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Mit der Freiheit ist es nicht anders als mit derben und saftigen Speisen oder starken Weinen. Für gesunde und starke Naturen sind sie nahrhaft und stärkend. Sie überladen, verderben und berauschen jedoch schwache und zarte Menschen. Jacques Rousseau

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Tafelspitz Tafelwasser Tafelwein Tagliatelle Taleggio Tamarinde Tandoori Tannin Tapas Tapenade Tartar Tarteletteformen Taschenkrebs Tatar Tatarensauce T-Bone-Steak Tee  Tequila Terrine Testa in cascetta   Thymian Thunfisch Tiefe Timbale Tintenfische Tiramisu Tiroler Gröstl Tiroler Knödelsuppe


Tafelspitz


Klassisches österreichisches Siedfleischstück. Tafelspitz ist das beste Stück aus der Rinderkeule. Es gehört mit Hieferschwanzel und Hieferscherzel zu den Gustostücken (Sonderstücken) des Rindes. Dieses Fleischstück ist besonders feinfaserig, nicht durchzogen, und besitzt an seiner oberen Seite nur eine ganz dünne Fettschicht. Er wird mit Schnittlauchsauce, Apfelkren (Apfelmeerrettich) und Erdäpfelgröstl (geröstete Kartoffeln) serviert. Für 4 Personen, Zubereitungszeit ca. 2-3 Stunden 800 g Tafelspitz, 2 Liter Rinderbrühe, 4 Karotten (oder anderes Rübengemüse), 1 Stück Sellerie, Saft einer Zitrone Die Rinderbrühe zum Kochen bringen. Das Gemüse putzen, in Stücke schneiden und mit Zitronensaft beträufeln, damit es sich nicht verfärbt. Es wird später zum Garnieren verwendet. Das Fleisch in die kochende Brühe legen. Aufwallen lassen, dann die Hitze reduzieren. Der Tafelspitz soll nur ganz leicht köcheln. Deckel auflegen und je nach Qualität 2 bis 3 Stunden garen lassen. Ca. 30 Minuten vor dem Ende der Garzeit das Gemüse hinzugeben. Das Fleisch aus der Brühe nehmen und ca. 10 Minuten ruhen lassen. Den Tafelspitz quer zur Faser in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und auf 4 vorgewärmte Teller legen. Mit dem Gemüse garnieren und mit 2-3 Eßlöffel heißer Rinderbrühe übergießen. Die Rinderbrühe kann mit Einlage zu einer guten Suppe weiterverarbeitet werden.

 


Tafelwasser

Wird aus natürlichem Mineralwasser oder aus Trinkwasser hergestellt. Eine gezielte Anreicherung mit bestimmten Zusatzstoffen wie Mineralstoffen und Kohlensäure ist möglich.


Tafelwein

 

bedeutet die unterste Qualitätsstufe (das ist allerdings in der Praxis nicht immer richtig, denn manche hochwertigen Bariqueweine sowie Weine aus sogenannten neuen krankheitsresitenten Rebsorten müssen aus weingesetzlichen Gründen auch Tafelweine genannt werden.)


 

Tagliatelle


etwa 1 cm breite und 1 mm dicke Bandnudeln aus Eierteig. - Auch Fettuccine. Sind sie doppelt so breit, heißen sie Pappardelle.


Taleggio


Vollfetter Weichkäse aus Kuhmilch in flacher viereckiger Form. Das Gewicht beträgt 1,7 bis 2 kg., die dünne weiche Rinde ist gelbrosa, die weiche Teigmasse weiß bis strohgelb. Sein Fettgehalt beträgt mindestens 48 % Fett i.Tr.


Tamarinde


Hülsenfrucht des tropischen Tamarindenbaumes. Das süße bzw. säuerliche Fruchtmus wird zur Herstellung von Erfrischungsgetränken und Süßwaren verwendet.


Tandoori


indischer Lehmofen


Tannin

 

 Gerbstoff


Tapas

 

kleine Appetitmacher, die warm oder kalt sein können. Der Begriff stammt aus Spanien > Tapas - die "Verwandlungskünstler" aus Spanien. Ob als Snack, Vorspeise oder Hauptspeise - Tapas passen immer und überall
Über die Entstehungsgeschichte der Tapas gibt es verschiedene Meinungen. Die gängiste Variante ist, dass man früher einen essbaren Deckel ("Tapa") auf ein Sherry-Glas setzte, damit keine Fliegen ins Glas fallen konnten. Dieser "Deckel" bestand zunächst nur aus einer Scheibe Schinken oder Käse. Im Laufe der Zeit wurde dieser essbare Deckel gegen ein richtiges Teller (eine Untertasse) getauscht, auf dem immer raffiniertere und köstlichere Appetithäppchen angerichtet wurden. Heute genießt man Tapas als Snack und Vorspeise oder als komplettes Mittag- oder Abendessen, das aus den verschiedenen Tapas-Varianten zusammengestellt wird. Eine weitere Variante der Entstehungsgeschichte ist, dass der kastilische König Alfonso X. von seinen Ärzten auf Diät gesetzt wurde. Daher bereiteten seine Köche nur noch kleine Köstlichkeiten zu - diese dem König so gemundet haben, dass daraus die Tapas-Kultur entstand. Wer Tapas zubereiten möchte, sollte immer eine Flasche trockenen Sherry, Oliven und frischen Knoblauch vorrätig haben. Diese elementaren Bestandteile finden sich in vielen Rezepten wieder. Aus einer Vielzahl von Tapas kann sich jedermann nach seinem Geschmack und Appetit sein persönliches Menü zusammenstellen. Viele Tapas können sowohl warm als auch kalt gegessen werden. Bestens zu Tapas passt übrigens ein kühler trockener Sherry oder ein gutes Glas Rot- oder Weißwein. Es gibt eine Vielzahl an Tapas-Variationen - der Fantasie sind hier (fast) keine Grenzen gesetzt.

Tapas mit Schinken und Würsten:

  • Chorizo, morcilla, morcón, salchicón: rote und schwarze Würste

  • Jamón ibérico: exquisiter Schinken von mit Eicheln gefütterten Schweinen, die wegen ihrer schwarzen Hufe "pata negra" genannt werden

  • Jamón serrano: luftgetrockneter Schinken

Tapas mit Oliven:

  • Aceitunas aliñadas: gepökelte Oliven, nach Knoblauch und Thymian riechend

  • Alcaparrones: große, eingelegte Oliven

  • Manzanilla, gordal: zwei Arten Sevilla-Oliven; Manzanilla-Oliven gibt es auch entkernt und mit Anchovis, Mandeln oder Paprika gefüllt

Tapas - Salate und kalte Gerichte

  • Campera: Kartoffelsalat mit Thunfischstückchen

  • Huevas: frischer Fischrogen, pochiert und mit Öl und Zitrone zubereitet

  • Pimientos asados: Salat mit gerösteten Paprikaschoten

  • Remojón: Salat aus Orangen, Zwiebeln, Oliven, Kabeljau

  • Salpicón: gehackte Tomaten, Paprikaschoten und Zwiebeln mit in Vinaigrette marinierten Schalentieren

Tapas - Fische und Schalentiere:

  • Atún encebollado: gekochter Thunfisch mit Zwiebeln

  • Boquerones al natural: Frische, marinierte Anchovis

  • Cazon en adobo: marinierte Stücke von frischem Haifisch

  • Pescado en amarillo: in Safran und Wein gedünsteter Fisch

  • Soldaditos de pavía: Kabeljaustückchen in Bierteig

  • Calamares: Tintenfischringe

  • Caracoles; cabrillas: Schnecken in Kräutersauce

  • Cazuelo Tío Diego: in Tonschalen servierte Garnelen, Pilze und Schinken

  • Chocos con habas: Tintenfisch geschmort mit Bohnen

  • Cigalas: in Meerwasser gekochte Kronenhummer

  • Coquinas a la marinera: kleine Muscheln in Wein und Knoblauch gekocht

  • Gambas al ajillo: mit Knoblauch gebratene Garnelen

  • Gambas a la plancha: gegrillte, ungeschälte Garnelen

  • Gambas rebozadas: im Teigmantel frittierte Garnelen

  • Langostinos da Sanlúcar: gestreifte Garnelen, gewöhnlich in der Schale gekocht

  • Puntillitas: knusprig gebratene, kleinste Tintenfische

  • Tigres: Gefüllte Muscheln, paniert und gebraten

  • Tortillitas de camarones: gebackene kleine Krabben

Tapas mit Eiern:

  • Huevos a la flamenca: gebratene Eier mit Schinken, Spargel, Erbsen und Tomaten

  • Huevos rellenos: Mit Thunfisch gefüllte Eier

  • Revuelto de setas; de ajetes; de espárragos: Rührei mit Pilzen, grünem Knoblauch und wildem Spargel.

  • Tortilla de patatas: Dickes Kartoffelomelett

Tapas - Suppen:

  • Caldo: Brühe in der Tasse

  • Gazpacho: Kalte Gemüsesuppe im Glas

  • Salmorejo: Dicke Tomatencreme mit Schinken und Ei

Tapas - Gemüse:

  • Alcauciles rellenos: gefüllte Artischocken

  • Berenjenas rebozadas: gebratene Auberginen

  • Espinacas con garbanzos: Spinat mit Kichererbsen

  • Habas con jamón: Bohnen mit gehacktem Schinken

Tapas - Fleisch und Geflügel:

  • Albóndigas: Fleischbällchen in Mandel und Tomatensauce

  • Caldereta de cordero: Lammeintopf mit Paprika und Zwiebeln

  • Estofado de ternera: Kalbseintopf, oft mit Minze gewürzt

  • Flamenquines: Kalbfleisch-, Schinken- und Käseröllchen

  • Lomo en adobo: marinierte Schweinelende

  • Pinchtos morunos: würzige Kebaps, meist Schweinefleisch

  • Pollo al ajillo: in Knoblauch gebratenes Huhn

  • Pringá: Hackfleisch mit Fett vom Topf aus Brot

  • Punta del solomillo: gegrilltes Schweinesteak

  • Riñiones al jerez: Nieren in Sherrysauce

  • Ternera mechada: Kalbsbraten mit Oliven und Schinken


Tapenade

 


provenzalische Gewürzpaste aus schwarzen Oliven, Kapern und Sardellen


Tartar


Schabefleisch ~ Mageres, sehr fein gehacktes Rindfleisch zum Rohessen. - rohes, mageres Muskelfleisch vom Rind, das durch den Fleischwolf gedreht wurde. > Zutaten (1-2 Personen) 100g Tatar (mageres, frisches Rinderhackfleisch) 1 mittelgroße Zwiebel 1 Eigelb Ca. 1 gestrichener Teelöffel Salz Reichlich schwarzen Pfeffer Dazu: Butter und Brot nach Belieben Als Hauptgericht reicht die Menge für eine Person, serviert man dazu aber auch andere Kleinigkeiten, reicht es auch für zwei. Zwiebel in sehr feine Würfel schneiden. Alle Zutaten in eine mittelgroße Schüssel geben und mit einer Gabel sorgfältig vermischen. Zu Brot und Butter servieren. Als Getränk dazu empfiehlt sich ein kräftiges Bier. Tatar muss möglichst schnell gegessen werden - auf jeden Fall an dem Tag, an dem es zubereitet wurde. Auch sollte man nur Fleisch vom selben Tag und sehr frische Eier verwenden. Traditionell serviert man Beefsteak Tatar übrigens als Hackfleischklops, auf den das Eigelb nur aufgesetzt wird. Dabei werden nur Salz und Pfeffer (eventuell auch die Zwiebeln) mit dem Hackfleisch vermischt. Die anderen Zutaten werden getrennt serviert, und jeder Esser mischt seine Portion selbst. Weitere mögliche Zutaten sind dabei Kapern, Sardellen und Essiggurken

 


Tarteletteformen


kleine runde flache Backförmchen

 


Taschenkrebs

 

 Crab

 


Tatar


Er wird aus Rinderhack, Kapern, Eigelb, Cornichons, Zwiebeln, Paprika und frischen Kräutern hergestellt. Meist wird das rohe Tatar in der Mitte des Tellers angerichtet, die Zutaten umlegt. Angemachtes muss in kurzer Zeit verzehrt werden. 200 g Tatar 1 Zwiebeln 2 TL Kapern Pfeffer, Salz Paprikapulver Worcester 1 Eigelb 3 Toastscheiben 20 g Butter . Tatar oder Schabefleisch in eine Schüssel geben. Zwiebeln und Kapern sehr fein hacken und gut mit dem Tatar vermischen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer, Salz , Paprikapulver und Worcestersauce würzen. Ein Ei sehr gut trennen und das Eigelb ohne Reste vom Eiweiß zum Tatar geben und gut vermischen. Toastscheiben dünn mit Butter bestreichen und dick mit Tatar belegen. Wer mag, streut noch ein paar Zwiebelwürfel und Kapern obenauf.
 

Tatarensauce


Ableitung der (siehe) Mayonnaise, die mit gehackten Eiern, Cornichons, Kapern, Petersilie und Zwiebeln versetzt wird. Man reicht sie zu Fleisch oder Fisch. Fritierte Eier in Tartarensauce. 8 frische, deutsche Eier Für die Sauce: 2 Eigelb, hart gekocht 3 - 4 EL Mayonnaise (45%) 1 TL Senf, scharf 1/2 Bund Schnittlauch 4 Stiele Kerbel 4 Stiele Estragon 4 Stiele Petersilie Salz weißer Pfeffer 1 Prise Zucker 2 EL Zitronensaft Außerdem: 3 EL Mehl
1 frisches, deutsches Ei Salz 4 EL Semmelbrösel Butterschmalz zum Fritieren.  Die Eier hartkochen.
Für die Tartarensauce 2 hart gekochte Eier halbieren. Das Eiweiß anderweitig verwenden, das Eigelb herauslösen und mit Mayonnaise, Senf, gehackten Kräutern, Salz und weißem Pfeffer verrühren und pikant abschmecken.
Die mit kaltem Wasser abgeschreckten und abgepellten Eier zuerst in Mehl und Salz wenden, dann nacheinander in verquirltem Ei und in Semmelbrösel. In heißem Butterschmalz bei 175° C etwa 2 - 3 Minuten schwimmen goldgelb ausbacken. Die Eier mit der Tatarensauce anrichten. Beilage: Salzkartoffeln oder knuspriges Stangenweißbrot
 


T-Bone-Steak

 

Ein T-Bone-Steak wird aus dem ganzen Roastbeef geschnitten. D. h. der Knochen, das flache Roastbeef und das Filet werden in etwa 4 Zentimeter dicke und 600 bis 700 Gramm schwere Scheiben geschnitten. Der Knochen (engl.: bone - Knochen) hat die Form des Buchstaben "T". Es wird meist mach amerikanischer Art gegrillt.
Wie schon das  Porterhouse-Steak auf eine ganz bestimmte Art zugeschnitten: Am Nierstück wird gegen die Rippen hin geschnitten, so daß ein T-förmiger Knochen in der Mitte des Fleischstückes stehen bleibt. Der Knochen trennt Filet und Lende voneinander. Dieses Steak wird nur gebraten und mit den gleichen Umlagen serviert wie das Porterhouse-Steak.


Tee

 

Cool bleiben - Tee trinken! In der Sauna ein heißer Tipp! Als bestes Mittel gegen die extreme Sauna-Hitze trinken sie den Tee in kleinen Schlückchen. Durch den Genuss des Heißgetränks werden die Blutgefäße in Magen und Darm erweitert. So kommt die Flüssigkeit schneller ins Blut und es setzt ein leichtes Schwitzen ein, das den Körper kreislauf-schonend abkühlt. Den ultimativen Frischekick bekommt der Tee übrigens durch die Zugabe von Minzeblättern: Für den Kühlungseffekt sind Rezeptoren verantwortlich, die im Mund Temperaturschwankungen wahrnehmen. Sie reagieren auf das Menthol der Minze und sorgen so für ein angenehmes Frischegefühl. In Marokko wird dem Gast zum Beispiel Tee mit einem zusätzlichen Aufguss aus aromatischen Kräutern wie Minze oder Melisse serviert. Zusammen mit dem Tee wird der erfrischende Kräuteraufguss in eine Tasse gegossen, so dass der Gast je nach Geschmack selbst über das Mischungsverhältnis entscheiden kann. Entscheidend für echten Teegenuß sind neben der Teequalität auch Menge, Wasser und Ziehzeit. Noch ein Tip zur Aufbewahrung: Tee ist ein Naturprodukt und sehr empfindlich. Er muß kühl und trocken gelagert werden und sollte nicht neben stark duftenden Lebensmitteln stehen. Gut verschließbare Blechdosen oder lichtgeschützte Gläser sind bestens geeignet. Den Tee entsprechend den nachstehenden Ziehzeiten ziehen lassen: Darjeeling 3 - 5 Minuten
Schwarztee (allgemein) 2 - 3 Minuten Grüntee 70° C 2 Minuten Früchtetee 10 - 15 Minuten Kräutertee 10 Minuten
Rotbuschtee 3 - 5 Minuten.

 

 In vielen Gebieten der Erde ist Tee nicht einfach nur ein Getränk, sondern eine Weltanschauung und fest in die jeweilige Kultur eingebunden. Im Laufe der Zeit haben sich hier ganz bestimmte Regeln für den Umgang mit dem Naturprodukt etabliert.

Bis ins kleinste Detail ausgefeilt ist beispielsweise die japanische Teezeremonie, abgeleitet vom Zen-Buddhismus. Für diese kunstvolle Form des Teekonsums zu besonderen Anlässen werden spezielles Zubehör und ein grüner Pulvertee, Matcha, verwendet, der mit einem Teebesen in der Trinkschale dickflüssig geschlagen wird. Jeder Handgriff der Teezeremonie ist genau vorgegeben.

Ein anderes Beispiel ist der traditionelle Fünf-Uhr-Tee der Engländer. Dabei wird der Tee stark zubereitet und mit frischer Milch serviert. Und zwar nach dem "m.i.f." (milk in first)-Prinzip. Dann wird der aufgebrühte Tee zugegossen und je nach Bedarf gesüßt. Schon im vorigen Jahrhundert avancierte dieser "Afternoon Tea" zu einem gesellschaftlichen Ereignis, zu dem in der Oberschicht elegante Kleidung, kostbares Teegeschirr und ausgewählte Speisen wie Gebäck und Kuchen gehörten.

Doch auch in Deutschland gibt es eine Region, in der das Trinken von Tee seit mehr als 300 Jahren als unverzichtbarer Bestandteil des Tagesprogramms zu einem Ritual geworden ist: Bis zu fünfmal täglich genehmigt sich ein echter Ostfriese seine drei "Koppkes" - zum Frühstück, zum "Elf-Ührtje", nach dem Mittagessen, zur Teezeit zwischen drei und fünf und als Einleitung des Feierabends. Der von der Bevölkerung als Grundnahrungsmittel angesehene Ostfriesentee besteht aus einer Mischung von überwiegend nordostindischen Assam-Tees. In die Tasse kommt zunächst ein dickes Stück Kandis - Kluntje genannt - dann wird der Tee eingeschenkt und ein wenig "Rohm" (ungeschlagene Sahne) beigegeben - Umrühren ist verpönt. So genießt der Ostfriesentee-Trinker als erstes den Tee mit dem "Wulkje" (Sahnewölkchen), dann den herben Teegeschmack und schließlich den gesüßten Tee vom Boden der Tasse.


Tempura ~ Japanische "Beignets": frittierte Häppchen von verschiedenen Fischen und Meeresfrüchten, Gemüse und Kräuterblättern


Tequila

In einer uralten Legende aus der Region Guadalajara heißt es, dass im Himmel der Teufel los war, weil sich die Götter darum stritten, wer den Menschen ein Getränk bescheren könne, das sowohl angenehme als auch verheerende Eigenschaften zeige. Mit einem Blitz wurde das Problem gelöst. Er schlug in eine Agave ein, brachte den Fruchtkörper zum Kochen und der herausquellende Saft zeigte bei den neugierig herbeigeeilten Menschen schnell seine Wirkung. Das mexikanische Nationalgetränk, wird aus dem Saft der blauen Maguey Agave hergestellt. Die langen und scharfen Blätter beinhalten eine Flüssigkeit, (aguamiel - Honigwasser) genannt, die zu Tequila vergoren wird. Lange bevor die Spanier das mexikanische Hochland erreichten, verstanden es die Indios, aus dem Agavensaft einen Schnaps herzustellen, der bei religiösen Ritualen und Zeremonien getrunken wurde. Das große Herz der Pflanze wird herausgelöst, die sich darin sammelnde Flüssigkeit vergoren und destilliert. Manchmal werden auch die Fruchtstücke der Agave zerkleinert, gekocht, ausgepresst und der Saft vergoren und ebenfalls destilliert. Nach der Destillierung kann der klare Tequila gleich getrunken werden. Im Bundesstaat Jalisco ziehen sich endlos die Agavenfelder. Als Tequila bezeichnet man heute den aus dieser Region stammenden Agavenschnaps. Der Name ist keine Bezeichnung für eine Getränkesorte, sondern ein Markenname. Die Länge der Lagerzeit bestimmt die Qualität: Der junge weißliche Tequila wird nur ein paar Monate in Eichenfässern gelagert und eignet sich ausgezeichnet für Cocktails (Margarita, Tequila Sunrise). Ein im Eichenfass gereifter Tequila (reposado oder anejo), erkennbar an seinem goldenen Schimmer und samtig weich, kann sich mit einem Cognac messen. Tequila hat in der Regel zwischen 40 und 45%-Vol Alkohol.


Terrine


Ein Teig aus Gemüse, Fisch, Geflügel, Wild oder Fleisch wird in einer Form im Wasserbad gegart, bis die Terrine schnittfest ist. Dient als klassische Vorspeise. ~ Pasteten ohne Teighüllen - pastetenartige Masse aus verschiedenen, vermischten Zutaten von Fisch bis Gänseleber. Terrinen werden in einer Form zubereitet. Die Terrinen wurden ursprünglich in Steingutgefäßen gefertigt, heute sind aber auch andere Gefäße im Gebrauch. In den feuerfesten Formen werden feingehackte, gut gewürzte Fleisch- oder Geflügelmassen im Wasserbad pochiert. Die Terrinen sind häufig als kalte Vorspeisen auf den Speisekarten zu finden. In Konsistenz und Geschmack ähneln die Fleischterrinen der Leberwurst.

 


Testa in cascetta


Sülze aus Schweinskopf mit Thymian und Knoblauch


Thunfisch


(franz. thon, engl. tuna) Gewöhnlicher oder Roter Thunfisch: kann mehr als eine Tonne wiegen, werden gewöhnlich mit Angel oder Harpune gefangen, bläuliche Haut, rotes Fleisch, fettreich, warme Gewässer, außer beim Steak wird die Haut generell entfernt


Thymian

Thymian gehört wie Majoran, Basilikum, Bohnenkraut, Rosmarin und Salbei zu der Familie der Lippenblütler. Die Thymianpflanze stammt von den Felsenheiden des westlichen Mittelmeeres und wird heute überall in Europa und in den USA angebaut. Man unterscheidet ausdauernden Thymian (Vermehrung durch Teilen älterer Pflanzen) und einjährigen Thymian (Aussaat im Freien). Die einjährige Thymianart ist würzkräftiger, die ausdauernde Halbstaude verliert von Jahr zu Jahr an Aroma. Thymian wird 20 - 40 cm hoch und trägt an den holzigen Ästen Büschel von kleinen, ellipitischen Blättern, die getrocknet in den Handel kommen. Die Blütenfarbe ist rosa bis dunkellila. Thymian riecht angenehm würzig und schmeckt beißend aromatisch. Dieses niedrige Kraut stammt aus Frankreich, Spanien und Jugoslawien. Die dunklen Blätter des Thymian sind leicht eingerollt, sie haben die stärkste Würzkraft. Vor allem zu Wildgerichten wird Thymian gereicht, aber auch Tomaten- und Kräutersaucen werden damit gewürzt.


Tiefe

Weine hoher Qualität mit vollem, ausgeprägtem Geschmack und Nachhall.


Timbale


Pastete in Becherform ~ feine Ragouts oder Pürees, die kalt aus Porzellannäpfen gestürzt und mit Gelee überzogen werden - tassenartige, hitzebeständige Form für die Zubereitung portionsgerechter Speisen gleichen Namens, die nach dem Garen auf den Teller gestürzt werden.


Tintenfische


Oberbegriff für alle Kopffüßer, Kalamare, Sepien oder Octopus, bis zu 30 cm lang und 5 kg schwer


Tiramisu

Tiramisu ist heute eines der beliebtesten und berühmtesten italienischen Desserts. Der Name bedeutet übrigens "Heb mich auf" oder "Zieh mich hoch", einen Effekt, den Tiramisu dank des Kaffees und des Zuckers in der Tat hat. Und er Geschmack ergibt sich aus dem Wechselspiel von cremiger Süße der Mascarpone-Creme und der leichten Bitterkeit von Espresso und Kakaopulver. Zutaten (für ca. 4 reichliche Portionen) 1/8 l Espresso 200 g Löffelbiskuits 500g Mascarpone 4 Eigelb 2 Eiweiß 100 g Puderzucker 2 cl Amaretto (Alternative: Weinbrand) Ca. 3 Eßlöffel (echtes) Kakaopulver Zunächst den Espresso kochen und abkühlen lassen (Notbehelf: Löslicher Espresso, nur im allerletzten Notfall starker normaler Kaffee). 4 Eier trennen. Wichtig dabei: Das Eiweiß darf keine Spur Eigelb enthalten. Kleine Spuren Eiweiß im Eigelb sind dagegen harmlos (und auch kaum zu vermeiden). Mit dem Schneebesen Eigelb, Puderzucker und Amaretto zu einer schaumigen Creme schlagen. Eiweiß von zwei Eiern zu einem steifen Eischnee schlagen (mit einem sauberen Schneebesen/Handmixer!). Das geht einfacher, wenn die Zutaten und Geräte kühl sind. Man kann auch eine kleine Prise Salz dazugeben, um das Steifwerden zu beschleunigen. Mascarpone glatt rühren, dann die Eigelb-Creme darunter mischen. Zum Schluß den Eischnee unterheben. Die Löffelbiskuits mit Espresso beträufeln, bis sie weich, aber nicht matschig sind, und in einer geeigneten Form Biskuits (unten) und Mascarpone-Creme (oben) schichten, bis die Zutaten aufgebraucht sind - klassisch sind zwei Schichten (ca. 5-8cm Gesamthöhe). Im Kühlschrank zugedeckt 2-4 Stunden ziehen lassen. Direkt vor dem Servieren mit Kakaopulver bestäuben (am einfachsten mit einem kleinen, feinen Sieb). Wenn man genug Espresso hat, kann man die Löffelbiskuits auch kurz (!) eintauchen. Bei zu viel Espresso wird das Tiramisu leicht etwas bitter (und ewas matschig). In manchen Rezepten wird statt der Löffelbiskuits ein klassischer Biskuit-Boden empfohlen. Das habe ich aber in Italien in hausgemachten Tiramisus noch nie gesehen. Es ist meiner Ansicht nach eine Menge zusätzlicher Arbeit ohne erkennbaren Vorteil. Wer es besonders süß und sahnig mag, kann etwas weniger Biskuits nehmen, oder natürlich etwas mehr Mascarpone-Creme. Ein kleiner Schuß Weinbrand oder Amaretto im Espresso ist ein Weg, noch etwas mehr Aroma ins Tiramisu zu bringen, ohne daß die Mascarpone-Creme zu flüssig wird.
Tiramisu ohne Eier > Geschmacklich ist das Originalrezept kaum zu überbieten. Allerdings mögen manche Menschen keine rohen Eier, oder leiden unter einer Lebensmittelunverträglichkeit. Diese Variante verzichtet auf rohe Eier, und schmeckt trotzdem hinreichend ungesund. Zutaten (für ca. 4 Portionen) 1/8 l Espresso 200 g Löffelbiskuits 500g Mascarpone 200g (1 Becher) Schlagsahne 100 g Puderzucker 4 cl Amaretto Ca. 3 Eßlöffel (echtes) Kakaopulver Zunächst den Espresso kochen und abkühlen lassen. Die Löffelbiskuits mit Espresso beträufeln, bis sie weich, aber nicht matschig sind. Puderzucker und Amaretto vermischen. Schlagsahne steif schlagen. Auch hier gilt: Die Geräte müssen sauber und kühl sein, und die Sahne sollte so kalt wie möglich sein. Ich stellen die Sahne vor dem Schlagen meist für 10-15 Minuten ins Eisfach. Mascarpone glatt rühren, dann Amaretto/Zucker Mischung darunter mischen. Die geschlagene Schlagsahne unter die Mischung heben. In einer geeigneten Form Biskuits (unten) und Mascarpone-Creme (oben) schichten, bis die Zutaten aufgebraucht sind. Im Kühlschrank zugedeckt 2-4 Stunden ziehen lassen. Direkt vor dem Servieren mit Kakaopulver bestäuben.


Tiroler Gröstl

750g speckige Kartoffeln 300g Rindfleisch ( gut durchwachsen) 100g Geräucherter Bauchspeck 40g Butterschmalz
1 Zwiebel mittlerer Größe 1 Teelöffel Selleriegrünes Schnittlauch Frischer Majoran Salz und Pfeffer
Zuerst braten Sie den in Streifen geschnittenen Speck in einer heißen Pfanne an. Die gekochten Kartoffeln werden in Scheiben geschnitten und in die Pfanne zum Speck gegeben - alles goldgelb angehen lassen. Sie sollten auf jeden Fall speckige Kartoffeln verwenden , denn diese sind für ein Tiroler Gröstel am Besten. Die Zwiebeln separat anrösten und danach zu dem Speck und den Kartoffeln geben. Dann wird das gekochte und in Streifen geschnittene Fleisch ebenfalls in die Pfanne gegeben und mit angebraten. Hierbei sollten Sie gut durchwachsenes Fleisch nehmen, da es saftiger ist. Sollten Sie extra Fleisch für das Gröstel kochen, dann können Sie aus der entstandenen Brühe eine Suppe für die Vorspeise zubereiten. Ganz zum Schluss geben Sie das fein geschnittene Selleriegrün, den geschnittenen Schnittlauch und gehackten Majoran hinzu. Alles mit Salz und Pfeffer würzen. Danach noch einen kleinen Würfel frische Butter in die Pfanne - um das Gröstel noch schmackhafter zu gestalten. Je nach Geschmack kann man noch etwas frisch gehackten Kümmel oder Kreuzkümmel, der etwas asiatisch schmeckt, dazugeben.


Tiroler Knödelsuppe

300 Gramm Altbackenes Brot 2 Gläser Milch 100 Gramm Speck 1/2 Zwiebel 1 Messersp. Butter 3 Eier 2 Essl. Mehl 1 Bund Petersilie Schnittlauch Salz Fleischbrühe Das Brot und den Speck feinwürfelig schneiden und in eine Schüssel geben. Die Eier mit der Milch versprudeln, die fein gehackte Petersilie hinzugeben und alles auf das Brot gießen. Mit einem sauberen Küchentuch bedecken und etwa eine halbe Stunde ruhen lassen. Nun die fein gehackte Zwiebel in der Butter rösten und ebenfalls auf das Brot geben. Mit Salz abschmecken und das Mehl gut untermischen. Die Masse darf nicht allzu fest sein. In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Mit nassen Händen aus der Masse Bällchen formen und ins kochende Wasser geben. Bei mäßiger Hitze etwa 15-20 Minuten kochen. Die Knödel dann sofort aus dem Wasser holen und in eine Schüssel geben. Die Fleischbrühe kochen und über die Knödel gießen. Schnittlauch darüber streuen und heiß servieren.

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