Bad Reichenhall
"ÜBERNACHTUNGSTIPP"
HOTEL FALTER
Von der Autobahn A8 kommend fahren Sie die B20 Richtung Bad Reichenhall bzw.
Berchtesgaden. Sie bleiben ca 5 Km auf dieser Straße bis Sie auf der rechten und
linken Straßenseite 2 ARAL Tankstellen passieren. Gleich danach biegen Sie nach
links in die Traunfeldstrasse ein. Sie finden das Hotel nach ca. 150m auf der
linken Seite. Das Hotel Falter liegt in der Kurzone I, mitten in ruhiger Lage am
Rupertuspark. Ca. 3 Minuten von der Therme entfernt. Zwischen Bahnhof und
Therme.
Eine Vielzahl von liebenswerten Details geben dem Hotel diese gemütliche,
familiäre Atmosphäre Bad Reichenhall ist immer schön und stets glaubt man, daß es gerade jetzt am schönsten ist. Erwandern Sie die wunderschöne
Landschaft, genießen Sie die Gondelfahrt auf den Predigtstuhl und die wunderbare
Sicht über die Alpen, rudern Sie oder baden Sie im Thumsee, angeln Sie sich Ihre
Forelle selbst. Erfreuen Sie sich am lebendigen bayrischen Brauchtum! Klare
Wintertage mit Schnee glitzernden Bergen, Ski- und Langlaufloipen, verträumte
Winterabende, duftender Glühwein, Wintererlebnis pur!
Bad
Reichenhall
RUPERTUS-THERME
Besuch am Mittwoch, 19. Mai 2010
Ich kam erst kurz vor
Kassenschluß in die „Quelle meines Wohlbefindens“, um genau 20 Uhr. Die
Anfahrt war eine Katastrophe, trotz Navigationsgerät. Plötzlich stand ich
nämlich vor einer Baustelle - ein Sport- und Freizeitbad wird nun an die
Therme angebaut, wie schon vor vier Jahren im Gespräch und damals noch
bestritten. Jedenfalls konnte ich keinerlei Ausschilderung entdecken und
landete dann auf dem Parkplatz hinter der Therme. Ärgerlich nicht nur wegen
des Zeitverlustes, sondern auch weil es in Strömen regnete.
Im großen Vorraum ist außer ein paar bequemen Sesseln auch die Tourist-Info
untergebracht. Zudem kann man hier offensichtlich Fahrräder ausleihen, die
etwas unkonventionell entlang der Glaswand aufgereiht sind. Auch der Zugang
zum Fitneß-Center und ein Kiosk befinden sich hier. Also ein ganz gutes
Angebot.
Die Kassendame war sehr freundlich und auch durchaus humorvoll und reichte
mir für nur 18 Euro mein Chip-Armband. In der EWA ist man ja zwar offiziell,
aber die Karte wird nicht anerkannt. Auch in den neuen Saunaführer will die
Therme ja nicht rein. Auch gut. Also durfte ich voll zahlen. Als
Sonderangebot will ich den Abendtarif jedenfalls nicht bezeichnen, denn 18
Euro für rund 1 ½ Stunden Schwitzen halte ich schon für grenzwertig.
Im Februar 2010 hat man die
Preise ja um 2 Euro angehoben. Um 21.30 Uhr wird man dann per Ansage heraus
komplimentiert, wenngleich man durchaus bis fünf Minuten vor Schluß noch
baden und saunieren kann. 18 Euro für maximal 90 Minuten, das ist aus meiner
Sicht schon grenzwertig.
Die Umkleiden sind in edlem Dunkelrot gehalten, wobei die Schrankwahl frei
ist und es 420 Schränke im Thermenbereich gibt. Die Schrankwahl ist frei,
wobei ich nicht wußte, daß es auch zusätzliche Umkleiden für die Sauna gibt.
Jene erreicht man nach Passieren der Schranke, wobei jeweils zwei weitere
Umkleideräume für Damen und Herren da sind. Alles ein wenig beengt, aber
immerhin sauber und neuwertig.
In der unteren Sauna-Ebene, die man sogleich erreicht, wird man erst einmal
vom Geruch erschlagen. Es duftet nämlich nach allerlei gebratenen Sachen wie
Hähnchen oder Fisch. Nicht jedermanns Sache, aber immerhin appetitanregend.
Auf einen Fitneß-Salat hätte ich schon Lust gehabt, aber die Kassendame
hatte mich schon darauf hingewiesen, daß es ab 20.30 Uhr im
Thermen-Restaurant alle Gerichte zum halben Preis gibt. Dennoch war die
Sauna-Gastronomie erstaunlich gut besucht. Warum dies so war, sollte ich
eine halbe Stunde später feststellen.
Direkt gegenüber der Theke findet man ein flaches Sole-Sitzbecken, das acht
Sitzsprudler bietet und 30 m² groß ist. Es ist angenehm temperiert und lädt
zum Kuscheln ein, doch meine Zeit war begrenzt und ich war ja auch leider
allein. Neben dem Becken findet man übrigens eine Dusch-Nische, so daß man
sich gleich vom Salz befreien kann. Das ist im Übrigen bei allen Becken der
Fall, die auch durchgehend mit Sole befüllt sind. Also nichts für Leute, die
gerne mal die Augen unter Wasser haben und tauchen. Das sehe ich als etwas
ungünstig an, vor allem für Kinder.
Jedenfalls stellte ich meine Tasche in ein Glas-Fach zur Rechten, wo sich
das Dampfbad in einer Art künstlichem Stollen aus Kunststoff befindet. Dort
fand allerdings gerade eine Zeremonie statt und es war voll. Später konnte
ich dann feststellen, daß es sich um zwei getrennte Dampfbäder handelt, die
sich direkt nebeneinander befinden. Dort ist es sehr dampfig und man sieht
zunächst die Hand vor Augen nicht. Im größeren Dampfraum, der auch eine
Brunnenschale besitzt, wird das von den Homosexuellen gerne genutzt. Hier
ist man wohl relativ ungestört und kann dem entsprechend seiner Neigung
frönen. Im kleineren Dampfbad nebenan halten sich dann auch eher die Damen
auf.
Auf der anderen Seite des Restaurants ist eine kleine Lounge angehängt, wo
ein zentraler Kaminofen für Stimmung sorgt. Allerdings sitzt dort wohl
selten jemand, denn die Steinbänke sind ungemütlich und an Sessel hat man
offensichtlich nicht gedacht. Immerhin brannte das Feuer noch.
Im Saunagarten ist es momentan nicht sehr gemütlich, denn hier grenzt die
Baustelle für das neue Familienbad an. Allzu weit ist man dort nach rund
einem Jahr Bauzeit allerdings noch nicht, es wird also noch mindestens bis
Mitte 2011 dauern, bis die Unannehmlichkeiten beseitigt sind. Eine
Baustellen-Ermäßigung oder ein sonstiger Bonus wird allerdings nicht
gewährt. Um es mal auf den Punkt zu bringen: die Geschäftsführung ist aus
meiner Sicht eine absolute Fehlbesetzung. Mit Arroganz und dem Glück, daß
das Bad zufällig in eine Marktlücke gestoßen ist, kann man auf Dauer die
Herzen der Gäste nicht erobern. Zu einer guten Betriebsleitung gehört vor
allem Einfühlungsvermögen und auch der Wille, den Besuchern etwas Gutes tun
zu wollen. Hier wird nur Abzocke betrieben.
Daß eine solche Überheblichkeit
längerfristig zu Gäste-Verlusten wird, darf ich jetzt schon mal
prognostizieren. Im Falle anderer Bäder hat man in der jüngeren
Vergangenheit ja mehrere Schließungen erlebt. Bleibt zu hoffen, dass man
hier bald reagiert.
Jedenfalls ist der Garten momentan relativ beengt und man fühlt sich nicht
wohl. Immerhin gibt es aber zwei größere, relativ angenehm temperierte
Becken und ein schlauchförmiges Kaltbecken, das auch den Kneippfans wohl
gefallen sollte.
Den Naturteich und die
Wasserfallwand konnte ich allerdings nicht entdecken. Vielleicht mußten
diese ja der Baumaßnahme weichen. Informationen findet man leider dazu nicht
und auch das Baustellenschild am Parkplatz war sehr spärlich in der
Auskunftsfreudigkeit.
In einem wirklich großen
Gartenhaus findet man im Erdgeschoß die große Aufgußsauna. Hier finden wohl
zur vollen Stunde Aufgüsse statt, die offensichtlich auch sehr gut
angenommen werden. Der Raum verfügt über zwei Eingänge links und rechts des
Ofens und hat drei Sitzstufen. Laut Saunameister sollen hier 100 Gäste
reinpassen, doch ich zählte eher 80 Sitzplätze. Jedenfalls kann man hier
richtig aufgießen und zum Versammeln der Anbeter gibt es im offenen Vorraum
auch einen großen Tempel-Gong.
Über eine Außentreppe erreicht
man den darüber liegenden Ruheraum, der über 30 Liegemöglichkeiten verfügt.
Auch hier gibt es einen holzbefeuerten Kaminofen, der allerdings heute nicht
in Betrieb war. So waren auch die Stühle am Ofen nicht besetzt.
Schließlich gibt es auch noch eine Erdsauna, die sich in nichts von den wohl
hundert anderen „Maa“-Saunas des Saunabauers „B+S“ unterscheidet. Von der
Dülmener Firma stammt im Übrigen die komplette Saunalandschaft. Dem
entsprechend ist eben alles sozusagen „rein-finnisch“ ausgerichtet. Gute
Qualität und zumeist auch recht gemütlich, aber aus meiner Sicht ein wenig
langweilig, vor allem wenn man schon mehrere Anlagen dieses
Sauna-Herstellers kennt.
Neben der Erdsauna findet man
dann noch eine Naturstein-Duschgrotte, wie eben in allen B+S-Anlagen, hier
allerdings recht geräumig. Der Sauna-Innenbereich stellte sich dann auch als
zweistöckig heraus. Über eine schmale Treppe geht es vom Restaurant aus also
nach oben, auf die Bade-Ebene der Therme. Hier findet man noch drei weitere
Schwitzräume. Zunächst aber gibt es zur Linken noch einen Ruheraum, in
gleicher Größe wie im Garten, jedoch ohne Kaminofen. Der Ausblick war hier
sicherlich früher sehr schön, heute schaut man eben auf die Baustelle des
Freizeitbades. Zur Linken gibt es auch sechs Fußbecken in drei
Zweier-Anordnungen, edel in Marmor ausgeführt. Überhaupt hat man dem Marmor
im ganzen Bad gefrönt. Normale Fliesen sind mir überhaupt nicht aufgefallen.
Hier oben, im Innensauna-Bereich, soll man sich wohl ein wenig ins römische
Badevergnügen versetzt fühlen, wenn man die Intarsien-Arbeit auf dem
Marmor-Boden so deuten darf. Ansonsten herrscht allerdings eher eine
Mischung aus finnischen Elementen und verbalen Anklängen an die Alpenwelt
vor. Eine echte Thematisierung gibt es also nicht. Wie die 24 stylischen
Polstersessel im Raum-Mittelpunkt in irgendein Konzept passen sollen, konnte
sich mir nicht erschließen. Immerhin sind sie aber recht gemütlich,
wenngleich in Reih und Glied geschaltet und nicht versschiebbar.
Als nächstes erkundigte ich die Predigtstuhl-Sauna, die eigentlich ein
Sanarium ist. Hier herrschen rund 60 °C bei etwa 40 % Luftfeuchte vor. In
der Ecke sorgt ein großer Ofen mit Verdampfer für das gewünschte Klima. In
drei Sitzreihen kann man ganz gut schwitzen, wobei man wohl tagsüber auch
einen Ausblick auf die Berge hat. Der Predigtstuhl ist übrigens ein Berg
hier in der Nähe. Den Namen hat man allerdings anders interpretiert, denn
die obere Sitzreihe soll wohl an Chorsitze in einem spartanischen Kloster
erinnern. Liegen kann man hier jedenfalls nicht, ganz unüblich für ein
Sanarium, wo man ja sonst bequem entspannt. Das ist hier nicht möglich.
Schräg gegenüber findet man die zweite Aufgußsauna, „Untersberg“ genannt,
ebenfalls ein nahegelegener Alpenriese. mit 54 Sitzplätzen relativ groß,
wenngleich nicht vergleichbar mit der Außensauna. Bullige 100 °C herrschen
hier und der Wand-Ofen hat in luftiger Höhe auch einen Kamin zu bieten.
Dieser war allerdings zum Zeitpunkt meines Besuchs nicht in Betrieb. Warum
man ihn so hoch gesetzt hat, konnte ich auch nicht ergründen. Mir war es
hier jedenfalls zu heiß, also ab in die letzte Sauna, die „Staufen-Sauna“.
Dort herrschen zwar nur 80 °, aber mir erschien es dennoch sehr heiß. Das
Klima ist trocken, eine Wand ist mit grob behauenem Granitstein (sehr heiß)
gemauert und man kann auch aus einem großen Fenster auf eine Dachwiese und
die Berge schauen. Eine riesige Farbwechsel-Deckenleuchte sorgt für
wechselnde Stimmungen. Dennoch konnte bei mir nicht die rechte Begeisterung
aufkommen. Insgesamt kann ich zu den Saunaräumen sagen, daß sie zwar
ordentlich gebaut sind, doch irgendwie relativ langweilig. Aber wem´s
gefällt…
Schließlich gibt es hier oben noch eine ganz hübsch gestaltete Duschgrotte
(sechs Kaltduschen und eine regelbare Warmdusche, also nix für Weicheier)
mit integriertem Kalt-Tauchbecken sowie ein Behinderten-WC. Jenes ist zwar
schön groß, aber ohne Haken. Zudem war das Toilettenpapier alle. Als
Behinderter hätte ich mich alleine schon deswegen beschwert, weil man
nirgendwo ein Handtuch oder den Bademantel hinhängen kann. Zudem gibt es
rechts und links an den Griffen neben der Toilette irgendwelche Knöpfe, die
man keiner Funktion zuordnen kann. Soll man damit Hilfe rufen? Jedenfalls
ist von der Toilette aus kein Zugseil für die Hilfeleistung erreichbar.
Alles nicht recht durchdacht und nach mehreren Jahren Betriebsdauer sollten
solche Fehlleistungen doch eigentlich längst behoben sein. Schlecht aus
meiner Sicht auch die Solarien-Wahl. Zwar sind die beiden Sonnenbänke hübsch
in Glas-Nischen verpackt, doch beide gleich (Ergoline 660) und nicht gerade
preiswert (3,50 Euro für nur fünf Minuten). Hinzu kommt, daß sie mit den
beiden Geräten auf der Galerie des Hallenbades identisch sind - also keine
Wahlmöglichkeit.
Durch eine Schranke gelangt man also ins Thermalbad, wo man nach Passieren
von zwei kleinen WCs zur Linken die Cafeteria findet. Restaurant kann man
das nicht nennen, es erreicht hier keinesfalls die Qualität des
Front-Cookings im Saunaland. Dennoch wollte ich das Angebot nutzen, zum
halben Preis zu essen. Die Auswahl war nicht gerade üppig. Ich konnte wählen
zwischen Spaghetti Bolognese (sah unappetitlich aus), Kartoffel-Gratin (8,90
Euro Normalpreis und auch nicht sehr einladend wirkend) und Kasseler mit
Pürree und Sauerkraut. Ich entschied mich für Letzteres, obgleich ich
eigentlich kein Schweinefleisch esse. Naja, was hatte ich für eine Wahl?
Also bestellt und derweil die Cola (Malzbier oder Johannisbeer-Schorle gibt
es natürlich nicht) selbst gezapft. Keine Eiswürfel, nur Plastik-Becher,
nicht mal Coca-Cola. Die Bedienung war zwar freundlich, doch das Essen
selbst war auf Bundeswehr-Niveau. Das Sauerkraut geschmacklos und verkocht,
das Pürree Marke „Astronautencreme“ und die großzügig bemessenen drei
Scheiben Kasseler habe ich nach einem Probekauen liegen lassen. Total
geschmacklos, zäh und einfach ungenießbar. Auch als Schweinefleisch-Fan
hätte ich das nicht gegessen. Jedenfalls war das Essen auch für rund 7 Euro
eine totale Fehlentscheidung. Hätte ich doch nur im Saunarestaurant
gespeist, denn dort gab es eine wesentlich leckerere Auswahl.
Nun probierte ich die Becken aus, die allesamt mit Sole befüllt sind und
ähnliche Temperaturen aufweisen, irgendwo zwischen 31 und 33 °. Begeistert
haben mich auch diese Bassins nicht. Zwar alles durchgestylt und in edlem
Marmor, doch irgendwie langweilig. Klar, eigentlich nicht viel auszusetzen,
doch der Aha-Effekt blieb irgendwie aus. Nette Schwalldusche, ganz hübsche
Sprudelnische und das war´s dann. Auch das Textil-Dampfbad, immerhin
ziemlich groß, wollte mich nicht recht locken. Hier sollen übrigens
Salz-Zeremonien ablaufen, doch heute wohl nicht mehr.
Also raus ins Außenbecken, das immerhin terrassiert ist und mit
Strömungskreisel und Farblicht ausgestattet. Dort allerdings sind wohl die
Massagedüsen in unterschiedlichen Höhen der Haupt-Anziehungspunkt. Hier kann
man sich nämlich den Genitalbereich bestrahlen lassen, was so manche/r wohl
gerne in Anspruch nimmt. Das etwas unterhalb gelegene Liegebecken ist
offenbar nicht so sehr beliebt, wohl weil man es nur nach dem Wechsel ins
Freie betreten kann. Heute bei Regen nicht unbedingt ein Vergnügen. Die
beiden anderen Außenbecken sind mir nicht aufgefallen, ich wußte ja nicht,
daß sie vorhanden sind.
Ebenfalls nicht gefunden habe ich die Kinderbecken, die wohl in einem
eigenen Anbau gelegen sind und laut Beschreibung auch ganz interessant. Es
ist ja auch eher ungewöhnlich, daß in einer kinderfeindlichen Therme mit
entsprechenden Eintrittspreisen überhaupt ein Familien-Angebot vorgehalten
wird. Ich hatte allerdings auch nicht die Muße, mir alles genau anzusehen,
denn zwischenzeitlich war es schon fast 21.30 Uhr. Von Entspannung war
natürlich auch nicht die Rede bei nur rund einer Stunde zur Verfügung
stehender Zeit.
Ich wechselte nach oben auf die große Galerie, wo sicherlich 60 Liegen zur
Verfügung stehen. Außerdem findet man hier zwei flache Heißwasserbecken, die
offensichtlich auch sehr beliebt sind, und ein Kalt-Tauchbecken (das hier
wohl eher fehl am Platze ist). Auch hier wieder Duschnischen (jeweils für
eine Person) und auch zwei Glas-Kuben mit den Solarien. Interessant, daß man
mittels Aufzug die beiden darunter liegenden Etagen erreichen kann - und
zwar mit zwei Aufzügen. Naja, an den Baukosten wurde eben auch nicht
gespart.
Wieder im Erdgeschoß angekommen - also auf der Umkleide-Ebene - fand ich
dann auch die Wellness-Abteilung, die natürlich schon geschlossen hatte.
Schade, hätte ich mir gerne mal angeschaut, denn dort gibt es einen weiteren
Whirlpool und offenbar auch viele schöne Wellness-Angebote. Natürlich zu
entsprechenden Preisen, wie nicht anders zu erwarten. Übrigens gibt es auch
irgendwo in der Therme einen Friseur, der sogar bis 22 Uhr geöffnet hat und
übliche Preise verlangt (Herren ab 15 Euro, Damen ab 20 Euro).
Mich zog es jedoch in die Sole-Grotte. Ja, ganz was anderes - Sole eben. Sie
liegt auf der linken Seite der Umkleide-Ebene, die einem hier wie eine
Katakombe erscheint. Ein komplett textil zu nutzender Bereich, was der
Mehrzahl der Gäste hier aber wohl nicht recht entgegenkommt. Gleich in der
Ecke des ersten Liegebeckens, hinter einer Milchglaswand versteckt, war
nämlich ein Pärchen in innigster Umarmung, sozusagen ineinander. Hier fühlt
man sich wohl ungestört, was bei näherem Hinsehen aber eher nicht so ist. In
der Ecke an der Decke befindet sich nämlich eine Kamera. Nun wußte ich auch,
was der Bademeister in seiner Kabine so spannendes im Fernsehprogramm
beobachtete…
Also weiter, an der Dusche vorbei in den nächsten Raum. Auf gleicher Ebene
wiederum ein Dampfbad, nach meiner Zählung das vierte im Hause. Auch wieder
als Kunstfels-Grotte gestaltet, angeblich mit Sole-Nebel. Auch hier wieder
eine Wasserschale, die man auf Knopfdruck befüllt. Reißt mich echt nicht vom
Hocker, wenngleich ganz nett gestaltet und sicherlich eine nette
Kuschel-Ecke - wenn man zu zweit ist.
Eine Treppe nach unten - das ist dann wirklich Kellergeschoß - gibt es noch
eine zweite Sole-Liegegrotte. Angenehm warm, größer als oben und schummrig.
Das erinnerte mich an die Solegrotte in Bad Steben. Allerdings ist diese
hier wohl zuerst entstanden. Auf einer Leinwand konnte man einen Film über
Meeres-Schildkröten sehen, doch die meisten ließen sich einfach nur treiben.
Wirklich recht angenehm. Draußen dann noch zwei wasserfallartige Duschen aus
vielleicht vier Metern Höhe. Mal was anderes, ebenfalls empfehlenswert.
Weniger toll dann allerdings die letzte „Attraktion“, die Sole-Wand nochmals
eine Treppe weiter unten. Hier ist man dann wohl im Hades. Dunkle Wände,
eine verwaiste Sitzbank und eine Wand, an der wohl Sole herabtropft. Die
totale architektonische Fehlleistung. Wenigstens ein echtes Gradierwerk
hätte man hier installieren können, das hätte vielleicht noch jemanden
gelockt. Doch das hier ist total daneben und selbst als Ecke für Verliebte
nicht zu empfehlen.
Nachdem bereits vor einigen Minuten die Durchsage zum Verlassen des Bades
gekommen war, begab ich mich dann wieder zu den Umkleiden. Auch beim
Austritt war die Kassendame nett, denn die Nachzahlung läuft immer über die
Kasse. Kein Automat vorhanden, doch den vermisse ich auch nicht. Insgesamt
gesehen hat diese Therme gemischte Gefühle in mir erzeugt. Zum einen ist
alles teuer und gut inszeniert, zum anderen hat mich nichts richtig vom
Hocker gerissen. Die 88-%-Auszeichnung vom Wellness-Verband ist aus meiner
Sicht recht schmeichelhaft.
Ich jedenfalls werde den doch
relativ gesalzenen Eintrittspreis hier wohl nicht wieder investieren. Einmal
gesehen haben reicht mir erst mal aus. Dennoch ist das Bad sicherlich für
Erholungssuchende interessant, die genügend Zeit mitbringen, möglichst auch
einen Partner und etwas zu lesen (Zeitschriften habe ich keine entdeckt)…
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen W. Juen
Geschäftsführer
wellSPAss Freizeit-Unternehmensberatung
Amtmann-Wyneken-Straße 9
D-27624 Bad Bederkesa am See
KLEIN
GRAN CANARIA MIT WOHLFÜHLGARANTIE, GENIALE SCHWITZRÄUME
ANREISE über die A8 München Salzburg. Autobahnabfahrt Bad Reichenhall. Ab der
Staatsgrenze ist die Rupertus Therme beschildert. Im südlichen Stadtteil von Bad
Reichenhall. 15 km nach Salzburg und Berchtesgaden-Königsee. Bad Reichenhall ist
IC-Stationen, deshalb bringen die beliebten Ferienzüge "Alpenland" und
"Königssee" Sie direkt und bequem ohne Umsteigen aus dem Rhein-Ruhrgebiet oder
aus Hamburg zum Urlaubsziel. Vom Bahnhof sind es ca. 700 m oder ca. 10
Gehminuten.
Der Eingang zur Therme ist großzügig und die Kassa erinnert an eine
Empfangshalle von einem 4-Stern-Hotel. Nachdem man seine Saunamaut bezahlt hat,
wird man mit einem Chip-Coin-System ausgestattet, der einen ein bargeldloses
System garantiert. Bis zur Umkleide muss man 2 Drehkreuze überwinden.
Unverständlich ist es, daß man bei einer neuen Saunalandschaft getrennte
Umkleidekabinen hat. Die Spinte sind aber geräumig und sauber. Der Farbton
weinrot und grau, begegnet einen in der gesamten Thermen und Saunalandschaft.
Von der Umkleide geht es vorbei an schöne, saubere Sanitären Anlage in den
Saunabereich. Das Zentrum ist die Saunabar mit dem Restaurant und dem im Feien
befindlichen Biergarten. "Front Cocking" heißt der zeitgemäße Ausdruck. Man kann
dem Koch beim Kochen zusehen.
Die Saunalandschaft ist eigentlich in 4 Bereiche aufgeteilt: 1. Innenbereich mit
Aufenthaltsmöglichkeit, Bar-Restaurant und großen Whirlbecken. 2. Innenbereich
mit Dampfbäder und Salzattraktionen. 3 . Innenbereich/1.Stock mit Saunen und
Ruhemöglichkeiten. 4. Außenbereich mit Saunagarten und Gran-Canaria-Pool,
Tauchbecken, Erdsauna und Saunahaus mit Ruheraum. Insgesamt kann man die
Saunalandschaft als mittelgroße bis große Saunalandschaft einstufen.
Durch ein Stollenambiente kommt man zu den beiden Dampfbäder, die durch Düfte
und Soleinhaltationen überzeugen. Auch Anwendungen werden zu gewissen Zeiten
durchgeführt. Bad Reichenhall hat einen internationalen Ruf bezüglich Salz und
daher findet man das Thema Salz und Sole an vielen Ecken und Enden der Thermen
und Saunalandschaft. Sogar in der Kohlrabisuppe wurde reichlich mit dem weissen
Gold gewürzt. Das Speiseangebot ist durchschnittlich und der Geschmack von
vielen anderen Speisen verlangt wiederum nach mehr Würze. Das Ambiente des
Saunarestaurant mit Biergarten wirkt leicht luxeriös, mit schlichten Design. Das
herkömliche Getränkeangebot ist OK und das gesamte Gastropersonal ist freundlich
und bemüht sich um den Saunagast.
Im Ersten Stock befinden sich genial angelegte Saunen mit Blick auf die Berge
Predigtstuhl, Staufen und Predigtstuhl. Das Sanarium mit 60° C und die
FINNISCHE SAUNEN mit 80°C und 90° C sind oberster Level. Lediglich bei den
Duschen herrscht seit Eröffnung Rutschgefahr und so mancher Saunist konnte
bereits mit einem Saunarutschkunststück aufwarten. Die Abhilfe mit einer
rutschfesten Matte wäre empfehlenswert. Die Ruheräume sind TOP. Für Gebrechliche
und Behinderte Saunisten ist die Saunalandschaft nicht geeignet.
Bad Reichenhall ist die Kreisstadt des Landkreises Berchtesgadener Land, im
Regierungsbezirk Oberbayern und im Freistaat Bayern. Bad Reichenhall ist eine
Kurstadt mit zahlreichen Solequellen und Solebädern und Standort der
Gebirgsjägerbrigade 23 und des Gebirgsjägerbataillons 231.
Der ursprüngliche Ortsname "Hal" deutet darauf hin, dass es sich um einen Ort
mit einer Saline handelt. Als im 14. Jahrhundert die Bezeichnung Reichenhall zur
Unterscheidung von anderen "Hall"-Orten üblich wurde, wusste man bereits nicht
mehr um die eigentliche Bedeutung des Begriffes "Hall". Reichenhall bedeutet
demnach das "reiche Hall" im Gegensatz zur neuen Konkurrenzsaline von Hallein. "Hallein"
entspricht einer Verkleinerungsform (="das kleine Hall"), die vermutlich
ursprünglich (wohl von Reichenhaller Seite) despektierlich gebraucht wurde.
Durch das Verschwinden der Grenzen in Europa und das Entstehen von Euregios
orientiert sich Bad Reichenhall (obwohl politisch natürlich zu Deutschland
gehörend) immer mehr in Richtung der örtlich nächstgelegenen Großstadt Salzburg
(in Österreich), welche nur wenige Kilometer entfernt ist. Bad Reichenhall wird
in naher Zukunft von Salzburg ausgehend sogar durch eine S-Bahn Linie (S-Bahn
Salzburg) erschlossen werden.
Bad Reichenhall liegt im Reichenhaller Talkessel, d. h. es ist auf fast allen
Seiten von Bergen umgeben. Im Norden steht der Bad Reichenhaller Hausberg, der
Staufen, und der Fuderheuberg. Im Westen befindet sich der Zwiesel, im Süden der
Predigtstuhl. Im Osten, etwas weiter weg, hinter den angrenzenden Orten
Bayerisch Gmain und dem österreichischen Großgmain, steht das Untersbergmassiv
www.stadt-bad-reichenhall.de.
Neben den genial angelegten Saunen im 1. Stock ist der Saunagarten mit seinen
zwei schönen Saunen das absolute Highlight der Saunalandschaft. Bei Schönwetter
kommt man sich vor, wie in Gran Canaria. Man wird neben einem Tauchpool von
einem azurblauen, whirlenden Süßwasserpool empfangen. Rundherum bequeme Liegen
mit Getränkequader, anschließend der Biergarten und in alle Richtungen gibt es
angelegte Natur. Bad Reichenhall kann über Gran Canaria punkten weil man noch
zwei wunderschöne Saunen im Garten stehen hat. Die holzbefeuerte ERDSAUNA mit
110°C garantiert intensives Schwitzen und die TEMPELSAUNA wurde von Architekten
mit Saunaerfahrung konzepiert. Ein überdimensionaler Saunaofen, 2 Eingänge und
ein Saunaraum, wo man den Aufguss perfekt genießen kann. Für ca. 60 Personen
wurde Platz geschaffen. Lediglich heiße Zehen bekommt man, wenn man vor der
Saunatüre die Badeschlappen auszieht. Der Boden wird extrem heiß.
Die Aufgüsse sind zwar angenehm und die Aufgusszeremonien wie zum Beispiel mit
Salz oder Früchten sind zwar sehr beliebt, aber 2 Stunden auf einen Auguss zu
warten im Saunagarten ist schlicht gesagt Luxus. Hier steht einer der schönsten
Aufguss-Saunen von Österreich und Bayern für maximal 90 Aufguss- und
Zeremonienminuten am Tage. Alle volle Stunde wird im Wechsel mit der
Aufguss-Sauna im 1. Stock ein Aufguss veranstaltet. Auch der stündliche Aufguss
ist für diese schöne Saunaanlage zu wendig. Ein Halbstündiger Aufguss wäre für
die gut besuchte Saunalandschaft angebracht. Auch die Fachkundigkeit des
freundlichen Personals, lässt im gesamten Saunabereich zu wünschen übrig. Nach
einer kurzen Vorstellung sollte man die Dauer der Zeremonie oder des Aufgusses,
den Duft, die anschließende Duschpflicht und den Sicherheitshinweis geben, daß
man jederzeit die Sauna verlassen darf..! Der Doppelaufguss ist genauso
sympathisch, wie die Aufgiesser und daher wissen wir, daß es nur eine Frage der
Zeit ist, bist die fehlende Fachkundigkeit ebenfalls präsentiert wird.
Fazit: Das Bayerische Staatsbad Bad Reichenhall / Bayerisch Gmain hat mit dem
tüchtigen und erfahrenen Wahlbayern Dirk Sasse eine Saunalandschaft mit
internationalen Format geschaffen. Seit Eröffnung ist dieser Senkrechtstarter
von 0 bis zu den Top-Saunalandschaften empor gestiegen. Punkten konnte die
Anlage mit Freundlichkeit, Sauberkeit-Hygiene, Mit den Klassik-und Showsaunen,
Mit den Saunagarten und der optimalen Frischluft, Die Duschanlagen, den
Zusatzangeboten wie Therme, Massage und Solarien, Ruheräumen und mit einer
gewissen Gemütlichkeit. Die "Quelle des Feuers" hat leider nur ein Glück oder
Pech... Fast Alle führende Profi-und Saunatester wohnen in der Nähe von Bad
Reichenhall und in Verbindung mit den Saunagäste, wo eigentlich jeder ein
Kritiker und Tester ist, wird diese wunderschöne Saunalandschaft, daher laufend
getestet.
Den Verantwortlichen vom Bayerischen Staatsbad, Dirk Sasse und den gesamten
Saunateam aufrichtige Gratulation zu der internationalen Auszeichnung...
3 Saunaperlen "ERLEBNISSAUNA"