Bevölkerung
ca. 3386700 - Fläche ca. 89100 - Auto-Kennzeichen B -
Vorwahl 030 - 5 Perlensaunen gibt es in
Berlin.
Berlin
gehört vielleicht nicht zu den schönsten Städten der Welt
- aber sie ist bestimmt eine der beliebtesten.
Verständlich, denn die "größte Baustelle Europas" hat jede
Menge zu bieten. Mehr als 100 staatliche und private
Theater, unzählige Kinos, die Filmfestspiele, drei
Opernhäuser, die Berliner Philharmoniker, mehr als 100
Galerien und berühmte Museen machen Berlin zu der
Kultur-Metropole Deutschlands.
Und
jedes Jahr kommen tausende von Touristen um die
außergewöhnliche Berliner Luft zu schnuppern. Jeder
Stadtteil hat sein eigenes Flair. Berlin ist die
Hauptstadt und die bevölkerungsreichste und flächengrößte
Stadt Deutschlands sowie als Stadtstaat ein eigenständiges
Bundesland.
Berlin
ist nach London die zweitgrößte Stadt der EU. Während des
Kalten Krieges ließ die DDR-Regierung die Berliner Mauer
errichten. Berlin war nun in einen West- und einen Ostteil
getrennt. Nach dem Fall der Mauer 1989 wuchs Berlin mit
dem Umland zur Metropolregion Berlin/Brandenburg zusammen.
Hier
einige ausgezeichnete Freizeitbetriebe die Sie unbedingt einmal besuchen
sollten:
Das
Wahrzeichen Berlins ist das Brandenburger Tor. Zu den
unübersehbaren Landmarken gehören der Fernsehturm am
Alexanderplatz im Bezirk Mitte sowie der Funkturm im
Ausstellungsgelände in Charlottenburg.
Neben
diesen gibt es sehr viele andere Sehenswürdigkeiten im
Zentrum der Stadt. So gibt es zahlreiche Museen und
Kirchen. Hier ist besonders die Museumsinsel zu nennen, in
deren unmittelbarer Umgebung sich viele historische
Gebäude und Plätze, wie etwa der Berliner Dom, der
Lustgarten oder der Gendarmenmarkt befinden.
Ebenfalls
im Bezirk Mitte befindet sich der Tiergarten mit
Siegessäule, Reichstag und Schloss Bellevue. Des Weiteren
gibt es einige Sehenswürdigkeiten im Bezirk Charlottenburg
um den Kurfürstendamm (kurz Ku'damm) im herum. Dazu gehört zum
Beispiel die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am
Breitscheidplatz oder der nahe gelegene Zoologische
Garten.
Durch
die Bebauung des Potsdamer Platzes mit einer großen Anzahl
an Geschäften und Restaurants hat dieser sich als
Bindeglied zwischen den bis zur Wende getrennten
Stadthälften entwickelt. Aber auch außerhalb der
Innenstadt gibt es Sehenswürdigkeiten. So etwa das Schloss
Charlottenburg, der Tierpark, der Botanische Garten, die
Zitadelle Spandau
oder das Olympiastadion.
Beliebte
Ausflugsziele sind der Wannsee mit Pfaueninsel und der
Grünewald im Südwesten oder der Treptower Park und der Müggelsee im Südosten der Stadt.
Saunafreaks
gib es in Berlin Hunderttausende. Hotels, Fitnesscenter,
Schwimmbäder, Beautyshops - sie alle verkaufen, die
gesunde heiße Luft.
In
Berlin werden die neuesten Trends kreiert und gelebt.
Musik und Lifestyle, Avantgarde in Kunst und Kultur, Clubs
und Partys, in Berlin entstehen immer wieder Szenetreffs
der Trendsetter.
Berlin
ist immer in Bewegung - im Sommer treffen sich hier
Jugendliche aus aller Welt und feiern bei Mega-Events wie
der Love-Parade, dem CSD oder dem Karneval der Kulturen.
Und in Berlin lebt eine der bekanntesten und größten
schwul-lesbischen Communities weltweit.
Der
Berliner ist stolz auf seine Weltoffenheit – auf seine
Lebensart. Saunatouristen empfehlen wir mindestens 1 Woche
Aufenthalt. Viel Spaß beim Gucken, Einkaufen und
Schwitzen. 6 Perlensaunen und Unmenge Spaß in den
gemütlichen Berliner Saunen.
In Berlin
kommt jeder auf seinen Geschmack, auch beim Essen und Trinken. Von Berliner
Spezialitäten wie Currywurst und Buletten bis zu den internationalen
Köstlichkeiten kann man alles finden. Für Gourmets empfiehlt es sich
unbedingt den KADEWE FEINSCHMECKERETAGE in
BERLIN CHARLOTTENBURG
besuchen.
„Magische Steine. Mystischer Guß! Lade die Runen,
bring sie in Fluß!“ Ein Zischen, wallender Dampf. Der große Flakon mit
Zaubertrank entleert sich über heißem Lavagestein, hüllt die Anwesenden in
geheimnisvollen Nebel. Es ist schummrig. Nur ein paar Kerzen und eine rote
Lichtschlange unter der Sitzbank kämpfen wacker gegen die Finsternis. Die
andächtige Stille des Raumes wird von leisen, eleusinischen Klängen untermalt.
Zwei Hohepriester führen eine mysteriöse Zeremonie
durch. Der Ort: eine sechseckige Hütte aus jahrhundertealter Polarkiefer,
irgendwo mitten in Deutschland. Die Zeit: kurz vor Mitternacht. Die
Teilnehmer: rund siebzig, zumeist jüngere Männer und Frauen. Allen gemeinsam:
sie sind vollkommen nackt - und der Schweiß läuft ihnen über die entblößten
Körper. Doch es ist kein Angstschweiß. Sie schwitzen in Freude, bei etwa 80 °C
Lufttemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit. Sukzessive auf den Steinofen
gegossene Flüssigkeit erhöht die Feuchte beim Verdampfen noch. Doch die
kleinen Wasserperlen bilden sich fast unmerklich auf der Haut, auf jeden Fall
angenehm. Zauberei? Hokuspokus? Nein, weit gefehlt! Das ist Sauna-Kultur in
Perfektion!
== Die Sauna-Show in Remscheid
==
Mitte Dezember 2009 trafen sich in Remscheid einige
der besten Sauna-Gladiatoren Europas, um ihre neuesten Kreationen vor dem
schwitzenden Publikum zu präsentieren. Doch die modernen Gladiatoren kämpfen
nicht mit Lanze und Schwert. Ihre Waffen sind Spritzpistole, Gießkanne,
Schneebälle oder Birkenbüschel. Und sie sind auch nicht mit Rüstung oder
Schild geschützt, sondern fast nackt. In der Regel tragen sie nur einen
Lendenschurz. Sie treten an, um die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft zu
bändigen. Und die meisten von ihnen tun das sehr virtuos und einfallsreich.
Dabei werden sie von einem begeisterten Publikum unterstützt.
Eingeladen hatten Georg Danter, der Betreiber der
meistbesuchten Internet-Plattform für Saunas (www.insauna.com) sowie Cornelius
Nolte, seines Zeichens Betriebsleiter des beliebten Erlebnis- und Saunabades
„H2O“. Und viele, viele folgten dem Ruf der Sauna-Gurus. Nicht nur rund ein
Dutzend professionelle Saunameister aus dem deutschsprachigen Raum waren der
Einladung gerne nachgekommen, sondern auch kritische Fachjournalisten und jede
Menge Saunajünger.
== Die stille Sauna-Revolution ==
Die altbekannte, „rein-finnische“ Aufguß-Kultur ist
Schnee von gestern. Das Sauna-Publikum von heute will mehr. Schon lange genügt
es nicht mehr, pures Wasser auf einen Elektro- oder Holzofen zu gießen und den
Dampf mit dem „Wacheltuch“ vor einem andächtig stillen Publikum zu verteilen.
Heute ist viel mehr Kreativität vom Sauna-Fachpersonal gefordert. Der Gast
möchte nicht nur verwöhnt, sondern auch überrascht und sogar verzaubert
werden. Am liebsten will er auf eine halbstündige Reise ins eigene Ich gehen.
Die stille Revolution begann bereits Mitte der
1990er Jahre mit dem Aufkommen von Früchte-, Salz- und Eisaufgüssen. Schon
damals wurde natürlich nicht mehr nur mit klarem Wasser aufgegossen, sondern
es wurden ihm allerlei ätherische Öle mit teilweise exotischen Duftnoten
beigesetzt. Zu den auch heute noch beliebten Nasenschmeichlern „Eukalyptus“,
„Minze“ oder „Fichtennadel“ konnte man zwischenzeitlich auch schon mindestens
fünfzig weitere Aromen ordern. Da gab es beispielsweise verschiedene
Zitrusdüfte und exotische Duftnoten wie Papaya oder Ananas ebenso wie Rose,
Anis, Zimt sowie geheime Mischungen wie Saunagold.
== Aufguß-Geschichte ==
Im Dortmunder „Solebad Wischlingen“ wurde ab 1997
vom damaligen Saunateam die innovative Kultur der „Erlebnis-Aufgüsse“
begründet. Nachdem in „Duftwochen“ die Lieblings-Aufgußmittel gekürt worden
waren, entwickelten Saunameister und Betriebsleiter über dreißig neue
„Zugaben“. Neben virtuosen Wedeltechniken wurden dem Sauna-Publikum auch
kleine „Häppchen“ wie gefrorene Erdbeeren, Fruchteis, Cocktailspieße oder
gekühlte Pralinen angeboten. Und die Gäste griffen gerne zu. Der Zulauf
steigerte sich durch die neuen Aufgüsse ganz enorm, die Umsätze konnten binnen
vier Jahren gar verdoppelt werden. Es dauerte nicht lange, bis auch die
anderen Revierparks die Ideen aufgriffen und ebenfalls „Erlebnis-Aufgüsse“
zelebrierten. Zwischenzeitlich kann man diese schon als „Standard“ in den
besseren Sauna-Anlagen bezeichnen.
Die zunächst sehr heftige Kritik verschiedener
Meinungsführer in der Saunabranche ist zwischenzeitlich komplett abgeebbt. Die
Diskussion hatte sich daran entzündet, daß bei den Aufgüssen schon mal
„Ramba-Zamba“ herrschte und nicht etwa züchtiges Stillschweigen. Die „Bitte
Ruhe!“-Schilder waren plötzlich unerwünscht geworden. Außerdem hatte man in
mancher Chefetage Angst vor verschmutzten Saunaräumen, wie beispielsweise
Honigflecken auf dem kostbaren Abachi-Holz. Ganz besonders anstößig war
natürlich, daß nach verschiedenen Aufgüssen sogar Becherchen mit alkoholischem
Inhalt gereicht wurden, wie kühles Weizenbier oder gar geeister Slibowitz.
Schon zum Millennium waren die kreativen
Sauna-Zeremonien allerdings salonfähig geworden, ebenso wie die im Dortmunder
Solebad entwickelten Veranstaltungen wie „Romantik-Abend“, „Halloween-Party“
oder „Silvester-Schwitzen“. Heutzutage führt sogar der ansonsten recht
konservative „Deutsche Saunabund“ gut besuchte Seminare für
„Erlebnis-Aufgüsse“ und „Sauna-Events“ durch. Daß sich damit auch viel Geld
verdienen läßt, sei nur mal am Rande angemerkt.
== Der Sauna-Quantensprung ==
Fünf superheiße Güsse bei 110 °C mit drei Kübeln
Wasser und Handtuchschwingen bis zum Hitzekollaps sind heutzutage nur noch bei
„Sauna-Sportlern“ gefragt. Das ist etwas für die harten „Saunaritter“ bei
Contests wie der „Aufguß-Weltmeisterschaft“ in Finnland. Bei der breiten Masse
der etwa 30 Mio. deutschen Saunagänger aber steht das Wohlfühlen ganz klar im
Vordergrund. Gut zehn Jahre nach der letzten Aufguß-Revolution ist nun also
der nächste Quantensprung im Gange. Dem Wunsch der Gäste nach mehr Abwechslung
entsprechend entwickelten kreative Saunameister eine wiederum völlig neue
Schwitzkultur. Wie soll man das nun nennen? Vielleicht „Wellness-Aufgüsse“?
Oder doch eher „Sauna-Magie“?
Fakt ist jedenfalls, daß die Gäste mit den Füßen
abstimmen. Wer sich als Betreiber dem neuen Trend anpasst und seine Gäste nach
Strich und Faden verwöhnt, kann sich über rasant steigende Besucherzahlen
freuen. Die „In-Saunas“ sind zwar meist nicht ganz billig beim Eintrittspreis,
doch die Gäste nehmen das gerne in Kauf und kommen wieder. Konventionell
„finnisch“ arbeitende „Alt-Saunas“ hingegen verlieren trotz niedriger
Eintrittspreise - selbst beim Stammpublikum im Pensionärsalter.
„Sauna-Nachwuchs“ kann so nicht mehr rekrutiert werden.
== Die Unterschiede ==
Aber was ist nun die Zauberformel bei der neuen
Sauna-Philosophie? Schwer zu erklären, man muß es einfach erlebt haben. Ein
„Kochbuch“ für gute Sauna-Aufgüsse gibt es noch nicht. Es ist wie der
Unterschied zwischen einer Musik-CD und einem Live-Konzert. Oder vielleicht
noch drastischer ausgedrückt: einem Stummfilm in Schwarzweiß auf einem alten
Fernseher mit einem quadrophonischen 3-D-Kinoerlebnis. Man ist jetzt nicht
mehr nur dabei, sondern mittendrin. Die Aufgießer von heute wollen nicht nur
durch kurzzeitiges Erhöhen der Luftfeuchtigkeit die Körper zum Schwitzen
bringen, sie wollen auch keine One-Man-Show abliefern. Ziel ist ganz klar, die
Gäste zu überraschen und zu verwöhnen.
== Die Sauna-Gladiatoren kommen… ==
Ralf Pakulla von der „Saunaquelle Langenberg“
leitete mit seinem „Gregorianischen Aufguß“ die „Sauna-Gladiatorenshow“ am
Abend ein. Während die nackte Saunarunde um den heißen Ofen versammelt war,
läutete eine Glocke zur Andacht. Von Kirchenmusik begleitet kam der als Mönch
gewandete Aufguß-Meister zu seinem grandiosen Auftritt. Mit einem
Messing-Behälter wurde Weihrauch-Duft verströmt. Fast fühlte man sich wie in
einer mittelalterlichen Klosterkirche. Nur daß es hier viel lustiger zuging.
Wer das miterlebt hat, kann gut nachvollziehen, warum Ralf Pakulla mit diesem
Aufguß den dritten Platz bei der Sauna-Europameisterschaft errang. „Beißen
sich nicht die Themen Kirche und Sauna?“ wird man sich nun fragen. Nach diesem
tollen Aufguß muß man sagen: definitiv nein. Ganz im Gegenteil - so könnte man
jungen Menschen den Glauben sogar wieder näherbringen. Neue, ungewöhnliche
Wege gehen…
Ganz anders der nächste Aufguß von Heinrich
Allmendinger aus Stuttgart. „Schwabenwickel“ war der Titel und so wurde
zunächst auch geschnittenes, kühles Weißkraut ausgeteilt. Dieses war auf
Körperteile aufzulegen, die irgendwie schmerzten. Und tatsächlich schien das
zumindest bei mehreren Gästen zu wirken. Sehr interessant war auch die
„Explosion der Sinne“, die eindrucksvoll vom hessischen Sauna-Crack Jürgen
Szczypski aus Erzhausen durchgeführt wurde. Da blieb kein Auge trocken.
Zwischendurch gab es auch mal eisgekühlte Tücher zum Abkühlen. Noch flotter
war der Aufguß von Profi-Sportler Christian Lohrengel („Hertener Löwen“). Auch
hier ein auf den ersten Blick abstrus wirkendes Thema: Basketball! Der Korb
baumelte hoch über dem Ofen und die Gäste versuchten ihn mit Eisbällen zu
treffen, die dann beim Zerplatzen für den Aufguß sorgten. Mal was total
anderes und sehr lustig. Schließlich noch der „Münsterländer Aufguß“ mit
Thomas Egging (Gewinner des „Sauna-Oscars 2009“) aus dem „Inselbad Bahia“ und
seinem Bocholter Kollegen, Meister-Masseur Hubert Rave, der nicht nur durch
die plattdeutsche Ansprache ein echtes Highlight war.
Die Intention bei allen Sauna-Animateuren war ganz
klar, die Gäste zu betören und entrücken, sie mit Glückshormonen zu
überhäufen. Der amtierende „Deutsche Aufguß-Meister“ Udo Mohr vom „Badehaus
Rödermark“ zeigte das bei seiner Performance „Mystik-Aufguß“ in wahrlich
beeindruckender Weise als krönenden Abschluß der „Remscheider Aufgußtage“. Die
immer noch vollgepackte Kelo-Sauna verwandelte er in einen magischen Ort.
Germanische Runensteine wurden während des Aufgusses an jeden einzelnen
Teilnehmer verteilt und mit einer geheimen Mixtur bestrichen. Beim Pressen des
Steines in der geschlossenen Faust begannen mysteriöse Energieströme zu
fließen, innere Gedankenblockaden wurden aufgehoben. Das war pure Sauna-Magie.
Und natürlich erhielten auch zwei der
„einheimischen“ Aufgußkräfte die Gelegenheit, ihr Können vor dem kritischen
Fachpublikum zu beweisen. Sandra und Melanie entführten die andächtig
lauschenden Gäste zu einem rhetorischen Spaziergang durch den stürmischen
Herbstwald. Ziel war das flackernde „Kaminfeuer“ in einer gastlichen Hütte.
Das war sanft und trotzdem mitreißend. Natürlich fehlten dabei auch einige
Überraschungen nicht, wie beispielsweise ein perfekter Regenschauer. Nicht nur
die Kritiker waren davon sichtlich beeindruckt.
== Neue Prinzipien beim
Saunieren ==
Neu eingeführt wurde bei allen Aufgüssen, daß das
eiserne Prinzip der „geschlossenen Tür“ aufgehoben ist. Es meckert niemand,
wenn man jemand mitten im Aufguß den Raum verläßt - was im Übrigen recht
selten vorkommt. Und hochrote Köpfe sind nicht mehr die oberste Prämisse. Vor
und während des Aufgusses wird der Raum bei offener Tür mehrfach gelüftet. Die
neue Vielfalt der Wedel-Utensilien von Fächer über Heusack, Paddel oder
Tannenzweige bis hin zum virtuos geschwungenen Regenschirm wird nicht mehr nur
zum Verteilen der heißen Luft, sondern auch zum Zufächeln von Frischluft
verwendet. So kann man es nun viel länger im Aufguß aushalten und hat zudem
noch jede Menge Spaß dabei. Ich selbst habe an den beiden Tagen sage und
schreibe zwanzig Aufgüsse selbst miterlebt. Normalerweise ziehe ich nur zwei
bis drei Aufgüsse pro Saunabesuch durch.
== Weltweites Interesse ==
Insgesamt wurden an den beiden Aktionstagen
zusätzlich zum „normalen“ Aufgußprogramm des „H2O“ in der karelischen
Sechseck-Sauna zwei Dutzend weitere Aufgüsse zelebriert. Stündlich wechselten
Thema und Aufgießer. Dabei platzte die Sauna mit einem Fassungsvermögen von
rund 50 Gästen teilweise wirklich aus den Nähten. Zeitweise wohnten nämlich
über 70 Besucher den Zeremonien bei, wobei einige noch draußen bleiben mußten.
Beobachter waren extra für die Show von weither angereist, obgleich nur auf
der Website von „www.insauna.com“ dafür geworben worden war. So konnten unter
anderem Sauna-Betreiber und -Mitarbeiter aus Kopenhagen, der Slowakei und
sogar Australien und Japan im Bergischen begrüßt werden. Das spricht für die
Qualität der Saunaseiten von www.insauna.com, die laut Betreiber Georg Danter
von zwischenzeitlich 3,4 Mio. Saunafans aus aller Herren Länder jährlich
besucht werden.
== Die Traumsauna ==
Ganz nebenbei fand auch eine Neubewertung der
Saunalandschaft des „H2O“ statt. Diese erfolgt - wie bei den meisten besseren
Saunalandschaften in Mitteleuropa - alle zwei Jahre. Bei der letzten
Begutachtung war die Saunenwelt mit einem guten Dutzend unterschiedlicher
Folter-, äh nein Schwitzkammern bereits im oberen Mittelfeld gelandet. Damals
konnten vier „Saunaperlen“ errungen werden, was der Einstufung „Europasauna“
entspricht. Zwischenzeitlich hatten wiederum mehrere Hundert Saunagänger die
großzügig angelegte Anlage im Bergischen Land bewertet. Zudem nutzten auch
einige Bäder-Fachleute die Gelegenheit, den Fragebogen auszufüllen. Dabei
wurde die Expertenmeinung natürlich besonders hoch eingeschätzt. Das Ergebnis
fiel eindeutig aus: ab sofort darf sich das Remscheider Saunaparadies ganz
offiziell „Traumsauna“ nennen. Mit durchschnittlich vergebenen 21,8 von 24
erreichbaren Punkten wurde sogar die höchste Sauna-Weihe „Weltsauna“ nur knapp
verpaßt. Daß diese Saunalandschaft einen anerkannt hohen Level besitzt, zeigt
sich auch an den Besucherzahlen. Während sich die Mehrzahl der
„konventionellen“ Saunas mit 10.000 bis 20.000 Jahresgästen zufrieden geben
muß, sind es in Remscheid etwa 150.000 per anno. Zusätzlich zu den über
300.000 Gästen im Sport- und Spaßbad, wohlgemerkt.
== Resumée ==
Man darf wirklich gespannt sein, wie sich die neue
Wellness-Aufgußkultur weiterentwickelt. Daß sie es tun wird, steht außer
Frage. Spricht man mit den führenden Sauna-Meistern, so merkt man, wie sie von
neuen Ideen nur so sprühen. Und die Gäste sind ausgesprochen dankbar dafür.
Wer sich davon persönlich überzeugen möchte, der sollte die nächste
Gladiatoren-Show nicht verpassen.
Bundestagssauna schließt - und wird
durch Klo ersetzt
Beim Neubau der Regierungsbauten in Berlin haben sich die
deutschen Bundestagsabgeordneten seinerzeit nicht lumpen lassen. Sogar eine
Sauna wurde eingerichtet - im Gebäude der Bibliothek. Doch nun, nach sieben
Jahren, wird der Schwitz-Tempel geschlossen. Begründung: zu wenige Besucher. Der
frei werdende Platz soll für eine neue Toilette genutzt werden.Infobox krone.tv:
Das musst du gesehen haben! Teste dein Wissen beim Wochenquiz! 20.000 Euro hat
die Sauna, die keiner will, allein in der Anschaffung gekostet. Nach Recherchen
des ZDF haben in sieben Jahren aber gerade einmal 185 Personen die Einrichtung
genutzt. Macht gut 100 Euro pro Saunagang, zuzüglich Betriebs- und
Personalkosten.
Dabei hätte die Sauna mit ihren Abmessungen von 3,30 mal 4,90 Metern 20 Personen
gleichzeitig Platz geboten. Doch offenbar kommen die deutschen Volksvertreter
bei den Auschuss- und Parlamentssitzungen bereits genug ins Schwitzen.
Angela Merkel "verschwitze" einst den Mauerfall
Ob sich auch Angela Merkel unter den Nutzern befunden hat, ist nicht bekannt.
Die Bundeskanzlerin gilt als begeisterte Saunagängerin und hat durch eine ihrer
Schwitzkuren 1989 sogar den Augenblick des Mauerfalls im Fernsehen verpasst, wie
sie im November berichtete.
Dort, wo bislang die Bundestagssauna stand, soll nun übrigens ein Klo entstehen.
Voraussichtliche Fertigstellung: 2012. Im Sinne eines effizienten Einsatzes von
Steuergeldern bleibt zu hoffen, dass sich diese Einrichtung größerer Beliebtheit
erfreut.
Merkel
hat nach der Sauna rübergemacht
von Thomas Schmoll
Ihre wöchentliche Videoansprache widmet die
Kanzlerin nicht dem Klimaschutz, der Finanzkrise, dem Weltfrieden oder gar Opel.
Sie spricht - liegt irgendwie auf der Hand - über den Mauerfall vor 20 Jahren.
Dabei versucht die Ostdeutsche, ganz persönlich und privat rüberzukommen
In ihrer neuen Videobotschaft redet die
Regierungschefin darüber, wie sie den historischen Tag vor 20 Jahren erlebte.
Schwarz gekleidet, mit einer silbernen Kette um den Hals und von einem modernen
Fernseher mit Flachbildschirm flankiert, der ein Standbild von den
Menschenmassen an einem eben geöffneten Grenzübergang zeigt, gewährt sie einen
kurzen Einblick in ihr Privatleben, berichtet sie über den "glücklichsten Tag
der jüngeren deutschen Geschichte", der das Leben vieler Menschen verändert
habe. "Auch mein Leben", fügt Merkel, geboren in Hamburg, aufgewachsen im
brandenburgischen Templin, hinzu.
"Als ich von der Arbeit aus der Akademie der Wissenschaften nach Hause kam, habe
ich im Fernsehen Schabowski gehört, der ankündigte, dass bald die Grenzen
geöffnet würden. Mir war nicht ganz klar, was das genau bedeutet, ich habe
allerdings sofort meine Mutter angerufen und ihr von dieser möglichen Nachricht
erzählt", erinnert sich die Kanzlerin. Sie sagt das in ihrer typischen steifen
und nahezu emotionslosen Art, die nicht erkennen lässt, ob sie sich tatsächlich
über den "glücklichsten Tag der jüngeren deutschen Geschichte" freut oder ohne
jede innere Regung einfach nur abliest, was auf dem Teleprompter erscheint. Ein
breites Lächeln geht ihr jedenfalls nicht über die Lippen.
Was genau sie ihrer Mutter am Telefon gesagt
hat, erfährt der Zuhörer nicht, dafür aber wie es weiter ging an jenem
Novembertag im Leben der Angela Merkel.
"Danach bin ich - wie immer Donnerstags - in
die Sauna gegangen und habe anschließend dann geschaut, was auf der Bornholmer
Straße los war. Und dort war
ersichtlich, dass bereits Tausende auf dem Weg waren, um über die Brücke in den
Westteil der Stadt zu gehen. Ich habe mich diesem Zug von Menschen angeschlossen
und habe mich mit vielen anderen gefreut über diesen unglaublichen Tag."
Sehr
geehrte Damen und Herren,
aufmerksam gemacht auf insauna.com durch einen Mitarbeiter, nutze ich diesen
Informationsservice - und empfehle ihn auch. Ich finde Ihr
Angebot insgesamt sehr hilfreich und habe manchen Tipp bekommen.
Wenn ich mir eine Anregung erlauben dürfte: Es wäre gut, wenn nach dem Schreiben
eines Textes noch einmal Korrektur gelesen würde. Da wir selbst in dem Feld der
digitalen Medien über lange und intensive
Erfahrung in deren Bewertung verfügen und selbst auch in der Gestaltung aktiv
sind, weiß ich, dass a) die Akzeptanz eines Dienstes nicht nur von der
grafischen, sondern auch von der sprachlichen Gestaltung abhängt (vom Inhalt
sowieso), dass b) die Herstellungsprozesse häufig vom Zeitdruck geprägt sind, so
dass für ein letztes "Drüberschauen" zu wenig Zeit ist.
Nehmen Sie bitte mein konstruktiv gemeintes Schreiben nicht persönlich, sondern
als Anregung in der Sache, um Ihren Erfolg zu vergrößern.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Wilfried Hendricks
Technische Universität Berlin
Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre
Geschäftsführender Direktor
IBI - Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft
Wissenschaftlicher Direktor
TOURISMUS:
Gartenparty im rollenden Schwitzkasten
Zwei Berliner haben in Vielitz den ersten Sauna-Bringdienst für Garten- und
Bungalowbesitzer eingerichtet
VIELITZ - Die Idee kam Stefan Haase, als er im Herbst mit seiner Frau spazieren
ging und im Wald einen Schäferwagen entdeckte. Die Tochter Clara (9) hatte sich
so sehr ein Baumhaus gewünscht. Aber im Garten von Stefan Haase und Petra
Krischok in Vielitz gibt es keinen einzigen Baum.
Also ein Schäferwagen für Clara – ein Baumhaus hat schließlich jeder. Und dabei
kam den Berlinern, die seit 2003 in Vielitz wohnen, eine weitere Idee: Petra
Krischok und Stefan Haase sind begeisterte Saunagänger, haben selbst eine Sauna
in ihrem Haus. Warum nicht anderen das gleiche Vergnügen gönnen, die in ihrer
Datsche keinen Schwitzkasten besitzen?
Stefan Haase recherchierte im Internet. Mindestens zwei Anbieter für mobile
Saunen gibt es in Deutschland schon, allerdings nicht in Nordbrandenburg. Der
Anzeigenverkäufer fand zwei Manufakturen, die alte Schäferwagen nachbauen. Doch
mit Sauna wäre er auf 12 000 Euro gekommen – zu teuer, fand der 45-Jährige.
Wesentlich günstiger wäre es, für 4500 Euro eine fertige Fass-Sauna für den
Garten zu kaufen und die dann auf einen normalen Pkw-Anhänger für 2000 Euro zu
stellen. So kann Stefan Haase die Sauna, festgezurrt mit Gurten, zu den Kunden
fahren. Nur fest mit dem Anhänger verschrauben darf er die Sauna nicht – sonst
wäre eine Tüv-Abnahme fällig.
Läuft das Geschäft nicht, kann die Familie Fass–Sauna und Anhänger einzeln
wieder verkaufen. Der Pkw-Anhänger ist eigentlich für Wohnmobilbesitzer
konstruiert worden, die im Urlaub gern noch einen Smart-Kleinwagen hinter sich
herziehen.
Am Mittwoch wurde das Schätzchen nun endlich geliefert. Leider stand die
Fass-Sauna verkehrt herum auf dem Wagen. Ein Nachbar musste mit seinem
Gabelstapler vorbeikommen und sie umdrehen. Petra Krischok und Stefan Haase
staunten mal wieder über die Vorteile des Landlebens: Wo hätte man in Berlin
schon so schnell einen Nachbarn mit Gabelstapler herbekommen?
Am Donnerstagabend hat die Familie die mobile Sauna mit dem gemütlichen Holzofen
erst einmal selbst getestet. Der erste Einsatz bei einem Kunden ist ebenfalls
schon gebucht – wo, das darf nicht verraten werden, denn es soll eine
Geburtstagsüberraschung sein.
Ganz billig ist das Vergnügen nicht: Für einen Tag kostet die Sauna mit zwei
Liegeflächen oder sechs Sitzplätzen 85 Euro. Für mehrere Tage wird es günstiger.
„Man kann über alles reden“, sagt Stefan Haase. Hinzu kommen noch eine Kaution
sowie entfernungsabhängige Kosten für die Anlieferung. Dafür kann man sich die
Sauna an den See stellen lassen und hat sie ganz für sich alleine.
Petra Krischok und Stefan Haase fahren zurzeit noch täglich nach Berlin zur
Arbeit. Aber sie können sich vorstellen, mit der mobilen Sauna eine neue
berufliche Existenz im Tourismus aufzubauen. Wenn das Geschäft läuft, soll in
ihrem Garten in Vielitz bald mehr als nur ein rollendes Schwitzfass stehen. (Von
Christian Kranz)
Brennholz kostet extra:
Saunagänge bei 80 bis 100 Grad Lufttemperatur und das anschließende Übergießen
oder Tauchen mit kaltem Wasser sind gesund und beugen Erkältungen vor.
Betreten wird die Sauna nackt. Damit kein Schweiß aufs Holz tropft, legt man
sich ein Handtuch unter. Für die Saunagänge sollte man sich viel Zeit nehmen.
Die Mobile Sauna wird mit Brennholz beheizt, das – ebenso wie Aufgussaromen,
Gartendusche, Birkenquast oder Saunabürste – extra bezahlt werden muss.
Der gewisse Schmäh
Über 10.000 Exilösterreicher leben mittlerweile in Berlin, darunter
eine
wachsende Zahl von Gastronomen. „Die Zahl der österreichischen Lokale hat sich
in den letzten Jahren fast verdoppelt“, sagt Max Setrak. Er muss es wissen, vor
drei Jahren kam er aus Salzburg und versorgt nun die Berliner Gastronomie mit
österreichischen Weinen. Seine DS Weinhandlung setzt vor allem auf gehobene
Qualität und die Winzer der neueren Generation wie F. X. Pichler aus der Wachau,
Martin Nigl aus dem Kremstal oder Walter Skoff aus der Südsteiermark.
Beim Wein wie beim Essen setzt die neue österreichische Küche auf eine gelungene
Mischung aus Tradition und Moderne – und auf Abwechslung. Neben den beliebten
Klassikern – goldbraun gebackene Hendel, riesige knusprige Wiener Schnitzel,
saftiges Gulasch, oder himmlisch süßer Kaiserschmarren – findet man auch immer
Gerichte aus hochwertigen Produkten der Saison.
„Schauen sie sich doch mal die Speisekarte in einem deutschen Gasthaus an“, sagt
der Tiroler Emerson Oboje, der das Restaurant Riehmer’s in Kreuzberg betreibt.
„Da gibt es vielleicht sechs oder acht Hauptgerichte, die typisch deutsch sind,
und das war’s dann.“ Die österreichische Küche sei da sehr viel raffinierter und
vielfältiger. Dann lächelt der Wirt: „Aber vielleicht ist österreichische Küche
ja auch der falsche Ausdruck.“ Denn fast alles was so als „typisch
österreichisch“ bekannt ist, kommt eigentlich aus den einstigen Provinzen der
K.&K.-Monarchie: Das Gulasch stammt aus Ungarn, die Knödel und Süßspeisen aus
Böhmen. Sogar das Grundrezept fürs weltbekannte Wiener Schnitzel kommt aus
Norditalien und wurde einst vom berühmten Feldmarschall Radetzky nach Wien
importiert.
Das gute Essen ist sicherlich ein Grund dafür, warum die österreichischen Lokale
in Berlin so beliebt sind. Darüber hinaus aber, davon ist Oboje überzeugt,
kommen die Gäste, weil sie sich beim Österreicher einfach wohler fühlen. „Wir
sind halt geborene Gastgeber und nehmen unsere Gäste ernst“, sagt Emerson Oboje.
Das hat mit der intensiveren gastronomischen Ausbildung in Österreich zu tun.
Das Land lebt seit Generationen vom Tourismus, entsprechend ausgeprägt ist die
Servicekultur. In Österreich gibt es sogar „Gehobene Lehranstalten für
Tourismus“, die man nach fünf Jahren mit einer Abschlussprüfung verlässt und
damit die Grundlagen für ein weiterführendes Studium besitzt.
Arnulf Werginz ist mit Leib und Seele Wirt. Vor zwei Jahren hat er in Schöneberg
sein Restaurant Diodata eröffnet. Er ist in Kärnten, einem der beliebtesten
deutschen Reiseziele geboren und hat „sozusagen bereits als Kind den Tourismus
genetisch mitbekommen“. Werginz glaubt auch, dass die umfassendere
gastronomische Ausbildung in Österreich eine sehr wichtige Grundlage für seinen
Berufsstand ist. „In Deutschland heißt es ja so schön, wer nix wird, wird Wirt.
Das geht bei uns überhaupt nicht, weil auch Wirt kein freies Gewerbe, sondern
ein Ausbildungsberuf ist, für den man ein Jahr lernen und dann eine
Konzessionsprüfung ablegen muss.“
Im Diodata ist alles österreichisch: Die Musik von Ambros oder Danzer, das Bier
von Gösser oder Kapsreiter, der Kaffee von Helmut Sacher, auch wenn das oft
teurer ist. Wie viele seiner Landsleute ist Werginz von tiefem Mißtrauen
gegenüber Küche und Lebensmittelproduktion seiner Wahlheimat erfüllt. Deshalb
bezieht er alle wichtigen Zutaten direkt aus seinem Heimatland. „Wenn ich
Fleisch vom Milchkalb für ein Schnitzel haben will, dann weiß ich einfach, dass
von meinem Lieferanten beste Qualität aus kontrollierter Aufzucht kommt. In
Österreich gab’s weder einen Fleischskandal noch einen Fall von Rinderwahn.“
Sogar die Semmelbrösel für die Panade bezieht er von daheim: „Wenn ich keine
gescheiten Semmeln hab, kann ich auch kein gescheites Paniermehl machen.“
Und dann gäbe es da noch eine ganz einfache Erklärung warum sich die Preußen bei
den Österreichern so wohl fühlen: „Bei uns gehört zum Wirtsein auch die gewisse
professionelle Höflichkeit und Aufmerksamkeit dazu.“ Werginz findet es ganz
selbstverständlich seine Gäste mit „gnädige Frau“ oder „gnädiger Herr“ zu
begrüßen, ihnen aus dem Mantel zu helfen und während des Essens mal kurz
nachzufragen, ob es denn schmecke. „Man kann das auch den gewissen Schmäh
nennen“, lächelt er. „Aber für mich ist es die typisch österreichische Art mit
Menschen umzugehen und rundherum Wohlbefinden zu ermöglichen. Man zeigt einfach
mehr Herzlichkeit, mehr Wärme und benutzt ein paar Worte mehr.“
Riehmer’s, Hagelberger Str. 9, Kreuzberg, U Mehringdamm,
Tel. 78 89 19 80, Di-So ab 18 Uhr,
www.riehmers.at
Diodata, Goltzstr. 51, Schöneberg,
U Eisenacher Straße,
Tel. 21 91 78 84, tägl. ab 17 Uhr, www.diodata-wiener-cafe.de
Der Sauna-Knigge zum
Tag der Sauna am 20. April (lifepr) Berlin, 17.04.2008 - Das
kuschelige Holzambiente erinnert an kalte aber gemütliche Winterabende in
Skandinavien, die roten Köpfe und die schweißnassen Körper eher an
Schwerstarbeit. Und die Manieren? Ans Mittelalter. Aspria Berlin, der Experte
für Spa & Sporting in der Hauptstadt hat ihn anlässlich des Tages der Sauna am
20. April gewagt – den Blick in eine deutsche Durchschnitts-Sauna.
Ergebnis: „Die Sauna-Manieren in deutschen Schwitzstuben lassen stark zu
wünschen übrig“, sagt einer, der es wissen muss: Stephan Buhs ist seit fünf
Jahren Spa Manager im Aspria. „Vor allem die Einsteiger unter den Saunierern
lieben es, ein lediglich Papiertaschentuch großes Handtuch unter ihrem
geschmeidigen Körper zu platzieren, um anschließend munter drauf
loszuschwitzen“, weiß Buhs zu berichten. Ein Graus für jeden Saunameister. Das
Schild „Kein Schweiß auf Holz“ dient, entgegen üblicher Annahmen, nicht
Gemütlichkeitsaspekten, es ist vielmehr eine klare Aufforderung, den Schweiß mit
einem großen Badehandtuch aufzufangen.
Die Sauna als Kommunikationsraum für Geschäftsabschlüsse, Handytelefonate und
als perfekter Ort für den wöchentlichen Stammtisch? Auch das ist nicht ideal.
Laute Gespräche und Gelächter sind ebenso verpönt wie Mobilfunktelefone, da
diese nicht nur zum lautstarken Erzählen einladen, sondern auch mit
Kamerafunktion ausgestattet sind. Die meisten Gäste schätzen allerdings
Erinnerungsfotos anderer Art. Deswegen: Handys aus und gemütlich vom
Alltagsstress entspannen. Buhs betont außerdem: „Wichtig ist, dass der Gast
rücksichtsvoll agiert und genügend Abstand zu anderen Gästen hält, um die
Privatsphäre sicherzustellen.“
Apropos Privatsphäre: Ein weiteres No Go sind Rasuren, Peelings und
Rubbelmassagen – schließlich befindet sich der Gast nicht im heimischen
Badezimmer, sondern teilt den Erholungsort mit Mitmenschen, die Haar- oder
Hautrückstände anderer Saunierer nicht unbedingt erfreuen. Und auch wenn der
neuerstandende Bikini der letzte Schrei in diesem Sommer ist – er sollte lieber
zu Hause im Schrank bleiben. Die Sauna ist hierzulande ein textilfreier Bereich.
Bikini und Badehosen sind nicht nur ein Affront gegen alle anderen Saunierer,
auch können sie zu echten Keimschleudern mutieren.
Wer sich zum Abschluss etwas Gutes tun möchte, darf auf keinen Fall den Aufguss
verpassen. Aber dabei niemals vergessen: Wer währenddessen die Sauna verlässt,
hat es sich auf immer verscherzt – mit dem Saunameister und allen anderen, die
die Luftfeuchtigkeit mit hochroten Köpfen und tapferen Mienen ertragen.
Über Aspria: Gesundheit, Wellness, Sport und Erholung auf höchstem Niveau bietet
das Aspria Berlin seit 2002 auf 11.000 qm in Berlin-Charlottenburg unweit des
Ku’damms. Das umfangreiche Kursprogramm, die zahlreichen
Gerätetraining-Möglichkeiten und Personal Trainer ermöglichen individuell
abgestimmte Trainingseinheiten. Zur Erholung trägt der großzügige Spa-Bereich
bei. Verschiedene Ärzte komplettieren das auf Ganzheitlichkeit ausgerichtete
Angebot. Mit einem speziellen Kursprogramm und dem Asprini KidsClub wird
zusätzlich auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingegangen.
Die GQ wählte Aspria im April 2008 zum besten Fitness-Club Deutschlands.
Top-Bewertung in Ausstattung, Service und Style Faktor. Aspria Berlin gehört zur
Aspria Gruppe, die weitere Clubs in Hamburg und Brüssel betreibt. Insgesamt
zählen rund 21.500 Erwachsene und 4.500 Kinder zu den Mitgliedern der Aspria
Gruppe.
Unter
den derzeit 18 Standorten der kommunalen Bäderbetriebe (BBB) sind folgende
Anlagen empfehlenswert: die
Saunalandschaft Lichterfelde (Hindenburgdamm 9) mit
finnischer Sauna, Panoramasauna, Dampfbad und Duschtempel; das
Paracelsusbad in
Reinickendorf mit Trockensauna und russisch-römischem Dampfbad; das Stadtbad
Neukölln in der Ganghoferstraße mit Kräutersauna, finnischer Sauna,
griechisch-römischem Dampfbad, Caladrium und Sanarium; sowie
die Sauna in der
Schwimmhalle Ernst-Thälmann-Park (Prenzlauer Berg) mit Trocken- und Dampfsauna
und Saunagarten. Die Sauna im Stadtbad Lankwitz (Leonorenstraße) ist nur noch
bis Ende Januar geöffnet, danach wird saniert. Die Sauna in der Alten Halle
Krumme Straße (Charlottenburg) ist trotz der Bauarbeiten an der Schwimmhalle in
Betrieb. Eintritt kostet je nach Ausstattung 11 bis 14 Euro, Drei-Stunden-
Karten (die nicht in allen Saunen gelten) kosten neun Euro. Infos im Internet
oder telefonisch: 01803- 10 20 20.
BADESCHIFF
Die schwimmende Sauna auf der Spree an der Arena in Treptow ist eine der
preisgünstigsten: Drei Stunden kosten zwölf Euro. Montags ist von 12 bis 22 Uhr,
danach bis 3 Uhr nur für Männer, dienstags und donnerstags von 12 bis 24 Uhr,
mittwochs 14 bis 24, freitags 12 bis 3 Uhr, samstags 14 bis 3 Uhr und sonntags
von 10 bis 24 Uhr geöffnet. Außerdem ist mittwochs und sonnabends von 10 bis 24
Uhr für Frauen reserviert. Aktuelle Infos im Internet oder unter 0178– 950 01
63.
EUROPA-CENTER
Die Thermen am Europa- Center findet man in der Nürnberger Straße 7. Geöffnet
ist montags bis sonnabends von 10 Uhr bis Mitternacht, an Sonn- und Feiertagen
nur bis 21 Uhr. Drei Stunden kosten 16,50 Euro, die Tageskarte 18,80 Euro, die
Abendkarte 14 Euro (hier variieren die Anfangszeiten). Mehr Infos gibt’s unter
257 57 60 oder online.
EX-SPASSBAD
Das Al Andalus im Blub, Buschkrugallee 64 in Neukölln, hat täglich von 10 bis 23
Uhr geöffnet. Vier Stunden kosten 18 Euro, die Tageskarte 20 Uhr (abends ab 20
Uhr 13 Euro). Infos unter 60 90 60 oder unter
www.saunawelt-al-andalus.de .
RYKESTRASSE
Im Saunabad in der Rykestraße 10 in Prenzlauer Berg kann man sich während der
Schwitzpausen Kunst ansehen. Im Winter ist täglich von 12 bis 24 Uhr geöffnet.
2,5 Stunden kosten zehn Euro, Dienstag ist Damentag. Mehr Infos unter
www.saunabad-berlin.de oder
telefonisch unter 44 04 63 97.
LIQUIDROM
Auch das wiedereröffnete Liquidrom in der Möckernstraße 10 in Kreuzberg hat eine
Sauna, im Eintrittspreis von 17,50 Euro (2 Stunden) bzw. 20,50 Euro (4 Stunden)
ist der Besuch des großen Schwimmbeckens mit sphärischer Beleuchtung und
Unterwasserklängen enthalten.