Die
Kaiser-Friedrich-Therme ist ähnlich einem altrömischen Bad gestaltet. Die
Ausstattung entspricht dem heutigen Standard und sollte einem jeden noch so
anspruchsvollen Gast genügen
Der Gast startet im "Tepidarium" in trockener warmer Luft mit Temperaturen
zwischen 40 und 45°C seinen Irisch-Römischen Badeablauf. Da ich selbst ein
regelrechter Bücherwurm bin, nehme ich meine jeweilige Lektüre direkt mit ins
Tepidarium und verspüre sogleich eine wohlige Entspannung... Es stehen mehr oder
weniger bequeme Liegestühle bereit, die je nach persönlichem Gusto mit
Handtüchern belegt werden können, um eine möglichst weiche Fläche zu erhalten.
Das "Sudatorium" ist die nächste Stufe des Irisch-Römischen Dampfbadens mit
einer Trockenluft-Temperatur von 50 bis 55°C. Da es hier schon deutlich wärmer
ist, lege ich in der Regel mein Buch zur Seite, und mache ein kleines Nickerchen
von gut 15 bis 20 Minuten. Der ganze Körper ist dann schön aufgewärmt und bereit
für den 3. Schritt...
... der im "Sanarium" mit den Aromen ätherischer Öle und einem andregenden
Farblichtspiel sowie einer Lufttemperatur von 55 bis 60°C folgt. Das Sanarium
entspricht in der Ausstattung einer klassischen Holzsauna. Wie in jeder anderen
Sauna folgender Grundsatz eigentlich selbstverständlich sein und gilt auch hier:
KEIN SCHWEISS AUF'S HOLZ!!!.
Die 4. Stufe erfolgt im "tropischen Eisregen", wobei für eine prickelnde
Erfrischung Düsen in Schulterhöhe und im Kniebereich einen Eisregen, vermischt
mit Warmwasser, auswerfen. Wer allerdings sehr empfindlich ist, den werden
vielleicht die Eisklümpchen stören, die mit einiger Wucht auf den Körper
prallen.
Danach ist erst mal wieder Ausruhen angesagt. Wer es kühl mag, geht ins "Frigidarium",
einen Frischluftraum. Für alle, die normale Raumtemperaturen bevorzugen, sei das
"Lumenarium" mit Lichtpunkten in langsam wechselnden Farben am Gewölbehimmel
empfohlen. In der ausgesprochenen "Ruhezone" kommt der Badegast leider nur wenig
zur Ruhe, da hier ein ständiges Kommen und Gehen herrscht. Außerdem ist die
Geräuschkulisse der beiden Thermalsitzbecken (34°C und 37°C) sehr störend.
Selbst, wer sich gerne und viel unterhält, dürfte hier seine Probleme haben.
Als 6. Schritt kommt nun die klassische "finnische Sauna" mit einer
Lufttemperatur von 85 bis 90°C und einer 25-prozentigen Luftfeuchtigkeit ins
Spiel. Aufgüsse in den verschiedensten Duftrichtungen (Latschenkiefer, Zitrone,
Eukalyptus etc.) gibt es zu jeder vollen Stunde.
Wer nach einem Saunagang das klassische Tauchbad bevorzugt, sollte das
historische Schwimmbecken mit erfrischendem 22 bis 24 Grad Celsius temperiertem
Wasser nutzen. Das im rückwertigen Teil angebrachte so genannte "Wildbecken" hat
eine Temperatur von 42°C.
Anschließend steht wieder Ausruhen auf dem Programm.
Die 7. Stufe des Badeaufenthaltes besteht aus dem "Steindampfbad", bei dem
Natursteine in ein Kaltwasserbecken eingetaucht werden und eine kontinuierliche
Steigerung der Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur bewirken.
Die 8. und letzte Etappe des Rundganges endet "russischen Dampfbad" mit 42 bis
45°C und einer Luftfeuchtigkeit von fast 100%.
Wer vor, zwischen den einzelnen Gängen und/oder zum Abschluss seines
Badeaufenthaltes eine Erfrischung zu sich nehmen möchte, wird an der "Quellenbar"
bestens bedient. Ob Heiß- oder Kaltgetränke, kleine Snacks (Croissants, diverse
Müslisorten). Für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein. Allerdings sei an
dieser Stelle erwähnt, dass in der Kaiser-Friedrich-Therme KEINE alkoholischen
Getränke ausgeschenkt werden.
Der Anwendungsbereich befindet sich im Untergeschoss. Da ich bisher nur mehrfach
das "Rasul" (ein orientalisches Ganzkörperpeeling mit 4 verschiedenen Schlämmen
für Gesicht, Arme, Rumpf und Beine - einige Male war ich alleine im Raum und
fand es keineswegs unzumutbar, mich in Eigenbehandlung zu massieren. Auch dieser
Hinweis ist für PrintMan vorgesehen...) und einmal das "Sandbad" genutzt habe,
kann ich dazu nur wenig berichten. Das Rasul sorgt für eine wunderbar glatte
Haut. Das Sandbad fand ich nicht allzu toll. Da lege ich mich doch lieber in die
normale Sonne und verziehe mich bei Bedarf in den Schatten...
Die Kaiser-Friedrich-Therme ist nur für Besucher ab 16 Jahre zugänglich, so dass
schon von Beginn an eine deutlich niedrigere Geräuschkulisse herrscht, als
beispielsweise im vom gleichen Träger (nämlich der Wiesbadener Kurverwaltung,
vertreten durch Henning Wossidlo) betriebenen "Thermalbad Aukammtal". Die Anzahl
der Eintritte richtet sich nach den ausgegebenen Bändern. Da die Therme nur über
geringe Anzahl an Liegestühlen verfügt, gibt es auch nur in dieser
entsprechenden Anzahl Eintrittsbänder. Vor allem am Wochenende kann es dann um
die Mittagszeit zu "Staus" kommen, die sich aber ziemlich schnell wieder
auflösen. Wer vorhat, die Kaiser-Friedrich-Therme zu besuchen, sollte nun mal
ein gewisses Maß an Geduld mitbringen. Anders als im Thermalbad Aukammtal werden
auch keine Handtücher von den Liegestühlen entfernt, da jeder Gast seinen
jeweiligen Aufenthalt selbst bestimmt. Für die Unterbringung der Badetaschen
nebst Inhalten stehen genügend Fächer in Plexiglasregalen zur Verfügung.
Was
die von der Kaiser-Friedrich-Therme selbst beschriebene Freundlichkeit des
Personals betrifft, hatte ich bisher noch nie Grund zur Beanstandung. Im
Gegenteil bekomme ich bei jedem meiner Besuche ein freundliches Lächeln, eine
höfliche Antwort etc. Alles im Allem kann ich mich also wirklich nicht beklagen.
Da ich halt keine Lust habe, für ein kleines bißchen Entspannung erst mal
kilometerweit z. B. in die Taunus-Therme in Hofheim am Taunus zu fahren, kommt
mir die Kaiser-Friedrich-Therme sehr gelegen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis
stimmt. Die Ausstattung entspricht zu 100% meinen persönlichen Ansprüchen (und
die sind als nicht gerade gering zu bezeichnen...). Das "Thermalbad Aukammtal"
kommt trotz über zweijährigen Umbaus an diesen Standard leider nicht heran.
Viel Spaß bei der Entspannung in einer sehr schönen Atmosphäre
:
Es
stört überhaupt keinen Mitarbeiter wenn man seine eigene Flasche Wasser
mitbringt oder auch eine kleinigkeit zu essen, Obst oder ähnlich solange es sich
in Grenzen hält. Ich nehme mir immer Trauben und Wasser mit(wirkt das nicht
Römisch):)
Im Bad selber befinden sich etliche Fächer und Glasregale die als Ablage
möglichkeit dienen.
Alles ist Supermäßig Sauber und wirkt sehr gepflegt. Auch das Personal ist sehr
freundlich.
Das Publikum ist gemischt jung und alt. Single Frauen sind hier nicht alleine,
immer 50/50 der Anteil. Junge Paare sieht man auch sehr oft. Es ist auch ein
verdammt romantisches Plätzchen:)..Ich persönlich gehe 1mal im Monat dorthin um
Ausgleich vom Job zu bekommen. Fragen Sie nach ob Ihr Arbeitgeber was
beisteuert:)
Anschließend kann man in das Lokal "Dortmunder gehen" oder ins Alex auf ein
Drink ist alles direkt vor der Therme vorzufinden
Warum haben die noch keine Perlenauszeichnung?
Günther Höfer, Frankfurt