten sie ein in dieses einmalige rustikale Saunaerlebnis.
Lassen sie sich verwöhnen vom Ambiente und dem Geruch naturbelassenen heimischen
Holzes. Der gemütlichen warme Steinofen strahlt angenehmste Saunabehaglichkeit
aus.
Naturaromenaufgüsse regen Ihren Kreislauf an, unterstützen den
Entschlackungsprozess und pflegen gleichzeitig ihre Haut und Atmungsorgane
TIROLER STEINÖL
» Über 180 Millionen Jahre alt ist der Ölschiefer (Formation
Lias), aus dem das TIROLER STEINÖL gewonnen wird. Er bildete sich aus fossilen
Ablagerungen des Ur-Mittelmeeres "Thetis" und wurde bei der Entstehung der Alpen
im Bächental (Karwendel, Achensee-Tirol) auf 1.800 Meter Seehöhe emporgedrückt.
Der Ölgehalt beträgt 4% bis 6%, die Mächtigkeit wird mit 7 Mill. Tonnen
angegeben.
Die im Ölstein (Dirschenitschiefer - nach dem Riesen Thyrsus benannt)
vorkommenden Wirkstoffe, das "Heilsame Erbe des Meeres", stammen von
vorzeitlichen Meerestieren und Pflanzen. Das Steinöl wird für Ölpackungen und
Bäder verwendet und bei Gelenk- und Hautleiden eingesetzt.
TOSKANA-SAUNA
Entspannungs- Saunarium, ca. 65 Grad, mittlere
Luftfeuchtigkeit, Aroma-Verdampfer, Farblicht
TOUCH FOR HEALTH
In Touch for Health (Gesundheit durch Berühren)
werden Teile aus der östlichen Heilkunst und aus der modernen westlichen Medizin
miteinander verbunden (Erkenntnisse aus der Chiropraktik, Akupressur,
Ernährungs- und Bewegungslehre).
Touch for Health basiert auf der Erkenntnis, dass ganz bestimmte Muskeln in
Verbindung mit Meridianen und Organen stehen. Es ist eine Methode, die das
Muskeltesten verwendet, um energetische Ungleichgewichte festzustellen. Der
Muskeltest wird mit den Händen ausgeführt.
Ziel des Touch for Health ist es, das Energiegleichgewicht wieder
herzustellen. Erreicht wird die Wirkung durch anregen der Organ-Kreise mittels
Massage lymphatischer Reflexpunkte, kontaktieren von Kopfpunkten für das
Blutsystem, Massage der Wirbelsäulen-Reflexe, ausstreichen der Meridiane,
massieren der Muskelansätze und energieausgleichende Übungen (siehe auch
Kinesiologie).
TOUREN
Von Reisebüros und Saunavereinen werden gezielte Saunareisen und
Touren angeboten. Zu den Perlensaunen oder zu den Navajo Indianern in
Nordamerika, zu indianische Schwitzzeltern in Südamerika, orientalisches Bad in
der Türkei. Zu Wellnesseinrichtungen nach Slowenien, Ungarn, Tschechien,
Finnland, Island usw.
TOURIST
Der Saunatourist liebt die Abwechslung und ist jedes
Wochenende in einer anderen Saunalandschaft, wenn es die Zeit zulässt. Neue
Traditionen, andere Aufgüsse und das Abenteuer Saunaerlebnis sind das
verständliche Motiv der vielen Saunatouristen in unseren Breiten.
TRADITION
Wer ist eigentlich Arnold Schwarzenegger? Die Finnen scheinen
ohnehin ein zähes Volk zu sein, das die Extreme liebt. Etwa Eislochschwimmen bei
klirrender Kälte. Rund 100.000 Suomis frönen diesem frostigen Sport. Und danach
heißt’s kräftig abschwitzen in der finnischsten aller finnischen Erfindungen:
der Sauna.
Ein altes finnisches Sprichwort sagt: „Wo auch immer drei oder mehr
Finnen zusammenkommen, dort wird in drei Wochen eine Sauna sein.“
Laut Statistik
gibt es sogar mehr Saunen als Autos in Finnland: Fünf Millionen Finnen stehen
zwei Millionen Schwitzräume zur Verfügung, ob privat oder öffentlich. In
finnischen Häusern gehören sie zum Standard, und die Bäder bieten sie dem
breiten Publikum an.
Mein ultimatives Saunaerlebnis habe ich am frühen Abend im
Helsinkier Stadtteil Kallio. Die Kotiharju-Sauna ist die letzte holzbeheizte
öffentliche Schwitzstube der Stadt. Das allein ist schon ungewöhnlich. Doch
plötzlich steht eine Frau vor mir, die mir mit einer Bürste den Rücken schrubben
will. An meinem fragenden Blick erkennt sie sogleich den Sauna-Tourist: Eija
heiße sie und sei hier die offizielle Waschfrau. Zögernd nehme ich das Angebot
an und muss zugeben: Das hat was.
Die Sauna ist den Nordländern heilig und allein schon eine Reise
wert. Gerade im Juni, wenn auch die Sonne heizt - 23 Stunden am Tag. Das zweit
Saunabad in Finnland nehme ich um Mitternacht. Ich kann sowieso nicht schlafen,
es ist fast taghell.
Andere haben damit offenbar keine Probleme, und so bin ich
der Hotelsauna allein. Sie besteht aus drei Kachelduschen und einem kleinen
Holzverschlag. Es ist eine "aina valmis kinas", eine elektronische
immer-beheizt-Sauna.
Zehn Minuten später kommt eine Frau. Sie sieht mich nicht.
Kann sie auch nicht: Ich bin ein zerfließendes Etwas, wie heiße Butter weggeschmolzen, in den Ritzen der Liegebank versickert Um die introvertierten
Finnen besser zu verstehen, sollte man jeden Tag mindestens einmal in die Sauna
gehen. Die meisten der fünf Millionen Finnen haben zu Hause eine Sauna und oft
noch eine zweite im Ferienhaus am See, womit es schätzungsweise 1,6 Millionen
Saunen landesweit gibt - Elektro- und Rauchsaunen, Penthouse- und Kirchensaunen,
Zelt- und Floßsaunen, Saunatonnen auf Rollen und von Mofas gezogene
Saunaanhänger.
Die Finnen saunen bereits seit mehr als 2000 Jahren; noch vor
wenigen Jahrzehnten bestimmte der kleine Holzverschlag vollkommen ihren
Lebensrhythmus. So wurden Hochzeiten in der heißen Luft geschmiedet, Kinder
geboren, Tote aufbewahrt und Schinken geräuchert
"Wir gehen im Sommer Tag und Nacht in die Sauna, im Winter aber
nur am Wochenende, dann holen wir den ausgefallenen Schlaf vom Sommer nach",
erzählt Marjo Riitta Autti aus Kuusamo.
Wir sind am Kitkajoki-Fluss in einer
Zeltsauna für Frauen. Denn die Finnen schwitzen nach Geschlechtern getrennt,
wenn sie nackt sind. Besucht man, was sehr selten vorkommt, gemeinsam die Sauna,
tragen Männer eine züchtige Badehose und Frauen einen Badeanzug.
Nur innerhalb
der engsten Familie gibt man sich freier. Das Zelt ist tarngrün und gehörte
offenbar mal zum Militärbestand. Was nicht ungewöhnlich ist, denn die finnische
Armee führt selbst bei UN-Einsatzen in Wüstenländern eine transportable
Militärsauna mit. Denn es ist ja nicht nur das Schwitzen
Wenn man im Zelt auf
der Bank liegt, sieht der Stoff, durch dessen Luftlöcher das Licht schimmert,
wie ein funkelnder Sternenhimmel aus. Wir atmen frische Waldluft, die aus den
Birkenbüscheln aufsteigt, mit denen wir uns abklopfen. Plötzlich der Geruch von
frischem Brot als Marjo ein Bier über die heißen Steine schüttet. Die Rauchsauna
nebenan ist dagegen gewöhnungsbedürftig; beim Anheizen muss der genaue Zeitpunkt
abgepasst werden, erst wenn keine Flamme mehr flackert, wird gelüftet, um die
giftigen Stickoxide loszuwerden. Es beißt ein bisschen in den Augen und pikst
auf der Haut.
Kaum zu glauben, dass viele finnische Frauen in diesen
Nebelschwaden ihre Kinder zur Welt gebracht haben.
Doch die Luft ist antiseptisch, in dem Rauch haben Bakterien
keine Chance. Und Sorgen auch nicht. Ruhe überflutet den Körper. Weit entfernt,
jenseits der bewussten Wahrnehmung, typische Saunageräusche: das Zischen beim
Aufguss, das plätschernde Wasser aus der Ecke mit dem Wassertrog, das Klatschen
der Birkenzweige auf nasser Haut, ein tiefer Seufzer aus einer anderen Ecke.
Von
draußen dringt Gejohle herein, wenn die erhitzten Leiber ins 18 Grad kühle
Seewasser eintauchen. Danach schmecken die deftigen finnischen Speisen umso
besser: Heringshäppchen mit leckeren Marinaden, Erbsensuppe, Rentiergulasch in
Sahnesauce und Kuusamo Räucherkäse. Nicht zu vergessen: die Makara, eine
gegrillte Wurst, die die Finnen nach dem Schwitzen essen.
Überall in Lappland stehen verstreut Saunen in der Landschaft,
viele gehören finnischen Firmen. Denn sowohl Geschäftsleute als auch Politiker
sind überzeugt, dass man in der Sauna die besten Verhandlungen führt. Das
Erfolgsrezept ist einfach: Du bist, was Du bist in der Sauna. Es ist keine
Angeberei möglich. "Kein Armani-Anzug, keine Rolex. Das Wesentliche zählt",
klärt mich Marjo auf Als "heilige Einrichtung" beschreiben die Finnen ihre
Sauna, das Wort "Löyly" steht sowohl für den aufsteigenden Dampf als auch
für die unsichtbare Seele. Ari Ålander, Hoteldirektor in Kuusamos, ist sich
sicher: "Wenn es keine Saunen mehr in Finnland gäbe, würden wir Finnen
aussterben."
Hotels: "Scandic Hotel" liegt im Zentrum von Helsinki, DZ ab 203
Euro, Tel. 00358/9/683 80, www.scandic-hotels.com; "Holiday Club Kuusamon
Tropiikki" bei Kuusamo, Spa-Hotel mit exotischer Palmen-Pool-Landschaft, DZ ab
115 Euro, Tel. 00358/8/859 60, www.holidayclub.fi; Saunen in Helsinki: "Kotiharju
Sauna", Sauna mit Waschfrau, die den Gästen den Rücken schrubbt, Harjutorinkatu
1, Tel. 00358/9/753 15 35; "Sauna Bar", unbedingt den Saunateller probieren mit
der Makara-Wurst, Kartoffeln und Salat, Eerikinkatu 27, Tel. 00358/9/586 55 50;
TRAUMSAUNA
Zweithöchste Auszeichnung für einen Saunabetreiber lt. Saunaführer.
Ausgezeichnet mit 5 Saunaperlen.
5
Saunaperlen "TRAUM~SAUNA"
TRANSPONDER
Ein Transponder ist ein Armband – meist drahtloses –
Kommunikations-, Anzeige- oder Kontrollgerät, welcher eingehende Signale
aufnimmt und automatisch darauf antwortet. Der Begriff Transponder ist
zusammengesetzt aus den Begriffen Transmitter und Responder. Transponder können
passiv oder aktiv sein.
Der Transponder den man beim Eintritt erhält ist
vielseitig. Er dient als Zahlungsmittel. Als Türöffner für den Umkleideschrank
und überwindet so manch lästiges Drehkreuz.
Kartentransponder
Diese passiven Transponder in der Größe von Kreditkarten dienen dazu, Gebühren
zu erheben oder Zugangskontrollen zu ermöglichen. Im ersteren Fall werden meist
vorher Guthaben an den Ausgeber gezahlt, die dann bei Nutzung einer Leistung von
der Karte abgebucht werden. Ähnliche Modelle wie bspw. bei einer Maut buchen die
Beträge erst nach Inanspruchnahme ab.
TREND
Aus der Saunaidee ist ein gewaltiger Wirtschaftszweig geworden.
Ca. 30 Millionen deutschsprachige "Schwitzer" fröhnen aus unterschiedlichsten
Gründen dem Saunavergnügen. Dieser Trend ist unaufhaltsam steigend. Der
Saunatourist sucht das Saunaabenteuer und genießt die unterschiedlichsten
Saunarituale. Andere Saunen, andere Sitten - dies lieben die Saunatouristen. Der
klassische "Stammsaunageher" bleibt meist seiner gewohnten Umgebung treu.
Die Saunamotive sind teilweise überraschend und ein Umfrage
ergab folgende Statistik:
1. Unterhaltung 2. Den Alltag vergessen 3. Entspannen und
Ruhe 4. Jungbrunnen 5. Gesundheit 6. Wegen der Aufguss Show 7. Von Zuhause fort
8. Glücksgefühle zu erleben. 9. Abhärtung und Gesundheitsvorsorge 10.
Gewichtsabnahme (irrtümlich) 11. Entspannen nach dem Sport 12. Familientag
genießen. 13. Wegen dem schlechten Wetter. 14. Kontakt suchen 15. Wärme ist
Liebesersatz 16. Ärger zuhause oder in der Firma 17. Wegen einer
Saunen/Thermenveranstaltung 18. Einsamkeit 19. Neugier 20. Sonstige Motive.
Meist sind mehrere Motive gleichzeitig ausschlaggebend.
Neueinsteiger probieren neben dem Baden die Sauna.
Sauna-Trends Immer ein
Erlebnis: Saunaaufgüsse als USP
Mit den neuen Erlebnisaufgüssen avanciert die Sauna zum Ganzjahres-Vergnügen.
Exotische Aromen, Eisabreibungen, Show-Einlagen und Getränke- oder
Kosmetikservice locken immer mehr Besucher auch über die frequenzschwachen
Sommermonate in Sauna und Spa. spa concept hat nachgefragt, wie der
Erlebnisaufguss zum Alleinstellungsmerkmal wird.
Mit einem besonderen Schmankerl will die Rottal Therme in Bad Birnbach den
Gästen auch in der letzten Phase der Umbauarbeiten im Vitarium entgegenkommen.
Immer sonntags um 10 und 12 Uhr gibt es einen „bayerischen Aufguss“ mit
anschließendem Frühschoppen. Damit findet bayerische Wirtshauskultur Einzug in
die Sauna: Ein speziell zelebrierter Überraschungs-Aufguss bildet die Grundlage
für das ganz besondere Sauna-Erlebnis. Gleich nach dem Saunagang bietet das
Gastro-Team eigens kreierte Mini-Weißwürste und frische Brezen an. Weil derzeit
die Exclusiv-Sauna wegen der Umbauarbeiten nicht zur Verfügung steht, wird der
Aufguss in der Kräutersauna durchgeführt.
Wie die Rottal Therme stehen viele Bäder, Spas und Saunabetriebe jährlich vor
dem Problem, die Gäste auch bei sommerlichen Temperaturen, bei Umbau- oder
Revisionsarbeiten zu einem Besuch zu bewegen. Während die einen auf den
Outdoor-Bereich setzen oder in einen Sandstrand mit Sonnenlagune investieren,
zelebrieren andere die Kunst erfrischender Show-Aufgüsse und sichern sich mit
einem exotischen und täglich wechselnden Aufgussprogramm ein volles Haus und
begeisterte Gäste. In Zeiten service-orientierter Internetauftritte mit
aktuellem Aufguss-Angebot zum Download sind auch die Information der Gäste sowie
die Neukundengewinnung kein Problem. Was die Mundpropaganda nicht schafft,
erledigen E-Mail-Newsletter, eigens kreierte Flyer, Promotionteams in der Stadt
oder Zeitungsanzeigen. Und was im Sommer ein erfolgreiches Zugpferd ist, wird im
Winter beibehalten: So werden die Erlebnisaufgüsse mit jahreszeitlich
angepasstem Programm vielerorts zum Ganzjahres-USP.
Erlebnisaufguss – der Name ist Programm. Was authentisch-nordischen Sauna- und
Badezeremonien ihren Charakter verleiht, ist der Aufguss. Und wahre Saunakenner
wissen: Zwischen Aufguss und Aufguss können Welten liegen.
Erlebnisaufguss-Pioniere legen daher großen Wert auf einerseits ein konstant
hohes Aufgussniveau mit speziell ausgebildeten Mitarbeitern und andererseits ein
breites Aufgussangebot mit wechselnden Highlights für jeden Geschmack. „Jeder
Aufguss ist ein Erlebnisaufguss!“, zeigen sich die Aufguss-Spezialisten des
HanseDom-Teams in Stralsund überzeugt. „Das Erlebnis Sauna zu zelebrieren, die
Vielfalt der verschiedenen Saunen zu erklären, deren Nutzen darzustellen und dem
Gast näher zu bringen - das ist unsere Aufgabe als Gastgeber in der
orientalischen Saunenwelt.“ Der HanseDom Stralsund, das Flaggschiff der
Starwaters Deyle-Gruppe, informiert seine Gäste unter www.hansedom.de mit einem
abwechslungsreichen „Aufguss-Fahrplan“. Spezielle Erlebnisaufgüsse sollen den
Gast eine kleine Wellness-Anwendung erleben lassen. „Die Vorteile eines
Aufgusses sind, in gemeinsamer Runde den Hitzereiz zu ertragen, Körperreize zu
empfinden, die in einem normalen Saunagang nicht zu erfahren sind, und mit dem
Aufguss eine kleine Unterhaltungsshow zu erleben“, so das HanseDom-Team.
Und in dieser Show ist fast alles möglich. „Wasser, Eis, Düfte, Wedeltechniken,
Hintergrundmusik, Lichteffekte, Show oder Kabaretteinlagen, Getränke, Früchte,
Imbisse und Einreibungen sind nur einige Elemente des Erlebnisaufgusses – die
Dramaturgie entscheiden die Saunaanimateure“, erläutert Georg Danter,
Herausgeber des Online-Saunaführers
www.insauna.com das u.a. die ganze Bandbreite an Erlebnisaufgüssen zum
Nachlesen auflistet.
Schwitzen allein hat ausgedient. Dementsprechend bunt und vielfältig ist die
Welt der Erlebnisaufgüsse: von der Abreibung mit Salz, Honig oder Crush-Eis über
die angesagtesten Duft-Nuancen, das Angebot von Früchten und Tee, Lichteffekte
und musikalischer Meditation bis zum Banja-Ritual mit echtem Birkenreisig reicht
die Palette. Und die Betriebe entwickeln ihr Angebot ständig weiter. „Wir
beschäftigen uns in unseren Aufgüssen mit verschiedenen kleinen
Wellness-Anwendungen, bei denen der Gast einen Einblick in die große Welt der
Körperanwendungen bekommt“, erläutert das HanseDom-Team. „Zum Beispiel der
Aufguss ,Lebenselixier Salz’: In Verbindung mit zwei Aufgussrunden wird dem Gast
ein für Körper, Geist und Seele wohltuendes Salz-Öl-Peeling gereicht; nach
diesem Aufguss erfährt der Gast ein tolles Pflegegefühl auf seiner Haut. Die
Seele baumeln lassen kann man bei der ,sanften Komposition’ bei angenehm
ausgleichenden Aromen und einem sanften Aufgussritual. Sehr beliebt ist auch der
,HanseDom-Klassiker’: der Original-Aufguss der ersten Stunde wird mit
verdampftem Sliwowitz, geeistem Obst und einer prickelnden Eisabreibung
zelebriert. Zur ,Mitternachtssauna Wellness’ werden zudem in drei
Aufgussabfolgen Aufbauanwendungen zur Entschlackung, zur Reinigung und zur
Pflege geboten.“
Was der Gast erwartet. Wie der Aufguss also genau abläuft, bestimmen die
Betriebe je nach Art des Aufgusses selbst. Die Grundpflichten des
Aufgussmeisters beschreibt Georg Danter so: „Der Aufgusszelebrant begrüßt die
Anwesenden und stellt sich vor. Er erklärt den folgenden Aufguss-Ablauf, nennt
die Dauer des Aufgusses und den Duft, der im Aufgusswasser vermischt wurde, und
weist die Gäste darauf hin, dass sie ohne Angaben von Gründen die Saunakabine
jederzeit verlassen können.“ Die Gäste erwarten laut Georg Danter vor allem
einen pünktlichen Aufgussbeginn und dass sich der Saunameister an die
Dramaturgie des angekündigten Aufgusses hält. Die Kür des Saunameisters besteht
in den einzelnen Aufguss- und Wedeltechniken, die von Haus zu Haus
unterschiedlich sind. Ein guter Saunaanimateur hat nach Georg Danter das Gefühl
für sein Publikum, zeichnet sich durch entsprechende Fachkundigkeit und
Freundlichkeit aus und kann die Vorgänge im Schwitzraum genau erläutern.
Qualitätssicherung ist darum oberstes Gebot: Im HanseDom beispielsweise ist das
Personal maßgeblich an der Entwicklung neuer Aufgüsse beteiligt und wird vom
Leiter Saunenwelt im Handling und im Ablauf der Aufgüsse regelmäßig geschult und
unterrichtet. Die Aufgüsse werden nach folgenden Kriterien entwickelt:
Nutzen für den Gast > Machbarkeit in Verbindung mit dem Aufguss > Vertretbarkeit
mit der Sauberkeit und Hygiene in der Sauna > Stimmung zur entsprechenden
Jahreszeit > Die Trends der Saison.
Unter Einbezug dieser jahreszeitlichen Stimmung kann jeder Saunabetrieb seine
Aufguss-Trends selbst bestimmen. „In der kommenden Herbst-/Wintersaison legen
wir besonderen Wert auf die Wiederherstellung der sonnenstrapazierten Haut und
auf die Regulierung der Widerstandsfähigkeit der Haut mit speziellen Aufgüssen,
die in Verbindung mit einer kleinen Wellness-Anwendung, wie bereits beschrieben,
zelebriert werden“, erläutern die Aufguss-Spezialisten des HanseDom-Teams.
Während im Sommer von den Gästen eher fruchtige, erfrischende Aufgüsse gewünscht
werden, stehen im Winter vor allem wärmende und anregende Aufgüsse mit
Eucalyptus, Minze u. a. Kräutern bzw. mit Zimt im Mittelpunkt der
Aufgusszeremonien.
Und hier ist Phantasie gefragt: möglichst außergewöhnlich und an die Zielgruppe
angepasst sollte das Aufgussprogramm gestaltet werden. Regelmäßige Wechsel und
besondere Highlights schaffen Abwechslung. Publikumswirksame Ansatzpunkte können
regionale Besonderheiten sein wie ein Salinen-Aufguss in der Salz-Region Bad
Reichenhall, aber auch zielgruppenspezifische Wünsche, z.B. ein
Frauen-Wellness-Aufguss, sowie die beliebten Themenaufgüsse wie Karibikaktionen
oder Weihnachtsaromen. Weiterhin im Trend liegen zudem Erlebnis-Saunen aus aller
Welt mit entsprechenden Zeremonien, wie etwa die asiatische Meditationssauna
oder die finnische Erdsauna mit Kaminfeuer – hier stehen allerdings zunächst
einmal die Hardware-Investitionen an.
TRINKEN
Während des Saunaganges trinken Sie, wenn möglich nichts. Auf
den ersten Blick erscheint es zwar sinnvoll, den Flüssigkeitsverlust, der beim
Schwitzen entsteht, sofort wieder aufzufüllen, doch das ist leider falsch.
Richtig dagegen ist es dagegen, wenn ihr Körper das nötige Schwitzwasser aus den
Wasserreservoirs im Körpergewerbe bezieht und nicht aus der Trinkflasche. "Trink
auf die Sauna" heißt es bei den Finnen. Trinken Sie daher erst, wenn Sie Ihren
Saunabesuch beendet haben.
Um besser zu schwitzen, setzt Ihr Organismus die erforderliche
Flüssigkeit aus den Zwischenzellenräumen im Bindegewebe frei. Wie ein
reinigender Strom trägt der Schweiß die Abfallprodukte des Stoffwechsels mit
sich fort. Würden Sie während der Saunagänge trinken, ginge der reinigende
Effekt verloren.
Die Realität ist in den Saunen meist anders - Strenge Regeln
verbieten zwar generell das Trinken während der
Saunadurchgänge. Auch dies ist für viele meist Unfug. Wenn wer durstig
bin, dann trinkt er auch - vor während oder nach der Sauna. Nach der Sauna
schmeckt es allerdings am besten.
Der Verlust an Mineralstoffen durch die Sauna wird allgemein ein
wenig überschätzt. Erst nach dem dritten Aufguss, der eigentlich nicht mehr
notwendig wäre, beginnen die Zellen unter Mineralmangel zu leiden.
Wer aber eine ausgiebige Schwitzkur macht, der kann zu einem Trick greifen.
Nehmen Sie Tee mit Mineralwasser mit - So gleichen Sie das Mineralstoffdefizit
auf ideale Weise aus. Zweckmäßig ist auch der Genuss frischer Fruchtsäfte.
TRINKKUR
Die verschiedenen Mineralwässer, die in dieser Kur eine Anwendung finden,
unterstützen den Heilungsprozess bei Stoffwechselstörungen oder Erkrankungen des
Verdauungstrakts und der Harnwege.
TROCKEN-DAMPFBADEN
Der eingebaute Saunaofen macht es möglich, dass die Aufheizzeit
beim Dampfbaden stark verkürzt wird. Die durch lange Aufheizung anfallende
Wassermenge (Kondensat) fällt also weg und man kann das "Dampfbad" in der
Badestube wesentlich trockener benutzen als jedes andere Dampfbad. Die tut auch
den Holz gut.
TRÖPFERLBAD
Es bestand aus mehreren Duschen und Wannen, die mehr oder
weniger gegenseitig einsichtig waren und wo
während Geplauder und Streitereien geduscht und gebadet wurde –
getrenntgeschlechtlich versteht sich.
Der Forderung der ArbeiterInnen bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert nach
öffentlichen Badeanstalten leistet die Gemeinde Wien ab der Jahrhundertwende
Folge. Es werden einige öffentliche Bäder errichtet. Darunter einige, die vor
allem zur Reinigung für diejenigen gedacht waren, die zu Hause keine geeignete
Vorrichtung hatten.
Die Wiener Tröpferlbäder sind in den letzten Jahren
aufgelassen worden. Das letzte Relikt des gemeinsamen Waschens und Badens ist
von der Privatbadewanne und Attraktionen wie dem Wellenbecken, der
Wasserrutsche, dem Sprungturm oder der Gegenstromanlage verdrängt worden.
So
wurden zum Beispiel sowohl das "Hermannbad" im fünften Wiener Gemeindebezirk als
auch das Tröpferlbad am Erlachplatz im zehnten Bezirk wurden geschlossen.
Wannenbäder blieben teilweise erhalten.
TUINA MASSAGE
Tuina ist eine der äußeren Behandlungsmethoden in der
Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Es ist eine Methode, mit der man
durch manuelle Techniken an bestimmten Stellen (Akupunkturpunkte und Leitbahnen
der Energie) die Regulation der Yin- und Yang-Balance im menschlichen Körper zu
ermöglichen. Tuina ist eine manuelle Behandlungsmaßnahme, anders als die
westliche Massage und die Akupressur. Bei Tuina kann folgende Wirkungen erzielt
werden:
Freilegen der Leitbahnen oder Auflösung der Blockade (gegen
Schmerzen).· Freies Fließen des Qi’s und Aktivierung des Blutes (Verbesserung
der Durchblutung und der körperlichen Dynamik).· Mobilisierung der Gelenken
(Verbesserung der Bewegung).· Regulation des Zustandes zwischen Yin und Yang
bzw. Kälte und Hitze im ganzen Körper (Behandlung und prophylaktische Maßnahme
bei besonders Stress bedingten Störungen).
· Unterstützung der Energie im Funktionskreis Nieren (Stärkung der Knochen und
Sehnen).· Unterstützung des Funktionskreises Milz (Verbesserung des allgemeinen
Zustandes).· Verschönern und Pflegen der Haut (Kosmetik).
· Harmonisierung des Gesundheitszustandes.
Tuina... ... setzt sich aus Tui (schieben) und Na (greifen)
zusammen. In der Vergangenheit nannte man Tuina Anmo. An (pressen), Mo
(streichen), dies waren die ersten Techniken der Chinesischen Manuellen
Therapie. Die Tuina-Therapie, bei uns wenig bekannt, umfasst alle manuellen
Therapietechniken der Chinesischen Medizin (ca. 30 Techniken) und
chiropraktische Anwendungen. Mittels vieler verschiedener Griffe (drücken,
streichen, klatschen, greifen, pressen von Akupressurpunkten usw.) lassen sich
Beschwerden der unterschiedlichsten Art beseitigen. Tuina kann auch als reine
Gesundheitsmassage eingesetzt werden
Kindertuina... die TCM-Kleinkindermassage (XiaoErTuina) ist eine
spezielle Form der TCM-Massage (Tuina). Ohne Hilfe von Medikamenten oder
Instrumenten benützt sie einzigartige Techniken und erzielt damit bemerkenswerte
therapeutische Effekte. Probleme wie Verdauungsstörungen, Fieber,
Erkältungskrankheiten, Krampfneigung u.v.m. lassen sich mit dieser Therapie
hauptsächlich oder begleitend behandeln. Kinder-Tuina wird bei Kindern von 0-12
Jahren eingesetzt
TULISAUNA
Feuer und Flamme stehen im wahrsten Sinn des Wortes im
Mittelpunkt. Die Badegäste könne von allen Seiten in das sichtbar prasselnde
Feuer blicken. Finnsauna - Temperatur ca. 110 Grad C.
TÜRKISCHES BAD
(Römisches Bad) Das Baden im Dampf gehört bei vielen Völkern zu
den ältesten und beliebtesten Badeformen. Bei uns sind diese Badeformen als
Türkische oder Römische Bäder bekannt. Weder die Türken noch die Römer sind die
Erfinder, sondern nordeuropäische Völker, die schon vor tausenden von Jahren den
angenehmen Aufenthalt im Dampf erkannten. Damals wurde der Dampf noch durch das
Begießen der heißen Steine erzeugt, später in Kesseln, außerhalb der
eigentlichen Baderäume. Es war in jedem Fall mühselig, kontinuierlich Dampf zu
erzeugen. Vielleicht ist dies der Grund, warum das Dampfbad mit der Sauna nicht
Schritt halten konnte.
Das türkische Bad besteht aus einem Heißluftraum (50
Grad), einem Warmluftraum (40 Grad) und einigen kühleren Räumen. Im Gegensatz
zur finnischen Sauna, in der man bei absoluter Ruhe entspannt, wird im
türkischen Bad die Kommunikation groß geschrieben.
Man sitzt zu mehreren in kleinen Nischen und führt Gespräche, während man
schwitzt. Zwischendurch wird der Körper mit warmem Wasser übergossen oder mit
kühlen Güssen erfrischt. Auch Teetrinken und Massagen gehören unbedingt zur
Zeremonie.
TV
In vielen Saunalandschaften eine
Selbstverständlichkeit. Aktuelle Anlässe zwischen den Saunagängen verfolgen. In
einem gemütlichen Aufenthaltsraum ein Fernseher ist sicherlich ein Service für
die Saunagäste.
TV-SAUNA
TV-Sauna 45° C Ablenkung beim Saunagang durch ständig
aktuelle Nachrichten und Sportübertragungen auf einer Leinwand
TYPEN
Das
schweißt zusammen
Wenn es draußen wieder richtig kalt wird, geht die Saunasaison los. Leider
sind diese schweißtreibenden Gesundheitsräume bevölkert von Menschen, die
nicht nur nackt sind, sondern auch sonst eigenartige Verhaltensweisen an den
Tag legen. Eine Typologie der fünf nervigsten Saunabesucher.
Der Körperfetischist
Er begreift die Sauna nicht als Heilort oder Platz für nachhaltige
Anwendungen, sondern als Bühne. Wo schließlich kann er sonst all die
aufwändig enthaarten Winkel und Falten seines Körpers so offen vorzeigen:
Mit seinen Tattoos, der haarlosen, gestählten Brust, dem getunten Gemächt
und den pedikürten Fußnägeln bereitet er den anderen Anwesenden schließlich
nicht nur Augenschmaus - er gibt damit auch dezente Anregung, wie sich ihre
Körper-Performance noch verbessern ließe. Deswegen stolziert der
Körperfetischist auch betont langsam in der Sauna-Anlage auf und ab, und
verteilt Strafblicke an fremde Fettpölsterchen. Das Ferrari-Handtuch hat er
sich dabei, wenn überhaupt, nur lässig um den Hals gelegt. Das Saunieren
selber betreibt er aus sportlichem Ehrgeiz. Er freut sich, wenn er länger
kann als alle anderen und stürzt sich mit ausdrücklich zur Schau gestellter
Nebensächlichkeit ins Eisbecken, wo er noch abtaucht, um zu zeigen, wie
lange er die Luft anhalten kann. Gelegentlich ist er auch mit einer Freundin
da, dann tragen sie die Solariumsbräune im Partnerlook und sehen sich auch
sonst ziemlich ähnlich - Bodybuilding ist ja der große Gleichmacher unter
den sekundären Geschlechtsmerkmalen. Seine makellose Fassade bröckelt
allerdings in der Umkleidekabine. Dort verwandelt er sich mittels einer
zweifarbigen Jeans und eines schlimmen Sweatshirts in den unscheinbaren
Langweiler von nebenan zurück, der er in Wahrheit auch ist. Manchmal
verdeckt Nacktheit auch.
Der ledrige Greis
Stellt mit seinesgleichen in manchen Saunen die Übermacht, was aber auch
kein Wunder ist, schließlich hat er genug Zeit, seit er mit 42
frühpensioniert wurde. Jetzt ist er weit jenseits der 75 und springlebendig
und zwar nur: Weil er jeden Tag in die Sauna geht. Was er ohne besondere
Nachfrage jedem erläutert. Außer Sauna fährt er noch begeistert Rad, isst
asketisch und liest zwischen zwei Aufgüssen Bücher über fernöstliche
Lebensphilosophie und zwar nackt im Schneidersitz auf dem Boden. Schamgefühl
weist er als Zivilisationskrankheit zurück, beim Duschen seift und scheuert
er mit Kernseife so gründlich an sich herum, dass seine Extremitäten
puterrot anlaufen, danach macht er Kniebeugen und schneidet sich die Nägel,
nicht ohne dabei über die aktuelle Qualität und Konsistenz des Horns laut zu
berichten. Unter der Eiswasserdusche genießt er es, besonders laut und
urtümlich zu prusten und zu grunzen. Er schwitzt nie, weil seine Haut wie
die einer Schildkröte ist und keine Funktionen mehr ausübt. Daraus zieht er
für sich selbst die Berechtigung, jüngeren Saunagästen - vor allem Mädchen -
Hinweise zum richtigen Saunieren zu geben oder sich mit einem lockeren "Ich
war auch mal jung" ganz natürlich und unbedingt sehr nah neben sie zu
setzen.
Die distanzlose Dicke
Sie schwitzt schon in der Umkleidekabine spektakulär. Nach dem ersten
Durchgang im Farblicht-Saunarium ist sie ein einziger, glücklicher
Wasserfall. Wäre sie ein Steak, sie hätte dauerhaft die Garstufe "english".
Ihren Ausbrüchen genügt jetzt kein untergeschobenes Handtuch mehr. Tropfend
kommt sie als Letzte zum Aufguss und pfropft sich unternehmungslustig in die
voll belegte, oberste Bank, die sie freilich nach wenigen Minuten stöhnend
wieder verlässt, nicht ohne ihre Brüste dabei in alle vier Himmelsrichtungen
zu klatschen. Die eigentlich kalte Dusche nach der Sauna stellt sie immer
auf lauwarm, weil ihr Herz das sonst nicht verträgt. Am allerliebsten ist
sie im Dampfbad und glitscht da so rum. Nicht selten passiert es, dass man
sie dort im Dampfnebel übersieht und für Sekundenbruchteile ihren Schenkeln
aufsitzt, was sie mit wollüstigem Johlen kommentiert. Im Whirlpool erzählt
sie später, dass sie sich als Mädchen ja nie in die Sauna getraut hätte, was
sie heute gar nicht mehr verstehen könnte. Jetzt findet sie es nämlich
herrlich und kratzt sich im Liegestuhl gemütlich den Bauch, um dann unter
ihrer Zeitschrift mit offenem Mund einzuschlafen und vernehmlich zu
schnarchen.
Der Saunawärter
Hat natürlich eine Sonderstellung, weil er als einziger in Shorts in die
finnische Sauna darf, um dort den Aufguss zu machen. Sein wohl definierter
Körper und seine Bademeister-Lässigkeit machen ihn zum unangefochtenen Star
jedes Saunabetriebs. Stammgäste wollen sich gerne mit vertraulichen Worten
während des Aufguss annähern, was ein guter Saunameister aber mit der
Korrektheit eines Barkeepers übersieht. Subtil übt er seine Macht aus, wenn
er mit einem Tuch die extraheiße Luft beim Aufguss in die Gesichter der
Neulinge peitscht. Etwas unmännlich wird sein Job aber dadurch, dass er
vorher laut ankündigen muss: "So meine lieben Saunafreunde, jetzt kommt ein
voglwuider Mango-Rosmarin-Aufguß. Also, Mango öffnet die Poren und Rosmarin
soll die Atemwege . . ." Er offenbart in diesen Schwurbel-Weisheiten immer
einen Münchner-Vorort-Dialekt und hat weiß gekalkte Ränder an den Zehen, vom
vielen Desinfektions-Spray. Wenn man ihn wirklich braucht, etwa weil die Tür
der 95-Grad-Holzfäller-Sauna klemmt, dann ist er nicht zu finden, nur zu
seinen Aufgüssen kommt er pünktlich. Dass es auch zu seinen Aufgaben gehört,
gelegentlich mal die Pfützen auf den Böden abzuziehen, hat er bereits am
zweiten Tag seiner Anstellung verdrängt.
Die gesunden Freundinnen
Sie sehen aus wie die komischen Zwillinge aus der Pharma-Werbung und sind
schon in der Umkleide am atonalen Gackern zu erkennen. Sauna ist für sie
eine Wellness-Oase, sie "gönnen" sich das in der kalten Jahreszeit einmal
pro Woche. Alleine würden sie allerdings nie gehen, nur mit ihrer Freundin
meistern sie den Umstand, dass sie so gerne nackt eigentlich nicht
herumspazieren. Weil sie sich aber vor der anderen keine Blöße bei der Blöße
geben wollen, agieren sie besonders offenherzig. In der Sauna vergessen sie
vor lauter Geplauder, wie lange eigentlich die optimale Sitzung dauern soll
und streichen sich die ganze Zeit besinnlich an den Armen herum, als müssten
sie die Poren einzeln animieren. Was gar nicht geht, das wissen sie genau:
Spanner und Notgeile. Und Typen, die nur zum Glotzen da sind. Männer
sowieso. Und solche, die sich in der Körperpflege gehen lassen. Und solche,
die Achselhaare besitzen. Und Frauen, die hübscher sind als sie, weil
schließlich die Sauna kein Model-Wettbewerb ist. Weil so viele Sachen nicht
gehen, sind sie die ganze Zeit damit beschäftigt, die anderen Gäste
durchzuhecheln - lautstark tauschen sie im Ruheraum die Ergebnisse aus. Bei
ihnen ist höchste Vorsicht geboten - wenn man an ihnen vorbeigeht, während
sie duschen, hagelt es böse Blicke; wenn man ihnen die Tür zur Sauna
aufhält, fängt man sich ein "Guckst"n so, kriegst du keine ab?" ein. Noch
lieber als zu schwitzen, sitzen sie im Massagesessel, trinken aromatisiertes
Mineralwasser und träumen davon, wie es wäre, wenn sich wirklich mal einer
für sie interessieren würde. Max Scharnigg;