Ein Kräuterbad für eine oder zwei Personen in einer
Spezialsprudelwanne aus Glockenbronze, in die auch prickelnde Kohlensäure
zugeführt werden kann. Das Nachruhen erfolgt in einem original Tiroler
Himmelbett auf einer mit Stroh gefüllten Liegefläche zur optimalen
Luftzirkulation.
KÄLTEGEFÜHL
nach dem Saunabesuch - Manche Saunagänger verspüren etwa eine bis
eineinhalb Stunden nach Beendigung des Saunabadens ein Kältegefühl und haben
eine kalte Haut. Ein abschließendes Fußwärmbad ändert daran nichts.
Um die Entstehung des Kältegefühls erklären zu können, müssen einige Bedingungen
der Temperaturregulationsmechanismen des menschlichen Organismus betrachtet
werden. Die Temperaturempfindung eines Menschen wird über so genannte
Thermosensoren vermittelt. Das sind Temperaturfühler, die sich in der Haut, aber
auch an verschiedenen Stellen des Körperinneren befinden. Diese Temperaturfühler
messen die in ihrer unmittelbaren Umgebung vorhandene Temperatur und leiten
diese Information an bestimmte Strukturen im Gehirn weiter. Von dort aus werden
dann Regulationsmechanismen in Gang gesetzt, aber auch die bewusste und
subjektive Temperaturempfindung entsteht dort.
Für die beschriebene Kälteempfindung könnten einerseits Veränderungen der
Hauttemperatur verantwortlich sein, es könnte sich aber andererseits auch um
eine Veränderung der subjektiven Temperaturempfindung handeln. Für die
erstgenannte Erklärung würde das in der Anfrage beschriebene Kältegefühl in der
Haut sprechen. Dieses Kältegefühl kann ein subjektives Empfinden sein oder es
kann sich um eine objektiv messbare Abnahme der Hauttemperatur handeln.
Die letzte Annahme kann dadurch geklärt werden, dass die Hauttemperatur mit
Hilfe eines geeigneten Oberflächenthermometers unter vergleichbaren thermischen
Umweltbedingungen vor dem Saunabesuch und dann zu jenem Zeitpunkt gemessen wird,
an dem das Kältegefühl auftritt. Sollte die Hauttemperatur dann wirklich
niedriger sein, so käme als Ursache dafür in Betracht, dass das, nach jeder
Wärmebelastung bei der nachfolgenden Abkühlung auftretende Zusammenziehen der
Blutgefässe in der Haut bei der anfragenden Person kräftiger ausfällt als dies
bei anderen Menschen der Fall ist. Dadurch gelangt weniger warmes Blut in die
oberflächlichen Hautschichten und diese Regionen kühlen stärker ab. Dies wird
von den Kaltfühlern in der Haut registriert und führt dann zu der beschriebenen
Kaltempfindung.
Letztlich sollte aber nicht vergessen werden, dass die Temperaturempfindung
eines Menschen eine nicht unbeträchtliche subjektive Komponente enthält. Die
beschriebene Kaltempfindung könnte daher auch damit im Zusammenhang stehen, dass
die normale Umgebungstemperatur nach dem Wärmereiz als kälter empfunden wird als
vorher. Dieses ist dann auf die geänderte Verarbeitung der Temperaturreize im
Gehirn zurückzuführen.
KÄLTERAUM
Kälte als Schmerzmittel hat sich bewährt: Der kalte Messerrücken
beim Gerstenkorn, Eisbeutel gegen Verstauchungen oder kalte Wickel gegen Fieber
galten schon vor 100 Jahren als wirkungsvolle Behandlung. Heute wird Kälte auch
als Ganzkörpertherapie eingesetzt gegen entzündliches Rheuma. „Kälte hilft, die
Zerstörung von Gelenken aufzuhalten, und bringt den Patienten neue
Lebensqualität“
KALT(WASSER)BECKEN
Temperatur: ca. 15 - 18°C
Ein Kaltbecken, welches nach dem Saunaerlebnis zur Abkühlung im Freien dient.
Nach dem Saunadurchgang kommt die Abkühlphase, die auch
wieder solange dauern wird wie die Aufheizphase in der Sauna. Zuerst ins
Freie, um die Lungen abzukühlen, dann kalte Güsse.
Wenn es ein
Kaltwasserbecken
gibt, dann sollte man sich unbedingt zwingen darin einmal unterzutauchen
(wenn es der Arzt gestattet hat).
Dies ist der einzige Zwang, den man
sich auch in der Sauna auferlegen soll. Ansonsten wird man dieses
wohlige Gefühl danach nie bekommen!
KALTWASSER
Bevor Sie zu frösteln beginnen, kühlen Sie sich durch kaltes
Wasser ab. Bitte nicht sofort ins Tauchbecken, denn zuerst wird der Schweiß
abgespült. Mit einem Gießschlauch haben Sie zudem die Möglichkeit, erst einmal
harmlos an den Extremitäten anzufangen.
Da an Armen und Beinen viel weniger
Rezeptoren (Kältefühler) verteilt sind als am Rumpf, kann man so anfangs besser
temperieren.
Verengt die Gefäße, trainiert den Kreislauf und fördert den
Stoffwechsel. Kneippschlauch, Schwallbrause, Wasserrädern, Kübelduschen,
Wasserfällen, Tauch oder Kneippbecken, Fußbecken oder gekühltes Bad,
Schneeparadies sie dienen der erlebnisreichen Abkühlung.
KALTWASSERSCHLAUCH
Ein normaler Wasserschlauch ohne Düse oder Duschkopf mit
genialer Wirkung. Kalt aufgedreht und den Kreislauf sanft auf Touren bringen.
Kaltgüsse für die Gesundheit und gegen Krankheiten.
KALTWASSERSCHNECKE
Die Wärmeleitung von Luft ist 25-mal schlechter als die von Wasser. So kann man
sich in einem Raum mit 20 Grad Celsius recht lange reglos aufhalten, in 20 Grad
"kaltem" Wasser kaum. Um gleiche Wärmemengen zu befördern, braucht man 300-mal
soviel Luft wie Wasser. Um eine Abkühlung in einem vergleichbaren Zeitraum wie
das Aufwärmen zu erreichen, ist Wasser daher ideal
KAMILLE
Entzündungshemmende und heilende Wirkung. Gutes Aufgussmittel.
Bei akutem Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen hat sich das
Kamillen-Kopfdampfbad bewährt: In eine Schüssel mit heißem Wasser werden 1-2
Teebeutel Kamille gegeben; die Schüssel wird auf eine feste Unterlage gestellt;
Kopf und Oberkörper beugen sich über die dampfende Schüssel und werden mit einem
großen Handtuch abgedeckt, so dass möglichst wenig Dampf entweicht; der Dampf
wird eingeatmet
KAMILLEN-GROTTE
Milde Wärme und feien Wasserdämpfe, die mit dem Aroma der „Camomilla"
angereichert sind, pflegen Haut und Haare. Einatmen und Entspannen Milde Wärme
und feuchter Wasserdampf umnebeln Ihren Körper, pflegen Haut, Haare und
Atmungswege. Schliessen Sie einfach die Augen, inhalieren Sie die wertvollen
Kamillenextrakte und entspannen Sie. Bei 42 - 45° C optimal zur porentiefen
Pflege der Haut, als Intensivkur für Ihre Haare, zur Harmonisierung durch die
Kamille. Durch den Zusatz von Kamillen-Duftstoff wird Ihr körperliches und
seelisches Wohlbefinden noch gesteigert.
KAMINSAUNA
Entspannen Sie in der behaglichen, milden Atmosphäre der Kamin Sauna. In dem
Raum, in dessen Mitte sich ein rundherum einsehbarer Kamin befindet, vergessen
Sie schnell, bei knisterndem Holzfeuer und flackerndem Licht den Stress des
Alltags. Die Sauna wird ausschließlich durch den Kamin beheizt, die Temperatur
beträgt etwa 80-85°C.
Der Kamillenextrakt fördert die Wundheilung. Das Kamillenbad empfiehlt sich
daher bei Hautentzündungen, Ekzemen und Wunden
KAMINZIMMER
Er lädt zu Entspannung und Ruhe ein. Hier können Sie die
bereitstehenden Liegen nutzen, sich genüsslich in Ihren Bademantel einmummeln
und bei offenen Kaminfeuer den Alltag für eine Weile vergessen. Das Kaminfeuer,
der Geruch und Knistern des Holzes ist immer wieder ein Wohltuendes Erlebnis.
KANGOO
JUMPING
Vor der
Sauna - neue Minitrampolinschuhe ermöglichen lebhaftes Hoch und Runter. -
He, das hat mit Fitness zu tun und nichts mit Liebe...
KARIBIKSAUNA
Finnische Sauna ca. 90 Grad, mittlere Luftfeuchtigkeit,
Erlebnisaufgüsse
KASKADE
Unter Kaskade versteht man einen in Form von Stufen künstlich
angelegten Wasserfall
KASSENSYSTEM
Eine bargeldlose Bezahlung in Bad und Sauna wird durch das
Kassensystem ermöglicht. Der Gast bezahlt den Eintritt am Eingang. Verzehr und
evtl. Solarium Nutzung werden beim Ausgang beglichen. Man braucht somit kein
Bargeld in der Sauna; ein Faktum, das zu einem noch stressfreieren Aufenthalt
beiträgt.
KAYNAK
Sole-Sprudelbad Wassertemperatur 33 ° C. Im Kaynak wirkt
wohltuende Natursole und lockert, massiert und belebt verspannte Muskeln und
Glieder.
KELLE
Zum Übergießen des Wassers auf die Saunasteine. Großer Löffel
meist aus Holz oder Messing für Sauna-Aufgüsse Aufgussmittel: Wasser, das mit
einem geringen Anteil von Duftmitteln versetzt wird. Meist handelt es sich dabei
um ätherische Öle natürlichen Ursprungs (z. B. Minze, Eukalyptus, Fichtennadel,
Citro) . Mit der Kelle schöpft man Wasser aus dem klassischen
Sauna-Aufgußkübel aus Holz, idealerweise mit einem Kunststoffinnenteil und einem
Volumen von etwa 5 Litern. Es gibt auch Varianten in Vollkunststoff oder Metall.
Die Saunaschöpfkelle mit Wasser nimmt etwa 0,25 l Wasser auf wird meist mit 2 -
3 Tropfen ätherischen Öl beträufelt und auf die Steine gegossen wenn kein
Aufgussmittel im Saunakübel ist.
KELOBLOCKHAUS
Das Highlight jeder Saunalandschaft. Mittelpunkt ist ein
gewaltiger Ofen, auf dem die Erlebnisaufgüsse mit Eis, ätherischen Öle etc.
zelebriert werden.
KELOHOLZ
Der Name 'Kelo' ist eine Abkürzung für Kelohonka, was soviel
heißt wie "alte Kiefer". Holz aus dem nördlichsten Teil von Finnland. Bis zu 500
Jahre altes, nordisches Polarkiefern. Durch die jahrzehntelange Trocknung löst
sich die Rinde und der freiliegende Stamm wird von Sonne und Schnee gegerbt.
Dieser Konservierungsvorgang verleiht dem Keloholz Haltbarkeit, seine
silbergraue Patina und goldfarbene Schnittflächen. In Form und Charakter in
Summe seiner baubiologischen, ökologischen und technischen Vorzüge für die
Blockhaus-Sauna unübertroffen.
KELOSAUNA
Eine Sauna wird als Blockhaus gebaut. Hier spielt der Baustoff
Holz wieder mal in eindrucksvoller Manier all seine Vorzüge aus. Er kann extrem
erhitzt werden, ohne das man sich daran verbrennt und er verträgt problemlos
hohe Temperaturen sowie extreme Luftfeuchtigkeit.
Ein besonders interessantes Holz für den Saunabau ist das sogenannte Keloholz.
Bei diesem Holz handelt es sich um das Holz abgestorbener Kiefernbäume, die in
klimatisch kalten Regionen Skandinaviens oder Russlands am Stamm absterben.
Dabei verlieren sie ihre Rinde und trocknen stehend aus. Eine silbergraue Patina
bildet sich auf der Holzoberfläche und bringt eine unvergleichliche Optik aber
auch einen natürlichen Holzschutz. Die enorme Trockenheit der natürlichen Stämme
verursacht nur geringe Setzung und minimale Rissbildung im verarbeiteten
Zustand.
Der langsame Trocknungsprozess in der trockenen Luft und der gerade gewachsene
Stamm macht es zum idealen Holz für den Bau von Blockhäusern. Es kann sogar
behauptet werden, dass es beinahe zu schade für den Bau eines Wohnhauses ist.
Der Stamm wird im Wald einzeln gesucht und manuell gefällt, damit die Oberfläche
nicht beschädigt wird. Bei der Verarbeitung ist höchste Vorsicht geboten, damit
kein Stück Holz verloren geht. Für den Bau einer gemeinnützigen Saunaanlage ist
das Keloholz geradezu prädestiniert
KERZENSAUNA
Diese romantische Sauna mit 80° C Temperatur und 10%
Luftfeuchtigkeit wird von zahlreichen Kerzen in speziellen Wandnischen in ein
sanftes und flackerndes Licht gehüllt – eine stimmungsvolle Atmosphäre, die sich
auf jeden Besucher überträgt und besonders am Abend für einen eindrucksvollen
Effekt sorgt.
80 Grad Celsius und 10% Luftfeuchtigkeit
KESE (HAMAM)
Raumtemperatur 40 Grad C. Abreiben des Körpers mit speziellen
Waschhandschuh. Anschließend Reinigung des Körpers mit heißem Wasser aus der
Kurna (Wasserbecken). > Körperpeelingraum • 5–10 Min. Der ganzen Körper wird mit
dem Kese (Peelinghandschuh) kräftig zum Herz hin (Blutzirkulation) abgerieben.
KIATSU
Eine Heilkunst, die sich aus zwei japanischen Wörtern zusammensetzt. "Ki" für
Lebensenerige und "atsu" für Druck. Mittels Massage, Dehnungsübungen, Akupressur
und energetischen Haltegriffen wird auf den zentralen Energiepunkten entlang der
Meridiane (Energieleitbahnen) und der Chakren (Energiespeicher) gearbeitet. Das
Energiesystem des Menschen wird über diese Arbeit in eine Ausgeglichenheit von
Körper, Geist und Seele gesetzt, wodurch die Lebensenergie wieder frei fließen
kann und dadurch Störungen durch Krankheiten, Stress und Gedanken behoben werden
können.
Saunabaden mit Babys und Kleinkinder hat vor allem in den
Skandinavischen Ländern eine lange Tradition. Im deutschsprachigem Raum ist die
Kindersauna, leider erst am Beginn. Die wohltuende Wirkung auf Kindern ist
unbestritten, sofern im Vorfeld ein Kinderarzt aufgesucht wird. Ihr Kind sollte vor Betreten der Sauna gut abgetrocknet sein, damit es
schneller
schwitzt. Am Anfang wird Ihr Kind die untere Saunabank vorziehen, aber nach und
nach “steigt es auf”. Sie sollten Ihr Kind nicht überfordern, auch was die
Aufenthaltszeit in der Sauna angeht. Sie sollten unbedingt darauf achten, dass
Ihr Kind nicht auf den Bänken herumturnt (Sturz- und/oder Verbrennungsgefahr).
Für Kinder ist allein schon das ruhige Sitzen nicht immer einfach, von der
anschließenden Ruhepause ganz zu schweigen. Daher empfiehlt es sich, wenn Sie
z.B. ein Kinderbuch mitnehmen, um Ihrem Kind daraus vorzulesen. Gemäßigtes
Abkühlen bei Kinder, da Sie noch ein schwach ausgebildetes Fettgewebe
haben. Nach der Sauna lieber ins Hallenbad, als ins Tauchbecken. Lieber lauwarm
Duschen als in die Kälte. Kühlen Sie Ihr Kind schonend ab. Das Tauchbecken oder
Aufgüsse sind tabu. Nicht mit vollem, aber auch nicht zu leerem Magen in die
Sauna. Die letzte Mahlzeit sollte ca. 2 Stunden zurückliegen. Viel Trinken!
Wer eine öffentliche Sauna mit seinem Baby besuchen möchte, sollte sich vorher
informieren, wie “kinderfreundlich” die Sauna-Anlage ist. Es gibt wenige
Saunalandschaften, die über spezielle Angebote für Mütter mit Säuglinge
verfügen, einschließlich einer Ausstattung mit Wickeltisch. Die Baby-Sauna ist
für Familien mit Kleinkindern und Babys reserviert. Die Saunen sind auf
Niedrigtemperaturen eingestellt. Das entspricht dem kindlichen Organismus.
Optimal mit Wickeltisch, Planschbecken, Waschplatz und Spielgeräte
Die Kleinen stärken ihre Abwehrkräfte spielerisch. Die Babysauna ist nicht
geeignet für Kinder unter 3 Monaten, da die Kinder in diesem Alter noch nicht
schwitzen und die Regelung der Körpertemperatur noch nicht einwandfrei
funktioniert. Wenn Ihr Kind krank ist sollten Sie sich vor einem Saunabesuch bei
Ihrem Hausarzt informieren
Das Kind muss 100%ig gesund sein. Ihren Kind und Ihnen soll es Spaß machen,
deshalb ist falscher Ehrgeiz fehl am Platze. Ihr Kind möchte rundum betreut
werden. Die Sauna hat eine Temperatur von 75°C und eine relative Luftfeuchte von
15%. Drei Minuten auf der mittleren Bank sind ausreichend. Nehmen Sie ihr Kind
auf den Arm oder den Schoß. Eine Streichelmassage verkürzt die Zeit. Wird ihr
Kind unruhig oder weint, verlassen Sie die Sauna. Wenn Sie regelmäßig die Sauna
mit dem Baby besuchen, können Sie die Zeit auf 6 Minuten ausdehnen, zwei
Saunagänge sind möglich.
BLÖDSINN - SAUNA SCHADET KINDER
Die Gesundheit ihrer Sprösslinge zu stärken ist ein durchaus verständlicher
Wunsch vieler Eltern. Ständige Infekte – bis zu 12 im Jahr - sind bei
Kindergarten- oder Grundschulkindern nicht ungewöhnlich. Den kleinen Organismus
abzuhärten, Infekthäufigkeit und – schwere zu vermindern, Sauna ist auch dazu
bestens geeignet. Naturheilverfahren und natürliche Mittel zur Stärkung des
Immunsystems sind für viele Eltern wieder eine echte Alternative zum schnellen
Griff nach Medikamenten. im Kindesalter ist das Immunsystem noch nicht
vollständig ausgebildet. Es muss erst noch lernen. Doch gerade die extremen
thermetischen Wechselreize, wie sie in der Sauna auftreten, stärken das
Abwehrsystem. Hierdurch erhält ihr Kind einen wirksamen Schutz gerade gegen die
immer häufiger auftretenden Allergien, die in besonderen Maße durch Schadstoffe
ausgelöst werden. Dazu gehören vor allem die chronische Bronchitis. Auch
Schlafstörungen, Schulstress werden dadurch geheilt oder gelindert.
ACHTUNG: ÄTHERISCHE ÖLE WEG VON KINDERHÄNDE.
Wenn die Sprößlinge im Baby- oder Kleinstkindalter sind, wünschen sich viele
Eltern einen Saunabesuch im Kreise Gleichgesinnter. Die Bedürfnisse der anderen
Saunagäste und der Eltern mit Kleinstkindern lassen sich vielleicht nicht
vereinbaren daher vorher beim Saunapersonal über die Regeln informieren. Leider
verfügen die meisten Saunabetreiber über keine geeigneten Kindersaunen, oder es
sind Kinder überhaupt nicht erwünscht. Es gibt Damenbereich, Herrenbereiche,
gemischte Saunen und warum keine Kinderbereiche?
Erwachsene die nicht auf die eigenen Kinder aufpassen, sollte man aus einer
Saunalandschaft entfernen. Kinder müssen den Umgang mit der Sauna lernen. Trotz
natürlichen Bewegungsdranges sind Kinder in den Saunalandschaften meist
angenehmere Zeitgenossen, wie so manche Saunagäste. Kinder sind die Kunden der
Zukunft und unser wertvollstes Gut. Daher gehören Sie in jede Saunagemeinschaft
integriert bzw. müssen Saunabetreiber eigene Bereiche für Kinder schaffen.
Wenn Kinder mit Begleitung Erwachsener in der
Saunalandschaft erlaubt sind, so geben Sie ein Plus. Wenn Sie Kinder in der
Saunalandschaft sehen, so geben Sie ein Plus. Wenn Sie keine Kinder in der
Saunalandschaft sehen, oder den Testpunkt nicht beurteilen können, so bewerten
Sie mit Null. Sind Kinder in der Anlage und Sie wirken störend, so bewerten Sie
ebenfalls mit Null. Dürfen keine Kinder in die Saunalandschaft, oder erst ab
gewisse Jahre so geben Sie ein Minus.
KINESIOLOGIE
Naturheilkundliche Diagnose und Therapieverfahren mit dem aus
der Stärke verschiedener Muskelgruppe Rückschlüsse auf den Zustand innerer
Organe gezogen werden. Ein als schwach befundener Muskel soll durch bestimmte
Behandlungen wieder gestärkt werden.
Wissenschaftlich wird der Begriff Kinesiologie als "Lehre der
Physiologie der Bewegung" beschrieben. Kinesiologie befasst sich mit dem Lösen
von Blockaden im Energiebereich. Energieungleichgewichte können Schmerzen und
Fehlfunktionen hervorrufen und behindern den Organismus darin, sich selbst in
einem ausgewogenen Zustand zu halten.
Kinesiologie behandelt weder Symptome noch Krankheiten, sondern fokussiert auf
die Selbstheilungskräfte und hilft der Person, wieder ins Gleichgewicht zu
kommen. Kinesiologie ist in den 60-er Jahren in Amerika aus der Chiropraktik
heraus entstanden. Sie stellt eine Synthese alter, fernöstlicher, traditioneller
Erfahrungen (Akupressur, Chiropraktik) und neuester westlicher Wissenschaft
(Ernährungslehre, Bewegungslehre) dar.
Kinesiologie arbeitet mit dem Muskeltest als Biofeedback. Der Muskeltest ist das
Meßinstrument für blockierte und fließende Energie, und er gilt als
Momentaufnahme. Daraus können Schlüsse gezogen werden, wo die Person eine
Stärkung braucht, um das Energiegleichgewicht wieder herzustellen. Resultat
daraus ist, dass Symptome verschiedener Art sich auflösen. Die Verantwortung für
die Gesundheit ist immer beim Klienten. Der Kinesiologe begleitet mit seinem
kinesiologischen Wissen.
Psycho-Kinesiologie beruht auf den Grundlagen der "Klassischen Kinesiologie". Es
wird in einfacher aber wirkungsvoller Weise Körperarbeit und Psychologie
verbunden, davon ausgehend, dass allen Krankheiten ungelöste seelische Konflikte
zugrunde liegen (siehe auch Touch for Health
KIPRESS
Eine neue, weiterentwickelte Massageform, basierend auf
dem traditionellen chinesischen Akupunktursystem. Eine angenehme
Massagekurzbehandlung in Kleidung, die mit den Elementen der Akupressur, des
Meridianstrechings ausgeführt wird und eine spontane, schnelle dennoch effektive
Entspannung für diejenigen dargestellt, die zu wenig Zeit haben, um sich etwas
Gutes zu gönnen.
KIUAS
Der kiuas ist der Saunaofen oder auch das Herz der Sauna. Der
Begriff lässt sich nicht ableiten aus anderen finnischen Worten für Ofen
(Küchenöfen: liesi, hella; Ofen: uuni, Heizung: kamiina, lämpöpatteri). Es gibt
viele unterschiedliche kiuas. Die Spannweite geht von extrem primitiven, z.B.
aufgeschichteter Steine über einem Feuer bis hin zu modern verfälschten
Exemplaren, den elektrischen Öfen. Jede Art von Ofen strahlt eine spezielle Art
von Hitze aus.
Eine der ältesten Saunaspezies ist die Savusauna (Rauchsauna). Sie besitzt
keinen Schornstein, aus dem der Rauch entkommen kann und wird schon viele
Stunden vorher erhitzt. Bevor man die Sauna betritt, muss das Feuer gelöscht
werden. Die als traditionell zu bezeichnende Sauna besitzt jedoch einen
Schornstein. Zunehmend gibt es aber elektrische, Gas- und Ölsaunas, die von
Saunaenthusiasten als lieblos bezeichnet werden. "Früher bekam man Tränen in den
Augen in den alten Rauchsaunas, heute bekommt man in den elektrischen Saunas
Tränen in den Augen, wenn man an die alten Rauchsaunas denkt."
KIVI SAUNA
In diesem Ofen sind hitzebeständige und hitzebewahrende Peridotitsteine
aufgeschlichtet.
Im Jahr 2006 soll man Saunen in Klassik und Showsaunen trennen.
In der Klassiksauna soll folgendes nicht vergessen werden: Eine Sauna soll ein
Ort der Ruhe und Entspannung bleiben. Reizüberflutungen erleben wir tagsüber
genug. Ruhe und Stille ist der Ausgleich und für das Denken notwendig.
Die Bauweise der Sauna und ihre Elemente tragen viel zur
Atmosphäre bei. Die Bauweise der Sauna hat sich seit Jahrhunderten nicht
verändert, sie ist einfach, zweckmäßig und ohne Verschönerungen. Ihre Elemente
sind denkbar einfach: das Wasser, die Steine, die Wärme, die Kälte und das
Verdunsten von Wasser. Diese einfachen Elemente machen die Sauna so genial. Man
braucht so wenig, um sich vollkommen entspannen zu können. Das Zusammenspiel von
Erhitzen und Abkühlen sind der Schlüssel. Das reicht völlig aus zusammen mit der
Ruhe. Man verlangt nicht nach mehr. Mehr als die übliche Saunaeinrichtung würde
nur ablenken, wären sowieso nutzlos und zerstören die Atmosphäre.
Der Autor des Buches "Die finnische Sauna", Viherjuuri war der Meinung, wenn die
Sauna nicht so einfach wäre, hätte sie sich wohl kaum so lange gehalten. Jede
Generation konnte etwas mit der Sauna anfangen, sie verstehen, selbst heute, wo
sie nur noch der Entspannung dient hat sie ihren Platz gefunden und sich
international verbreitet. Ihr einfaches Prinzip und die große Wirkung, die damit
erzielt wird überzeugen die Menschen.
Viele Faktoren tragen zur Atmosphäre in der Sauna bei. Die Ruhe in ihr, der
Frieden, die Einfachheit, die Natürlichkeit (Baustoffe aus der Natur), der See,
wenn vorhanden, ihre Lage, wenn sie in der Natur steht, die meist schummrige
Beleuchtung (eine Kerze statt Glühbirne wirkt Wunder), der Duft von frischen
Birkenreisern, die wohltuende Wärme und schließlich die Gewissheit, daß die
Sauna ein Ort ist, an dem man sich wohl fühlt und entspannt.
Die Showsauna
Hier wird geplaudert und lauft der "Schmäh, Karlauer, Ulk,
Spass". Der Aufguss wird mit Applaus gewürdigt und ist das Gegenteil der ruhigen
Klassiksauna. Auch Erlebniselemente wie z.B. fluoreszierende Felswand,
Farblicht, rötlichem Nebel, grün leuchtende Glaskegel bilden die Kulisse für
eine Showsauna. Saunieren wird zum Abenteuer gemacht, mit zapfenförmigen
Aufgusskegel wird von grünen Licht der Aufguss mit blauen Licht angekündigt.
LÖVLY AN.
Lövly ist finnisch und bedeutet wörtlich übersetzt - Gluthauch. Der entsteht
wenn Wasser von oben durch den zapfenförmigen Glaskegel direkt auf die heißen
Steine fließt und dort verdampft. Nach dieser eindrucksvollen Show wird das
Licht des Kegels wieder grün - bis zum nächsten Aufguss.
In der Erlebnissauna (Showsauna) wird der neue Trend zelebriert.
Die Aufwertung der Sauna von der "heißen Bretterbude" zur alle Sinne
ansprechenden Erlebnis-Erholungsanlage wird vollzogen.
Akustische Signale und optische Reize vermitteln dem Saunabadenden ein Gefühl
der räumlichen Weite, das die Seele aufatmen lässt. "Ganzheitliches Wohlfühlen"
ist kein bloßer Begriff mehr, durch Licht und Farben, Klänge und Düfte wird eine
neue Dimension der Erholung geschaffen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit,
durch eine Zusatzausstattung während des Saunabadens Sauerstoff zu tanken,
ätherische Öle zu genießen, Farbenspiele, Licht und Lasershows zu sehen und
vieles mehr. Auch Live Bauchtanz in der Saunakabine ist ein einmaliges Erlebnis,
genauso wie Kabarett in der Sauna oder Lesungen.
Übrigens: Jeder zelebrierter Aufguss, ob Salzaufguss,
Honigaufguss und Hunderte mehr, gehören in die Kategorie Show eingestuft.
Mittlerweile ist der Begriff Showsauna ein fester Bestandteil der hochklassigen
Saunaanlagen. Ob Holzmichl, Kalinka, Köhler, Bauchtanz, Supermann,
Schlangenbeschwörer, Teufel, Lambada, Halloween, Geister oder Perlenshow, diese
Shows haben die Saunalandschaften im deutschsprachigen Raum erobert und sind
mittlerweile der absolute Highlight eines Saunabesuches.
Gibt es Schwitzmöglichkeiten ähnlich wie
Dampfbad, Infrarotkabine, Aromadampfbäder, Mentalsauna, Feuersauna, Kerzensauna,
Finnische Sauna mit absoluter Ruhe, dann vergeben Sie 1 Punkt für den Begriff
Klassiksauna. Diese Saunen gehören mit Informationen vor der Saunatür
gekennzeichnet, dass absolute Stille erwünscht ist. Vergeben Sie 2 Punkte wenn
es zuzüglich Showsaunen, wie das ruhige Sanarium mit Lichteffekte und
eventueller Hintergrundmusik, Aufguss-Sauna mit zelebrierten Aufgüsse,
Showsauna, Banja-Sauna gibt.
Vergeben Sie 0 Punkte wenn es zwar die
entsprechenden Saunen gibt, aber wenn es in der Klassik-Sauna keine Ruhe gibt,
bzw. wenn sich die Saunagäste in der Showsauna wegen der Unterhaltung aufregen.
Weiters vergeben Sie 0 Punkte wenn es nicht viele Saunen gibt.
Vergeben Sie ein Minus wenn es lediglich
Klassik-Saunen oder nur Show-Saunen gibt. Ruhe ist Klassik - Reden und Action
ist Show.
Vergeben Sie zwei Minus wenn es lediglich
Klassiksaunen gibt und es wird auch vom Ambiente nichts geboten, dass heißt
normale, lieblose Schwitzräume und aus. Zwei Minus auch für Schwitzräume mit
lauter Atmosphäre, wo lediglich Stammgäste Ihre Probleme diskutieren, wo es eng
ist, keine Freundlichkeiten im Schwitzraum gibt und es keine Klassiksaunen zum
Flüchten gibt.
KLANGBAD
Während Sie schwimmen oder sich im angenehm warmen Wasser
treiben lassen, erfüllt Musik den Raum, verwandeln immer wieder neue
Lichteffekte Ihre Umgebung in eine wechselnde Welt aus Farben und Bildern. Sie
fühlen sich entspannt und trotzdem angenehm angeregt. Das Licht und die Musik
sind direkt im körperwarmen Wasser. Sie tauchen ein und hören die Musik - nicht
nur mit den Ohren, sondern ganzkörperlich. Dieses Prinzip dient der
Tiefenentspannung - auch für Menschen, die sich sonst damit schwer tun.
KLANGLIEGE
Melodie, Rhythmus und Klang wirken auf Körper und Seele und
lösen Empfindungen aus. Sie bestehen aus einer Wasserbettauflage und einen
darunter liegenden Resonanzkasten. Die Schwingungen der Musik werden auf den
ganzen Körper übertragen. Gut geeignet zur Wiederherstellung des Gleichgewichts
von Körper und Seele.
KLANGSAUNA
Die sogenannte "Klangsauna", in der der Gast sich so
richtig und auf eine ganz andere Art entspannen kann.
Mit der Resonanzliege kann durch spezielle Resonatoren -
differenzierter als bisher möglich - Musik life oder über Tonträger gehört sowie
über den Körper spürbar gemacht werden. Durch 2 unabhängig regulierbare
Resonatoren, welche an der unterteilten Platte montiert sind, kann Ober- und
Unterkörper gezielt berücksichtigt werden, womit die Liege zu einem vielfältig
nutzbaren Therapeutikum wird.
Der Verstärker ermöglicht über 4 Ausgänge die eigene Stimme, Sinustöne, die mobile Resonanzbox oder ein selbst gespieltes Instrument
dazuzuschalten. Die Resonanzliege ist so konstruiert, daß sie mit der Klangwiege
optimal kombiniert werden kann. Ein absolutes Rundum-Klangerlebnis entsteht
z.B., wenn der Liegende von unten mit tiefen Frequenzen und von oben mit dem
obertonreichen Klangspektrum der Klangwiege (als "Decke" darübergeschoben)
bespielt wird!
KLANGSCHALENMASSAGE
Die Klangschalenmassage (kurz Klangmassage) mit
Klangschalen hat die Harmonisierung von Körper, Geist und Seele zum Ziel. Die
Methode ist sehr meditativ und lehnt sich an östliche Heilmethoden an. Eine oder
mehrere Klangschalen werden auf den Körper aufgelegt und zum Schwingen gebracht.
Diese Schwingungen bringen dem Körper Ruhe und Entspannung, was sowohl
vorbeugende Wirkung hat als auch ein Aktivieren der Selbstheilungskräfte. “Auf
einmal ist mein ganzer Körper voller Klang. Ich spüre die Vibration der
Klangschalen in jeder Zelle meines Körpers. Selbst jetzt, nach der Klangmassage
habe ich das Gefühl, dass mein Körper noch erfüllt ist von Klang.” Dies
berichten Menschen, die eine Klangschalenmassage oder kurz Klangmassage genannt,
genossen haben. Die goldenen Klangschalen ziehen einen in den Bann.
Wiederholung: Bei der Klangschalenmassage werden unterschiedliche Klangschalen
auf den liegenden Patienten gelegt und angeschlagen. Feine Töne und Vibrationen
breiten sich im ganzen Körper aus und sorgen für tiefe Entspannung und
Wohlbefinden.
KLASSIFIZIERUNG VON SAUNEN
Mittlerweile gibt es Millionen Saunisten. Obwohl jeder Saunist anders eine
Saunalandschaft empfindet, bleiben die Grundbedürfnisse der Saunisten von
Finnland bis Zypern und von Russland bis Portugal gleich. Saunalandschaften und
Thermen werden mittlerweile von hoch qualifizierten Architekten und
Marketingspezialisten in die Welt gerufen, aber leider werden auf die
Bedürfnisse des Saunisten oft keine Rücksicht genommen. 20 Kriterien müssen
Sauna + Hotelbetreiber überwinden, damit Sie in die Klassifizierung, die mit
Perlen vorgenommen wird, aufgenommen werden. Siehe auch
Perlentest!
Mittlerweile ist eine Perlenauszeichnung für den Saunabetreiber ein
garantiertes Geschäft, da die Saunatouristen die Perlensaunen besuchen.
Abweichungen vom Perlenbericht im Internet werden von den Saunatouristen an den
Saunaführer gemailt und es kann zu neuen Einstufungen kommen.
Neben den 20 Kriterien wird in jeder Sauna der Welt diskutiert, was eine
Sauna gut oder schlecht macht. Der entscheidende Faktor ist die Qualität der
Sauna und des Aufgusses. Der einzige Grund, warum man aus einer Sauna heraus
muss, liegt darin, dass einen zu heiß ist und man sich dadurch nicht mehr wohl
fühl, aber nicht darin, daß man nicht richtig Luft bekommt oder der Raum
verkommen aussieht oder es schlecht riecht. Wiederholende Worte - der einzige
Grund, hinauszuwollen ist, dass es einem zu heiß ist!
Die wichtigsten Faktoren,
die dazu beitragen, sind eine gute Durchlüftung und ein genügend großer Ofen .
KLEINKINDERSAUNA
Kleinkinder und Saunabesuche sind in der Regel Dinge, die sich
ausschließen. Zu heiß, zu anstrengend für die kleinen Körper - so heißt es. Der
wahre Grund ist wohl eher: Kinder sind zu laut und zu stressig für die
Entspannung suchenden erwachsenen Gäste. In vielen Saunen haben Kinder unter
drei Jahren - manchmal sogar unter zwölf Jahren - keinen Zutritt, in fast allen
öffentlichen Anlagen sind sie zumindest nicht besonders gern gesehen. Dabei ist
Saunen durchaus auch schon für sehr kleine Kinder interessant, da es vielen
chronischen Erkrankungen wie Asthma, Allergien und Neurodermitis vorzubeugen
scheint. Manche gut organisierte, regelmäßige Babysauna ist eine echte
Alternative zu den herkömmlichen Krabbel- und Spielgruppen.
Trotzdem sind Babysaunen hierzulande rar:
Einige Babyschwimmkurse schließen Babysaunen mit ein. Auch Familienbadetage, bei
denen kleine Kinder ausdrücklich willkommen sind, sind langsam im Kommen.
Ganz anders sieht es im deutschen Osten aus. Dort hat - wie auch in den
skandinavischen Ländern - die Kindersauna eine lange Tradition. In der damaligen
DDR schwitzten ganze Krippen- und Kindergartengruppen regelmäßig gemeinsam. Und
auch heute gibt es in Brandenburg und Sachsen noch Kindergärten mit eigener
Sauna. Studien aus der DDR-Zeit weisen nach, dass die Saunakinder weniger krank
waren als Kinder, die nicht in die Sauna gingen. Es gibt bisher keine Studien,
die die positiven Wirkungen der Baby- und Kindersauna wissenschaftlich
nachweisen.
Aber die Erfahrungen der mit der Sauna befassten Kinderärzte sind so gut, dass
zum Beispiel der Chefarzt der Gynäkologischen Station des Krankenhauses
Grevenbroich den jungen Müttern die dortige Babysauna ausdrücklich empfiehlt:
Das regelmäßige Saunen verstärkt die Abwehrkräfte gegen Erkältungskrankheiten
und gegen chronische Bronchialerkrankungen.
Und schaden kann ein richtig durchgeführter Saunabesuch selbst den Kleinsten auf
keinen Fall: Die Universität Magdeburg hat jetzt in einer Studienreihe mit 99
Babys herausgefunden, dass gesunde Babys ab der 12. Woche in der Sauna weder
überhitzen können, noch ihr Kreislauf überlastet wird - wenn kindgerecht und
nicht übertrieben geschwitzt wird. Voraussetzungen für richtiges Babysaunen
sind:
Das Baby sollte gesund sein. Es muss sicher gestellt sein, dass keine
Herzerkrankung vorliegt. Am besten bespricht man die Saunapläne mit dem
Kinderarzt oder der Kinderärztin.
Bei den ersten Besuchen sollten nur ein bis zwei Saunagänge gemacht werden. Das
Baby muss Zeit haben, sich an die ungewohnte Umgebung zu gewöhnen. Also nicht
gleich in die Saunakabine, sondern erst einmal etwas spielen.
Die Saunatemperatur sollte zwischen 65 Grad Celsius und 75 Grad Celsius liegen.
Aufgüsse sind noch nichts für die Kleinsten. Bis zum ersten Lebensjahr können
die ätherischen Öle die Augen der Babys angreifen.
In der Saunakabine werden die Babys auf der unteren oder mittleren Bank auf dem
Schoß gehalten. Die Eltern sollten ihre Kinder gut beobachten. Atmen sie schnell
oder flach oder schreien sie gar, fühlen sie sich offensichtlich unwohl und die
Sauna sollte verlassen werden. Puterrote Köpfe sind ganz normal: Die dünne
Kinderhaut errötet schneller als die der Erwachsenen.
Nach 5 bis 7 Minuten haben kleine Kinder meist genug von der Hitze und müssen an
die Luft.
Die Babys werden im Freien an der frischen Luft abgekühlt oder lauwarm und
vorsichtig bei 25 bis 27 Grad Celsius abgeduscht. Eiskalte Güsse sind
überflüssig, gefährlich und vermiesen das Saunaerlebnis. Saunababys müssen viel
trinken, bei Bedarf auch in der Saunakabine.
Spätestens ab dem Schulalter können Saunakinder wie Erwachsene länger und heißer
schwitzen - wenn es ihnen Spaß macht. Die ungewohnten hohen Temperaturen sind
eine nicht zu unterschätzende Belastung für die kleinen Körper. Aufmerksamkeit
und Vorsicht seitens der begleitenden Erwachsenen ist nötig. Ehrgeiz oder
forcierte Abhärtungsmaßnahmen sind fehl am Platz und können gefährlich werden.
Wie sehr ein Saunavormittag die Winzlinge schlaucht, merkt man spätestens an der
anschließenden ausgedehnten Mittagsruhe, bei der dann auch die Erwachsenen
endlich ganz entspannen können.
Von Barbara Garde
KLIMA
Das Sauna-Klima wird hauptsächlich durch eine gut
funktionierende Lüftung bestimmt und nicht durch die Stärke des Holzes.
Oft hört man auch die Bezeichnungen Bio-Sauna oder Sanarium.
Dies sind nichts anderes als von Saunaherstellern erfundene Ausdrücke für die
feuchten Saunaformen. Es ist jede Kombination zwischen 45 und 100 Grad
Celsius und der Luftfeuchtigkeit trocken bis sehr feucht (0-ca.60%) möglich.
Zudem besteht die Möglichkeit, durch beifügen von selber mitgebrachten
Duftkonzentraten und Aromastoffen dem Saunabesuch eine eigene, ganz spezielle
Note und Qualität zu verleihen.
Unsere Atmosphäre besteht aus verschiedenen Klimazonen, unser
Leben wird täglich mit wechselnden Klimawerten konfrontiert.
Während wir die Natur in ihrem Klima nicht beeinflussen können,
ist dieses in geschlossenen Räumen problemlos möglich. Das nennt man
Klimaanlagen. Doch Klimaanlagen benötigen dafür Ventilation. Ganz hierzu steht
im Gegensatz unser Saunaklima. Dort schaffen wir unsere Idealwerte durch ein
stilles Klima, wir erzeugen Wärme (Temperatur) und relative Feuchte.
Durch Verkochen von Wasser, geregelt durch eine hochmoderne Elektronik, die auf
Knopfdruck die Idealwerte eintippen und auch abfragen läßt.
Als Saunaklima werden die künstlich geschaffenen Luft-, Wärme
und Feuchtigkeits- verhältnisse innerhalb einer Saunakabine bezeichnet. Die
Klimaverhältnisse im Saunaraum werden maßgeblich durch die Temperatur der Luft
und die Luftfeuchtigkeit bestimmt. Die Finnische Sauna zeichnet sich durch ein
großes Temperaturgefälle (Decke: ca. 100°C, Fußbodenhöhe: ca. 40°C) sowie eine
geringe Luftfeuchtigkeit aus. Mit dem Hygrometer gemessen wird knapp unter der
Raumdecke eine relative Luftfeuchte von 2-5 %.
Charakteristisch für das Saunaklima ist ein starkes
Temperaturgefälle. Bei einer Kabine mit dreistufiger Saunabank und einer
Deckentemperatur von 100°C beträgt die Temperatur in Höhe der obersten Bank ca.
70°C, in Fußbodenhöhe nur noch etwa 40°C (s. Grafik).
Die von außen in die Saunakabine hereingeführte Luft erwärmt sich im
Saunaofen stark, dehnt sich aus und wird dadurch leichter. Die steigt also vom
Ofen zur Decke des Saunaraumes auf. Die hohe Lufttemperatur führt dann dazu,
dass sich die Luft, die den Saunabadenden umgibt, an der schwitzenden Haut
abkühlt. Dadurch wird sie wieder schwerer und sinkt zum Fußboden ab. Von dort
wird sie über die Entlüftung aus der Kabine abgeführt.
Saunaklima
Als Saunaklima werden die künstlich geschaffenen Luft-, Wärme und Feuchtigkeits-
verhältnisse innerhalb einer Saunakabine bezeichnet. Die Klimaverhältnisse im
Saunaraum werden maßgeblich durch die Temperatur der Luft und die
Luftfeuchtigkeit bestimmt. Die Finnische Sauna zeichnet sich durch ein großes
Temperaturgefälle (Decke: ca. 100°C, Fußbodenhöhe: ca. 40°C) sowie eine geringe
Luftfeuchtigkeit aus. Mit dem Hygrometer gemessen wird knapp unter der Raumdecke
eine relative Luftfeuchte von 2-5 %.
Lufttemperatur
Charakteristisch für das Saunaklima ist ein starkes Temperaturgefälle. Bei einer
Kabine mit dreistufiger Saunabank und einer Deckentemperatur von 100°C beträgt
die Temperatur in Höhe der obersten Bank ca. 70°C, in Fußbodenhöhe nur noch etwa
40°C (s. Grafik).
Wie kommt es zum Temperaturgefälle? Die von außen in die Saunakabine
hereingeführte Luft erwärmt sich im Saunaofen stark, dehnt sich aus und wird
dadurch leichter. Sie steigt also vom Ofen zur Decke des Saunaraumes auf. Die
hohe Lufttemperatur führt dann dazu, dass sich die Luft, die den Saunabadenden
umgibt, an der schwitzenden Haut abkühlt. Dadurch wird sie wieder schwerer und
sinkt zum Fußboden ab. Von dort wird sie über die Entlüftung aus der Kabine
abgeführt.
Relative Feuchte
Bedeutung für das Saunaklima hat auch die Luftfeuchtigkeit (der
Wasserdampfgehalt) der Luft. Ist der Wasserdampfgehalt in der Saunaluft zu
gering, trocknen die Schleimhäute der Atemwege aus, und es kann zu Reizungen
kommen. Ist er zu hoch, wird die Kühlung des Körpers durch eine unzureichende
Verdunstung des Schweißes behindert und die hohen Temperaturen in der Sauna
werden als unangenehm empfunden.
Die Luftfeuchtigkeit im Saunaraum wird mit einem Hygrometer gemessen, das die
relative Feuchte anzeigt. Bei der wünschenswerten absoluten Luftfeuchte von
10-30 g/m³ im Saunaraum werden als relative Feuchte an der Decke (bei 100°C)
2-5%, in Höhe der Sitzfläche der oberen Bank (bei 70°C) 5-15% und unmittelbar
über dem Fußboden (bei 40°C) 20-60% Luftfeuchtigkeit gemessen. Bei diesen
Angaben ist jedoch zu beachten, dass die relative Feuchte das prozentuale
Verhältnis der tatsächlich in der Luft vorhandenen Feuchte zu der Feuchte
angibt, die die Luft maximal aufnehmen könnte (Sättigungsfeuchte). Das
Feuchteaufnahmevermögen der Luft ist umso größer, je höher deren Temperatur
liegt.
Wichtig: der Luftaustausch
Um nun dieses Saunaklima erzeugen und erhalten zu können, müssen an den Bau
einer Saunakabine einige Bedingungen geknüpft werden. So kommt einer gut
funktionierenden Lüftung des Saunaraumes mit ausreichendem Luftaustausch eine
große Bedeutung zu. Der Wasserdampfgehalt der Luft bleibt dadurch begrenzt, und
die Verdunstung des zur Wärmeregulation gebildeten Schweißes wird nicht
beeinträchtigt.
Auch die plötzliche, starke Zunahme der Luftfeuchtigkeit bei einem Aufguss wird
durch die ausreichende Lufterneuerung schnell ausgeglichen. Dazu trägt in
begrenztem Maß auch die Wasserdampfaufnahmefähigkeit (Sorption) des im Saunabau
verwendeten Holzes bei.
KLIMAKAMMER
Bei beginnender Verkühlung und bei Rachenkatarrh ist für all
jene, die keine Dampfkammer oder Dampfdusche zur Verfügung haben, eine etwas
abgewandelte Form des Saunierens empfehlenswert. Heizen Sie die Saunakammer nur
bis zu einer Temperatur von 60 bis 70 Grad Celsius an. Erhöhen Sie die
Luftfeuchtigkeit durch mehrmalige Aufgüsse. Schließlich begeben Sie sich mit
einem feuchten Tuch, das vorher in Pfefferminztee getränkt wurde, in die Kammer.
Halten Sie nun das Tuch wie einen Schirm vor das Gesicht und atmen Sie die
Dämpfe des Pfefferminztees ein. Bei diesen niedrigen Temperaturen kann man schon
15 bis 20 Minuten in der Sauna bleiben.
Achten Sie bitte darauf durch den Mund ein- und durch die Nase auszuatmen.
Anschließend folgt ein warmes Duschbad. Nun sollten Sie mindestens eine halbe
Stunde ausruhen!
KNEIPP
Kneippbad:
kalt - warmes Wechselbad
Temperaturen zwischen ca. 10 und 38°C
zur Vitalisierung und Abhärtung des Körpers
zum Aufbau während der Rekonvaleszenz
stärkt das Immunsystem und fördert den Stoffwechsel
wirkt Zivilisationskrankheiten und Störungen des vegetativen Nervensystems
entgegen
Die ganzheitliche Naturheilmethoden des Pfarrers Sebastian
Kneipp haben sich seit fast 100 Jahren bewährt und sind doch aktueller denn je:
Immer mehr Menschen erkennen die Gefahren der falschen Ernährung und der häufig
gesundheitsschädlichen modernen Lebensweise. Die 5 Fundamente der Kneipp´schen
Lehre: Die Heilkraft des Wassers, die natürliche Bewegung, die gesunde
Ernährung, die Wirkung de Kräuter aus dem Garten der Natur und nicht zuletzt die
eigene innere Ausgeglichenheit.
Sebastian Kneipp (1821-1897) - Seelsorger und
Gesundheitslehrer
Nach einer harten und entbehrungsreichen Zeit verließ Sebastian
Kneipp mit 21 Jahren seine Heimat. Er war Webergeselle, hatte aber den innigen
Wunsch Priester zu werden. In Grönenbach im Allgäu fand er einen Priester, der
ihn privat unterrichtete, so dass er zum Gymnasium zugelassen wurde. Nach Jahren
größter körperlicher und geistiger Anstrengung war er so krank, dass die Ärzte
ihn bereits aufgaben.
Da fiel ihm ein altes Buch in die Hände, das von einer Wasserkur handelte, und
mit dem Studieren dieses Buches begann seine Heilung. Er nahm im Winter 1849
zwei- bis dreimal wöchentlich ein kurzes Bad in der eiskalten Donau und wurde
gesund.
Seine Erfahrungen wollte er an seine Mitmenschen weitergeben. “Mich leitet kein
irdisches Interesse, nur das Mitleid mit meinen leidenden Mitmenschen hat mich
veranlasst, ihnen, wo ich kann, hilfreich zur Seite zu stehen.” Seine
Prinzipien, später vervollständigt durch Empfehlungen für alle Lebensbereiche,
kann man kurz mit ”Zurück zur Natur und zu einfacher Lebensführung”
zusammenfassen. Bis heute hat dieser Ansatz nichts an Aktualität verloren
KNEIPPBACH
Der Kneippbach verbindet die anregende Wechselwirkung von warmem
und kaltem Wasser mit den physikalischen Reizen einer Druckmassage. Gehen Sie
langsam durch den Bach und spüren Sie eine belebende Wirkung. Diese Wechselbäder
setzen sogenannte "Thermische Reize" frei, die den Kreislauf anregen, die
Durchblutung fördern und sogar Schmerzen lindern.
"Ich möchte wissen, welche Krankheit in eine verweichlichte Natur nicht leicht
eindringen kann, während eine abgehärtete Natur sich nicht das Geringste daraus
macht. Die Verweichlichung öffnet Tür und Tor für viele Krankheiten"
Sebastian Kneipp, " Mein Testament", 1895
KNEIPPEN
"Wie jedoch jeder einzelne Guss auf einen bestimmten Körperteil
eine bestimmte Wirkung ausübt, so kann hier wiederum durch Anwendung
verschiedener Güsse auf den ganzen Körper eingewirkt werden."
Sebastian Kneipp, Mein Testament, 1895
Die Kneippschen Güsse – eine Wohltat für den Körper!
Für den Hausgebrauch stellen die Kneippschen Güsse eine sehr gute Möglichkeit
dar, die verschiedensten akuten oder auch gar chronischen Krankheiten mit
einfachsten – und doch höchst wirkungsvollen - Mitteln zu behandeln.
Mit den Kneippschen Güssen soll der Wärmehaushalt des Körpers wieder in ein
Gleichgewicht gebracht werden. Durch den Wärme- oder Kältereiz des Wassers wird
durch die Hautnerven das vegetative Nervensystem angesprochen. Dieses von
unserem Willen völlig unabhängige Nervensystem vermag nicht nur auf die kleinen
Blutgefäße (Venen oder Arterien) sondern auch über eine Mitreaktion auf die
verschiedensten Organe einzuwirken.
Regeln für
Kneippanwendungen bei Kindern
Vorsichtiger, milder, kürzer, aber doch
bestens geeignet: Die meisten Kinder lieben Wasser. Also stehen sie auch
Kneippbehandlungen positiv gegenüber. Aber Achtung: Die Anwendungen müssen
vorsichtiger durchgeführt werden. Vor jeder Kaltanwendung gründlich durch ein
heißes Bad oder Dusche erwärmen! Zur Stärkung der Abwehr kann man Kinder mit gut
vorgewärmten Füßen zwei Minuten lang durch taunasses Gras laufen lassen. Im
Schnee nur 20 Sekunden. Das Kind muss zu diesem Zeitpunkt allerdings völlig
gesund sein! Vorbeugend bewährt sich auch, das Kind im Storchenschritt ein paar
Mal in der mit kühlem Wasser gefüllten Badewanne spazieren zu lassen.
Feuchte Kniestrümpfe
Bei fieberhaften Infekten helfen feuchte
Kniestrümpfe: Mit kaltem Wasser getränkte Baumwollstrümpfe anziehen und
Frotteetücher darüberwickeln. Ins Bett legen und 10 Minuten einwirken lassen. Es
sollte angenehme Wärme entstehen.
Warme Brustwickel
Schleimlösend wirkt der warme Brustwickel:
Ein Leinentuch mit warmem Wasser tränken und das Kind von den Achseln bis zum
Nabel einwickeln. Dann ein trockenes Zwischentuch darüber und mit einem dickem
Frottee- oder Wolltuch abschließen.
Ein paar Regeln für Kneippanwendungen bei Kindern:
Je kleiner das Kind ist, desto kürzer die Anwendung
Kein ganz kaltes Wasser verwenden
Bei warmen Anwendungen auf die höhere Wärmeempfindlichkeit von Kindern Rücksicht
nehmen. Kinder dürfen nie zum Kneippen gezwungen werden!
Als Einstieg bewährt sich Wassertreten
Erwachsene sollten den Kindern gesunde Lebensweise ständig vorzeigen. Und: Bitte
die Regeln wirklich einhalten!
KNEIPPFUSSBECKEN KNEIPPBECKEN
Tun Sie etwas Gutes für Ihre Durchblutung und die Venen, nützen
Sie daher ein alt bewährtes Mittel der Wechselfußbäder.
KNEIPPGANG
Er dient zur Abkühlung und Stabilisierung des Kreislaufes.
Außerdem wirkt er vorbeugend gegen Krampfadern. Die Temperatur im kalten
Abschnitt beträgt 10 - 15 Grad C und der warme Bereich hat 35 Grad C. Es ist
empfehlenswert, den Kneippgang 4 - 5 Mal bei warm beginnend im Storchenschritt
zu durchwaten. Möchte man danach ruhen sollte man im warmen Abschnitt enden,
möchte man danach saunieren sollte man im kalten Bereich enden.
KNEIPP KUR
Eine Kneipp-Kur, nach Pfarrer Sebastian Kneipp, ist eine ganzheitliche
Naturheilmethode mit Bädern, Güssen, Wickel und Packungen mit Heilkräutern.
Vollwertkost und gesunde Lebensführung dienen der Kur zur Abhärtung, Vorbeugung
und Rehabilitation
Die Kneipp-Kur mit Ihren fünf Säulen: Phytotherapie, Hydrotherapie,
Ordnungstherapie, Ernährungslehre und Bewegungslehre sind aktueller denn je. Sie
dienen der Abhärtung und Vorbeugung der Rehabilitation, können Schmerzen
lindern, den Kreislauf anregen und bei Erschöpfung der vegetativen Störungen
helfen.Benannt nach Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) wird diese komplexe,
ganzheitliche Behandlungsmethode auch heute noch mit Erfolg praktiziert. Die
klassische Kneipp-Therapie umfasst gezielte Anwendungen verschieden temperierten
Wassers in Form von Bädern, Güssen, Dämpfen und Wickeln; Verwendung natürlicher
Pflanzenheilmittel, vollwertige Kneipp-Kost, die Bewegungs- und
Ordnungstherapie. Die Kneipp-Kur wirkt besonders bei Herz- und
Gefäßerkrankungen, zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck und wird vielerorts auch
zur Vorsorge eingesetzt. Kneipp'sche Güsse sind ein wahrer Wasserspaß und können
- einmal gelernt - auch zu Hause gemacht werden.
KNEIPPRONDELL
Hier kann der Saunabesucher klassische Wechselbäder durchführen, in dem er vier
Becken durchläuft, die in jeweils zwei Kalt- und Warmwasserzonen aufgeteilt
sind.
KNEIPPGUSS
Richtig
abkühlen mit dem Saunaguss nach Kneipp
Kaltwasseranwendungen sind ein wichtiger Bestandteil des Saunabadens. Das
Wechselbad Sauna kombiniert kräftige Heiß- und Kaltreize und stellt auf diese
Weise ein intensives Gefäßtraining dar, das „abhärtend“ aber auch
kreislaufanpassend, stoffwechselanregend und vegetativ stabilisierend wirkt.
Nach dem wärmeintensiven Aufenthalt im Saunaraum beginnt die Abkühlphase an der
frischen Luft, um zunächst die Atemwege abzukühlen. Diese erste Abkühlung sollte
kurz sein und darf keinesfalls zum Frösteln führen. Gleich danach erfolgt die
zweite mit Kaltwasser. Dadurch ziehen sich unter anderem die Blutgefäße der Haut
zusammen und die Herzfrequenz beruhigt sich. Hier empfiehlt sich neben der
Schwallbrause alternativ der erweiterte Kneipp’sche Vollguss, der drei Zwecken
dient: den Schweiß abspülen, Wärme entziehen und einen Kaltreiz auslösen. Dazu
wird ein Gummischlauch mit einer Länge von mindestens 1,5 m und einem
Durchmesser von ¾ Zoll oder ein Gießhandstück benötigt – ein gleichförmiger,
weicher, voller Wasserstrahl, zirka vier bis fünf Zentimeter hoch, soll die Haut
ummanteln. Die zweckmäßige Entfernung der Schlauchmündung vom jeweiligen
Körperteil beträgt fünf bis zehn Zentimeter. Keinesfalls darf das Wasser auf den
Körper aufprallen oder spritzen. Das Gusstempo ist etwas schneller als beim
therapeutischen Kneippguss.
Zuerst werden die Körperrückseite und dann die Vorderseite abgegossen. Der Guss
beginnt stets auf der rechten Körperseite von der Peripherie (Füße, Hände) zum
Rumpf hin ausgeführt. Man beginnt am rechten Fuß, führt den Wasserstrahl über
Unter- und Oberschenkel zum Gesäß und an der Innenseite des Beines wieder
abwärts. Das Gleiche geschieht mit links. Dann folgen rechte Hand – Arm –
Schulter – rechte Rückenpartie bis zur Hüfte und die Wiederholung auf der linken
Seite. Anschließend wird die Vorderseite in gleicher Weise abgegossen, und zum
Schluss kommen Hals, Nacken und Gesicht an die Reihe.
Vorsicht ist jedoch bei Neigung zur Auskühlung geboten. Kalte Füße sind zu
vermeiden. Auch sollte man nach dem Saunaguss nicht unangekleidet herumstehen.
„Untrainierte“ mit einem labilen Kreislauf sollten nicht gleich mit dem Vollguss
beginnen, sondern sich langsam durch Teilgüsse – Knieguss, Armguss, Schenkelguss
– an den Wechselreiz gewöhnen. Vor dem Vollguss sollte die Herz- und Stirngegend
abgekühlt werden.
Alternativ kann das Tauchbecken benutzt werden, sofern vorher der Schweiß
abgespült wurde und kein Befund auf krankhaften Bluthochdruck vorliegt. Liegt
dieser vor, sollte nur kühl abgossen werden.
Wichtig für die Wiedererwärmung ist ein sich an die Abkühlmaßnahmen
anschließendes zirka 40 Grad Celsius warmes, knöchelhohes Fußbad, da dieses die
Blutgefäße im ganzen Hautgebiet wieder erweitert. Voll wirksam im Sinne eines
gezielten Gefäßtrainings werden die Fußwärmbäder, wenn man sie mehrmals im
Wechsel mit erneuten Kaltanwendungen durchführt. Sie fördern dann den
Hautstoffwechsel und verbessern die Wärmeregulation des Körpers. Außerdem hat
die schnelle Erweiterung des arteriellen Blutgefäßnetzes den Vorteil, dass die
leicht erhöhte Körperkerntemperatur wieder auf den Normalwert sinkt.
Kneipp’sche Wasseranwendungen eignen sich jedoch nicht nur zur Abkühlung in der
Sauna, sie sind auch ein beliebtes Mittel zur „Abhärtung“ für die regelmäßige
Anwendung zu Hause. Befindlichkeitsstörungen und selbst Begleiterscheinungen von
Krankheiten können damit gezielt behandelt werden: So ist der Abguss nach Kneipp
vor allem bei Stoffwechsel-störungen, Müdigkeit usw. besonders geeignet. Das
warme Fußbad empfiehlt sich etwa bei Schlafstörungen und chronischen Infekten
der oberen Luftwege, bei Abwehrschwäche oder chronisch kalten Füßen, da es
durchblutungs- sowie schlaffördernd, beruhigend und – über einen Fernreiz – auch
reflektorisch entspannend auf die Bauch- und Beckenorgane wirkt.
Jeder Mensch jeden Alters, ob gesund oder krank, kann mit den Mitteln der
Kneipp-Wassertherapie, fein dosiert, seine Abwehrfähigkeit und Lebensqualität
verbessern sowie Körpergefühl und Wohlbefinden deutlich steigern.
KNEIPPSCHE GÜSSE
Ein kleiner Abhärtungstest schadet nie. Die Kneippschen
Wechselgüsse mit kalt und warmen Wasser fördern die Durchblutung
KNEIPPSCHLAUCH
Er dient dem langsamen Abkühlen. Dabei handelt es sich um einen
Dreiviertelschlauch, meist 2,50 Meter lang aus Kunststoff. Der Körperaufguss mit
dem Kneippschlauch (führen Sie den Wasserstrahl immer von den äußersten
Körperenden zum Herzen hin), wodurch der gesamte Kreislauf in Schwung gebracht
wird. Nach weiteren 20 Minuten wiederholen Sie diesen Vorgang
KNEIPPTRETBECKEN
Wasser ist Leben“ – Gönnen Sie sich ein Fußbad nach der
bewährten Lehre von Sebastian Kneipp. Bewegen Sie sich dabei im
„Storchenschritt“, d. h. heben Sie die Füße bei jedem Schritt aus dem Wasser.
KNEIPPZONE
Die Kneippkur geht auf den katholischen Pfarrer und
Naturheilkundigen Sebastian Kneipp zurück. Er schuf im 19. Jahrhundert das nach
ihm benannte Wasserheilverfahren, darüber hinaus gab er Anregungen zu
naturgemäßer, gesunder Lebensweise. Das populäre Wassertreten ist ein
wesentlicher Bestandteil der Kneippkur. Die Wasseranwendungen vermitteln
thermische Reize über die Haut auf die Nervenenden und wirken somit direkt auf
unser Nervensystem. Dies hat positive Auswirkungen auf Wärmehaushalt, Kreislauf,
Stoffwechsel, Ausscheidung von Schlacken usw. Durch das Gefäßtraining wird der
Blutdruck maßgeblich beeinflusst. Wasser stärkt den Körper und seine
Abwehrkräfte und schützt somit vor Erkältungen und Infektionen. Mit einem
wohldurchdachten naturheilkundlichen System heilte Sebastian Kneipp die
Krankheiten seiner Zeit. Heute ist die Kneipp’sche Lebens- und Heilweise so
aktuell wie damals, da sie sich optimal zur Vorbeugung und Heilung der
Zivilisationserkrankungen unserer Zeit eignet.
KNIEGUSS
Eine Handbrause mit abgeschraubten Handgriff. Noch besser ist ein Gießhandstück,
das daran befestigt wird, oder nehmen Sie einen Schlauch mit einem Durchmesser
von ¾ Zoll, der einen fast drucklosen Wasserstrahl ermöglicht.
Sie beginnen am rechten Fußrücken und gehen an der Außenseite des Beines bis
handbreit über das Knie hoch. Auf dieser Höhe führen Sie den kalten Wasserstrahl
einige Sekunden lang um das ganze Bein herum und lassen das Wasser wie einem
Mantel abfließen. Danach gehen Sie an der Innenseite wieder abwärts. Das linke
Bein wird ebenso begossen. Vor dem Abgang wechseln Sie zum rechten Bein über,
begießen es ein zweites Mal, ebenso das linke Bein und gehen dann abwärts. Den
Abschluss bilden das Begießen der rechten und linken Fußsohle.
Heilanzeigen: Der Knieguss schafft bessere
Durchblutung bei leichten Durchblutungsstörungen und Erfrischung bei müden
Beinen. Er ist ideal bei Krampfadern und gestauten Venen auch bei Bluthochdruck
gut verträglich. Abends, unmittelbar vor dem Schlafengehen, ist der Knieguss
eine gute Einschlafhilfe
KNOBLAUCH-SAUNA
Im schön angelegten weitläufigen 2.000 m²
Saunagarten befindet sich das einmalige Knoblauchhaus. Hier im Monte Mare wurde
eigentlich der Knoblauchaufguss erfunden. Mit gemischten Gefühlen betritt man
erstmalig das Blockhaus, das aus nordeuropäischer
Polarkiefer gebaut wurde. Der Geruch von Knoblauch steigt bereits im
Vorraum der Nase hoch. Diejenigen die den Knoblauchgeruch nicht mögen, flüchten
in die Panoramasauna. Tatsache ist, dass es in Sachsen keine Vampire mehr gibt,
dies könnte auch der Grund sein, warum die Gemütlichkeit in der gesamten Anlage
und in jedem Winkel spürbar ist. In der Knoblauchsauna wartet man geduldig auf
den sympathischen Saunameister. Die anderen Saunagäste scheinen aber glücklich
vor sich hin zu schwitzen. Nach einer fachlichen Erklärung vom erscheinenden
Aufguss-Künstler erfüllte sich der Raum mit Knoblauchduft. Unglaublich aber
wahr, der Geruch war angenehm und neben dem Gesundheitseffekt kam man sich vor
wie die Shrimps in Knoblauchsoße. Raus aus der "Knoffihütte" und die Sächsische
Frischluft genießen. Duschen und weg ist der Geruch. Lediglich die Handtücher
riechen weiter nach Knoblauch und die Zehen auch noch. Der Begriff Knoblauchzehe
ist ab sofort verständlich.
Knoblauch gilt seit Generationen als hilfreich beim Vorbeugen
gegen Krankheiten – er stärkt das Immunsystem. Das der Verzehr von Knoblauch vor
vielen Mikroben schützen kann. Auch werden den Sprosszwiebeln
Radikalfängereigenschaften zugeschrieben. Wehrt Bakterien, Viren und Pilze ab.
Wußten Sie schon, daß Knoblauchzehen gesünder sind als
Wurstfinger?
KNÜPPELSAUNA
Der Bayrische Begriff für runde Baumäste bezeichnet einen Knüppel. Die Sauna ist
mit vielen Knüppeln nebeneinander gereiht. Eine originelle Sauna. Verkleidung
einer Wand mit geschälten, dünnen Baumstämmen mit Knüppeldecke, finnisches
Saunaklima, rein optische Besonderheit, rustikal. Temperatur: 80-90 °C
Luftfeuchte: ca. 15%
KONZENTRATIONSFÄHIGKEIT
Selbst die Konzentrationsfähigkeit wird durch die Sauna
gesteigert. Die Höhe des Cortisonsanteils im Blut wird durch ACTH reguliert, das
in der Hypophyse produziert wird. ACTH ist ein natürliches Dopingmittel, das Sie
zu höchster Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit anregt. Die Folge: Sie
werden hellwach und klar. Am Besten stellt man dies nach der Abkühlphase fest. -
Ein Saunist meinte - "Wenn mein "Zumpferl" im Tauchbecken schrumpft so
habe ich jedesmal ein Hirn wie der Einstein!"
KONTAKTLINSEN
Linsen schadet der Hitze nicht. Dennoch könne Sie stören, wenn
Sie zum scheuern oder brennen beginnen. Abhilfe können Sie durch Augenzwinkern
schaffen. Durch das Befeuchten verhindert das Austrocknen der Bindehaut. Noch
besser - schließen Sie die Augen.
Sogar in der Sauna wirkt sich der Vorteil der Kontaktlinsen, das
sogenannte Nichtbeschlagen durch Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen voll
aus. Selbst in der Sauna behalten Kontaktlinsen auf dem Auge Körpertemperatur.
Für die Abkühlphase, bzw. das Tauchbecken, gelten ähnliche Verhaltensweisen wie
beim Schwimmen oder Tauchen: möglichst die Augen schließen, wenn Sie
untertauchen, dann werden die Kontaktlinsen nicht fortgeschwemmt. Und beim
Schwimmen die Augen etwas mehr schließen als sonst. So halten die Lidränder die
Kontaktlinsen und schützen sie vor dem Herausspülen
KOPFSTÜTZE
Sie sind innerhalb der Sauna und meist aus afrikanischen
Apachiholz.
KÖRPERBEHINDERUNG
Diese Saunaanlage werdend baulich den Bedürfnissen des
Behinderten angepasst. Eine Sauna kann auch ohne Türschwelle gebaut werden, die
Tür kann verbreitert werden und die Anzahl der Bänke sowie deren Höhe kann auf
den Grad der Behinderung abgestimmt werden. Dies gilt ebenso für die Anzahl von
Handläufen in der Sauna.
Die gesundheitlichen Vorteile der Sauna treffen im großen und ganzen ebenso zu
wie für die Nicht-Behinderten. Zum Teil werden durch das Saunabaden auch
spezielle Nutzen erzielt, zum Beispiel durch die verstärkte Durchblutung der
Beine. Aber auch hier gilt es grundsätzlich, vorher den Arzt zu befragen, ob
regelmäßiges Saunabaden sinnvoll wäre.
KÖRPERHALTUNG
Die beste Haltung während des Saunaganges ist die Rückenlage.
Dann ist der Körper in einer Temperaturzone. Oder man sitzt und zieht die Beine
an. Gegen Schluss eines Saunaganges hilft es, in tiefere Saunagefilde absteigen,
um den Kreislauf etwas auf den Wechsel in die Kälte vorzubereiten. Etwa zwei
Minuten vor Ende des Schwitzbades die Sitzposition einnehmen, Füße baumeln
lassen. Diese Haltung bereitet den Körper auf das Aufstehen vor.
KOSMETIK
Ein Saunabad ist eine natürliche, ganzheitliche Kosmetik. Durch
die Wärme lösen sich Unreinheiten der Haut, der Teint wird zart und rosig . Die
bessere Durchblutung lässt einen frischer wirken.
Planen Sie Ihren Saunabesuch vor der Kosmetik-Behandlung! In der
Sauna wird die Haut optimal für die Behandlung vorbereitet und die Wirkstoffe
können besser von der Haut aufgenommen
Reinigung der Haut mit Wasser und speziellen Reinigungsmitteln
sowie die Wiederherstellung des schützenden Fett- und Säuremantels mit Hilfe von
entsprechenden Pflegecremes und Emulsionen.
KRAMPFADERN
Auch wenn Sie unter Krampfadern leiden können Sie in die
Sauna gehen. Dieses Blutgefäßtraining verhelfen den noch intakten Venen zu mehr
Elastizität. Wichtig ist, dass Sie nach dem Saunabesuch viel trinken, dann wird
die Viskosität des Blutes erhöht und Sie verringern damit das Risiko einer
Thrombosebildung in den Venen. Sollten Ihre Beinvenen entzündet sein, müssen Sie
auf einen Saunabesuch verzichten.
KRANKHEITEN
Bei manchen Herz-Kreislauf-Beschwerden
kann Saunieren die
Beschwerden lindern; bei Depressionen entspannen und die Stimmung aufhellen.
Außerdem haben Saunagänge eine entspannende Wirkung auf
Stresssymptome wie
Muskelverspannungen, Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen.
Haut und
Schleimhäute werden bei Hitze besser durchblutet und auch die
Bronchialmuskulatur entspannt sich, so dass Asthmatiker oft besser durchatmen
können.
Selbst saunaerfahrene
Herzinfarktpatienten können oft nach der
Rehabilitationsphase wieder eine Sauna besuchen. Nur bei akuten Krankheiten wie
Infekten oder Fieber sollten Sie nicht saunieren.
Vorsicht geboten ist bei
Saunabesuchen auch für Schwangere, ältere Menschen und stark Übergewichtige
sowie bei Epilepsie, Krebserkrankungen, Rheuma. Wenn Sie unter einer Herz-,
Gefäß- oder Stoffwechselkrankheit (z.B. der Schilddrüse) leiden, sollten Sie vor
einem Saunabesuch unbedingt Ihren Arzt befragen.
Menschen mit Bluthochdruck
müssen anders Saunabaden.
KRÄUTER
Die Apotheke Gottes birgt vielerlei Arten von Heilkräutern. Was uns die
"Medizin-Männer" unter den Mönchen oftmals bewiesen haben und auch heute noch
beweisen.
...aus esoterischer Sicht:
Seit alter Zeit wussten die Kräuterkundigen, dass selbst die einfachsten
gewöhnlichen Kräuter (heute sog. Unkräuter) ihren Wert haben und dass schon eine
Handvoll davon genügt, um. sämtliche Leiden zu heilen. Wesentlich dabei ist, die
Pflanzen durch und durch zu kennen, sie nicht nur als Behälter chemischer
Wirkstoffe zu betrachten, sondern als Persönlichkeiten im eigenen Wesen und
einer eigenen langen Geschichte. Wenn wir die Pflanzen - wie es früher noch war
- als Heiler, Ernährer, Wohltäter, Götter und Dämonen anschauen, erkennen wir
auch, dass Pflanzen eine Seele haben, einen eigenen Charakter, eine
Persönlichkeit, die uns sehr viel mehr beeinflussen kann, als wir es wahrhaben
wollen. Dr. Wolf-Dieter Storl
...aus wissenschaftlicher Sicht:
Was die Entwicklungsgeschichte der (Heil-) Kräuter betrifft, so stehen diese am
Schluss der pflanzlichen Evolution. Im natürlichen System der Pflanzen haben sie
sich im Laufe von 3 Milliarden Jahren aus hierarchisch niederen Sippen wie
Algen, Pilzen und Flechten über die Moose und Farne zu den eigentlichen
Blütenpflanzen hochentwickelt. Obwohl in dieser Gruppe die zweikeimblättrigen
Kräuter und Holzpflanzen nicht weniger als 80% des Pflanzenreiches insgesamt
ausmachen, sind gerade sie kaum wissenschaftlich erforscht
Wundersame Kräfte aus der Natur ...
Man sagt, dass es nichts gibt, gegen das nicht ein Kraut gewachsen ist. Die
geheimnisvollen Kräfte heimischer Alpen-Pflanzen wurden bereits von unseren
Vorfahren genutzt um Tee, Salben, Öle oder Pulver herzustellen, welche
Krankheiten vorbeugen bzw. heilen konnten. Besonders heute, wo sich die Menschen
wieder mehr zur Natur hingezogen fühlen, liegen Naturheilmittel wieder voll im
Trend.
Melisse:
Nervenbedingte
Einschlafstörungen und nervöse Magen-Darm-Beschwerden, sowie zur
Appetitanregung.
Fenchel:
Blähungen und
krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, wirkt schleimlösend.
Thymian:
Bei Anzeichen von
Bronchitis, bei Katarrhen der oberen Luftwege, geeigneter Hustenstiller, bei
Krampf und Keuchhusten, wirkt antibakteriell.
Eukalyptus:
Erkältungskrankheiten
der oberen Luftwege, Bronchitis, wirkt desinfizierend im Körper.
Lindenblüte:
Gegen
Erkältungskrankheiten, grippale Infekte, stärkt die Abwehrkräfte, mildert
Hustenreiz, schweißtreibend.
Baldrian:
Beruhigend.
Fichte:
Bei Erkrankungen der
Atmungsorgane.
Kamilleblüte:
Magen-Darmbeschwerden, Reizung der Mund- und Rachenschleimhaut sowie der
oberen Atemwege, wirkt bei äußerlicher Anwendung leicht antibakteriell,
fördert Wundheilung, lindert Beschwerden im Mund und Nasen-Rachen-Bereich.
Lavendel:
Unruhezustände,
Einschlafstörungen, Appetitlosigkeit sowie bei funktionellen
Oberbauchbeschwerden.
Rosmarin:
Bei
Befindungsstörungen wie Völlegefühl, Blähungen und leichten krampfartigen
Magen-Darm-Galle Störungen. Äußerlich zur Unterstützung bei Behandlung von
Muskel- und Gelenkrheumatismus.
Pfefferminze:
Magen-Darm-Gallenbeschwerden, Antiseptikum im Magen-Darm-Bereich.
Arnika:
Entzündungshemmend
KRÄUTERBAD - KRÄUTERDAMPFBAD - KRÄUTERBADL
Das Kräuterbadl überzeugt durch seine sanfte Strahlungswärme. Setzen Sie
sich für ca. 20 – 30 min. in eine der Nischen und lassen Sie die Wirkung der
Kräuter auf sich wirken. Bei einer Temperatur von ca. 55° C wird durch das
Ausleeren des Kübels über dem Saunaofen Wasser auf die frischen Kräuter geleert,
die Luftfeuchtigkeit steigt und der angenehme Duft der Kräuter hüllt Sie ein.
Für die Abkühlung während des Bades steht meist ein Kneippschlauch zur Verfügung
Kräuterbad
Die Wirkung von Strahlungswärme ist schon seit den Römischen Thermen ein Begriff
für Gesundheit und Wohlbefinden. In Kombination mit erlesenen Kräutern finden
Sie im Kräuterbad eine wohltuende Umgebung für Körper und Seele. Nehmen Sie sich
20 - 30 Minuten Zeit für dieses sanfte Schwitzbad. Die Temperatur in dieser
Kabine beträgt zirka 55 Grad Celsius. Durch das Ausleeren des Kübels über dem
Saunaofen wird Wasser auf die frischen Kräuter gespritzt, wobei die
Luftfeuchtigkeit in der Kabine angehoben und ein angenehmer Duft freigesetzt
wird. Für die Abkühlung während des Bades steht ein Kneippschlauch zur
Verfügung.
KRÄUTERPACKUNGEN - KRÄUTERWICKEL
Der Körper wird in mit Kräutertee oder Abkochungen getränkten Tücher
gewickelt. Eine natürliche Behandlung zum Abnehmen ist die Kräuterpackung.
Zunächst werden die Kräuterbandagen an den Problemzonen angelegt, dann werden
die bandagierten Körperteile durch Thermowickel zum Schwitzen gebracht. Diese
Methode ist auch zur Behandlung von Cellulitis geeignet.
KRÄUTERSAUNA
Tief "durchatmen" sollte man in der Kräutersauna. Die
verschiedenen Kräuterextrakte wie Kamille, Eukalyptus, Minze, Zitrone u.a. laden
auch zum "Aufwärmen" vor dem ersten Aufguss ein. Die Lufttemperatur beträgt beim
Kräuterbad um die 45 Grad C und 80 % C Luftfeuchtigkeit. Erkrankungen der
Atemwege werden besonders günstig beeinflusst. Japanische Kräutersauna 65° C
Genießen Sie die heilungsfördernde Wirkung japanischer Kräuter: In der
Japanischen Kräutersauna wird eine traditionelle Mixtur nach historischer
Überlieferung aufbereitet und in einem Kupferkessel zu einem Sud verkocht. So
entfaltet die Kräutermischung ihre optimale Wirkung. Um die Heilwirkung
zusätzlich zu verstärken werden meist Aufgüsse durchgeführt.
KRAXENOFEN
Kraxenofen, die
modernisierte Heubad-Anwendung, sorgt bei Verspannungen und Beschwerden im
Hals-, Nacken-, Schulter-, Rückenbereich mit sanft aufsteigender Wärme für
Linderung und Heilung. Die gemütliche Sitzschale vor der mit Bio-Heu gefüllten
Raufe lädt ein, die durch Wasserdampf freigesetzten Wirkstoffe des Bio-Heus
wärmend zu genießen.
Der Kraxenofen ist ein Dampfbad besonders für den Rücken.
Eingepackt in einen luftundurchlässigen Umhang sitzt der Gast in einer
Wandnische. Würzig - duftender Dampf aus erwärmtem Heu, das hinter Holzgittern
lagert, entspannt Schulter, Rücken und Becken – eine urige Sache!
Schwitzbad im Kraxenofen "Wie einst in der guten alten Bauernstube" -Frisches
biologisch angebautes Alpenheu quillt aus der "Kraxe" und duftet mit seinen
Wirkstoffen in reichem Maße. Man sitzt auf der Bank im Kraxenofen auf einem
warmfeuchten Heublumenkissen, eingehüllt in einen Umhang aus weichem Vlies.
Heuduft und Kräuterdunst bewirken milde Überwärmung im Schulter-, Rücken- und
Beckenbereich und empfiehlt sich auch bei Herz- und Kreislaufproblemen,
Schulter- und Nackenverspannungen, Gliederschmerzen, Erkrankungen der Bronchien
und Erkältungskrankheiten
Sieht gefährlich aus, und röchelt zudem unheilschwanger vor sich
hin. Man setzt sich in eine halbrunde Wandhöhlung, den Rücken an senkrechte
Holzlatten gelehnt. Hinter den Latten lauern Heuballen. Die werden dann
plötzlich von hinten bedampft, und dieser "Almen-Brodem" hüllt unseren Rücken
ein.
Der Schweiß fließt buchstäblich in Strömen unter dem Papiervorhang, der nur noch
unseren Kopf freilässt. So viel können Bauern unter ihren mit Heu vollgepropften
Rückentragen (= Kraxen) gar nicht schwitzen... Nicht auszudenken, wenn man auch
noch an Heuschnupfen leidet. Die Muskel-Entspannung ist indes deutlich und
umgehend spürbar
KREISLAUF
Bei hohem Blutdruck spricht grundsätzlich nichts gegen einen Saunabesuch, da man
sich hier entspannt und nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen, anstrengt.
Dennoch sollten Sie vorher mit Ihrem Arzt sprechen.
Bei niedrigem Blutdruck erweist sich die Sauna als hervorragende Therapie.
Wichtig ist nur, dass Sie darauf achten, die Beine nicht hängen zu lassen. Also,
lieber liegen als sitzen.
KRISTALLE
Der wohltuende Einsatz von natürlichen Kristallen in
Dampfbädern, lässt Erholungsprozesse noch intensiver werden. Zum Beispiel in der
mystischen Atmosphäre des Kristalldampfbades, auf dessen Dampfkamin eine
beleuchtete Kugel aus Bergkristall ihr "magisches Licht" verströmt.
KRISTALLSAUNA
Ca. 90°C- "Wünsche gehen in Erfüllung bei der
Betrachtung des Kristalls"- Aufgußsauna. Bei einer Kristallsauna befindet sich
über dem Saunaofen ein Bergkristall, Quarzkristall oder Edelstein. Der Kristall
soll eine positive Wirkung auf Körper und Seele haben. Nutzen Sie in der
Kristall-Sauna die optimale Verbindung eines erholsamen Saunaganges und den
positiven Schwingungen des weißen Kristalls. Sie werden sich danach fit und
ausgeruht fühlen. Körper und Geist befinden sich im Einklang. Die Kristallsauna
ist eine Sauna, bei der sich über dem Saunaofen ein Kristall (meist
Bergkristall, Quarzkristall, Edelstein) befindet. Schon zu Zeiten der Antike
wurde dem Quarzkristall eine wohltuende Wirkung auf Körper und Geist nachgesagt,
die in der Sauna um ein vielfaches verstärkt werden soll. Als positive Wirkungen
des Kristalls werden z.B.: Beruhigung des Nervensystems, Aufnahme störender
Energien, Vermittlung von Ruhe und Harmonie, Förderung von Kraft und Vitalität,
Stärkung der Lunge, Linderung bei Rückenschmerzen und Bandscheibenbeschwerden
erwähnt. Ein lückenloser wissenschaftlicher Nachweis über die Wirkungsweise des
Kristalls ist schwer zu führen oder zu finden. In einer öffentlichen
Kristallsauna werden teilweise auch Aufgüsse oder vereinzelt sog.
Meditationsaufgüsse zelebriert. Aufgusswasser wird jedoch auch in einer
Kristallsauna nur über die Saunasteine gegeben.
KÜBEL
Der hölzerne Saunakübel bei der Sauna, signalisiert einen
kommenden Aufguss in der Sauna. Der klassische Sauna-Aufgusskübel aus Holz,
idealerweise mit einem Kunststoffinnenteil und einem Volumen von etwa 5 Litern.
Es gibt auch Varianten in Vollkunststoff oder Metall. Dazu eine
Saunaschöpfkelle aus Holz oder Metall.
KÜBELDUSCHE
KULTUR
Geschichten aus der Badekultur :"Schwitzen, Reiben, Butzen" -
Anno 1610 fand der Tiroler Arzt Guarinonius erstaunlich wenig Verständnis dafür,
das seine Zeitgenossen im Bad "schwitzen, sich reiben, fegen, putzen und
abwaschen lassen". Er war aber um die guten Sitten besorgt und deshalb unter
anderem auch darüber empört, das junge Mädchen nur notdürftig bekleidet zum
Badehaus rannten. Wenn man dem Chronisten glauben schenken darf, gab es damals
in Tirol kaum ein Dorf ohne Schwitzbad. Seit mindestens zwei Jahrtausenden sind
die verschiedensten Formen von beheizten Wasser- und Luftbädern bekannt. Ihre
Geschichte hat Höhen und Tiefen bis zum zeitweiligen Vergessen des Badewesens.
In vielen Bädern zum Ende des Mittelalters wurde auch gezecht, gewürfelt und
geliebt, aber dabei handelte es sich meist nicht um ehrbare Einrichtungen.
Ansonsten weilten Frauen und Männer selten gemeinsam in der Badestube und trugen
im übrigen Hemden oder Schurze oder bedeckten sich mit Büscheln aus
Birkenzweigen (Badequast). In der Sauna, lautet ein altes finnisches Sprichwort,
solle man sich benehmen wie in einer Kirche.
Doch mitunter muss es - zumindest im Bayerischen - recht handfest zugegangen
sein, denn "Pilsensamen in die Badstuben auf den Ofen gegossen, macht dy laut an
einander slahen mit den padscheff-lein"; die Anwesenden verprügelten sich also
mit kleinen Holzbottichen, die für Waschungen und den Aufguss benutzt wurden.
Ursache der Raserei: Nicht geheimnisvolle Zauberkräfte des Bilsenkrauts, sondern
die von der giftigen Staude hervorgerufenen Wahnvorstellungen.
Bei solcherart zweifelhaften Zutaten kann es nicht wundem, dass in vielen
Ländern Badehäuser auch als Aufenthaltsort böser Geister galten. So glaubte man
in Marokko, durch den Dampf werde ein weiblicher Dämon geweckt, der den Männern
in eindeutiger Absicht zu Leibe rücke. Wie der griechische Geschichtsschreiber
Herodot berichtet, pflegten die Reiterhorden der Skythen Heißluftbäder
vergleichbar der Sauna zu nehmen. Die wilden Kerle warfen Hanfsamen auf die
glühenden Steine und johlten im aufsteigenden Qualm vor Freude, doch war es wohl
eher der Rausch, in den das Haschisch sie versetzte. Heute spenden in milden
Warmluftbädern ätherische Öle und aromatische Essenzen harmlose, wenn auch auf
ihre Weise nicht weniger wirksame Genüsse: Lavendel macht die Seele weit; Minze
und Melisse erfrischen den Organismus und stärken seine Widerstandskraft;
Eukalyptus lindert Erkältungskrankheiten; Heublumen pflegen die Haut.
KÜNSTLICHES FIEBER
Besonders ältere Saunagänger rühmen immer
wieder die Heilkraft des "künstlichen Fiebers" beim Saunabaden. Soweit mir
bekannt ist, stimmt das aber nicht, weil es sich dabei um die Einwirkung der
Wärme von außen auf den Körper handelt, also nicht hervorgerufen durch
krankheitsbedingtes Fieber oder gar durch Medikamente. Wer hat Recht?
Von vielen regelmäßigen Saunagängern wird die Sauna gerne als "künstliches
Fieber" gesehen, wobei an die "Heilkraft des Fiebers" gedacht wird. Dies ist aus
verschiedenen Gründen nicht korrekt. Die durch die Sauna erzeugte erhöhte
Körperkerntemperatur unterscheidet sich grundlegend von Fieber. Bei der Sauna
handelt es sich um eine von außen aufgezwungene Temperaturerhöhung, weil die
Regelmechanismen des Körpers überfordert sind. Der "Sollwert" für die
Körperkerntemperatur, der im Zwischenhinrn festgelegt ist, bleibt unverändert.
Insofern wird der Körper alle Mechanismen in Gang setzen, um die erhöhte
Temperatur wieder los zu werden.
Beim krankheitsbedingten Fieber liegt dagegen eine Sollwertverstellung im Gehirn
vor, die z.B. durch Bakterien oder deren Produkte - so genannte "Pyrogene" -
verursacht wurde. In vielen Fällen stellt das eine sinnvolle Abwehrmaßnahme im
Falle von Krankheiten dar, weil viele Krankheitserreger wärmeempfindlich sind
und so leichter abgetötet werden können. Außerdem regt geringes Fieber die
Abwehr an. Zu hohes Fieber kann aber das Herz und den Kreislauf überlasten.
Eine Überwärmung („Hyperthermie“) des Körpers wird heute bei unterschiedlichen
Zielen auf verschiedene Weise erreicht. Im Rahmen der Vorsorge ist das
Saunabaden sicher die am meisten verbreitete und praktizierte Methode. Ergänzt
wird sie durch Infrarot A-Verfahren, in der Medizin außerdem durch
Überwärmungsbäder und Elektrotherapieverfahren wie Kurzwelle, Mikrowelle oder
Dezimeterwelle. Ähnlich wie beim Fieber ist die Wirkung der Hyperthermie von der
Intensität abhängig. Milde Hyperthermiegrade, wie sie auch in der Sauna üblich
sind, stimulieren das Immunsystem, hohe Hyperthermie-Grade dämpfen es und werden
auch zur Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt.
Neben den schon beschriebenen prinzipiellen Unterschieden zwischen Hyperthermie
und Fieber darf man nicht vergessen, dass viele Anwendungen mit Hyperthermie,
insbesondere auch die Sauna, sich nicht auf die Wärmephase beschränken, sondern
einen Wechselreiz darstellen. Kaltreize sind bei der Sauna unverzichtbar, im
Interesse einer optimalen Wirkung sollen Wärmemaßnahmen immer mit einem Kaltreiz
abgeschlossen werden. Bereits vor Jahrzehnten konnte wissenschaftlich
nachgewiesen werden, dass ausschließliche Wärme-maßnahmen im Gegensatz zu einem
Wechselreiz aus "warm" und "kalt" keine erwünschte, langfristig verbesserte
Durchblutungsregulation der Haut zur Folge haben. Für den erwünschten
Saunaeffekt kommt es also immer darauf an, die Sauna auch korrekt durchzuführen.
Fieber und Hyperthermie haben zwar in manchem vergleichbare Wirkungen, ihre
Entstehung und die Reaktionen des Körpers darauf sind jedoch völlig
unterschiedlich. Den Begriff des "künstlichen Fiebers" oder des "Heilfiebers"
sollte man daher im Zusammenhang mit der Sauna nicht verwenden.
KUR - KUREN
Kuren heißt sanft heilen. Und sanft heilen bedeutet, den
Menschen in den Mittelpunkt stellen. Nicht in erster Linie das WAS führt zur
Genesung, das WIE ist von ebensolcher Bedeutung. Heilpraktiker und Wellness
Hotels bieten mittlerweile eine Vielzahl von Therapien, Kuren und Anwendungen
für die Gesundheit von Körper und Geist an. Mit dem Begriff Kur werden
umgangssprachlich verschiedene Formen der Gesundheitspflege bezeichnet. Die
eigentliche Kur ist eine empfehlenswerte, vorsorgende Maßnahme im Kurort, die
Ihnen zur Erhaltung oder Verbesserung Ihrer Gesundheit verhilft. Kuren + Relaxen
> Kurlaub ist die moderne Form der klassischen Kur.
Sie spüren selbst, wie Ihr Wohlbefinden steigt und beginnen, die Umwelt neu zu
entdecken. Alle Sinne
werden belebt und das Leben wird leichter. Hier der Grossteil der Angebote:
Akupunktur - Aktivierung des Energieflusses
Bei der Akupunktur werden Stellen der Haut mit Nadeln punktiert und somit
der Energiefluss aktiviert. Zum Einsatz kommt diese Methode vor allem zur
Schmerzlinderung. Die Akupunktur ist in Europa seit über 30 Jahren als
Heilmethode anerkannt.
Algen-Packungen - Unterstützung des Hautgewebes
Behandlung des Körpers mit Meeresalgen. Ziel ist die Entschlackung des
Körpers und der Abbau von Fettpölsterchen. Algen sind sehr eiweißhaltig und
vitaminreich.
Anti-Aging - Kosmetische Anwendungen
Unter den Begriff Anti-Aging fallen kosmetische Anwendungen wie Masken,
Massagen oder Biolifting zur Entgegenwirkung der natürlichen
Alterserscheinungen, insbesondere der Haut.
Aqua-Balancing - Tiefenentspannung im Wasser
Entspannungs- und Massagemethode im Wasser. Hier kann mit wesentlich weniger
Kraftaufwand massiert werden. In dem meist sehr warmen Wasser (ca. 35 Grad)
kann der Patient außerdem völlig abschalten.
Aqua-Jogging - Joggen im Wasser
Wie der Name schon sagt, wird hierbei im Wasser gejoggt. Dabei trägt der
Jogger spezielle Schuhe, die mit Gewichten versehen sind. Aqua-Jogging
schont Sehnen und Gelenke. Auftrieb und Wasserwiderstand dienen zum
Muskelaufbau.
Aromatherapie - Stimulation von Körper und
Geist
Bei der Aromatherapie sollen, durch den Geruch von ätherischen Ölen,
Auswirkungen auf den Gemütszustand oder den Körper erzielt werden.
Aufgenommen werden die Duftstoffe über Haut oder Atmung.
Ayurveda - Lebens- und Gesundheitslehre
Ayurveda ist eine altindische Gesundheitslehre, nach der Krankheiten als
Störung des inneren Gleichgewichts betrachtet werden, welches
wiederhergestellt werden muss.
Azidose-Behandlung - Zur Entsäuerung des
Körpers
Der Begriff Azidose kommt aus dem grieschichen und bedeutet sauer. Die
Azidose-Behandlung (Azidose-Therapie) ist eine Kombination aus Diät, Massage
und Bewegung. Sie wird zur Entsäuerung des Körpers angewendet.
Bachblüten-Therapie - Heilpraktik nach Edward
Bach
Die Bachblüten-Therapie stellt ein System aus 37 verschiedenen
Blütenessenzen dar. Mit der Bach-Blütentherapie soll eine Harmonisierung
negativer Gefühle wie Hass oder Eifersucht erreicht werden.
Balneotherapie - Für Körper und Geist
Unter Balneotherapie versteht man eine Kur über mehrere Wochen, bei der
verschiedene Anwendungen mit Heilwasser, Kälte, Wärme, Moor oder Schlamm
eingesetzt werden.
Bewegungstherapie - Gezieltes Training
Bei der Bewegungstherapie werden bestimmte Bewegungen ausgeführt, um
beispielsweise Kraft oder Koordination zu trainieren. Diese speziellen
Bewegungen werden exakt dosiert und gezielt auf die Erkrankung
zugeschnitten.
Bio-Lifting - Für ein faltenfreies Gesicht
Beim Bio-Lifting wird ein Gel in die Gesichtshaut einmassiert, um die
Durchblutung der Haut anzuregen. Danach wird das Gesicht mit Schwachstrom
behandelt, der die Muskeln stimuliert.
Blutegelbehandlung - Hilfreich bei
Blutstauungen
Bei der Blutegelbehandlung wird der Blutegel auf die betroffene Stelle
gelegt, beißt in die Haut und saugt Blut aus dem Körper. Dabei überträgt er
gerinnungshemmende Wirkstoffe in die Wunde. Das Blut fließt dadurch
schneller und leichter.
Bodywrapping - Körperwickel gegen Cellulite
Ziel des Bodywrapping ist, die Lymphzirkulation und Durchblutung anzukurbeln
und so z.B. Cellulite zu behandeln. Dazu wird der Körper mit Fango, Algen-
oder Schlammpackungen eingewickelt.
Chirotherapie - Behandlung der Wirbel und
Gelenke
Bei der Chirotherapie werden Wirbelverschiebungen eingerenkt, auf die
Symptome wie Hexenschuss, Migräne oder Schwindel zurückgeführt werden.
Vorausgesetzt wird eine völlige Entspannung der Muskeln.
Craniosacraltherapie - Blockaden lösen
Die Craniosacraltherapie ist ein Verfahren zur Behandlung des
Bewegungsapparates und Teilgebiet der Osteopathie. Durch sanften Druck im
Kopfbereich sollen Blockaden gelöst werden.
Depilation - Entfernung unerwünschter Haare
Bei der Depilation handelt es sich um die Entfernung von unerwünschten
Haaren. Die Depilation kann an den verschiedensten Körperstellen stattfinden
und wird in der Regel mittels kaltem oder heissem Wachs durchgeführt.
Dorn-Methode - Behandlung an den Wirbeln
Mit dieser Therapie lassen sich Wirbelblockaden lösen und dadurch viele
Störungen und Erkrankungen auf sanfte Art heilen. Viele Übungen können vom
Patienten auch auf einfache Art und Weise selbst durchgeführt werden.
Edelsteintherapie - Energie durch Edelsteine
Bei dieser Therapie wird von der Quantentheorie ausgegangen, wonach sich die
Schwingungen der Edelsteine positiv auf den Körper übertragen und
Selbstheilungskräfte aktivieren.
Fango - Anwendungen aus heißem Mineralschlamm
Unter Fango versteht man Anwendungen aus heißem Mineralschlamm. Fango kann
als Bad, Packung oder Umschlag angewendet werden und dient vor allem zur
Behandlung von Entzündungen und Nervenerkrankungen.
Feldenkrais - Bewegungen bewusster wahrnehmen
Feldenkrais ist eine Methode mit dem Ziel, Fehlhaltungen des Körpers zu
korrigieren und für ein besseres Körpergefühl zu sorgen. Dazu sollen die
eigenen Bewegungsabläufe bewusster wahrgenommen werden.
Felketherapie - Für mehr Lebensqualität
Die Felketherapie ist benannt nach dem Pastor und Naturheiler Emanuel Felke.
Bei dieser Therapie werden diverse Anwendungen eingesetzt, z.B. Massagen,
Bäder, Lehmpackungen, Diäten. Eignung bei Rheuma, Bluthochdruck, Gicht,
Allergien, u.a.
Fruchtsäurebehandlung - Peeling für die Haut
Bei der Fruchtsäurebehandlung (Fruchtsäurepeeling) werden abgestorbene
Zellschichten der Haut durch Fruchtsäuren entfernt und der
Erneuerungsprozess angeregt. Oft zur Abflachung von Aknenarben oder
Entfernung von Mitessern angewendet.
Hamam - Schwitzbad mit diversen Anwendungen
Das Hamam ist ein türkisches Schwitzbad mit verschiedenen Anwendungen. Der
Gast wird dabei eingeseift, mit einem Handschuh, meist aus hartem
Ziegenhaar, massiert und schließlich mit kaltem bis lauwarmen Wasser
übergossen.
Heubad - Entschlackend und hautreinigend
Der Patient wird in feuchtes Heu eingewickelt. Die heilenden Stoffe wirken
über die Atemwege und der Körper wird entschlackt. Heubäder werden auch
gerne bei Rheuma oder Hexenschuss eingesetzt.
Hydrotherapie - Wasser als Heilmittel
Bei der Hydrotherapie wird das Element Wasser zu medizinischen Zwecken
genutzt. Vor allem die gute Speicherung von Kälte und Wärme wird dabei
ausgenutzt. Die Hydrotherapie wird hauptsächlich zur Stärkung des
Immunsystems angewendet.
Jonitherapie - Behandlung von Problemzonen
Bei der Jonitherapie werden Problemzonen wie Bauch, Po oder Oberschenkel mit
einem speziellen Lasergerät behandelt. Die Jonitherapie ist eine reine
Schönheitstherapie.
Klimakur - Heilung durch besonderes Klima
Das Klima an Meeresküsten oder in Hochgebirgen kann heilsamen Einfluss auf
diverse Erkrankungen haben. Bei Hauterkrankungen empfiehlt sich zum Beispiel
eine Klimakur am Toten Meer.
Kneipp-Kur - Bei Störungen des Blutkreislaufs
Die Kneippkur ist ein Naturheilverfahren nach Sebastian Kneipp. Es besteht
aus insgesamt fünf Teilen: Wassertherapie, Bewegungstherapie,
Kräuteranwendung, Ernährungstherapie und Ordnungstherapie. Gut für den
Kreislauf und gegen Stress.
La Stone - Naturtherapie mit Heilsteinen
Bei der LaStone-Therapie wird der Körper zunächst mit Duftöl eingerieben.
Viele heiße und zusätzlich einige kalte Steine werden auf die Energiezentren
des Körpers gelegt. Mit unterschiedlich großen Steinen wird der Körper sanft
massiert.
Lymphdrainage - Zur Aktivierung des
Lymphsystems
Mit der Lymphdrainage wird das Lymphsystem des Körpers aktiviert. Angewendet
wird sie z.B. nach Operationen und bei Ödemen. Bei der Gesichtslymphdrainage
soll vor allem Falten vorgebeugt werden.
Modelagen - Thermomasken für Gesicht oder
Körper
Modelagen sind Thermomasken für Körper und Gesicht. Die Masken sorgen für
eine weite Öffnung der Poren, wodurch Wirkstoffe besser aufgenommen werden
können. Werden auch oft gegen Cellulite angewendet.
Moxibustion - Chinesische Therapiemethode
Die Moxibustion ist eine Therapie aus der chinesischen Medizin. Die
sogenannte Moxa-Zigarre wird angezündet und dicht über Akupunkturstellen
gehalten, wodurch im Körper Energie freigesetzt wird.
Peeling - Intensive Pflege für die Haut
Beim Peeling wird die Haut intensiv gereinigt und mit Hilfe von Meersalz,
körnigen Pasten oder elektrischen Bürsten von überschüssigen Hautzellen
befreit.
Polarity - Therapie mit Massagen und
Berührungen
Polarity ist eine entspannende Körpertherapie, entwickelt vom englischen
Naturheilarzt Randolph Stone. Es wird davon ausgegangen, dass die Menschen
Energiefelder sind. Diese Felder müssen durch Massagen und Bewegungen
harmonisiert werden.
Sauerstoff-Behandlung - Anregung der Zellen
Wie der Name schon sagt, wird der Patient mit Sauerstoff behandelt. Dadurch
sollen die Stoffwechselfunktionen der Haut verbessert und sowohl Zellteilung
als auch Zellerneuerung angeregt werden.
Schrothkur - Klassisches Naturheilverfahren
Dieses nach dem Arzt Johann Schroth benannte Heilverfahren soll für eine
Entschlackung und Entgiftung des Körpers sorgen. Die Kur beinhaltet
verschiedene Anwendungen und eine spezielle Diät.
Thalasso - Heilung durch die Kraft des Meeres
Thalasso ist eine Heilbehandlung rund ums Meer. Neben der reinen
Meerwasserbehandlung kommen auch Schlammbäder, Fango oder Strandwanderungen
in gesundem Klima zum Einsatz. Anwendung z.B. bei Rheuma.
Thermotherapie - Heilung durch Wärme
Bei der Thermotherapie sollen Schmerzen durch Wärme gelindert werden.
Außerdem wird durch die Wärmebehandlung die Durchblutung angeregt. Anwendung
z.B. mit Heizkissen, Wickel oder Lichtstrahlung.
Trinkkur - Bei Magen- und Darmproblemen
Bei der Trinkkur wird regelmäßig natürliches Heilwasser verabreicht. Dadurch
sollen insbesondere Stoffwechselstörungen oder Magen- und Darmprobleme
geheilt werden.
Vinotherapie - Behandlung mit Trauben
Behandlung mit Traubenkernen bzw. Traubenkernöl. Massagen oder Bäder mit
Traubenkernöl sollen sich positiv auf Kreislauf, Immunsystem und
Durchblutung auswirken und den Fettstoffwechsel anregen.
Wassergymnastik - Schonende Bewegungen
Wassergymnastik ist ein spezielles Bewegungstraining im Wasser, welches
Rücken und Gelenke schont und das Herz-Kreislaufsystem sowie die Muskulatur
kräftigt. Die Wasser-Gymnastik ist auch besonders für ältere Menschen
geeignet.
Zilgrei - Selbstbehandlung gegen Schmerzen
Zilgrei ist eine Selbstbehandlungsmethode, bei der bestimmte Atemtechniken
mit Körperbewegungen kombiniert werden. Grundlage ist eine entspannte
Bauchatmung mit Atempausen. Verkrampfungen werden gelöst und Fehlhaltungen
korrigiert.
Vorsichtiger, milder, kürzer, aber doch
bestens geeignet: Die meisten Kinder lieben Wasser. Also stehen sie auch
Kneippbehandlungen positiv gegenüber. Aber Achtung: Die Anwendungen müssen
vorsichtiger durchgeführt werden. Vor jeder Kaltanwendung gründlich durch ein
heißes Bad oder Dusche erwärmen! Zur Stärkung der Abwehr kann man Kinder mit gut
vorgewärmten Füßen zwei Minuten lang durch taunasses Gras laufen lassen. Im
Schnee nur 20 Sekunden. Das Kind muss zu diesem Zeitpunkt allerdings völlig
gesund sein! Vorbeugend bewährt sich auch, das Kind im Storchenschritt ein paar
Mal in der mit kühlem Wasser gefüllten Badewanne spazieren zu lassen.
Feuchte Kniestrümpfe
Bei fieberhaften Infekten helfen feuchte
Kniestrümpfe: Mit kaltem Wasser getränkte Baumwollstrümpfe anziehen und
Frotteetücher darüberwickeln. Ins Bett legen und 10 Minuten einwirken lassen. Es
sollte angenehme Wärme entstehen.
Warme Brustwickel
Schleimlösend wirkt der warme Brustwickel:
Ein Leinentuch mit warmem Wasser tränken und das Kind von den Achseln bis zum
Nabel einwickeln. Dann ein trockenes Zwischentuch darüber und mit einem dickem
Frottee- oder Wolltuch abschließen.
Ein paar Regeln für Kneippanwendungen bei Kindern:
Je kleiner das Kind ist, desto kürzer die Anwendung
Kein ganz kaltes Wasser verwenden
Bei warmen Anwendungen auf die höhere Wärmeempfindlichkeit von Kindern Rücksicht
nehmen. Kinder dürfen nie zum Kneippen gezwungen werden!
Als Einstieg bewährt sich Wassertreten
Erwachsene sollten den Kindern gesunde Lebensweise ständig vorzeigen. Und: Bitte
die Regeln wirklich einhalten!
KÄLTEGEFÜHL
nach dem Saunabesuch - Manche Saunagänger verspüren etwa eine bis eineinhalb
Stunden nach Beendigung des Saunabadens ein Kältegefühl und haben eine kalte
Haut. Ein abschließendes Fußwärmbad ändert daran nichts.
Um die Entstehung des Kältegefühls erklären zu können, müssen einige Bedingungen
der Temperaturregulationsmechanismen des menschlichen Organismus betrachtet
werden. Die Temperaturempfindung eines Menschen wird über so genannte
Thermosensoren vermittelt. Das sind Temperaturfühler, die sich in der Haut, aber
auch an verschiedenen Stellen des Körperinneren befinden. Diese Temperaturfühler
messen die in ihrer unmittelbaren Umgebung vorhandene Temperatur und leiten
diese Information an bestimmte Strukturen im Gehirn weiter. Von dort aus werden
dann Regulationsmechanismen in Gang gesetzt, aber auch die bewusste und
subjektive Temperaturempfindung entsteht dort.
Für die beschriebene Kälteempfindung könnten einerseits Veränderungen der
Hauttemperatur verantwortlich sein, es könnte sich aber andererseits auch um
eine Veränderung der subjektiven Temperaturempfindung handeln. Für die
erstgenannte Erklärung würde das in der Anfrage beschriebene Kältegefühl in der
Haut sprechen. Dieses Kältegefühl kann ein subjektives Empfinden sein oder es
kann sich um eine objektiv messbare Abnahme der Hauttemperatur handeln.
Die letzte Annahme kann dadurch geklärt werden, dass die Hauttemperatur mit
Hilfe eines geeigneten Oberflächenthermometers unter vergleichbaren thermischen
Umweltbedingungen vor dem Saunabesuch und dann zu jenem Zeitpunkt gemessen wird,
an dem das Kältegefühl auftritt. Sollte die Hauttemperatur dann wirklich
niedriger sein, so käme als Ursache dafür in Betracht, dass das, nach jeder
Wärmebelastung bei der nachfolgenden Abkühlung auftretende Zusammenziehen der
Blutgefässe in der Haut bei der anfragenden Person kräftiger ausfällt als dies
bei anderen Menschen der Fall ist. Dadurch gelangt weniger warmes Blut in die
oberflächlichen Hautschichten und diese Regionen kühlen stärker ab. Dies wird
von den Kaltfühlern in der Haut registriert und führt dann zu der beschriebenen
Kaltempfindung.
Letztlich sollte aber nicht vergessen werden, dass die Temperaturempfindung
eines Menschen eine nicht unbeträchtliche subjektive Komponente enthält. Die
beschriebene Kaltempfindung könnte daher auch damit im Zusammenhang stehen, dass
die normale Umgebungstemperatur nach dem Wärmereiz als kälter empfunden wird als
vorher. Dieses ist dann auf die geänderte Verarbeitung der Temperaturreize im
Gehirn zurückzuführen.
KLANGSCHALENMASSAGE
Völklingen/Berlin, 16.09.2008: Mehr und mehr Wellnessbäder und
Saunalandschaften bieten ihren Gästen makabere Rituale aus der Esoterik und
Lichtarbeit zur angeblichen Entspannung an. Was sich mancher Orts jedoch
dahinter verbirgt kann trefflicher mit den Worten Hypnose, Trance und
Alpha-Zustand beschrieben werden.
Geisteszustände, bei denen die ausdrückliche Einwilligung der Probanden
vorliegen muss, da psychische Langzeitschäden und Abhängigkeiten eintreten
können.
Immer mehr Esoteriker und Lichtarbeiter suchen - mehr oder weniger erfolgreich –
den Zugang zu freizeitorientierten Entspannungszentren, um dort Menschen zu
sensibilisieren für New Age, Energiearbeit, das neue Zeitalter und sonstige
Themen aus diesem Wirkungsbereich. Das Erfolgsrezept, mit dem aus
marketingtechnischer Sicht vorgegangen wird, ist relativ einfach: fernöstliche
Ritualpraktiken, Klangschalen, Gong und
Mantren, kombiniert mit mitteleuropäischer Klassikmusik und christlichen
Gesängen. Auf diese Art und Weise verschaffen sich die „Künstler“ Vertrauen und
einen breiten Zugang zur Massenanwendung.
Der nichts ahnende Bade- und Wellnessgast befindet sich nach einer solchen
Klangreise oder Klangaufguss im sogenannten Alphazustand, einem tiefen
Entspannungszustand zwischen Wachen und Schlafen. Während diesem tranceähnlichem
Bewusstseinszustand werden die Probanden empfänglich für suggestive Botschaften,
die oftmals im Rahmen einer Traumreise übermittelt werden und offen für den
esoterischen Psychomarkt machen. Das Prinzip ist von den sogenannten „Mindmachines“
her bekannt. Robert Monroe hat das von ihm entwickelte „Hemi-Sync“ Verfahren in
einem eigens konstruierten Apparat eingesetzt. HemiSync steht für
Hemisphären-Synchronisation. Dabei sollen beide Gehirnhälften synchronisiert
werden, also gleichzeitig aktiv sein. Üblicherweise ist die linke Gehirnhälfte
im Wachzustand aktiver, während die rechte nachts dominiert. Auf der HemiSync
Seite heisst es dazu:
„Es handelt sich um eine sanfte Klangtherapie, die er (Robert Monroe –
Anm.d.Verf.) aufgrund des Wirkprinzips Hemi-Sync nannte. Am Beginn des neuen
Jahrtausends ermöglicht Hemi-Sync uns eine spürbare Schwingungserhöhung. Unsere
optimierte neuronale Effizienz bringt uns eine neue Dimension bewusster
Lebensgestaltung in einer sich dramatisch verändernden Welt.“ (Quelle:
Hemi-sync.de)
Hier wird also das Newage Gedankengut, welches hinter diesen Techniken steht,
deutlich. Verbunden wird das mit einem Anschein von Wissenschaftlichkeit.
Ähnlich wird es in der heutigen esoterischen Szene mit der Klangschalentherapie
gemacht. „Planetenklangschalen“ sind für den normalen Badegast ja zunächst sehr
ungewöhnlich. Esoteriker gehen daher dazu über, das Ungewöhnliche mit Bekanntem
zu kombinieren. So werden beispielsweise bekannte christliche Gesänge (z.B. „Ave
Maria“) zusammen mit den Klängen serviert. Der Zuhörer erkennt das bekannte Lied
und ordnet die Gesamtprozedur, also einschließlich der Klänge und Klangmandalas,
in einen ihm bekannten Kontext ein. Zu gut Deutsch: Er denkt sich nichts mehr
dabei. Die ihm bekannten Lieder überdecken das eigentlich ungewöhnliche. Er wird
also manipuliert.
Wenn sich der Badegast in diesem eingelullten Zustand befindet, ist er
empfänglicher für Affirmationen jeglicher Art. Affirmationen sind
Selbstsuggestionen oder Suggestionen durch andere. Oft werden Mantren monoton
wiederholt. Oder aber es werden Sammelbezeichnung für Grundstoffe, aus denen
sich alle chemischen Stoffe (Chemikalien) zusammensetzen, oder Grundkörper, von
denen eine Wirkung ausgeht.
Elemente des positiven Denkens eingesetzt, wie es z.B. von Joseph Murphy bekannt
ist ("Die Macht Ihres Unterbewußtseins"). Esoteriker verwenden beispielsweise
Suggestionssätze wie „du gehst jetzt durch einen Tunnel, dort betrittst du einen
heiligen Raum, der nur für dich da ist, nun lasse alles los…“)
In Verbindung mit den Klangschalen tritt innerhalb kurzer Zeit der Alphazustand
ein. Ein Anwender berichtet: „In diesem Zustand schwebte ich plötzlich über mir.
Ich konnte alle Töne wahrnehmen, jeden für sich, aber irgendwann wurde es alles
so monoton, ich vernahm nur noch ein unausgegorenes Klängewirrwarr“. Solche
Aussagen sind typisch. Sie zeigen, dass die Suggestionen durchaus etwas bewirken
können. Der Proband fühlt sich in vielen Fällen sogar entspannter und
ausgeruhter nach einer Klangschalentherapie. Dieser Zustand ist jedoch von sehr
flüchtiger Natur. Zu Hause angekommen, ist meist alles schon wieder vorbei (ganz
abgesehen einmal von der Gefahr im Alphazustand noch Im Jahr 2001 bewegten sich
44,3 Millionen PKW in Deutschland. Im Jahr 2020 dürften es 52 Millionen sein.
Voraussetzung ist ein Bevölkerungswachstum. Bei einer schrumpfenden
Bevölkerungszahl geht die Studie von ca. 48 Millionen PKW aus. Die Fahrleistung
der PKW geht aber zurück von derzeit 12 300 km pro Jahr auf ca. 11 500. Der
Spritverbrauch wird von derzeit 7,7 Litern aufgrund neuer Technologien auf 3,7
bis 4,3 Liter fallen.
Auto zu fahren). Im normalen Alltag haben sich durch die Klangschalen oder
Klangmandalas die alltäglichen Probleme um keinen Deut gebessert. Der Anwender
tendiert daher dazu, am nächsten Wochenende erneut die Sauna oder
Wellness-Anlage aufzusuchen, um sich wieder und immer wieder berieseln zu
lassen. Es entsteht eine richtiggehende Abhängigkeit. Bekannt geworden ist dies
beim Reiki, wo Menschen auch berichten, regelrecht süchtig geworden zu sein nach
Reiki-Behandlungen. Auch hier war der Effekt meist vorübergehend.
Wenn Kinder mit ins Spiel kommen, lauert eine weitere Gefahr. Auch an Schulen
und Kindergärten werden verstärkt Phantasiereisen oder Klangmeditationen mit den
Kindern durchgeführt. Wenn nun ein Kind seinen Eltern davon berichtet, so sind
viele Eltern oftmals bereits kritiklos geworden, weil sie selber am letzten
Wochenende eine Klangmassage miterlebt haben. Noch vor wenigen Jahren, hätte es
einen handfesten Skandal ausgelöst, wenn Kinder solchen Klangtherapien der
spirituell-esoterischen Art ausgesetzt worden wären. Wir müssen als Eltern
wieder dorthin, dass diese Praktiken kritisch hinterfragt werden.
Das Unterbewusstein ist zweifellos ein mächtiges Werkzeug. Aber es kann auch
manipuliert werden. Nicht umsonst warnt der Autor Reinhard Franzke vor der
„Hypnosegesellschaft“. Schleichend sollen sich nach dem Willen mancher
Esoteriker okkulte Praktiken immer mehr in unserem Alltagsleben etablieren. Hier
ist also höchste Vorsicht angebracht. Der Psychomarkt muss dringend stärker
kontrolliert und beobachtet werden.
Autoren: André Sepeur und Eckart Haase
Kaffee hält das Herz intakt
Kaffee ist Deutschlands Wachmacher Nummer Eins und soll sogar vor schlechter
Laune und Muskelkater schützen. Neueste Forschungsergebnisse einer
amerikanischen Langzeitstudie belegen, dass Kaffeekonsum auch gegen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen einen Schutz bietet, wie das Gesundheitsmagazin „Healthy
Living“ berichtet. Die Auswertung der Bostoner Studie mit 130.000 Teilnehmern
widerlegt damit die jahrelange gültige These, dass Kaffeegenuss riskant fürs
Herz sei. Selbst bei erhöhtem Konsum von sechs oder mehr Tassen pro Tag bestehe
keine Gefahr. Einen möglichen Grund sehen die Wissenschaftler darin, dass Kaffee
die Dehnbarkeit der Arterien verbessert. Allerdings sollte das beliebte
Heißgetränk gefiltert getrunken werden.
Knigge für die Freizeit:
«Die Sauna ist kein Aufreiß-Schuppen»
Hier herrscht ein ausgeklügeltes System von unausgesprochenen Verhaltensnormen
Wer mag das nicht: Wenn man draußen richtig friert, ab in die Sauna und sich mal
so richtig aufheizen. Aber nicht jeder weiß, wie man sich dort benimmt. Und
manches, was schön aussieht, kann richtig weh tun.
Bisweilen kann es mit der wohligen Entspannung jäh zu Ende sein: Beim einen
liegt das an der Frau, die sich unter der Dusche die Beine rasiert. Oder der
ältere Herr gegenüber legt sich in der Sauna kein Handtuch unter - oder das
schweißnasse Haupthaar des jungen Mannes gegenüber wird beim Pumpen ohne Schutz
auf der Hantelbank abgelegt.
Bäder, Saunen und Fitness-Studios haben im Winter Hochkonjunktur - und vor allem
die Wellness-Bereiche werden immer beliebter. Nicht jeder weiß sich dort
allerdings zu benehmen - und dann ist es für die anderen Gäste mit dem
«Wohlfühlen» auch schnell vorbei. Moralvorstellungen und Kinderstube sind dabei
das eine - andere Dinge sind schon gesundheitlich bedenklich.
Piercings sollten vor dem Gang in die Sauna abgenommen werden - schon aus
eigenem Interesse, denn das Metall heizt sich auf. Und das Handtuch gehört in
der Sauna «unter den ganzen Körper», rät der Deutsche Sauna-Bund in Bielefeld.
Vor dem Gang ins Tauchbecken soll der Schweiß abgespült werden. Und das
Fußpilz-Jucken zwischen den Zehen wird besser nicht in großer Runde unter
Fremden diskutiert.
Was alles tabu sein sollte
«Die Sauna ist ein Ort wie ein Bus oder ein Fahrstuhl: Man ist in einer engen,
ausgelieferten Situation. Die anderen können nicht weg - und nicht weghören»,
sagt Susanne Helbach-Grosser, Etikette- und Kommunikationstrainerin aus
Schwäbisch Gmünd. Daher sei Small-Talk angesagt: «Sex, Geld, Körperflüssigkeiten
und Politik sollten tabu sein.»
Gepflegte Fußnägel, das Benutzen von Schlappen und Handtüchern und eine
gedämpfte Unterhaltung kommen besser an als das Gegenteil. Der Sauna-Bund rät
zum Beispiel auch vom «Schweiß-Schaben» im Dampf ab - auch das Rasieren, Nägel
schneiden oder Haarefärben ist laut der Muster-Hausordnung des Sauna-Bundes
untersagt. In Ruheräumen sollten sich Gäste «rücksichtsvoll und ruhig» verhalten
- und sie haben alles zu unterlassen, «was den guten Sitten zuwider läuft». So
seien «sexuelle Handlungen und Darstellungen» verboten.
«Die Sauna ist kein Aufreiß-Schuppen», sagt auch Helbach-Grosser. «Und bitte
nicht breitbeinig oder betont sexy sitzen.» Wer beim Aufsteigen auf die obere
Sitzebene in der Sauna jemanden anstößt, sagt einfach kurz und verbindlich «Sorry».
Pärchen - so frisch verliebt sie auch sein mögen - sollten in der Sauna oder im
Schwimmbad tunlichst an sich halten. Wer dennoch eins beim Knutschen erwischt,
reagiert am besten mit Humor, rät die Expertin: «Beschwerden bringen eh nichts,
da lachen die sich kaputt.»
Das richtige Fitness-Studio
Der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen (DSSV) in
Hamburg rät zu Probetraining und zwei Wochen Probezeit, bevor sich Sportler
vertraglich - häufig für zwei Jahre - an ein Fitness-Studio binden. So lasse
sich die Wahrscheinlichkeit von Reibereien vermeiden. Eine der Leitfragen sollte
sein: «Ist das da so, wie ich mir das vorstelle? Gefallen mir Trainer und
Mitarbeiter - und die anderen, die da hingehen?», zählt Präsidentin Birgit
Schwarze auf. Denn 20-Jährige sähen eben manches anders als zum Beispiel
50-Jährige.
Eine Bemerkung wie «Wenn es vielleicht noch ein Viertelstündchen warten könnte»,
in humorvollem Tonfall vorgetragen, könne dagegen wirken. Denn sie zeigt zum
einen, dass der Beobachter sehr wohl Anstoß nimmt und sich das Herumgeknutsche
an diesem Ort nicht gefallen lassen mag - zum anderen aber auch, dass er nicht
der nörgelnde Spießer ist, als den das Paar ihn sonst womöglich ansieht.
Weniger verfänglich, aber trotzdem unangenehm kann das Zusammentreffen mit
Bekannten werden. «Stellen Sie sich vor, Sie treffen in der Sauna oder Umkleide
Ihren Steuerberater», sagt Helbach-Grosser. Dann gelte: Erst ansprechen, wenn
beide wieder etwas anhaben. Die Muster-Hausordnung, die der Bundesfachverband
Öffentliche Bäder in Essen seinen Mitgliedsbetrieben zur Verfügung stellt, geht
auch auf «Tonwiedergabegeräte» sowie «Behälter aus Glas und Porzellan» ein. Die
Benutzung ist verboten - das Weizen im Whirlpool und der Crossover-Rock aus dem
MP3-fähigen Handy gehören sich also nicht.
Verhaltensregeln beachten
Hausordnungen von Fitness- und Wellnesseinrichtungen sind keine Strafkataloge.
Aber wer sich nicht an sie hält, muss mit Konsequenzen rechnen. Meist hängt am
Eingang ein Exemplar der Verhaltensregeln aus - und der Gast unterschreibt sie
stillschweigend, wenn er an der Kasse seine Eintrittskarte löst. Die Regeln des
Hausherren kommen im Zweifelsfall vor Gericht zum Tragen.
«Für Mitglieder von Sauna oder Fitness-Studio ist die Hausordnung
Vertragsbestandteil - und nach dem vom Betreiber gewünschten Verhalten muss ich
mich richten», erläutert der Rechtsanwalt Svend-Gunnar Kirmes aus Leipzig. Wenn
sich der Betreiber und Gäste «nachhaltig» gestört fühlen, können auch
Hausverbote ausgesprochen werden. Kommt es zum Streit, müssen die Richter
abwägen: «Ist das normales Verhalten gewesen? Ist es den anderen Gästen, der
öffentlichen Moral zuzumuten oder nicht? Wer hat in diesem Fall zu hohe
Erwartungen an die Toleranz der anderen?», sagt das Vorstandsmitglied im
Deutschen Anwaltverein in Berlin.
In einer Sauna, in der vor allem Ältere verkehren, gelten laut Kirmes wohl
andere Gesetze als im Discount-Studio, wo vor allem unter 30-Jährige zu finden
sind. Was in welcher Situation als anstößig bewertet würde, lasse sich daher
pauschal nicht sagen: «Das kommt auf die Einrichtung, den Vorfall und die
Beteiligten an.» (Thorsten Wiese, dpa)