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Allgemeines über Genf
KOMM ZUM TAG DER SAUNA 20./21.4.

 

Im äußersten westlichen Zipfel der Schweiz am Südwestende des Genfer Sees, des Lac Léman, liegt das Zentrum der Westschweiz. Genf, bzw. Genève, vereint schweizerische Gediegenheit und französische Lebensart.

Das Stadtbild imponiert durch ausladende Plätze, breite Straßen und ausgedehnte Grünflächen. Großzügige Quais säumen den See und beide Ufer der Rhône, die die Stadt durchfließt.

Genf ist weniger eine Schweizer, denn eine kosmopolitische Stadt; für Talleyrand war sie ein fünfter Weltteil. Tatsächlich gingen von hier Kräfte aus, die die Welt veränderten. Genf ist das Rom des Protestantismus, denn Calvin vollendete hier die Reformation. In Genf wurde Jean-Jacques Rousseau geboren, einer der einflussreichsten Denker seiner Zeit und Wegbereiter der französischen Revolution. In Genf wurde im 19. Jh. das Internationale Komitee vom Roten Kreuz gegründet, von 1920 bis 1946 fungierte es als Sitz des Völkerbundes und ist heute europäisches UNO-Hauptquartier und Hauptsitz vieler internationaler Organisationen.

Wahrzeichen der Stadt ist der »Jet d'eau«, eine mächtige Fontäne im Hafen. Vom Quai de Montblanc am rechten Seeufer öffnet sich bei klarer Sicht der Blick auf die schneebedeckte Montblanc-Kette. Im Vordergrund, auf einem Hügel über dem linken Rhône-Ufer, liegt die Altstadt, überragt von der dreitürmigen Kathedrale St-Pierre.

Zu den Attraktionen der Stadt zählt auch eine Fahrt mit den weißen Schiffen der Compagnie Générale de Navigation sur le Lac Léman (CGN). Sanft ansteigende Weinhänge mit malerischen Winzerdörfern prägen das sonnige Waadtländer Nordufer, Burgen, Schlösser und vornehme Badeorte gilt es am französischen Südufer des Sees zu entdecken.


 

Genf - Ein neues aber einsames Stadion
Während der EURO wird das Stade de Geneve endlich bis auf den letzten Platz gefüllt sein.

Als einzige der vier Schweizer EURO-Arenen liegt das Stadion von Genf im französischsprachigen Teil des Landes. So wie alle eidgenössischen EM-Spielstätten wurde auch das Stade de Geneve erst nach der Jahrtausendwende erbaut, drei Vorrundenspiele werden in der Stadt am Lac Leman ausgetragen. Die Arena ist Heimstätte des Traditionsvereins Servette, das nie für volle Tribünen sorgt. 2005 ging der Club in Konkurs, war plötzlich nur mehr drittklassig und spielt momentan in der zweitklassigen Challenge League - in der aktuellen Saison vor durchschnittlich 1.730 Zusehern.

Der Weg zum EURO-tauglichen Stadion gestaltete sich in Genf nicht leicht. Weil das alte, 1930 eröffnete, "Stade des Charmilles" den Anforderungen nicht mehr entsprach, wurde das Projekt für den Neubau auf dem ehemaligen Areal des Schlachthofs La Praille im Juni 1997 an eine Genfer Architektengemeinschaft vergeben. Nach zahlreichen Debatten entstand in rund zweijähriger Bauzeit im Stadtteil Lancy ein 30.000 Zuseher fassendes Stadion, das am 30. April 2003 mit dem Länderspiel Schweiz - Italien eröffnet wurde. Weil das Budget von rund 57 Millionen Euro nicht überschritten werden durfte, mussten einige bauliche Abstriche gemacht werden, die nicht zuletzt auf Kosten der Ästhetik gingen.

Vorbereitung. Verkehrstechnisch ist die Arena gut erreichbar, der Spielort liegt an der Autobahn und hat einen Zugang zum eigenen Bahnhof.
 

 

WOHLFÜHLGASTGEBER WOHLFÜHLZIEL KATEGORIE  

 

INHOTEL LES NATIONS Rue du Grand-Pré 62
CH-1202 Genf
info@hotel-les-nations.com

SWISSOTEL METROPOLE - AMRITA SPA 34 Quai Guisan
CH-1204 Genf
reservations.
geneva@
swissotel.com

HOLMES PLACE SPORTS + HEALTH CLUB rü du Rhone 50
CH-1204 Genève
holmesplace
@holmesplace.ch

HOTEL CROWNE PLAZA 26 Voie De Moens
CH-1218 Genf Cointrin
sales
@cpgeneva.ch

 

 
    INSIDER-MEINUNGEN

AUSZUG
     

 

 

Portugiesen feiern in Genf ihren EM-Sieg Mit überschwänglicher Freude haben die Portugiesen in Genf den Sieg ihrer Fußballmannschaft über die Türkei gefeiert. Tausende strömten nach dem Spiel in die Innenstadt und zur Fanmeile.

Portugiesische Fans feiern im Stadion von Genf den Sieg ihrer Mannschaft. Die Portugiesen stellen die größte Ausländergruppe in Genf. Mit ohrenbetäubenden Hupkonzerten und Gesängen zogen die nahezu alle bunt bemalten Fans durch die Straßen der Rhonestadt.

Die Polizei sprach von mehreren tausend Feiernden, genaue Zahlen waren zunächst nicht bekannt. Dagegen verließen die türkischen Fans ziemlich niedergeschlagen das Genfer Stadion, das mit 30 000 Zuschauern ausverkauft war. Über Zwischenfälle war zunächst nichts bekannt. Allerdings war die Polizei, unterstützt von französischer Gendarmerie, auch stark präsent.

 


 

Das HOTEL LES NATIONS liegt auf der rechten Seite des Genfer Sees und ist vom Bahnhof aus zu Fuß zu erreichen. Vom Flughafen sind es mit dem Auto weniger als 10 Minuten und vom Palexpo Kongresszentrum, von der Autobahnausfahrt aus Richtung Paris oder Lausanne-Bern nur 5 Minuten. In einem mehr als 100 qm großen Raum finden Sie die neuesten Fitnessgeräte vor, darunter 7 Ergometer mit Herzschlag- und Pulskontrolle, 4 Stepper, 2 Ruder- und 2 Rotexgeräte sowie sämtliche Ausrüstung, die für anspruchsvolles Muskeltraining gebraucht wird. Gleich nebenan befindet sich ein Aerobic- und Stretching
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Cornavin Bahnhof: 2.5 km Cointrin Flughafen: 6.5 km Zürich: 300 km Das Swissotel Metropole ist eines der besten Hotels Genfs und erfreut sich einer hervorragenden Lage dem Jardin Anglais gegenüber, unmittelbar am Ufer des Sees. Von hier aus sind es nur wenige Schritte zu den modischen Einkaufsboulevards und dem Charme der winzigen Gassen der Altstadt und zur Kathedrale. Das Metropole ist ein elegantes Luxushotel, das 1854 gebaut wurde, aber vor nicht zu langer Zeit renoviert und modernisiert wurde, so dass Gäste mit jedem erdenklichen Komfort und jeder Annehmlichkeit verwöhnt werden Amrita Spa Fitnesseinrichtungen, einen Fitnessraum mit allen gängigen Geräten, wie Gewichten und Trainingsgeräten. Das Swissotel Metropole hat sein eigenes elegantes Restaurant mit traditionell französischer Küche. Die Ausstattung, mit roten Ledersesseln und Kronleuchtern, ist zeitlos. Draußen auf dem Kopfsteinpflaster gibt es eine Terrasse, wo Sie während der Sommermonate bei geeignetem Wetter draußen speisen können und dabei den gegenüber liegenden malerischen Brunnen bewundern können.
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Flughafen - Das Crowne Plaza liegt dem Flughafen gegenüber und neben dem Palexpo Messezentrum. Es liegt aber trotzdem auch in Stadtnähe, dank der vorzüglichen öffentlichen Verkehrsverbindungen: Sie erreichen die Innenstadt Genfs mit dem Bus oder (in nur 6 Minuten) mit der Bahn. Es gibt einen gratis Pendelbus zwischen dem Hotel und dem Flughafen, der im 20-Minuten-Rhythmus fährt. Dieses Hotel gehört zu den besten Hotels Genfs und ist außerdem das größte Schweizer Hotel, trotzdem ist das Personal so freundlich und zuvorkommend, dass man das Gefühl hat, sich in einem von einer Familie geführten Hotel zu befinden. Es besteht aus zwei Gebäuden, der älteren Seite und der neuen Seite. Beide haben ihre eigenen Aufzüge und sogar ihre eigenen Fitnesseinrichtungen
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Vom Whirlpool ins Stahlbad Von Christoph Höhtker, Genf

Bloß keine Kritik: Vor dem Start in die Europameisterschaft übertreffen sich die Medien in der Schweiz darin, die eigene Mannschaft ins beste Licht zu rücken. Dabei sind Zweifel an der "Nati" angebracht, nur die letzten beiden Tests konnten gewonnen werden.

Im Tal breitet sich majestätisch der Zürichsee aus, über sanft geschwungene Hügel geht der Blick weit ins Schweizer Mittelland - wenn das Schweizer Fernsehen allabendlich auf der Terrasse des eidgenössischen Mannschaftsquartiers zum EM-Interview bittet, bietet sich im Hintergrund ein Bild vollendeter landschaftlicher Harmonie.

Ob beabsichtigt oder nicht, ganz im Stil der idyllischen Ferienkulisse gestaltet sich auch die Berichterstattung, mit der das Alpenvolk auf das große Turnier eingestimmt wird. Wohlfühlen ist angesagt, Kontroverses nicht, beziehungsweise nicht mehr. Es herrscht medialer Burgfrieden beim EM-Ausrichter, Herumnörgeln an der "Nati" erscheint vor der Eröffnungspartie am Samstag gegen Tschechien (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) nicht mehr opportun.

Während man noch im März, nach dem 0:4 gegen Deutschland, alles und jeden, besonders aber Übungsleiter Jakob "Köbi" Kuhn infrage stellte, hat man mittlerweile auf einfühlsame Interviews und seichte Homestorys umgeschaltet. Mittelfeldspieler Gökhan Inler beispielsweise, so war zu erfahren, wollte als Halbwüchsiger nicht Fußballprofi, sondern Zahntechniker werden. Ausführlich kam auch Familie Barnetta zu Wort, die in Heimarbeit für den in Leverkusen unter Vertrag stehenden Sprössling Tranquillo den Verkauf von Fanartikeln und Devotionalien organisiert.

 Probleme im täglichen EM-Einerlei tauchen höchstens noch in Form nicht ganz ausgeheilter Wehwehchen auf: Bange fragt man etwa nach Barnettas Knöchel, nach der Fitness verdienter Rekonvaleszenten wie Patrick Müller (Olympique Lyon). Irritationen erregte zudem die Rücktrittsankündigung des Stürmers Marco Streller. Der sensible Ex-Stuttgarter, beim VfB allerdings eher durch recht unsensible Ballbehandlung aufgefallen, fühlt sich von den eigenen Fans nicht ausreichend geliebt und spielte deshalb mit Rücktrittsgedanken. Für ehrliche Bestürzung sorgten hingegen Meldungen über ernste gesundheitliche Probleme der Trainergattin Alice Kuhn.

Insgesamt aber kann nichts mehr die plötzlich positive Stimmung rund um das Team des Turnierausrichters trüben. Die Medien haben, wie die "Neue Zürcher Zeitung" erleichtert feststellte, den "Wohlfühl-Schalter betätigt": Das Land, zumindest seine Journalisten, ist hinter den Männern in rot-weiß vereint. Und mancher Berichterstatter mag sogar insgeheim phantasieren, dass im Mannschaftshotel in Feisisberg, in jener luxuriösen Anlage mit angeschlossener Wellness-Oase, der Weg der Nati in ein eidgenössisches Fußballmärchen beginnt: Vom Whirlpool durchs EM-Stahlbad direkt ins Meer der Freudentränen.

Der auffällige Stimmungsumschwung in der Schweizer Medienlandschaft ist dabei keineswegs nur konstruiert, sondern durch nüchterne Resultate begründet: Immerhin konnte die Nati - nach vier kläglichen Testspielniederlagen in Folge - zuletzt die Slowakei (2:0) und Liechtenstein (3:0) halbwegs unfallfrei in die Schranken weisen. Mit zwei Treffern machte sich zudem Dortmunds Alexander Frei zum alleinigen Rekordtorschützen - und tankte so als Kuhns unumstrittener Chef im Angriff zusätzliches Selbstvertrauen.

Andererseits offenbarte speziell die Partie gegen Liechtenstein einmal mehr bestehende Defizite. Die Feierabendkicker aus dem benachbarten Steuerparadies wehrten sich störrisch gegen die ihnen zugedachte Rolle und zeigten keinerlei Neigung, sich von den Eidgenossen deklassieren zu lassen. Im Gegenteil: Mit beherzten Attacken bereiteten sie der behäbigen Abwehr um den beim FC Arsenal tätigen Phillipe Senderos streckenweise erhebliche Probleme.

Die erhoffte Schweizer Dominanz stellte sich nur sporadisch ein, das Offensivspiel blieb ideenlos. Bezeichnenderweise war es vor allem der zum Co-Kommentator des Schweizer Fernsehens degradierte frühere Freiburger Trainer Volker Finke, der immer wieder genüsslich auf grundlegende spielerische Probleme hinwies. Doch um diese zu beheben, das wussten seine Schweizer Kollegen genau, hat man weder Zeit noch Spieler noch den passenden Trainer.

Also beschränkte man sich darauf, die spärlichen Positivaspekte des Abends - Alex Frei, keine neuen Verletzten, Alex Frei - zu feiern, und ansonsten Milde walten zu lassen. Auf die Frage, wie denn mit einer solchen Leistung Auftaktgegner Tschechien zu beeindrucken sei, fand niemand eine Antwort - hauptsächlich deswegen, weil sie gar nicht erst gestellt wurde.

Überhaupt hält sich das Interesse am Team des frischgebackenen Zweitligaakteurs Jan Koller in Grenzen. Hier ein artiger Kurzbericht über den baumlangen Nürnberger (Boulevardblatt "Blick": "Der große Shrek"), da ein paar Trainingsbilder, dort ein Interview - die Tschechen kommen dieser Tage in den Schweizer Medien durchaus vor, aber selten über den Status von Randfiguren hinaus.

Andererseits dürfte dem Nati-Trainerstab klar sein, dass Mannschaften wie die des Altstrategen Karel Brückner für die Schweizer am gefährlichsten sind. Denn der aktuelle Fifa-Ranglistensechste besitzt zwar unbestritten spielerische Qualität, doch nicht genügend Renommee, um den Gastgeber (Platz 44) automatisch in die beliebte Underdog-Position schlüpfen zu lassen.

Das macht die Ausgangslage für Kuhn und seine Mitstreiter nicht unbedingt leichter. Ein Auftaktgegner wie Deutschland oder Italien hätte vielleicht zusätzliche Kräfte freigemacht - und ein Misserfolg wäre zur Not als eine Art Naturgesetz akzeptiert worden. Eine Niederlage gegen die Tschechen ist hingegen vor allem eins: eine Niederlage. Und zwar eine mit Folgen für den Turnierverlauf wie für das Nervenkostüm der Schweizer Fußballjournalisten.

Sollte also - nach örtlicher Grammatik - der Match gegen die Tschechen verloren gehen, könnte die harmonieselige Stimmung dieser Tage erste Risse bekommen. Ein Vorrunden-Aus der Schweizer ließe mit Sicherheit die Dämme der Zurückhaltung brechen. Gut möglich also, dass beispielsweise Gökhan Inler, der verhinderte Zahntechniker aus Olten im Kanton Solothurn, seine Berufswahl - für einige Wochen im Juni - ernsthaft bedauern wird.


 

Lieber Fussball als käufliche Liebe

Wenig Interesse an käuflicher Liebe bestand schon während der WM 2006 in Deutschland, und auch bei der bevorstehenden Euro 08 rechnen lokale Vertreter des Erotikgewerbes nicht mit mehr Umsatz.
VON robin blanck

Aus ganz Europa werden Fussballfans in die Schweiz kommen, um sich die Spiele ihrer Mannschaft anzusehen. Dass bedeutet Umsatz für Hotellerie, Gastronomie und viele weitere Branchen. Zwei Gründe dürften dafür verantwortlich sein, beide heissen «Euro»: zum einen die Fussballeuropameisterschaft, zum anderen die gleichnamige Währung, deren Verhältnis zum Franken die Schweiz für viele Besucher aus dem EU-Raum attraktiv macht.

Und eigentlich wäre zu erwarten, dass die mehrheitlich männlichen Fans dem auch hier ansässigen ältesten Gewerbe der Menschheit zusätzliche Einnahmen bescheren würden. Doch diese Annahme wird nicht bestätigt, wie eine Nachfrage ergeben hat: Bei den einschlägigen Betrieben macht man sich derzeit nicht auf einen Ansturm von Liebesbedürftigen gefasst. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Üblicher Betrieb

«Ich kann die Zimmer ja nicht doppelt belegen», sagt Renate Kroll, Betreiberin des Clubs Leguan beim Grenzübergang Thayngen. Ihren Betrieb wird sie nicht besonders auf die Euro vorbereiten: «Wenn dann doch plötzlich mehr Bedarf besteht, müsste man reagieren, aber ich rechne nicht damit, dass dies der Fall sein wird.» Deshalb hat sie nicht mehr Tänzerinnen - so die offizielle Bezeichnung - eingestellt. Kroll geht davon aus, dass die Branche in den Spielorten mehr Umsatz zu erwarten hat, «hier in Thayngen kaum». Zwar werde man den Fernseher im Club während der Spiele sicher laufen lassen, im übrigen wird das Etablissement aber im üblichen Rahmen betrieben, «vielleicht gibt es ein <Trösterle>, wenn eine Mannschaft verloren hat», sagt Kroll und lacht.
«In unseren beiden Betrieben werden während der Euro nicht mehr Mädchen tätig sein», sagt auch Yvonne Engel, Geschäftsführerin der Studio Fly & Fantasia GmbH. Die GmbH ist in Neuhausen und in Schaffhausen mit je einem Club vertreten. Zusätzliche Tänzerinnen oder andere Anpassungen sind für die Zeit der Euro nicht geplant.

Sogar Einbussen möglich

Bernd Bach, Betreiber des Sauna-Clubs Blümchen im thurgauischen Unterschlatt, rechnet sogar eher mit Einbussen während der Euro 08: «Die Euro wird für das Erotikgewerbe eher eine schwache Zeit sein», prophezeit er, der auf Erfahrungen mit grösseren Fussball-Anlässen wie die WM 2006 in Deutschland verweist. «Immer wenn ein wichtiger Fussball-Match stattfindet, rechnen wir mit wenig Betrieb», erklärt Bach. Und tatsächlich lassen auch die im Rahmen der WM 2006 in Deutschland erhobenen Daten keinen Grossandrang im Rotlichtbezirk erwarten: Die erstellten Studien haben gezeigt, dass die Nachfrage nach käuflicher Liebe während der Weltmeisterschaft teilweise rückläufig war oder sich im üblichen Rahmen bewegte.

17 Bewilligungen im Kanton

Bestätigt wird die Sicht der Lokalbetreiber auch durch die offiziellen Zahlen: Gemäss Auskunft des kantonalen Ausländeramtes wurden im Zusammenhang mit der Euro 08 nicht mehr Aufenthaltsbewilligungen für Tänzerinnen (so die amtliche Bezeichnung) beantragt. Zurzeit bestehen im Kanton Schaffhausen 17 dieser Bewilligungen. Gemäss Renata Rendl, Chefin des kantonalen Ausländeramtes, sei wohl eher mit einer Zunahme in den Host-Citys zu rechnen, im Kanton Schaffhausen sei dies hingegen eher unwahrscheinlich. Eine Umfrage in den grösseren Schweizer Städten im Mai hat allerdings ergeben, dass auch in Bern, Basel, Zürich und Genf keine Zunahme der Bewilligungsgesuche für Tänzerinnen verzeichnet wurde.
Indes hat sich auch die Situation des Erotikgewerbes insgesamt verändert. Wie ein Kenner der Szene gegenüber den SN erklärt, steht die Branche auch hierzulande unter Druck: «Die Preise sind gesunken, da wird es immer schwieriger, junge Frauen aus dem Ostblock in die Schweiz zu locken, denn die Verdienstmöglichkeiten gleichen sich immer mehr an.»

 

Richtiges Wellnesshotel finden VON MARK SCHIESSER


Ein neuer Guide stellt die schönsten Wellnesshotels aus der Schweiz, Südtirol, Österreich und Deutschland vor. Der Führer ist ein Schaffhauser Produkt.

In der Hotellerie bestimmen längst nicht mehr nur Gastronomie und Beherbergung den Tagesablauf. Immer mehr Hotels bieten einen Fitness-, Wellness- und Spa-Bereich an. Und für immer mehr Menschen hat sich Wellness zu einer neuen Lebensphilosophie entwickelt.

Der Begriff, der erstmals 1654 in einer Monografie von Sir A. Johnson als «wealnesse» - laut Oxford English Dictionary mit guter Gesundheit übersetzt - auftaucht und heute als ganzheitliches Gesundheitskonzept verstanden wird, beschreibt einen Lebensstil, auf den sich zahlreiche Menschen, Hotels und Heilbäder spezialisiert haben.

Wellness als Ferienziel

«Wellness bedeutet, sich für ein aktives und bewusstes Leben zu entscheiden, welches neben körperlicher Fitness auch dem seelischen Wohlbefinden und der geistigen Aktivität die gebührende Aufmerksamkeit schenkt», erklärt Anita Giger, Geschäftsführerin von SwissWellness mit Sitz in Ramsen. Demnach ist der Begriff längst kein Trend mehr, sondern entspricht einem Lebensstil.
Wenn ein Hotel ein Fitnessstudio und eine Sauna betreibt, hat das mit Wellness noch nicht viel zu tun. Um unter den vielfältigen und zahlreichen Angeboten den richtigen Ort oder die richtige Region zu finden, die mit paradiesischer Wellness verzaubern soll, hat die Expertin die schönsten Wellnesshotels aus der Schweiz, dem Südtirol, Österreich und aus Deutschland in einem Guide zusammengefasst.
Übersichtlich aufgeteilt in die verschiedenen Regionen, werden die Wohlfühl-Hotels in Text und Bild auf 140 Seiten vorgestellt und mit entsprechenden Hinweisen zum Angebot für das Wohlbefinden ergänzt. Damit sich Frau und Mann auf ein Wohlfühl-Hotel freuen können, bei dem Preis und auch Leistung stimmen, wurde die Auszeichnung «SwissWellness Happy Quality» geschaffen. «Wir haben mit diesem Label verschiedene Kriterien zusammengetragen, um dem Gast die Suche nach dem passenden Wellnesshotel zu vereinfachen», erklärt Anita Giger.
Ihren Kriterien liegt eine ganzheitliche Philosophie zu Grunde, und sie wurden innerhalb eines kompetenten Gremiums erarbeitet. Infrastruktur, das Angebot an Massage- und Beauty-Anwendungen, aber auch die Umgebung und die Freundlichkeit der Mitarbeitenden spielen dabei wesentliche Rollen. Ergänzend bietet sie den Gästen die Gelegenheit, nach einem Aufenthalt in einem der Hotels eine persönliche Bewertung abzugeben. «Damit werden die Kriterien zusätzlich und von kompetenter Seite geprüft, denn der Gast soll auch weiterhin Lust auf eine Auszeit bekommen und selbstverständlich auch das Versprochene geniessen können», sagt Anita Giger.
Einen besonderen Mehrwert im neu erschienenen Guide, der kostenlos erhältlich ist, stellt das integrierte Lexikon mit Wellness-Begriffen von A bis Z dar. Dieses schafft einen kurzen Überblick, bringt Licht ins Dunkel der Vielzahl an Angeboten, Behandlungen und Begriffen und erklärt, was sich hinter den klingenden Namen überhaupt verbirgt.

 

Mit gerade einmal 186 000 Einwohnern kann Genf getrost als die «kleinste Weltstadt» bezeichnet werden. Die Stadt ist Sitz dutzender internationaler Organisationen, des Internationalen Roten Kreuzes, der Weltgesundheitsorganisation (WHO), des europäischen Zweigs der Vereinten Nationen und mehrerer Großbanken. In keinem anderen Ort der Schweiz haben so viele große Geister gelebt: Calvin, Jean-Jacques Rousseau, Voltaire. Auch sonst bietet der einzige EM-Ort in der französischsprachigen Schweiz alles, was eine Stadt lebenswert macht: Verwinkelte Gassen, eine mächtige Kathedrale, Parks zum Verweilen und vor allem den Genfersee.
Die Wurzeln der Stadt reichen in Römische Zeiten zurück. Heute ist Genf eine bedeutende Finanzmetropole und spielt eine nicht minder wichtige Rolle in Wissenschaft und Präzisionstechnologie wie die Uhrmacherei. Die größte französischsprachige Stadt in der Schweiz hat ihren Besuchern eine Menge zu bieten in punkto touristischer Attraktionen, Freizeitaktivitäten, Gastronomie und Shopping. Die Altstadt beherbergt eine Vielzahl bezaubernder alter Gebäude. Genf war ein bedeutendes Gebiet für die Kirchenreform im 16. Jahrhundert und früher bekannt als das protestantische Rom.

Das Genfer Opernhaus und das Rath-Museum sind nur zwei der kulturellen Besonderheiten. Neben der Altstadt ist vor allem der Genfersee im Fokus vieler Freizeitaktivitäten. Hier findet man auch das Wahrzeichen der Stadt: die 140 Meter hohe Wasserfontäne. Ursprünglich gebaut, um den Druck in der Kanalisation zu senken, dient sie heute, mit neuen, 1000 Kilowatt starken Motoren, als Touristenattraktion. Die Fontäne, deren 200 km/h schnelles Wasser mit etlichen farbigen Lichtern angestrahlt wird, verzaubert viele Besucher.


Beeindruckende Bauwerke finden sich in Genf genauso, wie liebevoll angelegte Grünanlagen, wunderschöne Kirchen und elegante Straßenzüge. Die nach dem Apostel Petrus benannte Cathédrale Saint-Pierre befindet sich am höchsten Punkt der Genfer Altstadt. Nicht nur das wunderschöne Bauwerk selbst, sondern auch die zu besichtigenden Ausgrabungen unter der Basilika und das beeindruckende Panorama von der Spitze des 157 Stufen hohen Nordturms sind sicher einen Besuch wert. Herausragende Exponate aus den verschiedensten Bereichen sind in den über 40 privaten und öffentlichen Museen zu bestaunen. Zu den Bedeutendsten zählen das Kunst- und Geschichtsmuseum, das Museum des internationalen Roten Kreuzes und das internationale Museum der Reformation mit vielen Impressionen der Reformationsbewegung.


Die vielen Parks und Grünanlagen verleihen Genf einen ganz eigenen Charme. So können im Rosengarten Park de la Grange etwa 200 verschiedene Rosenarten in einer einmaligen Kombination bewundert werden. Der Englische Garten mit einer Uhr aus Blumen und die botanischen Gärten mit ihren über 16 000 verschiedenen Pflanzen, lassen das Herz von Naturfreunden schneller schlagen.
In den Sommermonaten herrscht in Genf ein mildes Klima mit etlichen Sonnenstunden. Im Juni betragen die Höchsttemperaturen 22, die niedrigsten Temperaturen 10 Grad
 

 

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