Allgemeine
Informationen zur Stadt
Bern ist die Hauptstadt des Kantons Bern. Die Stadt Bern (im folgenden Text
"Bern") hat ca. 130'000 Einwohner und ist somit eine der grössten Städte in der
Schweiz.
Die Stadt liegt auf 46° 57' nördlicher Breite und 7° 27' östlicher Länge und 542
Meter über Meer. Die Fläche der Stadt Bern beträgt ungefähr 51.6
Quadratkilometer.
Sehenswürdigkeiten
Der Zytglogge
Der Zytgloggeturm (in Schriftdeutsch: Zeitglockenturm) war einst das westliche
Stadttor zur Stadt Bern. Doch es gab mehrere Erweiterungen der Stadt Bern. So
rückte der Zytgloggeturm immer mehr ins Innere der Stadt und wurde einst als
Frauengefängnis verwendet. 1191 wurde der historische Turm erbaut. 1405 brannte
fast die ganze Stadt Bern nieder. An der Ostseite des Turms ist ein
wunderschönes Glockenspiel angebracht, welches täglich von zahlreichen
Touristen, vor allem Asiaten, bewundert wird. Denn zu jeder vollen Stunde,
läuten die Glocken und das "Zytgloggespiel" beginnt. Hierbei bewegen sich
verschiedene Figuren, z.B. Bären und faszinieren die vielen Zuschauer aus aller
Welt immer wieder.
Das Berner Münster Der volle Name des Berner Münsters lautet "Berner
Münster St. Vinzenz von Saragossa". Es wurde um 1421 erbaut. Diese im gotischen
Stil gebaute Kirche stellt das in Bern grösste und bedeutendste Kirchengebäude
dar. Aus 47 Figuren aus Sandstein wurde eine Darstellung des Jüngsten Gerichts
gemacht. Diese Figuren sind heute jedoch nur noch im historischen Museum von
Bern zu besichtigen, da sie von der Luftverschmutzung im zwanzigsten Jahrhundert
durch Kopien ersetzt werden mussten.
Erst im Jahr 1893 wurde das Münster 100 Meter gross. Denn der im Jahr 1521
begonnene Turmbau wurde bis 1889 unterbrochen und das Münster war in dieser Zeit
lediglich 61 Meter hoch. Noch heute lebt oben im Turn ein sog. Turmwächter, der
früher Brände in der Stadt gemeldet hat. Das Berner Münster hat neun Glocken.
Die grösste und schwerste davon wiegt elf Tonnen und ist die grösste Glocke der
ganzen Schweiz. Da das Münster, wie fast alle Häuser der Altstadt (=früherer
Teil von Bern, ohne Erweiterungen) aus Sandstein gebaut wurde, muss es ständig
renoviert werden und ist deshalb fast nie ohne Baugerüste zu sehen. Die Stadt
Bern hat noch zahlreiche andere Kirchen, die jedoch einen etwas geringeren
Bekanntheitsgrad haben. Und auch Brunnen bekommt man in Bern sehr oft zu sehen.
Wenn man durch die Altstadt spaziert, begegnet man alle 3 Minuten einem anderen
Brunnen. Ausserdem gibt es in Bern viele Museen, wie z.B. das historische oder
das naturhistorische Museum.
Das Bundeshaus
Das Bundeshaus ist auch sehr schön anzusehen - besonders am Abend wenn es dunkel
ist und das Bundeshaus beleuchtet wird. Es besteht aus dem Bundeshaus West, dem
Bundeshaus Ost und dem Mittelteil. Im Innenhof des West-Teils ist ein Brunnen
namens Bernabrunnen platziert. Im Ost-Teil befinden sich die Zentralen der
meisten Departemente (=Ministerien), die zusammen einen kleinen Teil der
Bundesverwaltung darstellen. Der Mittelteil enthält die beiden Sitzungssäle des
National- und des Ständerats (diese sind zu vergleichen mit dem Senat und dem
Repräsentantenhaus, wie es in den USA vorkommt).
Ausserdem befinden sich im Mittelteil noch die Wandelhalle (eine Lobby) und
viele Sitzungszimmer. In der Wandelhalle werden die Staatsempfänge für
gewöhnlich durchgeführt. Unmittelbar vor dem Bundeshaus ist der Bundesplatz, der
im Jahr 2003 neu gestaltet wurde. Es wurde ein Wasserspiel gemacht. Einige im
Boden eingebaute "Springbrunnen", die, in regelmässigen Abständen, im Sommer
einen grossen Spass für klein zum Spielen, und für Gross zum Anschauen sind.
Bärengraben
Der Bärengraben ist ein Graben, in dem einige wenige Bären leben. Er ist
momentan sehr in die Kritik geraten wegen der nicht besonders tiergerechten
Haltung der Bären. Es wurde auch diskutiert, ob man den Bären einen Zugang zur
Aare erbauen soll. Der Bärengraben ist trotz dieser Konflikte ein beliebtes
Touristenziel in Bern. Im Sommer wie im Winter sind dort stets viele Touristen
anzutreffen. Der Bärengraben ist besonders beliebt bei den kleinen Kindern. Als
ich um die 8 Jahre alt war, freute ich mich immer, wenn wir die Bären beobachten
gegangen sind. =)
Rosengarten
Der Rosengarten ist ein sehr kleiner Park mit schönen Pflanzen und meines
Wissens nach einem Restaurant. Von diesem wunderschönen Park aus sieht man die
ganze Altstadt von Bern. Dabei fallen einem besonders die vielen Kirchenspitzen
auf.
Es gibt zahlreiche Postkarten mit einem Bild mit dieser Aussicht bei
Sonnenuntergang. Also, wer mal in Bern ist, sollte einen schönen Abend
auswählen, um vom Rosengarten aus den Sonnenuntergang zu geniessen.
Käfigturm
Der Käfigturm liegt in der Marktgasse. Dies ist eine der vier Hauptgassen Berns,
die alle ineinander laufen. Er war einst in der Stadtmauer von Bern und wurde
später als Gefängnis genutzt. Seine Höhe beträgt 49 Meter. Seit dem Jahr 1999
finden im Käfigturm ausserdem regelmässig Ausstellungen zu Politik statt.
Marzilibahn
Die Marzilibahn ist eine Standseilbahn, genauer: die kürzeste Standseilbahn
Europas. Sie wurde im Jahr 1885 erbaut. Sie führt vom Marziliquartier an der
Aare unten hinauf in die Altstadt. Für mich ist sie momentan zweimal in der
Woche eine sehr nützliche Verbindung um vom Sportunterricht in die Stadt zu
kommen. Die Strecke der Marzilibahn beträgt 105 Meter und die Höhendifferenz
liegt bei ca. 32 Meter. Die Höchstgeschwindigkeit der Bahn beträgt 3 Meter pro
Sekunde (das sind ungefähr 11 Kilometer in der Stunde).
Gurten
Der Gurten ist der Hausberg Berns. Auch dort ist eine Bahn, die hinauf führt,
nämlich die Gurtenbahn. Der Gurten ist übrigens 858 Meter hoch. Auch eine
Aussichtsturm fehlt auf dem Gurten nicht. Ausserdem findet jeden Sommer seit
1977 auf dem Gurten das Gurtenfestival statt. Dies ist ein Musikfestival, mit
weltbekannten Musiker und mit Musik-Sternchen aus der Schweiz. Bis 2004 war das
Festival immer dreitägig. Von da an ist es um einen Tag verlängert worden. Das
Gurtenfestival ist heute eines der grössten und bedeutendsten Musikfestivals in
der Schweiz.
Lauben
Das Wort 'Lauben' steht für bedeckte Fusswege. Diese findet man in der Altstadt
eigentlich überall an den Häusern angeschlossen. Unter den mehrstöckigen Häusern
ist ein ca. 3 bis 4 Meter hoher und 4 bis 5 Meter breiter Platz freigelassen um
im Regen und im Schnee ohne nass zu werden durch die Stadt flanieren kann.
Lauben sind nicht nur in Bern anzutreffen. Man sieht sie in allen zähringischen
Städten.
Die Leute
Diese Punkt ist für mich schwer zu beschreiben, da ich selber ein [stolzer:)]
Berner bin. Doch im Allgemeinen denke ich, dass man als Tourist ziemlich gut
behandelt wird und nicht von Verkäufern über den Tisch gezogen wird.
Im Vergleich mit den Leuten aus Städten in z. B. Italien oder Spanien fällt mir
auf, dass wir in Bern und in der Schweiz allgemein nicht so locker sind. Wir
sind ähnlich wie die Deutschen, kann ich als halber Deutscher sagen, und nicht
so langsam wie die Vorurteile und Klischees es besagen =). Die Deutsche Sprache
beherrscht man in der Schweiz, besonders in Bern normalerweise nicht sehr gut.
Viele Berner sprechen mit einem stark bäuerlich wirkenden Akzent;), wie man es,
wenn man fussballinteressiert ist, von Hans-Peter Latour neuerdings auch in
Deutschland kennt. In Bern und überhaupt in der Schweiz leben sehr viele
Ausländer. Die Gesellschaft ist also ziemlich multikulturell, was bestimmte
positive Aspekte hat.
Berühmtheiten
- Ursula Andress: bekannte schweizer Schauspielerin. Grösste Erfolge: Bond-Girl
im ersten James Bond Film "James Bond jagt Dr. No" (1962), Golden Globe Award
"New Star of the Year - Female" (1963), Golden Globe Award "Most Promising
Newcomer - Female" (1964), Juni 1965: Fotos in der Juni-Ausgabe des Playboy,
Zusammenarbeit mit Elvis Presley, Frank Sinatra, Woody Allen, Dean Martin, Peter
O'Toole und Maximilian Schnell
- Friedrich Dürrenmatt: Einer der bekanntesten schweizer Schriftsteller wurde in
einem Vorort von Bern als Sohn eines Pfarrers und Enkel eines Politikers
geboren.
Sein Schreibstil ist mit dem von Berthold Brecht (Leben des Galilei) zu
vergleichen. Ein gutes Zitat von ihm: "Vaterland nennt sich der Staat immer
dann, wenn er sich anschickt, auf Menschenmord auszugehen."
Einige Werke: Der Richter und sein Henker (1950), Der Verdacht (1951), Das
Versprechen (1958), Es geschah am helllichten Tag (1958), Die Physiker (1962),
Der Meteor (1966)
- Albert Einstein: Ein sehr bekannter Physiker, den wohl jeder kennt, der sich
in der Schule schon einmal kurz mit Physik befassen musste. Er hatte folgende
vier Nationalitäten: Württemberger, Schweizer, Deutscher, US-Amerikaner. Die
wohl berühmteste Forschung von A. Einstein war die Relativitätstheorie. 1905
erschiene diese als "spezielle Relativitätstheorie" und 1916 wurde sie als
"allgemeine Relativitätstheorie" veröffentlicht.
Einstein hielt unter anderen an der Princeton University Vorlesungen und konnte
dadurch in viele Länder reisen.
Einstein erhielt viele Auszeichnungen und Ehrungen. Momentan gibt es in Bern
auch eine Ausstellung, die zum hundertjährigen Jubiläum der vier grundlegenden
Arbeiten des Physikers gemacht wurde.
- Polo Hofer: Er ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten schweizer
Mundartkünstler. Sein richtiger Name lautet Urs Hofer; Polo war einst sein
Pfadfiner-Name - heute sein Kosename. Sein Musikstil war (und ist) Rock und Pop
in schweizerdeutschtem Dialekt. Heute gibt es zahlreiche schweizer
Mundartrock-Bands- und Solokünstler, doch er ist und bleibt einer der
bekanntesten und hat den Mundartrock ziemlich stark verbreitet.
Polo Hofer gründete mehrere verschiedene Bands, die jeweils mit ihm aufgetreten
sind. Heute ist er offiziell im Ruhestand, gibt aber, zum Erfreuen der Fans
(auch mir), gleichwohl immer wieder Konzerte.
- Berthold von Zähringen: Er war ein Herzog. Er ist der Stadtgründer von Bern
und anderen Ortschaften (z.B. Thun).
- Fabian Cancellara: Radrennfahrer. Er mischt bei den Besten mit. Sein bisher
grösster Erfolg war der Sieg des Prologs an der Tour de France 2004.
- Bernhard Luginbühl: ...ist ein sehr bekannter berner Maler und er baute auch
Kunstwerke, die mehrheitlich aus Metall bestehen. Es gibt auch von ihm immer
wieder verschiedene Ausstellungen in berner Museen.
Die Altstadt
Die Altstadt von Bern ist der Teil der Stadt, aus dem Bern vor den zahlreichen
Vergrösserungen bestand. Dieser Teil liegt in der sogenannten Aareschlaufe. Dort
ist die Stadt von der Aare, dem Fluss, der Bern durchquert, umgeben, was früher
zum Schutz vor Angreifern diente und auch gute Transportmöglichkeiten
darstellte.
In der Altstadt sind praktisch alle Gebäude aus Sandstein erbaut, was zahlreiche
Reperaturen zur Folge hat. Kürzlich wurde durch die Altstadt ein dünner Bach
gebaut. Das Wasser bezieht er von der Aare. Der Bach ist grösstenteils mit einem
Gitter abgedeckt, da er zwischen den beiden Strassenspuren liegt, jedoch gibt es
Stellen, wo kein Gitter ist. Dort sind schon mehrere Autos und Fahrräder
reingefahren. Deshalb ist es seit einiger Zeit in Bern ein Thema, ob diese
Löcher geschlossen werden sollen oder nicht - ich bin dagegen.
Hotels & Restaurants
Bellevue
Das Hotel Bellevue liegt direkt neben dem Bundeshaus. Es hat fünf Sterne und
gehört zu den angesagtesten Hotels in Bern wenn nicht sogar in der ganzen
Schweiz. Es wurde 1856 von Friedrich Osswald erbaut. 1913 wurde es renoviert und
vergrössert und mit einem grossen Fest wiedereröffnet.
Während dem zweiten Weltkrieg benutzte General Wille das Hotel für einige Zeit
als sein militärisches Hauptquartier.
Vor ungefähr vier Jahren wurde das Hotel für ein Jahr ganz geschlossen und
renoviert. Im aktuellen Zustand besitzt das Hotel 130 Zimmer, davon 30
Luxussuiten mit modernster Technik, ein Bar, zwei Restaurants, acht Konferenz-
und Banketträume und man hat mit W-LAN Zugang zu kabellosem Internet.
Einige bekannte Gäste, die das Hotel beehrt haben:
- Kaiser Akihito von Japan
- König Juan Carlos I. & Königin Sofia von Spanien
- Königin Elisabeth und Prinz Charles von England
- König Carl Gustav und Königin Silvia von Schweden
- Königin Beatrix und Prinz Claus von Holland
- Winston Churchill
- Helmut Kohl
- Michail Gorbatschow
- Nelson Mandela
- Kofi Annan
- Fidel Castro
- Jacques Chirac
- Igor Iwanow
- Mohammed Khatami
- Thomas Mann
- Maximilian Schnell
- Johannes Simmel
- John le Carré
- Bonnie Tyler
- Johnny Cash
- Herbert Grönemeyer
- Sophia Loren
- Laura Pausini
- Alanis Morissette
- Mika Häkinen
Hotel Bern
Es verfügt über hundert Zimmer. Diese sind modern eingerichtet und verfügen über
einen Highspeed-Internetanschluss.
Im Hotel ist die Schweizer Fussballnationalmannschaft immer wieder anzutreffen.
Das Hotel Bern ist das Berner Sporthotel.
Ein bisschen weniger luxuriös ausgestattet als das Bellevue. Daher auch etwas
preiswerter.
Restaurants Luce/Il Grissino/Azzurro
Die drei Restaurants 'Luce', 'Il Grissino' und 'Azzurro' haben die gleichen
Besitzer. Während das Il Grissino und das Luce vorwiegend italienische
Kochkünste anbieten, trifft man im Azzurro hauptsächlich auf Fisch und
Meeresfrüchte.
Das Luce und das Il Grissino unterscheiden sich nicht gross. Sie sind auf dem
gleichen Platz in Bern gebaut und sind fast vis-à-vis voneinander. Das Luce ist
ein wenig vornehmer und wohl auch ein bisschen teurer. Der Unterschied ist
jedoch nicht allzu gross.
Egal ob Luce, Il Grissino oder Azzurro - alle drei sind immer gefüllt mit
Leuten!
Restaurant Aarbergerhof
Der Aarbergerhof ist nicht sonderlich vornehm eingerichtet und ist ein
Restaurant für jedermann. Grosse sportliche Ereignisse, wie zum Beispiel die
Fussballweltmeisterschaft, werden auf Grossleinwand abgespielt und locken immer
wieder viele Menschen an.
Restaurant Harmonie
Die Harmonie ist seit 1915 in Familienbesitz und gehört zu den
traditionsreichsten Berner Restaurants überhaupt. Das Restaurant liegt beim
Zytglogge und ist einer DER Berner Treffpunkte mit Schweizer Kochspezialitäten,
wie auch das Käse-Fondue.
Die Harmonie ist von Montag bis Freitag geöffnet, am Wochenender geschlossen.
Shopping
Bern ist der perfekte Ort um einen Shopping-Tag zu machen. Vom Bahnhof bis hin
zum Bärengraben sind die Strassen mit Einkaufsläden und kleinen Cafés voll.
Man findet die bekannten Stores von H&M und C&A oder auch OLMO. Jedoch gibt es
auch zahlreiche "kleinere" Kleiderläden wie Kitchener, Globus oder Thunderstore.
Für Lebensmittel geht man am besten in Coop und Migros einkaufen. Globus oder
Vatter sind Alternativen, jedoch ein bisschen teurer.
In den Gassen und Strassen sind überall kleine Boutiquen zu entdecken. Aber auch
Stände für Brezel oder Waffeln fehlen nicht.
Im Bereich Elektronik und Musik gibt es M-Electronics (von Migros), Inter
Discount, Ex Libris, City Disc, PC Hai, Eschenmoser etc. ...ein Mediamarkt ist
nicht direkt im Zentrum Berns aufzufinden, jedoch wurde im letzten Jahr in Muri
einer eröffnet. Muri gehört zu Bern und ist in wenigen Minuten mit den
öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen.
In Bern kann man vielenorts Fahrräder mieten. Auch die Verkehrsnetze der ÖV sind
sehr gut ausgebreitet. Man erhofft sich dadurch, dass weniger Autos in den
Strassen und Gassen rumkurven und dadurch weniger Abgase produzieren und auch
das Bild der Stadt verschönern.
9. Sport
SC Bern
Bern ist eine eishockeybegeisterte Stadt. Das Eisstadion vom Schlittschuh Club
Bern (SCB), das vor einigen Jahren von Allmend zu Bern Arena umbenannt wurde
(was Proteste von Fans zur Folge hatte), verfügt über 16'789 Plätze, die
meistens alle oder fast alle besetzt sind. Somit ist die Bern Arena das grösste
Eisstadion Europas.
Der SCB ist seit Jahren stets oben in der Tabelle zu finden. Der letzte
Meistertitel wurde vor zwei Jahren in einer sehr knappen Finalserie gegen den HC
Lugano geholt. Der SC Bern ist 1930 gegründet worden und seit daher 11 Mal
Schweizer Meister geworden. Der erste Titel wurde 1959 geholt.
Die Vereinsfarben sind rot, schwarz und gelb.
BSC Young Boys
Der Berner Sportclub Young Boys wurde 1898 von den Gymnasiasten Max Schwab,
Hermann Bauer, Franz Kehrli und Oskar Schwab gegründet. Der Name Young Boys
wurde gewählt, weil damals die Old Boys aus Basel eine erfolgreiche Zeit zu
verzeichnen hatten.
Das erste Spiel wurde am 17. Juni gegen den FC Viktoria ausgetragen.
Zu Beginn dominierte in Bern der FC Bern. Doch schnell überholten die Young Boys
den Stadtrivalen und waren die berner Nummer eins. Der BSC YB trägt die Farben
Gelb und Schwarz.
Im vergangenen Sommer wurde das neue Stadion "Stade de Suisse" mit 31'783
Plätzen, als Nachfolger vom legendären Wankdorf, eröffnet. Das neue Stadion ist
praktisch nie ausverkauft. Meist werden zwischen 15'000 und 25'000 Zuschauer
erreicht.
Im Jahr 2000 stiegen die YB unter Trainer Marco Schällibaum wieder in die
Nationalliga A (Superleague) auf, wo von 2003 bis 2005 Trainer Hans-Peter "Bidu"
Zaugg für kleinere Erfolge sorgte. Seit einigen Monaten wird das Team vom
Österreichet Gernot Roher trainiert. Momentan liegt der BSC YB auf Platz 3 in
der Superleague (hinter dem FC Zürich und dem seit Jahren dominierenden FC
Basel; vor den Grasshoppers aus Zürich).
Die Young Boys wurden, wie der SCB, elf Mal Schweizer Meister; das erste Mal
1903, das letzte Mal 1986. Der Schweizer Cup wurde sechs Mal gewonnen.
1959 wurde der Halbfinal des Europapokal der Landesmeister erreicht (UEFA
Champions League). 1986 der Viertelfinal des Europapokals der Pokalsieger.
Das Wunder von Bern
Wohl jeder Deutsche, der auch nur weiss, was Fussball ist, hat schon einmal vom
Wunder von Bern gehört. Die Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz. Finale:
Deutschland - Ungarn. 65'000 Zuschauer. Nach acht Minuten stand es 2:0 für
Ungarn, durch Tore von Puskás und Czibor. Aufholjagd der Deutschen. Zwei Tore
von Helmut Rahn - das zweite in der 84. Minute. In der Nachspielzeit ein Tor der
Ungarner - nicht gewertet! - Abseits! "Aus! Aus! Aus! - Aus! - Das Spiel ist
aus! Deutschland ist Weltmeister! Schlägt Ungarn mit 3 zu 2 Toren im Finale in
Bern!!" schrie Kommentator Herbert Zimmermann, voller Freude und Erstaunen, am
Ende des Spiels.
Vor einigen Jahren wurde vom damaligen Platzwart des Wankdorf Stadions in Bern
die Meldung veröffentlicht, dass nach dem WM-Finale Glasampullen in einem
Abflussgitter des Mannschaftsraum von Deutschland. Daraufhin wurde den Deutschen
vorgeworfen, sie hätten beim Spiel Doping eingenommen. Dieser Vorwurf wird wohl
nie geklärt werden und ewig ein Rätsel bleiben.
Viele Spieler starben einige Jahre nach dem Spiel an Gelbsucht und
Leberzirrhose. Dies sind zwei Krankheiten, die durch Benützen von unsterilen
Spritzen übertragen werden kann. Jedoch sind viele der Spieler einige Jahre nach
der historischen WM in Bern alkoholabhängig, was auch der Grund für die
tödlichen Krankheiten sein gewesen könnte.
Der Mannschaftsarzt der Deutschen gab anschliessend bekannt, den deutschen
Nationalspielern im Hotel Belvédère in Spiez Spritzen mit Vitamin C und
Traubenzucker verabreicht zu haben.
Die Weltmeisterschaft im Fussball 1954 in Bern ist auf jeden Fall ein
umstrittenes Turnier und ging auch deshalb in die Geschichte ein.
Auch ein Film vom wohl geschichtlich höchsten Ereignisses des deutschen
Fussballs kam vor ca. zwei Jahren in die Kinos. Ein grosser Erfolg. Ebenfalls
wurden zahlreiche Bücher darüber geschrieben.