
Vitaminsaft
tauft die Sauna
Kindergarten Profen nimmt Sauna in Betrieb, die durch Spenden und Unterstützung
möglich wurde
VON MARIA BARSI, 03.03.10,

Nils, Devin, Klara, Frieda und Moritz (v.l.)
saßen hier am Mittwoch mal zur Probe. Ernst wird es am Donnerstag nun mit dem
ersten Saunagang. (FOTO: CORINA WUJTSCHIK)
PROFEN/MZ. Es hätte am Mittwoch nicht besser klappen können bei der Einweihung
einer so feuchten Sache, wie sie eine Sauna ist: Gudrun Pohle, die Leiterin des
Kindergartens "Kinderträume", schwebte mit einem Tablett voller Vitaminsäfte in
den Vorraum, wich einem Ellenbogen aus und kippte Kindern wie Gästen das gesunde
Zeug vor die Füße. Alle trugen es mit Begeisterung, denn Wasser zum Wischen gibt
es rund um eine Sauna ja nun wirklich reichlich und zu einer Taufe gehört nun
mal Wasser.
Gudrun Pohle, Stephanie Just und Margit Lehmann focht das kleine Missgeschick
überhaupt nicht an. Sie waren einfach nur glücklich. Seit mehr als vier Jahren
arbeiten die Erzieherinnen an der Umsetzung eines Konzeptes zur Gesunderhaltung
der Kinder, das sich ganz eng an den Regeln für eine gesunde Lebensweise von
Sebastian Kneipp (1821-1897) orientiert. Wassergüsse, Wassertreten, Taulaufen,
Kräuter und Pflanzen, Ernährung und vieles mehr sind Stichwörter, mit denen die
Kinder schon ganz praktisch vertraut sind. Und nicht umsonst hat der Kneipp-Bund
das Konzept des Profener Kindergarten bereits offiziell anerkannt.
Ein Kneipp-Konzept freilich funktioniert nicht allein mit viel Wissen darüber.
Die Gemeinde Elsteraue hatte das 1954 als Betriebskindergarten des
Braunkohlenkombinats "Erich Weinert" errichtete Gebäude bereits grundlegend
saniert und baute nach und nach auch all das ein, was man zum Beispiel für
Wasseranwendungen braucht. Das Geld für die Sauna allerdings brachten Eltern und
Erzieherinnen fast gänzlich über Spenden zusammen.
Eine Sauna, wie sie halt vom Baumarkt kommt, verpackt in viele Pakete mit
einzelnen Teilen, erinnerte sich am Mittwoch der Profener Mirko Stahl, wie
Thomas Hanß Gemeindearbeiter der Elsteraue. An ihnen lag es dann, eine Wand zu
durchbrechen, die Sauna zu einem Stück zusammenzufügen, zu fliesen, zu malern,
zu mauern. Alle Holzarbeiten waren sowieso ihre Sache und als sich
herausstellte, dass man für eine Tür eine neue Zarge braucht, da sprang ganz
kurzfristig eine Firma aus Profen ein und sponserte das. Profener, sagte Stahl
schulterzuckend, ist doch klar. Für ihn sowieso, denn von seinen zwei Kindern
geht auch eines noch in eben diesen Kindergarten. Alles, was Wasser und Elektrik
betrifft, habe man natürlich von Fachfirmen machen lassen, betonte Bauamtsleiter
Dirk Kaufmann, der auch preisgab, dass diese umfangreiche Aktion die Gemeinde
rund 1 500 Euro kostete. Kein Pappenstiel, aber durch die reichlichen Spenden,
das Engagement der Gemeindearbeiter und den Einsatz von Sabine Stahl, die in der
Gemeindeverwaltung das Sachgebiet Kindergarten auf dem Tisch hat, eben doch
realisierbar war. "Und das ist ja für ein so sinnvolles Konzept auch eine
sinnvolle Erweiterung", sagte er. "Im Großen und Ganzen ist es gut geworden",
meinte denn auch Mirko Stahl etwas zurückhaltend. Der Einbau der Sauna habe
vielleicht etwas lange gedauert. Schließlich aber seien die Gemeindearbeiter
nicht nur für den Profener Kindergarten da. Begehrlichkeiten gäbe es aus der
ganzen Elsteraue und prompt schrie sein Handy, das er wie alle seine Kollegen
immer am Mann trägt.
Das ist den Beteiligten jetzt auch egal. Nun ist sie fertig, die Sauna und passt
bestens ins Kneipp-Konzept. Die gesundheitlichen Atteste der Kinder sind alle
vorhanden, Befürchtungen der Eltern und auch manche Bedenken der Kinder seien
ausgeräumt und nun kann es wirklich losgehen.
"Wir gehen's aber langsam an", sagte Gudrun Pohle, "nicht heißer als 60 Grad
Celsius, eben zum Angewöhnen." Sechs Kinder und eine Erzieherin nehmen das gute
Stück heute in den Probelauf. Zwei Saunagänge sind geplant, mit kalter Dusche
wie sich's gehört und Ruhepause nach dem letzten Gang sowieso. Und Abruhen bei
Traummusik und angewärmten Kieselsteinen für Hand und Bauch.
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Millionen Besucher im Maya Mare Maya Mare Stadtwerke
Spaßbad erwartet in den nächsten Tagen Jubiläumsgast, Geburtstagsparty am 1.
April
Kurz vor seinem zehnjährigen Jubiläum erwartet das Erlebnisbad Maya mare in
Halle (Saale) am kommenden Wochenende oder Anfang nächster Woche – je nach
Besucherandrang - seinen Drei-Millionsten Besucher. Jährlich besuchen
durchschnittlich 300.000 Bade-, Sauna- und Fitnessgäste das Maya mare, welches
damit das besucherstärkste Erlebnisbad Sachsen-Anhalts ist. In der kommenden
Woche feiert das Maya mare sein zehnjähriges Jubiläum mit vielen Aktionen,
Sondereintrittspreisen und einer großen Familiengeburtstagsparty am 1. April.
Der Jubiläumsgast, der eine Stammkundenkarte für Bad und Sauna des Maya mare
bekommt, fällt mit dem 10. Geburtstag des Spaßbades zusammen. Am 1. April 1999
wurde das Bade- und Saunaparadieses eröffnet