
Der
Kanton liegt in der geographischen Region des Schweizer Juras in der
französischsprachigen Westschweiz und kann in vier Grossregionen unterteilt
werden. Entlang des Neuenburgersees zieht sich ein flacher Uferstreifen, "le
Littoral" genannt. Die gleichnamige Hauptstadt Neuenburg liegt am Seeufer.
Nördlich davon, begrenzt durch den Chaumont, liegt das Val de Ruz.
Westlich von Neuenburg, noch in der Seeuferebene, befindet sich der
Schwemmlandkegel an der Mündung der Areuse. Das Tal verengt sich weiter westlich
zu einer schmalen Schlucht und öffnet sich dann zum Hochtal Val de Travers.
Zwischen dem Val de Travers und dem Neuenburgersee befindet sich die Kette des
Chasseron, die aber zum grössten Teil auf dem Gebiet des Kantons Waadt liegt.
Der markante Felskessel des Creux du Van bildet das östliche Ende dieser
Bergkette.
Nördlich des Val de Travers und des Val de Ruz zieht sich über die gesamte Länge
des Kantons eine Bergkette, die ganz im Osten mit dem Chasseral ihren höchsten
Punkt erreicht. Der wichtigste Passübergang ist die Vue des Alpes. Dahinter
befinden sich das Vallée des Ponts und das Hochtal von La Chaux-de-Fonds. Die
Schlucht des Doubs mit dem Lac des Brenets bildet einen Teil der Grenze zu
Frankreich.
Die
beiden benachbarten Uhrenmacherstädte La Chaux-de-Fonds und Le Locle liegen nahe
der Grenze zu Frankreich im Neuenburger Jura. La Chaux-de-Fonds mit seinem für
die Schweiz einzigartigen schachbrettartigen Stadtbild gilt als Wiege der
Uhrmacherei weltweit und als Jugendstil-Hochburg der Schweiz. Die Juralandschaft
lädt ein zum Wandern, Biken und im Winter zum Langlaufen.
La Chaux-de-Fonds, die höchstgelegene Stadt der Schweiz auf rund 1000m, ist
Geburtsstätte so berühmter Persönlichkeiten wie des Architekten Le Corbusier,
des Automobil-Pioniers Louis Chevrolet oder des Schriftstellers Blaise Cendrars.
Mittelalterliche Gebäude findet man in La Chaux-de-Fonds kaum: Ein Grossbrand
zerstörte 1794 die Stadt nahezu vollständig. Charles-Henri Junod baute La
Chaux-de-Fonds schachbrettartig nach dem Muster amerikanischer Städte wieder
auf.
Der 1887 hier geborene Architekt Charles Edouard Jeanneret-Gris, bekannt unter
dem Namen Le Corbusier, hat in seiner Geburtsstadt Frühwerke hinterlassen,
darunter die "Maison Blanche", die er 1912 für seine Eltern erbaut hatte. Die
"Ville Turque" (1916/17), der damaligen Zeit weit voraus, gehört heute zum
Weltkulturerbe und wird seit 1987 als PR-Zentrum des Uhrenfabrikanten Ebel
genutzt.
Bereits vor Corbusier hatte eine Stilrichtung der Stadt ihren Stempel
aufgedrückt: La Chaux-de-Fonds überrascht mit einer Vielzahl von
Jugendstilbauten und -elementen. Diese Stilrichtung - in ihrer lokalen
Ausprägung "Style Sapin" genannt - ging einher mit der Entwicklung der
Industrialisierung. Heute gilt die Stadt als Hochburg des Jugendstils in der
Schweiz.
Etwas oberhalb der kleineren Nachbarstadt Le Locle hat im "Château des Monts",
einem herrlichen Schloss im Stil Ludwigs XVI, eine wunderschöne Uhrensammlung
ihren würdigen Rahmen gefunden. In einem Bauernhaus des frühen 17. Jahrhunderts
ist das Bauern- und Handwerksmuseum untergebracht. Schliesslich wartet das
Kunstmuseum (Musée des Beaux-Arts du Locle) mit Werken von Schweizer Künstlern
des 19. und 20. Jahrhunderts auf.
Das Klima im Jura ist rau. In den einsamen Höhen des Juras westlich von Le Locle
liegt das Dorf La Brévine, das als Sibirien der Schweiz gilt und mit -41,8° den
Schweizer Kälterekord hält. Die Jurahöhen sind im Sommer ein beliebtes Wander-
und Bikegebiet, im Winter dominiert der Langlaufsport.
Highlights
Uhrenmuseum Musée International de l'Horlogerie (MIH) in La Chaux-de-Fonds -
über 4000 Exponate veranschaulichen eindrucksvoll die Geschichte der
Zeitmessung.
Le Corbusier - berühmter Sohn der Stadt La Chaux-de-Fonds. Einige frühe Bauten
des bedeutenden Architekten des 20. Jahrhunderts, dessen Ideen auch Kontroversen
auslösten, stehen hier: "Maison Blanche" und "Villa Turque".
Stadtbild von La Chaux-de-Fonds - nach einem Grossbrand 1794 wurde die Stadt
nach amerikanischem Vorbild schachbrettartig wieder aufgebaut. Heute gilt sie
als Hochburg des Jugendstils in der Schweiz.
Doubs-Tal mit Wasserfall "Saut du Doubs" - der französisch-schweizerische
Grenzfluss mit dem 27 Meter hohen Wasserfall und dem schlangenförmigen Lac des
Brenets lädt zu Schifffahrten, Wanderungen und Velotouren ein.
Höhlenmühlen am Col des Roches bei Le Locle - die seit dem 17. Jh. von einem
unterirdischen Wasserlauf angetriebene Mühle mit Sägewerk im Bergesinnern wurde
restauriert und kann heute besichtigt werden.
Neuchatel
"INHOTEL"
BEAULAC
Autobahn A5 Autobahn A5 Genf-Neuchâtel (128 km)
Autobahn A1 Zurich-Berne-Morat dann Halbautobahn Neuchâtel (150 km) Verbindung
Neuchâtel-La Chaux-de-Fonds über die J20 (Strassentunnel La Vue-des-Alpes, 15
Min).Intercity Genf-Neuchâtel : 1.20 Std. Intercity Lausanne-Neuchâtel : 40 Min.
Intercity Zurich-Neuchâtel: 1.50 Std.Intercity Basel-Neuchâtel: 1.35 Std. TGV
(Schnellzug) Paris-Neuchâtel: 3.50 Std.
Auf halbem Weg zwischen den Flughäfen von Genf und Zürich, im Herzen von Watch
Valley, der Heimat der Schweizer Uhren, In privilegierter Lage direkt am
See, befindet es sich nur ein paar Schritte vom historischen Stadtkern entfernt.
Hubschrauberlandeplatz 2 Restaurants 6 Seminar-, Kongress- und Bankettsäle Bar
Dachterrasse Einkaufs-Passage mit Bäckerei, Boutiquen, Frisörsalon und
Schönheitsinstitut
Marin
"TIPPFREIZEITSTAR"
PAPILORAMA
TROPICAL GARDEN
Eine Erlebniswelt, bevölkert von Schmetterlingen und bunten, tropischen Vögeln.
Völlig frei bewegen sie sich in einer Pflanzenwelt, deren vielfältige Arten aus
sämtlichen Tropenlandschaften der Welt stammen. Weiher und Bäche sind Lebensraum
für Fische, Schildkröten und Wasservögel.
Das Papiliorama entstand 1988 dank den Bemühungen einer Vereinigung aus
Wissenschaftern und Naturfreunden, die sich zum Ziel setzte, einen Flecken
tropischer Natur zu schaffen und daraus eine für jedermann zugängliche
Attraktion zu gründen. Am 1. Januar 1995 fiel das Papiliorama den Flammen zum
Opfer und wurde völlig zerstört. Dank einer nationalen und supranationalen
Solidaritätswelle sondergleichen konnte der Wiederaufbau an die Hand genommen
werden. Fauna und Flora wurden rekonstruiert. Die Stiftung Papiliorama-Nocturama
ergreift hiermit die Gelegenheit, ihren zahlreichen Freunden und Mäzenen ganz
herzlich zu danken. Eines der obersten Ziele des Papiliorama besteht darin, dem
Besucher die Vielfältigkeit und die Schönheit der Tropenwälder vor Augen zu
führen und damit zur Erhaltung der Tropenwelt einen Teil beizutragen. Die
einfache Form der mit Holzelementen gezimmerten Kuppel (Durchmesser: 40 Meter)
soll dem Besucher den Zusammenhang zwischen Bauhandwerk und Natur näher bringen.
La Chaux-de-Fonds
UHRMACHERSTRASSE
Einer der siebenundzwanzig Stationen der
Uhrmacherstrasse ist La Chaux-de-Fonds. Die Uhrmacherstrasse zeichnen diese
wunderbare Geschichte der schweizerischen Uhrmachertradition nach. Zu sehen sind
die ersten Werkzeuge der Kunsthandwerker; die Maschinen, welche die industrielle
Fertigung ermöglichten, die Kreationen der internationalen Uhrmacherkunst, eine
Vielzahl von Unikaten. Alle diese Zeugen der Uhrmacherkunst dokumentieren den
geheimnisvollen Zauber des Watch Valley, dem Land der Präzision.