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KOMM ZUM TAG DER SAUNA 20./21.4.

 

  RANGLISTE 2010
PERLENSAUNEN
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....Sauna
©

Ort/Stadt  Bundesland Wohlfühlziel
Gastgeber
Prädikat  Sonstige
Auszeichnungen
 

Pkt

70. 1. BERLIN Berlin AL ANDALUS (BLUB) Erlebnis       11.7
71. 2. BERLIN - Charlottenburg Berlin THERME AM EUROPA CENTER Erlebnis       11.6
126. 3. BERLIN Kreuzberg Liquidrom Landes        9.2
132. 4. BERLIN Berlin SAUNASCHIFF Landes       9.1
201. 5. BERLIN - Schöneberg  Berlin SULTAN HAMAM Perlen       5.2
204. 6. BERLIN Berlin SPUCKI Perlen        5.1

Perlentest ALLES WISSENSWERTES RUND UM DIE AUSZEICHNUNGEN UND GÜTESIEGELN

 

    BERLIN    

Bevölkerung ca. 3386700 - Fläche ca. 89100 - Auto-Kennzeichen B - Vorwahl 030 - 5 Perlensaunen gibt es in Berlin.

Berlin gehört vielleicht nicht zu den schönsten Städten der Welt - aber sie ist bestimmt eine der beliebtesten. Verständlich, denn die "größte Baustelle Europas" hat jede Menge zu bieten. Mehr als 100 staatliche und private Theater, unzählige Kinos, die Filmfestspiele, drei Opernhäuser, die Berliner Philharmoniker, mehr als 100 Galerien und berühmte Museen machen Berlin zu der Kultur-Metropole Deutschlands.

Und jedes Jahr kommen tausende von Touristen um die außergewöhnliche Berliner Luft zu schnuppern. Jeder Stadtteil hat sein eigenes Flair. Berlin ist die Hauptstadt und die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands sowie als Stadtstaat ein eigenständiges Bundesland.

 

Berlin ist nach London die zweitgrößte Stadt der EU. Während des Kalten Krieges ließ die DDR-Regierung die Berliner Mauer errichten. Berlin war nun in einen West- und einen Ostteil getrennt. Nach dem Fall der Mauer 1989 wuchs Berlin mit dem Umland zur Metropolregion Berlin/Brandenburg zusammen.

Hier einige ausgezeichnete Freizeitbetriebe die Sie unbedingt einmal besuchen sollten:

Das Wahrzeichen Berlins ist das Brandenburger Tor. Zu den unübersehbaren Landmarken gehören der Fernsehturm am Alexanderplatz im Bezirk Mitte sowie der Funkturm im Ausstellungsgelände in Charlottenburg.

Neben diesen gibt es sehr viele andere Sehenswürdigkeiten im Zentrum der Stadt. So gibt es zahlreiche Museen und Kirchen. Hier ist besonders die Museumsinsel zu nennen, in deren unmittelbarer Umgebung sich viele historische Gebäude und Plätze, wie etwa der Berliner Dom, der Lustgarten oder der Gendarmenmarkt befinden.

Ebenfalls im Bezirk Mitte befindet sich der Tiergarten mit Siegessäule, Reichstag und Schloss Bellevue. Des Weiteren gibt es einige Sehenswürdigkeiten im Bezirk Charlottenburg um den Kurfürstendamm (kurz Ku'damm) im herum. Dazu gehört zum Beispiel die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz oder der nahe gelegene Zoologische Garten.

Durch die Bebauung des Potsdamer Platzes mit einer großen Anzahl an Geschäften und Restaurants hat dieser sich als Bindeglied zwischen den bis zur Wende getrennten Stadthälften entwickelt. Aber auch außerhalb der Innenstadt gibt es Sehenswürdigkeiten. So etwa das Schloss Charlottenburg, der Tierpark, der Botanische Garten, die Zitadelle Spandau oder das Olympiastadion.

Beliebte Ausflugsziele sind der Wannsee mit Pfaueninsel und der Grünewald im Südwesten oder der Treptower Park und der Müggelsee im Südosten der Stadt.

Saunafreaks gib es in Berlin Hunderttausende. Hotels, Fitnesscenter, Schwimmbäder, Beautyshops - sie alle verkaufen, die gesunde heiße Luft.

In Berlin werden die neuesten Trends kreiert und gelebt. Musik und Lifestyle, Avantgarde in Kunst und Kultur, Clubs und Partys, in Berlin entstehen immer wieder Szenetreffs der Trendsetter.

Berlin ist immer in Bewegung - im Sommer treffen sich hier Jugendliche aus aller Welt und feiern bei Mega-Events wie der Love-Parade, dem CSD oder dem Karneval der Kulturen. Und in Berlin lebt eine der bekanntesten und größten schwul-lesbischen Communities weltweit.

Der Berliner ist stolz auf seine Weltoffenheit – auf seine Lebensart. Saunatouristen empfehlen wir mindestens 1 Woche Aufenthalt. Viel Spaß beim Gucken, Einkaufen und Schwitzen. 6 Perlensaunen und Unmenge Spaß in den gemütlichen Berliner Saunen.

In Berlin kommt jeder auf seinen Geschmack, auch beim Essen und Trinken. Von Berliner Spezialitäten wie Currywurst und Buletten bis zu den internationalen Köstlichkeiten kann man alles finden. Für Gourmets empfiehlt es sich unbedingt den KADEWE FEINSCHMECKERETAGE in BERLIN CHARLOTTENBURG besuchen.

 

 

 

  NEWS INSIDER-MEINUNGEN    

 


== Sauna-Magie… ==
„Magische Steine. Mystischer Guß! Lade die Runen, bring sie in Fluß!“ Ein Zischen, wallender Dampf. Der große Flakon mit Zaubertrank entleert sich über heißem Lavagestein, hüllt die Anwesenden in geheimnisvollen Nebel. Es ist schummrig. Nur ein paar Kerzen und eine rote Lichtschlange unter der Sitzbank kämpfen wacker gegen die Finsternis. Die andächtige Stille des Raumes wird von leisen, eleusinischen Klängen untermalt.
 
Zwei Hohepriester führen eine mysteriöse Zeremonie durch. Der Ort: eine sechseckige Hütte aus jahrhundertealter Polarkiefer, irgendwo mitten in Deutschland. Die Zeit: kurz vor Mitternacht. Die Teilnehmer: rund siebzig, zumeist jüngere Männer und Frauen. Allen gemeinsam: sie sind vollkommen nackt - und der Schweiß läuft ihnen über die entblößten Körper. Doch es ist kein Angstschweiß. Sie schwitzen in Freude, bei etwa 80 °C Lufttemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit. Sukzessive auf den Steinofen gegossene Flüssigkeit erhöht die Feuchte beim Verdampfen noch. Doch die kleinen Wasserperlen bilden sich fast unmerklich auf der Haut, auf jeden Fall angenehm. Zauberei? Hokuspokus? Nein, weit gefehlt! Das ist Sauna-Kultur in Perfektion!
 
== Die Sauna-Show in Remscheid ==
Mitte Dezember 2009 trafen sich in Remscheid einige der besten Sauna-Gladiatoren Europas, um ihre neuesten Kreationen vor dem schwitzenden Publikum zu präsentieren. Doch die modernen Gladiatoren kämpfen nicht mit Lanze und Schwert. Ihre Waffen sind Spritzpistole, Gießkanne, Schneebälle oder Birkenbüschel. Und sie sind auch nicht mit Rüstung oder Schild geschützt, sondern fast nackt. In der Regel tragen sie nur einen Lendenschurz. Sie treten an, um die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft zu bändigen. Und die meisten von ihnen tun das sehr virtuos und einfallsreich. Dabei werden sie von einem begeisterten Publikum unterstützt.
 
Eingeladen hatten Georg Danter, der Betreiber der meistbesuchten Internet-Plattform für Saunas (www.insauna.com) sowie Cornelius Nolte, seines Zeichens Betriebsleiter des beliebten Erlebnis- und Saunabades „H2O“. Und viele, viele folgten dem Ruf der Sauna-Gurus. Nicht nur rund ein Dutzend professionelle Saunameister aus dem deutschsprachigen Raum waren der Einladung gerne nachgekommen, sondern auch kritische Fachjournalisten und jede Menge Saunajünger.
 
== Die stille Sauna-Revolution ==
Die altbekannte, „rein-finnische“ Aufguß-Kultur ist Schnee von gestern. Das Sauna-Publikum von heute will mehr. Schon lange genügt es nicht mehr, pures Wasser auf einen Elektro- oder Holzofen zu gießen und den Dampf mit dem „Wacheltuch“ vor einem andächtig stillen Publikum zu verteilen. Heute ist viel mehr Kreativität vom Sauna-Fachpersonal gefordert. Der Gast möchte nicht nur verwöhnt, sondern auch überrascht und sogar verzaubert werden. Am liebsten will er auf eine halbstündige Reise ins eigene Ich gehen.
 
Die stille Revolution begann bereits Mitte der 1990er Jahre mit dem Aufkommen von Früchte-, Salz- und Eisaufgüssen. Schon damals wurde natürlich nicht mehr nur mit klarem Wasser aufgegossen, sondern es wurden ihm allerlei ätherische Öle mit teilweise exotischen Duftnoten beigesetzt. Zu den auch heute noch beliebten Nasenschmeichlern „Eukalyptus“, „Minze“ oder „Fichtennadel“ konnte man zwischenzeitlich auch schon mindestens fünfzig weitere Aromen ordern. Da gab es beispielsweise verschiedene Zitrusdüfte und exotische Duftnoten wie Papaya oder Ananas ebenso wie Rose, Anis, Zimt sowie geheime Mischungen wie Saunagold.
 
== Aufguß-Geschichte ==
Im Dortmunder „Solebad Wischlingen“ wurde ab 1997 vom damaligen Saunateam die innovative Kultur der „Erlebnis-Aufgüsse“ begründet. Nachdem in „Duftwochen“ die Lieblings-Aufgußmittel gekürt worden waren, entwickelten Saunameister und Betriebsleiter über dreißig neue „Zugaben“. Neben virtuosen Wedeltechniken wurden dem Sauna-Publikum auch kleine „Häppchen“ wie gefrorene Erdbeeren, Fruchteis, Cocktailspieße oder gekühlte Pralinen angeboten. Und die Gäste griffen gerne zu. Der Zulauf steigerte sich durch die neuen Aufgüsse ganz enorm, die Umsätze konnten binnen vier Jahren gar verdoppelt werden. Es dauerte nicht lange, bis auch die anderen Revierparks die Ideen aufgriffen und ebenfalls „Erlebnis-Aufgüsse“ zelebrierten. Zwischenzeitlich kann man diese schon als „Standard“ in den besseren Sauna-Anlagen bezeichnen.
 
Die zunächst sehr heftige Kritik verschiedener Meinungsführer in der Saunabranche ist zwischenzeitlich komplett abgeebbt. Die Diskussion hatte sich daran entzündet, daß bei den Aufgüssen schon mal „Ramba-Zamba“ herrschte und nicht etwa züchtiges Stillschweigen. Die „Bitte Ruhe!“-Schilder waren plötzlich unerwünscht geworden. Außerdem hatte man in mancher Chefetage Angst vor verschmutzten Saunaräumen, wie beispielsweise Honigflecken auf dem kostbaren Abachi-Holz. Ganz besonders anstößig war natürlich, daß nach verschiedenen Aufgüssen sogar Becherchen mit alkoholischem Inhalt gereicht wurden, wie kühles Weizenbier oder gar geeister Slibowitz.
 
Schon zum Millennium waren die kreativen Sauna-Zeremonien allerdings salonfähig geworden, ebenso wie die im Dortmunder Solebad entwickelten Veranstaltungen wie „Romantik-Abend“, „Halloween-Party“ oder „Silvester-Schwitzen“. Heutzutage führt sogar der ansonsten recht konservative „Deutsche Saunabund“ gut besuchte Seminare für „Erlebnis-Aufgüsse“ und „Sauna-Events“ durch. Daß sich damit auch viel Geld verdienen läßt, sei nur mal am Rande angemerkt. 
 
== Der Sauna-Quantensprung ==
Fünf superheiße Güsse bei 110 °C mit drei Kübeln Wasser und Handtuchschwingen bis zum Hitzekollaps sind heutzutage nur noch bei „Sauna-Sportlern“ gefragt. Das ist etwas für die harten „Saunaritter“ bei Contests wie der „Aufguß-Weltmeisterschaft“ in Finnland. Bei der breiten Masse der etwa 30 Mio. deutschen Saunagänger aber steht das Wohlfühlen ganz klar im Vordergrund. Gut zehn Jahre nach der letzten Aufguß-Revolution ist nun also der nächste Quantensprung im Gange. Dem Wunsch der Gäste nach mehr Abwechslung entsprechend entwickelten kreative Saunameister eine wiederum völlig neue Schwitzkultur. Wie soll man das nun nennen? Vielleicht „Wellness-Aufgüsse“? Oder doch eher „Sauna-Magie“?
 
Fakt ist jedenfalls, daß die Gäste mit den Füßen abstimmen. Wer sich als Betreiber dem neuen Trend anpasst und seine Gäste nach Strich und Faden verwöhnt, kann sich über rasant steigende Besucherzahlen freuen. Die „In-Saunas“ sind zwar meist nicht ganz billig beim Eintrittspreis, doch die Gäste nehmen das gerne in Kauf und kommen wieder. Konventionell „finnisch“ arbeitende „Alt-Saunas“ hingegen verlieren trotz niedriger Eintrittspreise - selbst beim Stammpublikum im Pensionärsalter. „Sauna-Nachwuchs“ kann so nicht mehr rekrutiert werden.
 
== Die Unterschiede ==
Aber was ist nun die Zauberformel bei der neuen Sauna-Philosophie? Schwer zu erklären, man muß es einfach erlebt haben. Ein „Kochbuch“ für gute Sauna-Aufgüsse gibt es noch nicht. Es ist wie der Unterschied zwischen einer Musik-CD und einem Live-Konzert. Oder vielleicht noch drastischer ausgedrückt: einem Stummfilm in Schwarzweiß auf einem alten Fernseher mit einem quadrophonischen 3-D-Kinoerlebnis. Man ist jetzt nicht mehr nur dabei, sondern mittendrin. Die Aufgießer von heute wollen nicht nur durch kurzzeitiges Erhöhen der Luftfeuchtigkeit die Körper zum Schwitzen bringen, sie wollen auch keine One-Man-Show abliefern. Ziel ist ganz klar, die Gäste zu überraschen und zu verwöhnen.
 
== Die Sauna-Gladiatoren kommen… ==
Ralf Pakulla von der „Saunaquelle Langenberg“ leitete mit seinem „Gregorianischen Aufguß“ die „Sauna-Gladiatorenshow“ am Abend ein. Während die nackte Saunarunde um den heißen Ofen versammelt war, läutete eine Glocke zur Andacht. Von Kirchenmusik begleitet kam der als Mönch gewandete Aufguß-Meister zu seinem grandiosen Auftritt. Mit einem Messing-Behälter wurde Weihrauch-Duft verströmt. Fast fühlte man sich wie in einer mittelalterlichen Klosterkirche. Nur daß es hier viel lustiger zuging. Wer das miterlebt hat, kann gut nachvollziehen, warum Ralf Pakulla mit diesem Aufguß den dritten Platz bei der Sauna-Europameisterschaft errang. „Beißen sich nicht die Themen Kirche und Sauna?“ wird man sich nun fragen. Nach diesem tollen Aufguß muß man sagen: definitiv nein. Ganz im Gegenteil - so könnte man jungen Menschen den Glauben sogar wieder näherbringen. Neue, ungewöhnliche Wege gehen…
 
Ganz anders der nächste Aufguß von Heinrich Allmendinger aus Stuttgart. „Schwabenwickel“ war der Titel und so wurde zunächst auch geschnittenes, kühles Weißkraut ausgeteilt. Dieses war auf Körperteile aufzulegen, die irgendwie schmerzten. Und tatsächlich schien das zumindest bei mehreren Gästen zu wirken. Sehr interessant war auch die „Explosion der Sinne“, die eindrucksvoll vom hessischen Sauna-Crack Jürgen Szczypski aus Erzhausen durchgeführt wurde. Da blieb kein Auge trocken. Zwischendurch gab es auch mal eisgekühlte Tücher zum Abkühlen. Noch flotter war der Aufguß von Profi-Sportler Christian Lohrengel („Hertener Löwen“). Auch hier ein auf den ersten Blick abstrus wirkendes Thema: Basketball! Der Korb baumelte hoch über dem Ofen und die Gäste versuchten ihn mit Eisbällen zu treffen, die dann beim Zerplatzen für den Aufguß sorgten. Mal was total anderes und sehr lustig. Schließlich noch der „Münsterländer Aufguß“ mit Thomas Egging (Gewinner des „Sauna-Oscars 2009“) aus dem „Inselbad Bahia“ und seinem Bocholter Kollegen, Meister-Masseur Hubert Rave, der nicht nur durch die plattdeutsche Ansprache ein echtes Highlight war.
 
Die Intention bei allen Sauna-Animateuren war ganz klar, die Gäste zu betören und entrücken, sie mit Glückshormonen zu überhäufen. Der amtierende „Deutsche Aufguß-Meister“ Udo Mohr vom „Badehaus Rödermark“ zeigte das bei seiner Performance „Mystik-Aufguß“ in wahrlich beeindruckender Weise als krönenden Abschluß der „Remscheider Aufgußtage“. Die immer noch vollgepackte Kelo-Sauna verwandelte er in einen magischen Ort. Germanische Runensteine wurden während des Aufgusses an jeden einzelnen Teilnehmer verteilt und mit einer geheimen Mixtur bestrichen. Beim Pressen des Steines in der geschlossenen Faust begannen mysteriöse Energieströme zu fließen, innere Gedankenblockaden wurden aufgehoben. Das war pure Sauna-Magie.
 
Und natürlich erhielten auch zwei der „einheimischen“ Aufgußkräfte die Gelegenheit, ihr Können vor dem kritischen Fachpublikum zu beweisen. Sandra und Melanie entführten die andächtig lauschenden Gäste zu einem rhetorischen Spaziergang durch den stürmischen Herbstwald. Ziel war das flackernde „Kaminfeuer“ in einer gastlichen Hütte. Das war sanft und trotzdem mitreißend. Natürlich fehlten dabei auch einige Überraschungen nicht, wie beispielsweise ein perfekter Regenschauer. Nicht nur die Kritiker waren davon sichtlich beeindruckt.
 
== Neue Prinzipien beim Saunieren ==
Neu eingeführt wurde bei allen Aufgüssen, daß das eiserne Prinzip der „geschlossenen Tür“ aufgehoben ist. Es meckert niemand, wenn man jemand mitten im Aufguß den Raum verläßt - was im Übrigen recht selten vorkommt. Und hochrote Köpfe sind nicht mehr die oberste Prämisse. Vor und während des Aufgusses wird der Raum bei offener Tür mehrfach gelüftet. Die neue Vielfalt der Wedel-Utensilien von Fächer über Heusack, Paddel oder Tannenzweige bis hin zum virtuos geschwungenen Regenschirm wird nicht mehr nur zum Verteilen der heißen Luft, sondern auch zum Zufächeln von Frischluft verwendet. So kann man es nun viel länger im Aufguß aushalten und hat zudem noch jede Menge Spaß dabei. Ich selbst habe an den beiden Tagen sage und schreibe zwanzig Aufgüsse selbst miterlebt. Normalerweise ziehe ich nur zwei bis drei Aufgüsse pro Saunabesuch durch.
 
== Weltweites Interesse ==
Insgesamt wurden an den beiden Aktionstagen zusätzlich zum „normalen“ Aufgußprogramm des „H2O“ in der karelischen Sechseck-Sauna zwei Dutzend weitere Aufgüsse zelebriert. Stündlich wechselten Thema und Aufgießer. Dabei platzte die Sauna mit einem Fassungsvermögen von rund 50 Gästen teilweise wirklich aus den Nähten. Zeitweise wohnten nämlich über 70 Besucher den Zeremonien bei, wobei einige noch draußen bleiben mußten. Beobachter waren extra für die Show von weither angereist, obgleich nur auf der Website von „www.insauna.com“ dafür geworben worden war. So konnten unter anderem Sauna-Betreiber und -Mitarbeiter aus Kopenhagen, der Slowakei und sogar Australien und Japan im Bergischen begrüßt werden. Das spricht für die Qualität der Saunaseiten von www.insauna.com, die laut Betreiber Georg Danter von zwischenzeitlich 3,4 Mio. Saunafans aus aller Herren Länder jährlich besucht werden.
 
== Die Traumsauna ==
Ganz nebenbei fand auch eine Neubewertung der Saunalandschaft des „H2O“ statt. Diese erfolgt - wie bei den meisten besseren Saunalandschaften in Mitteleuropa - alle zwei Jahre. Bei der letzten Begutachtung war die Saunenwelt mit einem guten Dutzend unterschiedlicher Folter-, äh nein Schwitzkammern bereits im oberen Mittelfeld gelandet. Damals konnten vier „Saunaperlen“ errungen werden, was der Einstufung „Europasauna“ entspricht. Zwischenzeitlich hatten wiederum mehrere Hundert Saunagänger die großzügig angelegte Anlage im Bergischen Land bewertet. Zudem nutzten auch einige Bäder-Fachleute die Gelegenheit, den Fragebogen auszufüllen. Dabei wurde die Expertenmeinung natürlich besonders hoch eingeschätzt. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: ab sofort darf sich das Remscheider Saunaparadies ganz offiziell „Traumsauna“ nennen. Mit durchschnittlich vergebenen 21,8 von 24 erreichbaren Punkten wurde sogar die höchste Sauna-Weihe „Weltsauna“ nur knapp verpaßt. Daß diese Saunalandschaft einen anerkannt hohen Level besitzt, zeigt sich auch an den Besucherzahlen. Während sich die Mehrzahl der „konventionellen“ Saunas mit 10.000 bis 20.000 Jahresgästen zufrieden geben muß, sind es in Remscheid etwa 150.000 per anno. Zusätzlich zu den über 300.000 Gästen im Sport- und Spaßbad, wohlgemerkt.
 
== Resumée ==
Man darf wirklich gespannt sein, wie sich die neue Wellness-Aufgußkultur weiterentwickelt. Daß sie es tun wird, steht außer Frage. Spricht man mit den führenden Sauna-Meistern, so merkt man, wie sie von neuen Ideen nur so sprühen. Und die Gäste sind ausgesprochen dankbar dafür. Wer sich davon persönlich überzeugen möchte, der sollte die nächste Gladiatoren-Show nicht verpassen.
 

© by wellSPAss, 15. Dezember 2009

 


Ausgeschwitzt


08.01.2010,

 

Bundestagssauna schließt - und wird durch Klo ersetzt

 

Beim Neubau der Regierungsbauten in Berlin haben sich die deutschen Bundestagsabgeordneten seinerzeit nicht lumpen lassen. Sogar eine Sauna wurde eingerichtet - im Gebäude der Bibliothek. Doch nun, nach sieben Jahren, wird der Schwitz-Tempel geschlossen. Begründung: zu wenige Besucher. Der frei werdende Platz soll für eine neue Toilette genutzt werden.Infobox krone.tv: Das musst du gesehen haben! Teste dein Wissen beim Wochenquiz! 20.000 Euro hat die Sauna, die keiner will, allein in der Anschaffung gekostet. Nach Recherchen des ZDF haben in sieben Jahren aber gerade einmal 185 Personen die Einrichtung genutzt. Macht gut 100 Euro pro Saunagang, zuzüglich Betriebs- und Personalkosten.

Dabei hätte die Sauna mit ihren Abmessungen von 3,30 mal 4,90 Metern 20 Personen gleichzeitig Platz geboten. Doch offenbar kommen die deutschen Volksvertreter bei den Auschuss- und Parlamentssitzungen bereits genug ins Schwitzen.

Angela Merkel "verschwitze" einst den Mauerfall


Ob sich auch Angela Merkel unter den Nutzern befunden hat, ist nicht bekannt. Die Bundeskanzlerin gilt als begeisterte Saunagängerin und hat durch eine ihrer Schwitzkuren 1989 sogar den Augenblick des Mauerfalls im Fernsehen verpasst, wie sie im November berichtete.

Dort, wo bislang die Bundestagssauna stand, soll nun übrigens ein Klo entstehen. Voraussichtliche Fertigstellung: 2012. Im Sinne eines effizienten Einsatzes von Steuergeldern bleibt zu hoffen, dass sich diese Einrichtung größerer Beliebtheit erfreut.
 


 

Merkel hat nach der Sauna rübergemacht
von Thomas Schmoll

 

Ihre wöchentliche Videoansprache widmet die Kanzlerin nicht dem Klimaschutz, der Finanzkrise, dem Weltfrieden oder gar Opel. Sie spricht - liegt irgendwie auf der Hand - über den Mauerfall vor 20 Jahren. Dabei versucht die Ostdeutsche, ganz persönlich und privat rüberzukommen

 

In ihrer neuen Videobotschaft redet die Regierungschefin darüber, wie sie den historischen Tag vor 20 Jahren erlebte. Schwarz gekleidet, mit einer silbernen Kette um den Hals und von einem modernen Fernseher mit Flachbildschirm flankiert, der ein Standbild von den Menschenmassen an einem eben geöffneten Grenzübergang zeigt, gewährt sie einen kurzen Einblick in ihr Privatleben, berichtet sie über den "glücklichsten Tag der jüngeren deutschen Geschichte", der das Leben vieler Menschen verändert habe. "Auch mein Leben", fügt Merkel, geboren in Hamburg, aufgewachsen im brandenburgischen Templin, hinzu.


"Als ich von der Arbeit aus der Akademie der Wissenschaften nach Hause kam, habe ich im Fernsehen Schabowski gehört, der ankündigte, dass bald die Grenzen geöffnet würden. Mir war nicht ganz klar, was das genau bedeutet, ich habe allerdings sofort meine Mutter angerufen und ihr von dieser möglichen Nachricht erzählt", erinnert sich die Kanzlerin. Sie sagt das in ihrer typischen steifen und nahezu emotionslosen Art, die nicht erkennen lässt, ob sie sich tatsächlich über den "glücklichsten Tag der jüngeren deutschen Geschichte" freut oder ohne jede innere Regung einfach nur abliest, was auf dem Teleprompter erscheint. Ein breites Lächeln geht ihr jedenfalls nicht über die Lippen.

 

 

Was genau sie ihrer Mutter am Telefon gesagt hat, erfährt der Zuhörer nicht, dafür aber wie es weiter ging an jenem Novembertag im Leben der Angela Merkel. "Danach bin ich - wie immer Donnerstags - in die Sauna gegangen und habe anschließend dann geschaut, was auf der Bornholmer Straße los war. Und dort war ersichtlich, dass bereits Tausende auf dem Weg waren, um über die Brücke in den Westteil der Stadt zu gehen. Ich habe mich diesem Zug von Menschen angeschlossen und habe mich mit vielen anderen gefreut über diesen unglaublichen Tag."


Sehr geehrte Damen und Herren,

aufmerksam gemacht auf insauna.com durch einen Mitarbeiter, nutze ich diesen Informationsservice - und empfehle ihn auch. Ich finde Ihr
Angebot insgesamt sehr hilfreich und habe manchen Tipp bekommen.

Wenn ich mir eine Anregung erlauben dürfte: Es wäre gut, wenn nach dem Schreiben eines Textes noch einmal Korrektur gelesen würde. Da wir selbst in dem Feld der digitalen Medien über lange und intensive Erfahrung in deren Bewertung verfügen und selbst auch in der Gestaltung aktiv sind, weiß ich, dass a) die Akzeptanz eines Dienstes nicht nur von der grafischen, sondern auch von der sprachlichen Gestaltung abhängt (vom Inhalt sowieso), dass b) die Herstellungsprozesse häufig vom Zeitdruck geprägt sind, so dass für ein letztes "Drüberschauen" zu wenig Zeit ist.

Nehmen Sie bitte mein konstruktiv gemeintes Schreiben nicht persönlich, sondern als Anregung in der Sache, um Ihren Erfolg zu vergrößern.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Wilfried Hendricks
Technische Universität Berlin
Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre
Geschäftsführender Direktor
IBI - Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft
Wissenschaftlicher Direktor


TOURISMUS: Gartenparty im rollenden Schwitzkasten


Zwei Berliner haben in Vielitz den ersten Sauna-Bringdienst für Garten- und Bungalowbesitzer eingerichtet


VIELITZ - Die Idee kam Stefan Haase, als er im Herbst mit seiner Frau spazieren ging und im Wald einen Schäferwagen entdeckte. Die Tochter Clara (9) hatte sich so sehr ein Baumhaus gewünscht. Aber im Garten von Stefan Haase und Petra Krischok in Vielitz gibt es keinen einzigen Baum.

Also ein Schäferwagen für Clara – ein Baumhaus hat schließlich jeder. Und dabei kam den Berlinern, die seit 2003 in Vielitz wohnen, eine weitere Idee: Petra Krischok und Stefan Haase sind begeisterte Saunagänger, haben selbst eine Sauna in ihrem Haus. Warum nicht anderen das gleiche Vergnügen gönnen, die in ihrer Datsche keinen Schwitzkasten besitzen?

Stefan Haase recherchierte im Internet. Mindestens zwei Anbieter für mobile Saunen gibt es in Deutschland schon, allerdings nicht in Nordbrandenburg. Der Anzeigenverkäufer fand zwei Manufakturen, die alte Schäferwagen nachbauen. Doch mit Sauna wäre er auf 12 000 Euro gekommen – zu teuer, fand der 45-Jährige. Wesentlich günstiger wäre es, für 4500 Euro eine fertige Fass-Sauna für den Garten zu kaufen und die dann auf einen normalen Pkw-Anhänger für 2000 Euro zu stellen. So kann Stefan Haase die Sauna, festgezurrt mit Gurten, zu den Kunden fahren. Nur fest mit dem Anhänger verschrauben darf er die Sauna nicht – sonst wäre eine Tüv-Abnahme fällig.

Läuft das Geschäft nicht, kann die Familie Fass–Sauna und Anhänger einzeln wieder verkaufen. Der Pkw-Anhänger ist eigentlich für Wohnmobilbesitzer konstruiert worden, die im Urlaub gern noch einen Smart-Kleinwagen hinter sich herziehen.

Am Mittwoch wurde das Schätzchen nun endlich geliefert. Leider stand die Fass-Sauna verkehrt herum auf dem Wagen. Ein Nachbar musste mit seinem Gabelstapler vorbeikommen und sie umdrehen. Petra Krischok und Stefan Haase staunten mal wieder über die Vorteile des Landlebens: Wo hätte man in Berlin schon so schnell einen Nachbarn mit Gabelstapler herbekommen?

Am Donnerstagabend hat die Familie die mobile Sauna mit dem gemütlichen Holzofen erst einmal selbst getestet. Der erste Einsatz bei einem Kunden ist ebenfalls schon gebucht – wo, das darf nicht verraten werden, denn es soll eine Geburtstagsüberraschung sein.

Ganz billig ist das Vergnügen nicht: Für einen Tag kostet die Sauna mit zwei Liegeflächen oder sechs Sitzplätzen 85 Euro. Für mehrere Tage wird es günstiger. „Man kann über alles reden“, sagt Stefan Haase. Hinzu kommen noch eine Kaution sowie entfernungsabhängige Kosten für die Anlieferung. Dafür kann man sich die Sauna an den See stellen lassen und hat sie ganz für sich alleine.

Petra Krischok und Stefan Haase fahren zurzeit noch täglich nach Berlin zur Arbeit. Aber sie können sich vorstellen, mit der mobilen Sauna eine neue berufliche Existenz im Tourismus aufzubauen. Wenn das Geschäft läuft, soll in ihrem Garten in Vielitz bald mehr als nur ein rollendes Schwitzfass stehen. (Von Christian Kranz)

Brennholz kostet extra:
Saunagänge bei 80 bis 100 Grad Lufttemperatur und das anschließende Übergießen oder Tauchen mit kaltem Wasser sind gesund und beugen Erkältungen vor.

Betreten wird die Sauna nackt. Damit kein Schweiß aufs Holz tropft, legt man sich ein Handtuch unter. Für die Saunagänge sollte man sich viel Zeit nehmen.

Die Mobile Sauna wird mit Brennholz beheizt, das – ebenso wie Aufgussaromen, Gartendusche, Birkenquast oder Saunabürste – extra bezahlt werden muss.


Der gewisse Schmäh

Über 10.000 Exilösterreicher leben mittlerweile in Berlin, darunter eine wachsende Zahl von Gastronomen. „Die Zahl der österreichischen Lokale hat sich in den letzten Jahren fast verdoppelt“, sagt Max Setrak. Er muss es wissen, vor drei Jahren kam er aus Salzburg und versorgt nun die Berliner Gastronomie mit österreichischen Weinen. Seine DS Weinhandlung setzt vor allem auf gehobene Qualität und die Winzer der neueren Generation wie F. X. Pichler aus der Wachau, Martin Nigl aus dem Kremstal oder Walter Skoff aus der Südsteiermark.

Beim Wein wie beim Essen setzt die neue österreichische Küche auf eine gelungene Mischung aus Tradition und Moderne – und auf Abwechslung. Neben den beliebten Klassikern – goldbraun gebackene Hendel, riesige knusprige Wiener Schnitzel, saftiges Gulasch, oder himmlisch süßer Kaiserschmarren – findet man auch immer Gerichte aus hochwertigen Produkten der Saison.

„Schauen sie sich doch mal die Speisekarte in einem deutschen Gasthaus an“, sagt der Tiroler Emerson Oboje, der das Restaurant Riehmer’s in Kreuzberg betreibt. „Da gibt es vielleicht sechs oder acht Hauptgerichte, die typisch deutsch sind, und das war’s dann.“ Die österreichische Küche sei da sehr viel raffinierter und vielfältiger. Dann lächelt der Wirt: „Aber vielleicht ist österreichische Küche ja auch der falsche Ausdruck.“ Denn fast alles was so als „typisch österreichisch“ bekannt ist, kommt eigentlich aus den einstigen Provinzen der K.&K.-Monarchie: Das Gulasch stammt aus Ungarn, die Knödel und Süßspeisen aus Böhmen. Sogar das Grundrezept fürs weltbekannte Wiener Schnitzel kommt aus Norditalien und wurde einst vom berühmten Feldmarschall Radetzky nach Wien importiert.


Das gute Essen ist sicherlich ein Grund dafür, warum die österreichischen Lokale in Berlin so beliebt sind. Darüber hinaus aber, davon ist Oboje überzeugt, kommen die Gäste, weil sie sich beim Österreicher einfach wohler fühlen. „Wir sind halt geborene Gastgeber und nehmen unsere Gäste ernst“, sagt Emerson Oboje. Das hat mit der intensiveren gastronomischen Ausbildung in Österreich zu tun. Das Land lebt seit Generationen vom Tourismus, entsprechend ausgeprägt ist die Servicekultur. In Österreich gibt es sogar „Gehobene Lehranstalten für Tourismus“, die man nach fünf Jahren mit einer Abschlussprüfung verlässt und damit die Grundlagen für ein weiterführendes Studium besitzt.

Arnulf Werginz ist mit Leib und Seele Wirt. Vor zwei Jahren hat er in Schöneberg sein Restaurant Diodata eröffnet. Er ist in Kärnten, einem der beliebtesten deutschen Reiseziele geboren und hat „sozusagen bereits als Kind den Tourismus genetisch mitbekommen“. Werginz glaubt auch, dass die umfassendere gastronomische Ausbildung in Österreich eine sehr wichtige Grundlage für seinen Berufsstand ist. „In Deutschland heißt es ja so schön, wer nix wird, wird Wirt. Das geht bei uns überhaupt nicht, weil auch Wirt kein freies Gewerbe, sondern ein Ausbildungsberuf ist, für den man ein Jahr lernen und dann eine Konzessionsprüfung ablegen muss.“

Im Diodata ist alles österreichisch: Die Musik von Ambros oder Danzer, das Bier von Gösser oder Kapsreiter, der Kaffee von Helmut Sacher, auch wenn das oft teurer ist. Wie viele seiner Landsleute ist Werginz von tiefem Mißtrauen gegenüber Küche und Lebensmittelproduktion seiner Wahlheimat erfüllt. Deshalb bezieht er alle wichtigen Zutaten direkt aus seinem Heimatland. „Wenn ich Fleisch vom Milchkalb für ein Schnitzel haben will, dann weiß ich einfach, dass von meinem Lieferanten beste Qualität aus kontrollierter Aufzucht kommt. In Österreich gab’s weder einen Fleischskandal noch einen Fall von Rinderwahn.“ Sogar die Semmelbrösel für die Panade bezieht er von daheim: „Wenn ich keine gescheiten Semmeln hab, kann ich auch kein gescheites Paniermehl machen.“
Und dann gäbe es da noch eine ganz einfache Erklärung warum sich die Preußen bei den Österreichern so wohl fühlen: „Bei uns gehört zum Wirtsein auch die gewisse professionelle Höflichkeit und Aufmerksamkeit dazu.“ Werginz findet es ganz selbstverständlich seine Gäste mit „gnädige Frau“ oder „gnädiger Herr“ zu begrüßen, ihnen aus dem Mantel zu helfen und während des Essens mal kurz nachzufragen, ob es denn schmecke. „Man kann das auch den gewissen Schmäh nennen“, lächelt er. „Aber für mich ist es die typisch österreichische Art mit Menschen umzugehen und rundherum Wohlbefinden zu ermöglichen. Man zeigt einfach mehr Herzlichkeit, mehr Wärme und benutzt ein paar Worte mehr.“

Riehmer’s, Hagelberger Str. 9, Kreuzberg, U Mehringdamm,
Tel. 78 89 19 80, Di-So ab 18 Uhr, www.riehmers.at

Diodata, Goltzstr. 51, Schöneberg,
U Eisenacher Straße,
Tel. 21 91 78 84, tägl. ab 17 Uhr,
www.diodata-wiener-cafe.de


Der Sauna-Knigge zum Tag der Sauna am 20. April (lifepr) Berlin, 17.04.2008 - Das kuschelige Holzambiente erinnert an kalte aber gemütliche Winterabende in Skandinavien, die roten Köpfe und die schweißnassen Körper eher an Schwerstarbeit. Und die Manieren? Ans Mittelalter. Aspria Berlin, der Experte für Spa & Sporting in der Hauptstadt hat ihn anlässlich des Tages der Sauna am 20. April gewagt – den Blick in eine deutsche Durchschnitts-Sauna.

Ergebnis: „Die Sauna-Manieren in deutschen Schwitzstuben lassen stark zu wünschen übrig“, sagt einer, der es wissen muss: Stephan Buhs ist seit fünf Jahren Spa Manager im Aspria. „Vor allem die Einsteiger unter den Saunierern lieben es, ein lediglich Papiertaschentuch großes Handtuch unter ihrem geschmeidigen Körper zu platzieren, um anschließend munter drauf loszuschwitzen“, weiß Buhs zu berichten. Ein Graus für jeden Saunameister. Das Schild „Kein Schweiß auf Holz“ dient, entgegen üblicher Annahmen, nicht Gemütlichkeitsaspekten, es ist vielmehr eine klare Aufforderung, den Schweiß mit einem großen Badehandtuch aufzufangen.

Die Sauna als Kommunikationsraum für Geschäftsabschlüsse, Handytelefonate und als perfekter Ort für den wöchentlichen Stammtisch? Auch das ist nicht ideal. Laute Gespräche und Gelächter sind ebenso verpönt wie Mobilfunktelefone, da diese nicht nur zum lautstarken Erzählen einladen, sondern auch mit Kamerafunktion ausgestattet sind. Die meisten Gäste schätzen allerdings Erinnerungsfotos anderer Art. Deswegen: Handys aus und gemütlich vom Alltagsstress entspannen. Buhs betont außerdem: „Wichtig ist, dass der Gast rücksichtsvoll agiert und genügend Abstand zu anderen Gästen hält, um die Privatsphäre sicherzustellen.“

Apropos Privatsphäre: Ein weiteres No Go sind Rasuren, Peelings und Rubbelmassagen – schließlich befindet sich der Gast nicht im heimischen Badezimmer, sondern teilt den Erholungsort mit Mitmenschen, die Haar- oder Hautrückstände anderer Saunierer nicht unbedingt erfreuen. Und auch wenn der neuerstandende Bikini der letzte Schrei in diesem Sommer ist – er sollte lieber zu Hause im Schrank bleiben. Die Sauna ist hierzulande ein textilfreier Bereich. Bikini und Badehosen sind nicht nur ein Affront gegen alle anderen Saunierer, auch können sie zu echten Keimschleudern mutieren.

Wer sich zum Abschluss etwas Gutes tun möchte, darf auf keinen Fall den Aufguss verpassen. Aber dabei niemals vergessen: Wer währenddessen die Sauna verlässt, hat es sich auf immer verscherzt – mit dem Saunameister und allen anderen, die die Luftfeuchtigkeit mit hochroten Köpfen und tapferen Mienen ertragen.

Über Aspria: Gesundheit, Wellness, Sport und Erholung auf höchstem Niveau bietet das Aspria Berlin seit 2002 auf 11.000 qm in Berlin-Charlottenburg unweit des Ku’damms. Das umfangreiche Kursprogramm, die zahlreichen Gerätetraining-Möglichkeiten und Personal Trainer ermöglichen individuell abgestimmte Trainingseinheiten. Zur Erholung trägt der großzügige Spa-Bereich bei. Verschiedene Ärzte komplettieren das auf Ganzheitlichkeit ausgerichtete Angebot. Mit einem speziellen Kursprogramm und dem Asprini KidsClub wird zusätzlich auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingegangen.
Die GQ wählte Aspria im April 2008 zum besten Fitness-Club Deutschlands. Top-Bewertung in Ausstattung, Service und Style Faktor. Aspria Berlin gehört zur Aspria Gruppe, die weitere Clubs in Hamburg und Brüssel betreibt. Insgesamt zählen rund 21.500 Erwachsene und 4.500 Kinder zu den Mitgliedern der Aspria Gruppe.

Unter den derzeit 18 Standorten der kommunalen Bäderbetriebe (BBB) sind folgende Anlagen empfehlenswert: die Saunalandschaft Lichterfelde (Hindenburgdamm 9) mit finnischer Sauna, Panoramasauna, Dampfbad und Duschtempel; das Paracelsusbad in Reinickendorf mit Trockensauna und russisch-römischem Dampfbad; das Stadtbad Neukölln in der Ganghoferstraße mit Kräutersauna, finnischer Sauna, griechisch-römischem Dampfbad, Caladrium und Sanarium; sowie die Sauna in der Schwimmhalle Ernst-Thälmann-Park (Prenzlauer Berg) mit Trocken- und Dampfsauna und Saunagarten. Die Sauna im Stadtbad Lankwitz (Leonorenstraße) ist nur noch bis Ende Januar geöffnet, danach wird saniert. Die Sauna in der Alten Halle Krumme Straße (Charlottenburg) ist trotz der Bauarbeiten an der Schwimmhalle in Betrieb. Eintritt kostet je nach Ausstattung 11 bis 14 Euro, Drei-Stunden- Karten (die nicht in allen Saunen gelten) kosten neun Euro. Infos im Internet oder telefonisch: 01803- 10 20 20.

BADESCHIFF

Die schwimmende Sauna auf der Spree an der Arena in Treptow ist eine der preisgünstigsten: Drei Stunden kosten zwölf Euro. Montags ist von 12 bis 22 Uhr, danach bis 3 Uhr nur für Männer, dienstags und donnerstags von 12 bis 24 Uhr, mittwochs 14 bis 24, freitags 12 bis 3 Uhr, samstags 14 bis 3 Uhr und sonntags von 10 bis 24 Uhr geöffnet. Außerdem ist mittwochs und sonnabends von 10 bis 24 Uhr für Frauen reserviert. Aktuelle Infos im Internet oder unter 0178– 950 01 63.

EUROPA-CENTER

Die Thermen am Europa- Center findet man in der Nürnberger Straße 7. Geöffnet ist montags bis sonnabends von 10 Uhr bis Mitternacht, an Sonn- und Feiertagen nur bis 21 Uhr. Drei Stunden kosten 16,50 Euro, die Tageskarte 18,80 Euro, die Abendkarte 14 Euro (hier variieren die Anfangszeiten). Mehr Infos gibt’s unter 257 57 60 oder online.


EX-SPASSBAD

Das Al Andalus im Blub, Buschkrugallee 64 in Neukölln, hat täglich von 10 bis 23 Uhr geöffnet. Vier Stunden kosten 18 Euro, die Tageskarte 20 Uhr (abends ab 20 Uhr 13 Euro). Infos unter 60 90 60 oder unter www.saunawelt-al-andalus.de .


RYKESTRASSE

Im Saunabad in der Rykestraße 10 in Prenzlauer Berg kann man sich während der Schwitzpausen Kunst ansehen. Im Winter ist täglich von 12 bis 24 Uhr geöffnet. 2,5 Stunden kosten zehn Euro, Dienstag ist Damentag. Mehr Infos unter www.saunabad-berlin.de  oder telefonisch unter 44 04 63 97.

LIQUIDROM

Auch das wiedereröffnete Liquidrom in der Möckernstraße 10 in Kreuzberg hat eine Sauna, im Eintrittspreis von 17,50 Euro (2 Stunden) bzw. 20,50 Euro (4 Stunden) ist der Besuch des großen Schwimmbeckens mit sphärischer Beleuchtung und Unterwasserklängen enthalten.

 

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Inselbad Bahia